bloub hat geschrieben:ist schon fies, soviel fakten auf einmal verträgt nicht jeder konsolero

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Das hat eigentlich nix mit Fakten, sondern mit Begrifflichkeiten zu tun. Und die sind unabhängig davon, mit welcher Hardware man zockt
Zuallererst: Was heisst denn "profitabel"? Ist das die Höhe des gesamten Umsatzes? Geht man danach, dann sind AAA-Spiele (Ja, wir bleiben mal bei denen) auf Konsolen profitabler, weil das für AAA-Spiele die größere und einfachere Zielgruppe ist. Superteure AAA-Spiele sind auch erst mit dem Konsolen-Boom der Generation PS2 & 360 entstanden, weil die potentielle Kundschaft hier nun endlich zahlreich genug war und einfacher angesprochen werden konnte.
Jedoch, und das ist der große Gag bei der Geschichte, sind PC-Spiele profitabler, wenn man nicht die Gesamtzahl aller Verkäufe anschaut, sondern sich nur anschaut, was man an einer verkauften Einheit verdient. Da ist der PC auch im Retail-Bereich ... profitabler. Es bleibt pro Spiel mehr Geld hängen. Trotz geringerem Endpreis. Deswegen muss man auf dem PC auch nicht zig Millionen Einheiten verkaufen, um gutes Geld verdienen zu können. Weil die Gewinnspanne pro verkaufter Einheit größer ist. Denn auf den Konsolen ist man nämlich nur dann profitabel, wenn man DEUTLICH mehr Einheiten verkauft als auf dem PC. Eine PC-Version ist schon mit beispielsweise 900.000 Stück ein finanzieller Erfolg, während auf Konsolen deutlich mehr als 900.000 Stück verkauft werden müssen,
UM AUF DEN SELBEN GEWINN zu kommen.
PC-Spiele sind also profitabler, weil man nicht so einen großen Aufwand pro Einheit betreiben muss. Aber man kann mit Konsolenspielen mehr Umsatz erzeugen und somit mehr Gewinn, weil man Konsolenspiele besser vermarkten kann und sich die Kaufkraft und Aufmerksamkeit der Konsolenspieler nicht auf fünf Milliarden Anbieter verteilt. Doch das nur, wenn man RICHTIG VIEL auf Konsolen verkaufen kann. Alles, was als AAA-Spiel keine Blockbuster-Umsätze erzielen kann, gilt auf Konsolen als Flop.