Balmung hat geschrieben:
Und wir Spieler nicht? Wir haben alle Spiele auf einer Plattform zusammengefasst. Wir haben für alle Steam Spiele Community Hubs, wo wir uns austauschen können, wo auch teilweise Entwickler selbst unterwegs sind und wir so einen direkten Draht zu diesen haben. Wir bekommen automatisch Updates aufgespielt, so das wir sofort los spielen können und nicht bei jedem Start (außer man hat es so eingestellt) erst Updaten muss. Wir haben...
Ich weiß all diese Dinge wirklich zu schätzen. Aber sehe es eben nicht durch die rosarote Brille. Für mich war das schon vor Steam eine Selbstverständlichkeit. Jeder der einen Link auf ein Programm legen, oder einen Ordner anlegen kann, ist damit auch in der Lage eine individuelle schöne Ansicht zu nutzen um die eigenen Programme zu starten.
Das sind alles Dinge die mir persönlich weniger Wert sind als die Privatsphäre, mein Geistiges Eigentum und die schwächere Position als Kunde welche durch die Vernetzung/zunehmende Onlineanbindung entstehen.
Steam hat den Stein ins Rollen gebracht und das Leben nimmt seinen Lauf. Politiker entscheiden das Marketing-Unternehmen ein höheres Recht an den Daten zu meiner Person haben als ich. Sensible Bereiche wie Genetik, Sexualverhalten und so weiter sind zwar Außen vor gelassen, aber nur so lange die Nutzer das nicht freiwillig
selbst ins Netz stellen. Ich sehe schon die neue Generation an Teenagern die sich bei Skype und im MMO-Video-Chat treffen um sich über ihre Krankheiten und sexuellen Vorlieben zu unterhalten.
Für mich sind Spiele etwas Privates und teilweise auch öffentliche Räume. Ich verstehe nicht warum es da keine OTR-Schnittstellen gibt oder eben einen zusätzlichen kostenpflichtigen Dienst. Meiner Meinung, und das ist das schlimme. Die nächste Elterngeneration wird das Problem verharmlosen weil sie noch mit einer Offline-Technik aufgewachsen sind und nicht wissen welchen Gefahren sie ihren Kindern und Familien aussetzen. Das schlimme, wir werden dazu gehören. Warum? Für Trivialitäten wie "Oh meine Spiele werden Alphabetisch oder mit Lesezeichen nach Lieblingsspielen sortiert!".
Ich finde es traurig das sehr viele Menschen immer weniger Zugang und Kontrolle über ihre Informationen haben. Jeder könnte lernen etwas zu Kochen oder besonders leckere Kuchen zu Backen was in der Qualität viel hochwertiger und günstiger ist als diverse Industriespeisen. Das selbe gilt für Computer. Aktuell ist es eher so das man darauf Spekuliert das zwischen den Generationen immer mehr Wissen verloren geht. Glaub mir in 5 Jahren gibt es nur noch die Cloud-Lösung als Betriebsystem, weil dies die einzige ist die sich neben Linux noch rechnet. Aber selbst ein Linux ist da den meisten schon zu kompliziert und das obwohl man lediglich das machen muss was die meisten die es hier lesen am Computer schon erlebt haben, ein bisschen lesen, CD einlegen und auf Installieren klicken. Das war und ist auch nicht weiter schlimm, aber solche Post wie deine die dann die Bequemlichkeit loben von Dienstleistungen die dir Verkauft werden und du wirst weiterhin ausgelutscht, obwohl du den Vollpreis bezahlt hast und findest das auch noch toll. Ja dann hat das Unternehmen wohl alles richtig gemacht. Hoffentlich geht nichts kaputt.
Ich als denkendes Wesen welches (noch) auf Papier schreiben kann, kann mir aber einfach nicht vorstellen wie eine Zeit sein wird, in der man Dinge nicht mehr auf Papier schreiben kann, weil man das nicht mehr gelernt hat und oder weil alles Papier und alle Stifte, dritten Unternehmen gehören. Welche die uns das nur als Dienstleistung verkaufen. Valve hat mit Steam den ersten Stein dieser Entwicklung ins Rollen gebracht.