Deuterium hat geschrieben:Kajetan hat geschrieben:
Ich reite nur deswegen weiter drauf rum, weil ich die Formulierung "Wenn ich an XYZs Stelle wäre" für selten dämlich halte.
Wenn ich James Hetfield wäre, hätte ich niemals das Black Album geschrieben.

Nein, ich hätte jeder Versuchung des Kommerz widerstanden. Gott. Ich liebe solche Aussagen.
Wollen wir hier Semantik-Kurse veranstalten? Ich denke, wenn jemand sagt "Ich an XYZs Stelle würde so und so handeln", dann meint er damit nicht, daß er komplett XYZ wäre - dann würde die Aussage überhaupt keinen Sinn machen, bzw. 100%ig redundant sein.
Wenn ich sage, daß ich - Usul - anders handeln würde, wenn ich an Daz Dillingers Stelle wäre, dann meine ich damit, daß ich - Usul - anders entscheiden würde, wenn ich - als Usul - nun vor der Entscheidung stehen würde, die Daz Dillinger - als Daz Dillinger - getroffen hat (GTA5 ablehnen).
Nun kann man natürlich einwenden, daß ich - als Usul - ja nicht so anmaßend sein sollte zu denken, ich könnte auch nur im Ansatz nachvollziehen, wie solche Entscheidungen auf welchen Grundlagen gefällt werden, wenn man so ein erfolgreicher und bekannter Künstler ist wie Daz Dillinger und auch sein Leben so gelebt hat, wie er es letztendlich gelebt hat. Rein theoretisch mag das sogar stimmen.
Aber Menschen haben bekanntlich genug Phantasie, Vorstellungsvermögen und Abstraktionsfähigkeit, daß sie sich sehr wohl in andere Menschen hineinversetzen können - zumindest zum Teil.
Oder kurz: Ich als Usul hätte an Daz Dillingers Stelle (und nicht ALS Daz Dillinger) nichts dagegen, in GTA5 verbraten zu werden. Natürlich nur in lizenzierter Form.