Kyanon hat geschrieben:
ich finde immer noch, das wirklich ironische ist doch, dass unsere Freunde aus Übersee diese Mediengaukelei und Farce immer noch nicht kapieren
Kajetan hat geschrieben:
1. Publisher und Entwickler sind US-Firmen.
2. Die US-Army gibt freudig Unterstützung in Form von beratenden Offizieren.
3. Diese Spiele werden in erster Linie für den US-Markt produziert, wo die US-Army der große Held ist und die Welt mit Gottes Segen in Frieden und Demokratie bombt.
Dass hierzulande Leute gerne solche Spiele zocken oder wie Hr. Luibl kritische Anmerkungen dazu verfassen, ist für diese Verhältnisse dort sowas von nebensächlich, da Joe Sixpack sich nicht darum kümmert, was irgendwo im Ausland toll oder mies gefunden wird. Joe Sixpack möchte seine Army heldenhaft feiern und das bekommt er auch. Erst wenn er das ausdrücklich nicht mehr möchte und MW17 ein gnadenloser Flopp wird, erst dann werden Activison und Co. sich was anderes überlegen. Nicht vorher.
Jaja, die typische deutsche Arroganz. Die Amerikaner sind schließlich allesamt doof, primitiv und kriegstreiberisch. Kapieren nichts, und sind einfach nicht wie wir schlauen deutschen in der lage, die Dinge zu "durchschauen"...
Irgendwie echt modern diese Ansicht, aber auch reichlich abgehoben.
Was ist daran merkwürdig, dass ein Entwickler aus einem Land, der vorallem seine eigene Bevölkerung anpeilt, bei einem realistischen Kriegsszenario fast immer die eigene Seite bevorzugt und darstellt? Das ist doch total normal und verständlich.
Ein wenig Anspruch könnte diesen Spielen nicht schaden, das ist wahr. Aber um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen, machts mans eben lieber anspruchslos.
Das ist kein amerikanisches Phänomen übrigens.
Masakado hat geschrieben:
Das Ziel in einem Anti-Kriegs-Shooter darf nicht das Töten der Gegner, sondern sollte, meiner Meinung nach, die Entwaffnung der Feinde sein. (Sowie heil und je nach Story siegreich in die Heimat zurückzukehren)
Fürs Töten fände ich eine indirekte Bestrafung, in Form von Karma und Konzentrationsverlust gut geeignet.
Wie soll das Spiel denn heißen? Call of Suicide? Medal of idiots? (bezogen nciht auf dich, sondern auf Soldaten die so vorgehen)

Nimm es mir nicht übel, aber wie realistisch ist das denn, in den KRIEG zu ziehen, daber aber nicht zu töten? Wasch mich, aber mach mich nicht nass?
Was aber in deine Richtung geht, und was ich gut fände, wäre das Folgende:
Du gehst in den Einsatz, diverse Missionen, manchmal auch ohne echten Feindkontakt. Auch stressige Situationen, Abdrücken oder nicht, evtl. Zivilisten im Weg usw. usf.
Manchmal evtl schwierige oder nahezu unmöglich korrekt zu lösende Situationen.
Vielleicht kriegst du auch ein Kriegsverbrechen deiner eigenen Seite mit.
Je nachdem, wie kaltblütig du dich dabei verhältst, was du tust, modifiziert es das Ende. Von einem Heimkehrer, der sich einigermaßen wieder integriert über den Säufer, Psychopathen oder den Selbstmörder.
Nicht die Zahl der Toten oder so sollte entscheiden. Im Krieg wird nunmal getötet. Aber ich würde diskriminieren nach den Situationen, in denen zur Waffe gegriffen wird und ob dein Charackter dieses Verhalten in der Situation vor sich selbst verantworten kann. Man sollte die Rolle bedenken, in der man sich befindet.