Ja, ich kann den Kauf auch verstehen, aber wenn diese Spieler ihr Konsumverhalten mal reflektieren würden, würde ihnen eben auch auffallen, dass 15 Euro zu viel Geld für so wenig Arbeit sind. Wenn diese Spieler einfach 7 Tage gewartet hätten, was sie vermutlich nicht umgebracht hätte, dann wäre Activision ganz schnell von 15 Euro für 3 neue und 2 alte Maps runtergekommen. Nun, da dieses meiner Meinung nach unverschämte Experiment geglückt ist (WOW-Mount + CoD-Mappacks) werden die Preise sicherlich nicht auf diesem Niveau stagnieren.Bloody Sn0w hat geschrieben:Das fett markierte ist der Knackpunkt. Da stimme ich dir voll und ganz zu.Termix hat geschrieben:Das Schlimme ist, die meisten Spieler sind bereit horrende Preise für eine sehr kurze Entwicklungszeit zu zahlen.
CoD Mappack für 15 Euro für 3 neue und 2 alte Maps? Laut einigen Foren würden einige noch viel mehr zahlen, weil die "Kartenqualität absolut überragend ist und man locker 200++ Stunden Spass damit haben kann"
Auf der anderen Seite, kann ich aus Sicht der Spieler auch den Kauf verstehen. Wenn man so viel Zeit in etwas investiert, dann lohnt sich der Kauf einfach.
Umgekehrt sagt ja auch keiner, dass Leute die Spiele zum Vollpreis kaufen, aber dann nicht 200+ mit dem Multiplayer verbringen ihr Geld verschwenden.
Wenn ich mir überlege wieviel Zeit ich mit Spielen wie Civ oder Diablo verbracht habe - da hätte ich auch locker das 5fache für die Spiele gezahlt und genau so rechtfertigen sich auch die monatlichen Abokosten von MMOs.
Auf der anderen Seite kaufe ich auch mir auch Singleplayerspiele zum gleichen Preis, die mich vielleicht 6-8 Stunden unterhalten.
Der Vorwurf an die Publisher ist moralisch gesehen durchaus gerechtfertigt, die Kritik am Spieler halte ich aber für unnötig, teilweise sogar anmaßend. Jeder gibt Geld für Sachen aus, die es ihm wert sind und es wird immer jemand geben, der es nicht machen würde (s. dein Bierbeispiel). Im Endeffekt werden mit solchen Aktionen nur die "Hardcorespieler" zur Kasse gebeten und die haben den Kaufpreis schon um ein Vielfaches raus.
Das nichtmal auf dem PC Maps erstellt werden können ist eine noch größere Frechheit, die wirklich passionierten Spieler haben schon immer bessere Karten entworfen als die Entwickler selbst, aber damit würde man sich ja das Geschäft ruinieren :>
Wobei vielleicht liest Herr Kotick diesen Satz und denkt mal drüber nach:
Wie wäre es, wenn Sie einen Wettbewerb starten, in dem 50 Karten, welche von Spielern entwickelt wurden ausgewählt werden können (nur per Website betrachtbar, nicht spielbar), die besten 5 werden dann zu einem Mappack für 30 Euro gemacht und pro 10 verkauften Mappacks bekommen die 5 Spieler für ihre Entwicklungsarbeit jeder 1 Cent (oder zusammen, je nach Verkaufszahlen).
So nun aber zurück zu deinem Text:
Ja, ich habe Diablo 2 auch viel gespielt, aber ich hätte nichts dafür gezahlt, bzw. nicht mehr als mich die 5 Games (CD-Keys zum farmen/ziehen) gekostet haben. Man muss sich auch überlegen, dass dieses System clever war, denn Wartungskosten fielen kaum an und auch kaum Serverkosten. Weiteres siehe letzter Absatz.
Bei MMOs sieht das schon wieder anders aus, dort fallen einige Kosten an und die Spiele werden immer weiter verbessert/erweitert. Dennoch sind die Abo-Gebühren so hoch angesetzt, dass bis zu 75% Gewinn bei rauskommen, das finde ich auch mehr als fragwürdig.
Nun aber zu Singleplayer-Spielen, ja man zahlt für 10 Stunden öfter mal genauso viel wie für ein 2000+ Multiplayerspiel, aber nur weil der Zeitaufwand der Entwickler derselbe ist, wenn MP-Games nun 250 Euro kosten (dein 5-fach Beispiel) und SP-Spiele 50 Euro, wie lange würde das wohl so bleiben? Bedenke, beide Spiele hatten dieselbe Entwicklungszeit+kosten
