Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Story und die Abneigung gegen Filmpläne

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TheLaughingMan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von TheLaughingMan »

Scipione hat geschrieben:
TheLaughingMan hat geschrieben:Hmm...seit ich The Wire zu ende gesehen habe und Snoop (sowie Kima) Fan geworden bin könnte ich mir eine Frau in GTA durchaus vorstellen.
naja, du kannst dir dann sicherlich auch gut Armeen von weiblichen Rittern in klassischen (not fantasy) Mittelalter Spielen vorstellen, nur weil du ein Film über Jean D'Arc gesehen hast. :Blauesauge:
Ich fürchte den Gedankensprung von "Eine einzelne Frau" zu "Eine ganze Armee von Ritterinnen" kann ich nicht nachvollziehen. Bin mir auch nicht sicher ob ich das will. Ich lege nämlich viel Wert auf die Fähigkeit zu differenzieren.

Übrigens...die Hauptdarstellerin von Snoop, Felicia Pearson, wurde vor 2 Jahren im Rahmen einer Drogen Razzia festgenommen. Und das war "not Fantasy". Realität und so. :mrgreen:
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3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von 3nfant 7errible »

der Gedankensprung war kaum so hoch wie du glaubst oder behauptest. Du bringst ja auch dein Ausnahme von der Regel Beispiel, um damit die Forderung zu rechtfertigen, GTA sollte endlich einen weibl. Hauptcharakter haben, obwohl die klassische Gangster-Geschichten erzählen. Welchen Teil von klassisch hast du nicht verstanden?

Dein The Wire Beispiel war sowieso Selbstsabotage, denn auch dort ist der Grossteil der Gangster männlich. Wenn die ganz furchtbar authentisch sein wollten, dann müssten die eigentlich noch zig weitere GTAs machen bevor irgendwann, in ferner Zukunft, überhaupt mal ein weibl. Gangster Hauptcharakter gerechtfertigt wäre.

Und nur um das nochmal klarzustellen.... das ist kein Mangel an Kreativität. Es gibt keinen Unterschied im kreativen Geschick, ob man nun ein Pixelmännchen oder ein Pixelweibchen designt. Auch alles weitere was sich daraus ergäbe, bedarf keiner grossen Zauberkunst. Es gibt hier weder handwerklich noch kreativ eine Grenze, wenn man nur wollte.

Man hat sich aber bewusst und künstlerisch für die klassischere, authentischere Variante entschieden, und auch hier sind noch lange nicht alle Geschichten erzählt. Gerade so einen Typen wie Trevor gabs noch nicht, oder überhaupt so ein Zusammenspiel dieses total unterschiedlichen Ensembles
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von SethSteiner »

Ja.. wirklich.. noch nie dagewesen. Diese klassischen Männergeschichten sind natürlich nicht klassisch, weil sie.. äh.. na ja klassisch sind, sondern ganz neu und noch nie dagewesen und daher brauchen wir noch gaaaaaaaanz viele männliche Protagonisten, weil auch in The Wire die Frauen eine Minderheit darstellen und das damit ja nur bestätigt oder so.
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TheLaughingMan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von TheLaughingMan »

Scipione hat geschrieben:der Gedankensprung war kaum so hoch wie du glaubst oder behauptest. Du bringst ja auch dein Ausnahme von der Regel Beispiel, um damit die Forderung zu rechtfertigen, GTA sollte endlich einen weibl. Hauptcharakter haben, obwohl die klassische Gangster-Geschichten erzählen. Welchen Teil von klassisch hast du nicht verstanden?
Unser Verständnis von "Klassisch" geht wohl auseinander. Klassische Gangster Geschichten enden mit einem toten Gangster oder einem Gangster im Zeugenschutzprogramm. Ich habe nur die "Haupt" GTA`s gespielt, aber keines von denen hat je so geendet, um mal eine Sache zu nennen.
Scipione hat geschrieben: Dein The Wire Beispiel war sowieso Selbstsabotage, denn auch dort ist der Grossteil der Gangster männlich. Wenn die ganz furchtbar authentisch sein wollten, dann müssten die eigentlich noch zig weitere GTAs machen bevor irgendwann, in ferner Zukunft, überhaupt mal ein weibl. Gangster Hauptcharakter gerechtfertigt wäre.
Und 10 Teile sind nicht genug um mal in einem partiell von der "Norm" abzuweichen? Eine sehr konservative Ansicht in Anbetracht der "Edginess" der Reihe. Gott behüte uns das dereinst ein Schwuler die Hauptrolle hat, die Schnappatmung würde zahllose Zockerleben fordern...

Btw: Wem gegenüber müsste man das rechtfertigen? Dem hohen "Bro" Rat?
Scipione hat geschrieben: Und nur um das nochmal klarzustellen.... das ist kein Mangel an Kreativität. Es gibt keinen Unterschied im kreativen Geschick, ob man nun ein Pixelmännchen oder ein Pixelweibchen designt. Auch alles weitere was sich daraus ergäbe, bedarf keiner grossen Zauberkunst. Es gibt hier weder handwerklich noch kreativ eine Grenze, wenn man nur wollte.
Ein Mangel an Kreativität ist es nicht, das stimmt. Ein Mangel an Mut allerdings schon, in meinen Augen. Für eine Mache einer Reihe die für sich in Anspruch nimmt DIE Medien- und Gesellschaftssatire unserer Zeit zu sein und dann nichtmal die Eier haben den Spieler als Frau und damit mit einem anderen Blickwinkel durch eine Männer dominierte Welt laufen zu lassen ist das arm. Aber wie bei allem Ansichtssache.
Scipione hat geschrieben: Man hat sich aber bewusst und künstlerisch für die klassischere, authentischere Variante entschieden, und auch hier sind noch lange nicht alle Geschichten erzählt. Gerade so einen Typen wie Trevor gabs noch nicht, oder überhaupt so ein Zusammenspiel dieses total unterschiedlichen Ensembles
Das einzig interessante daran ist ob der übliche Verräter innerhalb des Trios auftaucht oder wieder ein Auftraggeber von außen ist. So sehr ich die Reihe mag, im Bezug auf die Mainstory bei GTA hat sich Rockstar nie ein Bein ausgerissen.
CandyBlock
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von CandyBlock »

TheLaughingMan hat geschrieben: Ein Mangel an Kreativität ist es nicht, das stimmt. Ein Mangel an Mut allerdings schon, in meinen Augen. Für eine Mache einer Reihe die für sich in Anspruch nimmt DIE Medien- und Gesellschaftssatire unserer Zeit zu sein und dann nichtmal die Eier haben den Spieler als Frau und damit mit einem anderen Blickwinkel durch eine Männer dominierte Welt laufen zu lassen ist das arm. Aber wie bei allem Ansichtssache.
Rockstar hätte nicht die Eier dazu, wenn sie es wollen würden, es sich aber nicht trauen würden. Aber vielleicht will Rockstar es ja gar nicht?
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Unc13Fu
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Unc13Fu »

Wow, wird das jetzt schon zu einer Frage des Mutes hochstilisiert ? Also bitte. Hey schaut uns an, wir machen ein GTA mit einer Frau, wow sind wir mutig. Warum ? Nun ja, wir nehmen einen weiblichen Protagonisten weil, nun ja, weil halt, aber wir sind schon mächtig mutig nicht wahr ?
Ernsthaft jetzt, das ist doch keine Frage von Mut. Es ist eine kreative Entscheidung. Und nur dadurch, dass ein weiblicher Protagonist gewählt wird, wird das Spiel weder automatisch besser, noch kreativer, noch pädagogisch wertvoller noch sonst irgendwas.
TheLaughingMan hat geschrieben:. Für eine Mache einer Reihe die für sich in Anspruch nimmt DIE Medien- und Gesellschaftssatire unserer Zeit zu sein und dann nichtmal die Eier haben den Spieler als Frau und damit mit einem anderen Blickwinkel durch eine Männer dominierte Welt laufen zu lassen ist das arm.
Nein, das einzig arme ist diese Aussage.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von SethSteiner »

Es ist sowohl eine Frage des Mutes als auch der Kreativität. Also bitte, was ist so besonders Männer als Hauptcharakter zu haben oder gar irgendeine Art von "Maskulinität" zu thematisieren? Natürlich wird ein Spiel mit weiblichen Protagonisten nicht automatisch kreativer oder pädagogisch wertvoller aber besser.. doch ich würde sagen es ist besser. Genauso wie Asiaten oder Schwarze oder Italiener oder Indios oder Behinderte erst mal besser sind als das, was man halt normalerweise vorgesetzt bekommt. Das Spiel kann immer noch scheiße sein aber hey, wenigstens hat man schon mal in den Grundzügen was anderes versucht.
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Unc13Fu
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Unc13Fu »

SethSteiner hat geschrieben:Es ist sowohl eine Frage des Mutes als auch der Kreativität. Also bitte, was ist so besonders Männer als Hauptcharakter zu haben oder gar irgendeine Art von "Maskulinität" zu thematisieren?
Ja klar, die toughe Gangsterbraut die sich in der harten Männerwelt behauptet, das ist wirklich sehr kreativ, gabs ja zum Glück noch nie. :roll:
Und wenn man dann mal Thematiken behandeln will, mit denen solche Figuren im wahren Leben dann tatsächlich konfrotiert werden, wie etwa sexuelle Gewalt, dann ist gleich das Geschrei groß, von wegen Sexismus usw. Ich möchte dabei an die Massenhysterie rund um die vermeintliche, angedrohte Vergewaltigung im neuen Tomb Raider erinnern
aber besser.. doch ich würde sagen es ist besser. Genauso wie Asiaten oder Schwarze oder Italiener oder Indios oder Behinderte erst mal besser sind als das, was man halt normalerweise vorgesetzt bekommt.
Das ist mit das lustigste was ich seit langem gelesen habe. Vielen Dank dafür, ich habe schon lange nicht mehr so lachen müssen. :lol:
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von SethSteiner »

Der toughe Gangster, der sich nach oben kämpft gab es um ein vielfaches öfter. Also ja, das was es weniger oft gab ist sehr viel kreativer als das was es wie Sand am Meer gibt. Wenn wir schon so oberflächlich daran herangehen. Und bei diesen Geschichten mit den Männern, gab es auch schon äh "Massenhysterie"? Wen interessierts? Solche Diskussionen können nur einen positiven Ausgang haben und nur solche Vorstöße können die Kunstfreiheit, die hier so gern zitiert wird tatsächlich stärken. Ein ominöses Konzept der Maskulinität hingegen ist doch nicht mal eine Fußnote wert.
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TheLaughingMan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von TheLaughingMan »

CandyBlock hat geschrieben:
TheLaughingMan hat geschrieben: Ein Mangel an Kreativität ist es nicht, das stimmt. Ein Mangel an Mut allerdings schon, in meinen Augen. Für eine Mache einer Reihe die für sich in Anspruch nimmt DIE Medien- und Gesellschaftssatire unserer Zeit zu sein und dann nichtmal die Eier haben den Spieler als Frau und damit mit einem anderen Blickwinkel durch eine Männer dominierte Welt laufen zu lassen ist das arm. Aber wie bei allem Ansichtssache.
Rockstar hätte nicht die Eier dazu, wenn sie es wollen würden, es sich aber nicht trauen würden. Aber vielleicht will Rockstar es ja gar nicht?
Vielleicht. Die Frage wäre dann warum. Ist man nie auf die Idee gekommen? Weiß man nicht wie man es am besten anstellen soll? Hat man Angst das zu viele Käufer in "Murica" damit nicht klar kämen? Fragen über Fragen.
Unc13Fu hat geschrieben:Wow, wird das jetzt schon zu einer Frage des Mutes hochstilisiert ? Also bitte. Hey schaut uns an, wir machen ein GTA mit einer Frau, wow sind wir mutig. Warum ? Nun ja, wir nehmen einen weiblichen Protagonisten weil, nun ja, weil halt, aber wir sind schon mächtig mutig nicht wahr ?
Ernsthaft jetzt, das ist doch keine Frage von Mut. Es ist eine kreative Entscheidung. Und nur dadurch, dass ein weiblicher Protagonist gewählt wird, wird das Spiel weder automatisch besser, noch kreativer, noch pädagogisch wertvoller noch sonst irgendwas.
Wie ich bereits anmerkte, für mich würde es interessanter. Als harter soziopahtischer Macker habe ich die Gangsterwelt oft genug aufgemischt. Als Frau würden sich neue Perspektiven in Bereich Storytelling öffnen. In einem Micro Kosmos der vor Sexismus und Frauenfeindlichkeit nur so überkocht wären bestimmt einige interessante Geschichten und Beziehungen möglich.
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3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von 3nfant 7errible »

Und 10 Teile sind nicht genug um mal in einem partiell von der "Norm" abzuweichen? Eine sehr konservative Ansicht in Anbetracht der "Edginess" der Reihe. Gott behüte uns das dereinst ein Schwuler die Hauptrolle hat, die Schnappatmung würde zahllose Zockerleben fordern...

Btw: Wem gegenüber müsste man das rechtfertigen? Dem hohen "Bro" Rat?



Ein Mangel an Kreativität ist es nicht, das stimmt. Ein Mangel an Mut allerdings schon, in meinen Augen. Für eine Mache einer Reihe die für sich in Anspruch nimmt DIE Medien- und Gesellschaftssatire unserer Zeit zu sein und dann nichtmal die Eier haben den Spieler als Frau und damit mit einem anderen Blickwinkel durch eine Männer dominierte Welt laufen zu lassen ist das arm. Aber wie bei allem Ansichtssache.
Ich sehe, du musst dich erstmal von dem unsachlichen und jeder Grundlage entbehrenden Gedanken befreien, es ginge hier um irgendwelche konservative Ansichten oder um Macho-Fantasien. Als hätte hier irgendjemand ein grundsätzliches Problem mit weiblichen Hauptrollen oder kreativen, verrückten Spielen. Du kannst gern meine Meinungen zu Spielen wie Bayonetta, Heavenly Sword, Lollipop Chainsaw und vielen weiteren nachlesen, die alle starke weibl. Hauptcharaktere haben und die ich alle super finde.

Es gibt aber sehr gute, rationale Gründe wieso das manchmal unpassend, oder zumindest unpassender ist. Wenn ich eine 'Nicole Bellic' kritisieren würde, dann würde ich das aus den gleichen logisch nachvollziehbaren, weil dramaturgisch schlecht und wenig authentisch, Gründen tun, wieso ich FarCry3 kritisiert habe. Nämlich weil da ein kleiner College-Boy von der einen Sekunde zur nächsten zum Super-Rambo mutiert, der mit jeder Waffe und jeglichem anderen Kriegsgerät umgehen kann und reihenweise kampferprobte Piraten abschlachtet.

Das ist einfach schlecht gelöst, und ich bin mir sicher, die meisten würden dabei ohne zu Zögern beipflichten, weil es hier ja ganz offensichtlich nur um eine schlechte kreative Leistung geht, und weil die Person um die es geht ja nur ein weisser Mann ist - darf man also ruhig mal ungestraft kritisieren, ohne das gleich jemand ausflippt :ugly:
Für mich ist das im vorliegenden Fall aber genauso offensichtlich und kein Stück anders, aber weil es hier ja wieder um eine mögliche Frauenrolle geht, wird wieder der ganze unsachliche Männer vs Frauen Kram rausgepackt. :hammer:
Deine mehr oder weniger einzige Begründung ist: es wird jetzt aber langsam auch mal Zeit, und es gibt da ja den ein oder anderen Einzelfall.

das ist einfach kein gutes Argument, und es würde in keinster Weise die Qualität einer Story oder generell eines Spiels erhöhen.
naja, für manche vielleicht schon, weil sie so fixiert auf das Geschlecht dieser kleinen Pixelfigur sind und alles andere scheinbar nur zweitrangig ist.

da fällt mir gerade ein @ Seth Steiner:
hast du nicht gesagt, dass du dich auf AssCreed: Liberation HD freust und es dein 2. AC wird? Bist du dir im Klaren, dass es das mit Abstand schlechteste AC ist? Aber nee, ist ja egal, hauptsache man darf zum ersten Mal ne AttentäterIN spielen :P



Wenn die einen nur ganz normal über die Qualität eines Spiels, und dazu gehört auch eine gewisse Authentizität der Spielwelt, reden wollen, und die anderen immer nur mit irgendeiner sachfremden Agenda ankommen, dann ensteht leider keine fruchtbare Diskussion
PixelMurder
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von PixelMurder »

Es liegt wohl einfach daran, dass das ein männliches Spiel für Jungs werden soll, wo Frauen nur Platz als Stripperin und Bardame finden.
Ich habe sonst keine Zweifel, dass ein kreativer Schreiber eine würdige Gangsterin hätte einbauen können, die das Spiel bereichert hätte.
Soviel ich weiss, muss ein Gangster vor allem eine grosse Klappe und eine Knarre haben, nichts was eine Frau nicht haben kann.
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Sevulon
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Sevulon »

Man kann es ja auch einfach wie Saints Row machen und den Spieler selbst wählen lassen, ob er als Mann oder als Frau durch die Welt zieht - und wie diese aussieht. Ich weiß sowieso nicht, warum einem GTA eine fertig designte Persönlichkeit vor die Nase setzt, statt dem Spieler einen Editor zur Verfügung zu stellen und seine ganz eigene Hauptperson gestalten lässt.

Bei GTA IV fand ich das bspw. eher negativ, weil ich mit dem Protagonisten nichts anfangen konnte.
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Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Kajetan »

Sevulon hat geschrieben:Ich weiß sowieso nicht, warum einem GTA eine fertig designte Persönlichkeit vor die Nase setzt, statt dem Spieler einen Editor zur Verfügung zu stellen und seine ganz eigene Hauptperson gestalten lässt.
Weil die Houser-Jungs eine ganz bestimmte Geschichte eines ganz bestimmten Charakters erzählen wollen. GTA ist immer die Geschichte einer ganz bestimmten Figur. Das kann man gut finden, das kann man auch weniger gut finden.
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Sir Richfield
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Re: Grand Theft Auto 5: Houser über die Maskulinität der Sto

Beitrag von Sir Richfield »

PixelMurder hat geschrieben:Soviel ich weiss, muss ein Gangster vor allem eine grosse Klappe und eine Knarre haben, nichts was eine Frau nicht haben kann.
Achtung, der folgende Text enthält sicher eine Menge gesellschaftlich bedingten Sexismus. Bite me!

Naja, in der Geschichte sind die Frauen mit Einfluss größtenteils anders vorgegangen. Es sind tatsächlich meist Männer, die sich auf die Brust schlagen und es mit Einschüchterung versuchen.
Frauen sind da meist... subtiler.
Jetzt eignen sich diese Methoden nur bedingt für ein PuffPaffPeng Action Spiel.
Oder man braucht schon verdammt gute Autoren, das für eine 200 Mio Produktion notwendige Publikum interessant zu schreiben/gestalten.

Im Übrigen stimme ich zu, dass man in so einem Setting nicht einfach das Geschlecht des Protagonisten austauschen kann. Oder sagen wir mal, jenachdem, wie sehr der Anspruch an die eigene Ernsthaftigkeit ist.
Denn selbst wenn man eine Frau schreibt, die sich einfach nur benimmt wie ein Mann (und damit eigentlich automatisch schon langweilig ist, imho [Ich fand Mass Effect trotzdem gut.]), die Umgebung (gerade das HurrDurrMaskulinGangsterMilieu) würde teilweise drastisch anders reagieren.
Das muss man erst mal schreiben und einbauen - "nur" damit man sein Geschlecht wechseln kann.

In Saints Row IV geht da ja auch nur gut, weil sich das ganze Spiel sowas von nicht ernst nimmt.
Wobei man auch und gerade hier merkt, dass die Rolle für eine männliche Figur geschrieben wurde.