GDC 2011: »Kopieren ist kein Diebstahl«

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HanFred
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Beitrag von HanFred »

onewinged_angel hat geschrieben:Eben, und deshalb ist das ganze auch erst recht kein Raubkopieren.
Das erst recht nicht, aber das sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben.
Piraterie ist übrigens auch etwas anderes. :Jokerfarbe:
Zuletzt geändert von HanFred am 03.03.2011 17:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Mortaro
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Re: Kopieren ist kein Diebstahl!

Beitrag von Mortaro »

Das es keine RAUBkopien sind, sondern Schwarzkopien, sollte ja jedem klar sein :)
MadProf
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Beitrag von MadProf »

Ich kann absolut unterstützen was Notch zu dem Thema sagt.

DRM und sonstige Kopierschutzmaßnahmen stellen keine Kaufanreize dar und die Warez-Szene findet immer einen Weg drumherum. Erfolgreich kann nur der sein, der Anreize schafft ein Spiel tatsächlich auch zu kaufen. Beispielsweise einen guten Multiplayer Part, Support durch kontinuierliche Patches und Content-Updates.
Man sollte als Kunde nicht das Gefühl haben, einen Kauf bereut zu haben, sondern belohnt zu werden. Nur so wird sich die Mentalität, die zu der jetzigen Situation geführt hat, umkehren lassen.
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onewinged_angel
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Beitrag von onewinged_angel »

Okokok, ich sags ja nur, scheint nämlich leider ja nicht jedem klar zu sein hier im Thread. ^^
Raen
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Beitrag von Raen »


Gelb, Scorcher24
Warum weisst du denke ich
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Masakado
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Beitrag von Masakado »

@onewinged_angel:

Wieso wird eigentlich immer behauptet, dass sich Investoren durch den Begriff Kopierschutz höhere und gesicherte Gewinne versprechen würden?
Das sich das System nicht als sehr sinnvoll erweist ist immerhin Substanz öffentlichen Gesprächsstoffs.
Die Typen, die schon viel Kohle haben und daher investieren sind schließlich nicht doof.
Ich meine nur, weshalb sollte ein Kopierschutz die Investoren beruhigen?
Mortaro hat geschrieben:Ja, und Leute wie du unterschätzen dafür den Schaden Wink
@Mortaro:

Schwarzkopien hinterlassen keinen Schaden.
Denn Schaden impliziert einen Verlust.
Unrealisierter Gewinn hingegen ist kein Verlust, denn dann liegt der Hase in der Kalkulation begraben (potenzieller Gewinn, nicht realisiert = Verkalkuliert).
Die Begrifflichkeit ist zwar nur bei Unternehmen wichtig aber genau um die geht es im Endeffekt auch.
Wenn die behaupten sie machten schaden, dann meinten sie damit was anderes aber nicht das was sie sagen.

Sry aber gegen den Schadensbegriff in dem Bereich hab ich was. :Hüpf:
Candela
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Beitrag von Candela »

Jaaa, nieder mit den dreckigen Raubkopierern!!!
Lasst uns den Publishern noch mehr Geld in den Arsch blasen, damit wir noch mehr Mainstream-Müll wie Black Ops kriegen!!! ;-)
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Kuemmel234
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Re: Raubkopien

Beitrag von Kuemmel234 »

DerArzt hat geschrieben:Dennoch ist es nicht richtig sich Spiele zu kopieren.
Die Entwickler arbeiten teilweise Jahre an diesen Titeln und wollen verständlicherweise Geld für ihre Arbeit sehen.
Die Raubkopierer als Kunden zu bezeichnen halte ich für vollkommen überzogen.
"Raubkopierer" halte ich auch fuer problematisch im Sinne der Überlegung. Ich meine auch, dass Raubkopieren falsch ist und bin ein Verfechter vom CD/Schallplatten kaufen.

Dennoch sehe ich Raubkopierer nicht als schädlich an, wenn sind sie es unbewusst. Die AntiPiraterie Maßnahmen machen sie ist erst schaedlich.

Ich stelle die Ueberlegung auf, dass ich nicht das Geld habe mir mehr als(fuer dieses Jahr): Shogun II, Brink, BFIII, KillzoneIII und vielleicht Witcher II zu holen -> wuerde ich den Rest jetzt kopieren täte ich keinen Schaden, da ich ja sonst eh nichts gekauft haette, da kein Geld vorhanden.

Es mag Ausnahmen geben, die sagen sie "sparen" das Geld - das halte ich aber nicht fuer die Regel.

Bei Musik ist das alles zwar noch anders, weil das kopieren hier z.T legal ist, dennoch sind Raubkopierer Zeichen fuer zu teure Medien.
Finde ich.
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GeneralMoo
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Re: Raubkopien

Beitrag von GeneralMoo »

Nanimonai hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
DerArzt hat geschrieben: Die Raubkopierer als Kunden zu bezeichnen halte ich für vollkommen überzogen.
Es ist aber der richtige Weg. Weil es nichts bringt, einen auf moralische Entrüstung zu machen. Weil Dir das kein Geld bringt, sondern Dich nur unnötig Zeit und Ressourcen kostet.
Die Kehrseite ist aber, dass man sehr stark gefährdet ist baden zu gehen, wenn man auf die Moral des Spielers baut, der ein Spiel kauft, auch wenn es umsonst zu bekommen ist.

Die Idee ist ja an sich nachvollziehbar, aber stell dir das mal in der Realität vor: Mal angenommen, Battlefield 3 wäre ein free to play Titel, den sich jeder runterladen und bei Gefallen bezahlen kann.
Bist du der Auffassung, das dadurch mehr Geld eingenommen würde, als unter den üblichen Umständen (sprich Kopierschutz, DRM, Onlinezwang etc.)?

Da noch kein großer Entwickler dieses Modell versucht hat, können wir nur vermuten, aber es liegt irgendwie nahe, das die Verkaufszahlen niedriger wären.
Jedenfalls, wenn wir uns die kleinen Projekte anschauen.
Wie viel hat Minecraft bisher eingespielt? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich gehe nicht davon aus, dass man damit einen Major Budget Titel finanzieren könnte.
das hast du falsch verstanden...es ist nicht gemeint "runterladen, anzocken, kaufen oder nicht" wie bei deinem beispiel, sondern wie zb bei minecraft, dass einem das spiel wert ist, es zu kaufen, vlt durch tests, freundemeinungen etc...ich kaufe zwar auch ned gern die katze im sack, bei minecraft hab ich mir auch ne gecrackte kopie erst vom kumpel geholt, habs geil gefunden und habs mir dann eben gekauft, weil ich eben so sachen wie MP und updates wollte...so muss es funktionieren.. ein spiel sollte etwas haben, dass der spieler unbedingt will, aber nur bekommt, wenn er dafür zahlt...zb gute Multiplayer, extra content, etc...
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

Bevor irgendwer auch nur ein Wort dazu schreibt:
http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... 653-Piracy
Genkis hat geschrieben:zu spät^^ aber ja, video ist nett.

sehr wahr, sehr wahr. kann nur agreeieren! :lol:
Spam jede Seite diesen Thread ruhig mit dem Video, im Gegensatz zu den meisten Kommentaren und Erläuterungen nehmen Extra Credits zu allen Seiten Stellung. Und nicht zuletzt sind sie in der Branche und kennen die Hintergründe.

Raubkopierer sollte am besten als Konkurrenz gesehen werden.
Nanimonai hat geschrieben:
Crewmate hat geschrieben: Wenn ich bis zu 50€ für ein Pressfrisches Spiel zahle, will ich auch was in die Hand. Nine Inch Nails oder Kanye West Platten... wie Oldboy... Planet Terror DVDs ...Das fühlt sich für mich wertig an.
Von diesem Konzept solltest du dich verabschieden, da es im Zuge der Digitalisierung früher oder später verschwindet.

Lerne die Wertigkeit nicht haptischer Dinge zu schätzen, sonst geht das irgendwann nach hinten los.
Die Digitalisierung wird noch lange genug dauern. Gerade ist mit der PSPgo ein total auf Downloads fixierter Handheld gescheitert und sowohl der 3DS als auch Sonys NGP setzten auf Module für Spiele. Ich glaube es wird wie bei Zeitungen laufen, denen man den Tod durchs Internet vorraussagte. Es wird eine lange Evolution, keine Nacht und Nebelaktion. Es braucht Zeit für die Technik (besseres Internet, 3G Standards etc) und willige Verbraucher. Wir werden noch lange genug optische Medien haben.

15 Jahre sind schon Kein Überschaubarer Zeitraum mehr. Es wird erfahrungsgemäß bei den mobilen Konsolen mindestens 5 Jahre dauern bis wieder die nächste Generation ansteht. Allein bei den Mobilen. Nintendo nach wird die neue Konsole nach der Wii wieder auf ein optisches Medium setzen. Die dauert ca 4 Jahre, wenn ich vom Release 2012 ausgehe haben wir dann 2016. Bis dahin kann alles passieren (inklusive Akopalüze). Du kannst das genauso wenig vorhersagen wie ich.

Und darauf beziehe ich mich. Ich kaufe mir eh nur Spiele, die es mir wert sind (wer zur Hölle gibt Geld für schlechte Spiele aus). Aber an der Verpackung könnte sich etwas tun. Liebe zum Detail gegen den formlosen Torrentdownload. Und dann eben 24/7 Verfügbarkeit. Ich erinnere mich da an die Aktionen der Nine Inch Nails zu den Alben "Ghosts" und "The Slip". Man konnte das Album online als CD LP kaufen, sich im selben augenblick aber eine DRM freie MP3/AAC/Flac Kopie des Albums ziehen.

DAS IST KUNDENFREUNDLICH!

Natürlich nicht eins zu eins auf Spiele übertragbar, aber warum nicht mal ein ähnliches Modell probieren.
Personns Minecraft erinnert mich als Verkaufsmodell an die letzte Platte der "Einstürzenden Neubauten" oder das Filmprojekt "Iron Skies"
BStramke
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Beitrag von BStramke »

Bestes Beispiel für Kundenunfreundlichkeit war der Black Ops Release: Das Spiel wurde für jeden um 9 Uhr (?) freigeschalten. Lokale zeit. Also für Australier ~9 Stunden vor Amerikanern. Steam war auch der Meinung das Zypern eine seltsame Zeitzone hat, die durften dann noch später ran. Raubkopie gabs natürlich schon paar Tage vorher im Netz.

Ich hab z.B. das Problem das, ich eine UK Version von Civ5 habe. Das Problem: Sprache ist ausschließlich englisch. Das ist ein Steam Spiel bei dem die Lizenz es untersagt was anderes als Englisch verwenden zu können. Hätte ich das Spiel raubkopiert hätte ich deutsche Sprache. Perfiderweise sind die Sprachfiles sogar auf der Englischen CD vorhanden (ich habs noch nichtmal heruntergeladen sondern ein Original bestellt, so mit Post und so!!!). Ich hätte die CD aus Russland importieren sollen (die dürfen deutsch als Sprache wählen).

Und Minecraft: Da gibts schon seit langem Raubkopien über Torrents zu besorgen.
Nanimonai
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Re: .

Beitrag von Nanimonai »

Crewmate hat geschrieben: Ich kaufe mir eh nur Spiele, die es mir wert sind (wer zur Hölle gibt Geld für schlechte Spiele aus).
Genau an dieses Argument sollte sich jeder halten, dann würde es das ganze Problem nicht geben.

Kauft euch nur, was euch gefällt und verweigert vor allem auch bei allem, was euch nicht gefällt, den Download. Denn dann werden Entwickler zwangsläufig darauf hingewiesen, dass ihre Produkte Scheisse sind und sie umdenken müssen. Wir haben den Markt in der Hand, niemand sonst. Nutzt die Verbrauchermacht!

Raubkopieren ist deswegen so schädlich, weil eben einfach das falsche suggeriert, das falsche Signal ausgeschickt wird.

Es ermöglicht ja erst das Argument "Ha, so und soviel Einnahmen sind uns durch Kopien durch die Lappen gegangen.", auch wenn es da naturgemäß an nachweisbaren Zahlen mangelt, da es eben keine direkte Kausalität gibt.
Und dieses Argument ist auch komplett logisch, aus folgendem Grund: Wenn das Hauptargument der Raubkopierer ist, dass sie nur Geld für gute Spiele ausgeben, warum zur Hölle sollte dann ein rational denkender Mensch davon ausgehen, dass sich die Spiele runtergeladen werden, die Scheisse sind?
Welchen Sinn ergibt es?
Warum sollte ein Entwickler oder Publisher denken "Hmm, wir sind auf Platz 1 der illegalen Download Charts, unser Spiel muss wohl echt schlecht sein, sonst hätten es die Leute gekauft."?
Im Gegenteil, das Signal wird geschickt, dass dieses Spiel eben doch toll ist und alle es haben wollen, weil "wer läd sich schon schlechte Spiele runter"?
Glaubt denn wirklich jemand hier allen Ernstes, dass Modern Warfare 2 damals öfter gekauft worden wäre, wenn es keinerlei Kopierschutz oder DRM gegeben hätte? Bitte seid nicht so ideologisch.
Also was kann man dann von dem Argument halten, "Spiele müssen attraktiver werden"? Offensichtlich sind sie ja attraktiv genug, was die illegalen Downloads eindeutig bestätigen.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Masakado hat geschrieben:
Schwarzkopien hinterlassen keinen Schaden.
Denn Schaden impliziert einen Verlust.
Falschgeld?
Carlsgorg
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Re: -

Beitrag von Carlsgorg »

Sid6581 hat geschrieben:Die kleinen Entwickler mit ihren Winz-Budgets haben immer leicht reden, denn Raubkopien schaden weder Indie-Titeln noch Blockbustern, sondern hauptsächlich Spielen, die viel in der Entwicklung kosten aber keine riesige Zielgruppe haben (letztes Beispiel Mirror's Edge).
Dabei muss man allerdings noch mitrechnen, dass die meisten Spiele heutzutage nur knapp mehr Spielzeit haben als ein Film mit Überlänge, der Entertainment Faktor ist dabei allerdings oft nicht gleichwertig. Wiederspiel wert gibt es bei single player Titeln kaum noch und der Preis steigt statt zu sinken. So gewinnt man sicher keine Kunden.

Dazu kommen dann noch Spiele wie Call of Duty die schlimmer als Fifa o. Ä. ins Geld schlagen, jedoch keine, oder kaum Änderungen bringen. Ich meine wirklich, 60 Euro für einen release Titel der 1:1 aussieht wie der Vorgänger und nichts bietet was den Preis rechtfertigt, oder ein DLC für MW2 der Karten aus MW1 beinhaltet für 20 Euro, keine Vergünstigung für MW1 Besitzer,.. ,.. grauenhaft.
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OriginalSchlagen
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Beitrag von OriginalSchlagen »

Ein Schwachsinn labert der Typ.
Kopieren ist kein Diebstahl. Wenn du ein Auto klaust, ist das Original weg.
Von einem Automodel gab es auch einen originalen (origo = "Ursprung") Prototypen und jedes weitere produzierte ist gewissermassen eine Kopie. Bei einem Auto zahlst du nicht nur die Materialkosten, sondern die Zeit, was es kostet hat, es zu entwickeln, zu designen, zu testen und zu konstruieren.

xAvalanchEx hat geschrieben:Entzückend, endlich mal wieder jemand der sein Gehirn benutzt und nicht die Milchmädchenrechnung "Jeder der es kopiert hätte es zu 10000% gekauft, ergo Kopieren = Verlust" propagiert.
Und wieder mal einer, der sein Gehirn bei der Anmeldung abgegeben und nix verstanden hat, und ganz sicher auch nicht verstehen will, damit er sich weiterhin mit Heiligenschein Straftaten begehen kann. :roll: