Was konsequenterweise dann eine Bezifferung des menschlichen lebens in geld oder einer anderen ökonomischen Größe bedeutet.tamberlane hat geschrieben:Ich denke, solche Dinge kann man nur am Vernünftigsten beurteilen, wenn man sie "nüchtern und kühl" beurteilt. Mitleid und Hass sind nämlich beide dem Feld der Emotionen zuzuordnen, das heißt Mitleid ("Ooooh, der arme Soldat") kann ganz schnell in Hass ("Scheiß Taliban, die werden jetzt plattgemacht") umschlagen. Solche Emotionen können dazu führen, dass man aus Vergeltungssucht die vernünftigste Lösung (mit möglichst wenig Aufwand den größten Nutzen für alle Parteien herauszuholen) überhaupt nicht mehr beachtet, sondern sich an erster Stelle um seine eigenen Belange kümmert (Aufwand egal, größter Nutzen für die eigene Position).Wulgaru hat geschrieben: Du scheinst das zumindest aus deiner Argumentation heraus sehr nüchtern und kühl zu sehen. Ich sehe das eben ein bisschen weniger kalt, dass ist glaube ich auch der Grund für diese seit einigen Seiten laufende "selber Schuld" Diskussion. Wir gehen da aus völlig unterschiedlichen Lagern heran und reden daher ein bisschen aneinander vorbei.
Und genau diese Spirale führt in den Teufelskreis, dass keine von beiden Seiten bereit ist, zu Gunsten des anderen Einschnitte in Kauf zu nehmen, um demjenigen zu helfen, der wirklich unter sowas leidet: Zivilbevölkerung im Krisengebiet und der Steuerzahler hier zu Hause.
Oder mit anderen Worten: Was ist schlimmer:
Ein totes Schulkind oder die Kosten für die Fußgängerampel (um auf das Verkehrsbeispiel zurückzukommen)
