Raskolnikow hat geschrieben:Software Pricing: Are We Doing It Wrong?
Ein sehr interessanter Artikel der den Erfolg der Steamdeals etwas beleuchtet. Valve hat ja z.B. Left4Dead 2 um 50% reduziert angeboten und damit mehr Geld gemacht als zum Release bei einem Preis von 49.95$.
Die Statistiken zu den Weihnachtsdeals sind jedenfalls sehr interessant. Vor allem weil es dabei nicht um verkaufte Einheiten geht sondern tatsächlich um die Einnahmen.
The massive Steam holiday sale was also a big win for Valve and its partners. The following holiday sales data was released, showing the sales breakdown organized by price reduction:
* 10% sale = 35% increase in sales (real dollars, not units shipped)
* 25% sale = 245% increase in sales
* 50% sale = 320% increase in sales
* 75% sale = 1470% increase in sales
Ohne mir jetzt den ganzen Thread durchlesen zu wollen.
Aber mehr als diese Statistik hier gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.
Normalerweise müsste eine riesige Wertdiskussion entbrechen, was für jemanden wieviel Wert hat etc.. Aber das führt sowieso nie zu etwas. Fakt ist, und das zeigen die Zahlen, wenn es billiger ist, gibt es mehr Absatz, respektive mehr Gewinn. Selbst auf PS3 ist das möglich. Das hat nichts mit Kauf zum Release-Termin oder ähnliches zu tun. Man kann es auch nicht mit einem Hausbau vergleichen, denn das was die Entwickler fertig haben, kann millionenfach günstig dupliziert und verkauft werden. Hohe Entwicklungskosten? ja (eben wie bei nem Haus ;o ) Aber wenn Wii-Spiele á la Mario Galaxy 2, Mickeys Epic und co für 25€ im Laden stehen würden - und da bin ich mir ziemlich sicher - würde das Geschäft brummen.
Natürlich ist der Preis eine Funktion aus Anbieter und Nachfrager. Aber Nachfrager wollen immer etwas günstiger haben, denn sie sehen so das Geld was sie gespart haben, und Anbieter können IMMER günstiger! Warum müssen PS3-Titel 70€ kosten? Kam da ein Gesetz zu raus? Humbug.. Man beschwert sich über schlechten Absatz, dabei hätte man dieses geniale Spiel.. sagen wir einfach mal, öhm.. FF13 (gut, es ist nicht genial, aber ich wette der Absatz war bei weitem nicht so hoch wie geplant, und es steht immernoch in den Regalen für 60-70€) für 40€ rausbringen können, und jeder Haushalt hätte eines. Man sieht es ja an den Steamstatistiken. Eigentlich find ich es auch überflüssig von mir da zu argumentieren und interpretieren, denn die Statistik spricht einfach (26 Brockhaus)Bände. Jeder sollte sich das einfach mal intensiv anschauen und nachkalkulieren und von dem Ross runterkommen zu meinen, das ein Spiel 70€ wert ist. Ich denke auch weiterhin, wenn ein Spiel weniger gekostet hat, wird es weniger wiederverkauft, und so sollten die Spieleindustrien auch den Gebrauchtspielemarkt in den Griff bekommen (auch wenn ich das eher nicht mag, denn bei den jetzigen Preisen...). Man sollte so eine Statistik und Diskussion in richtigen Kreisen, und nicht bei Killerspielverbieter, mal bei bspw. SternTV publik machen.
So genug blabla

Entschuldigung wenn jemand vor mir bereits der selben Ansicht war und sowas geschrieben hat, ich hab nicht alles gelesen.
/edit: ich hätte ein wenig Formatierung einbringen sollen :<
/edit2: und um nicht ganz vom Thema wegzugehen und bei Nintendo zu bleiben: Das Problem dabei ist natürlich, CD's, DVD's und BR's kosten nicht die welt und sind leicht zu pressen, deshalb können die Spiele eben billiger sein. Das Problem liegt natürlich bei Nintendo und den Modulen, die weitaus aufwändiger sind (nehme ich an) und deshalb ihren Preis "rechtfertigen". Wohl auch wenn es nur billiges chinesisches Plastik ist.
Aber 20-30€ durchgängig für DS-Module ist wohl auch ein fairer Preis. Und die Ramschspiele àla My best Boyfriendponyhof für 30€ könnte man vielleicht auch mal verbannen.. 10€ ok, das haben die kleinen Kinder auch noch übrig, die sowas unbedingt haben wollen. aber 20-30€ für solchen Ramsch? Oh mein Gott...
/edit3: ich hab das mal durchgerechnet mit nem kleinen Beispiel, damit es auch Nichtverstehende verstehen
bei 50€ gibt es 10 Abnehmer = 500€
mit 75% Nachlass kostet es: 12,50€. der Gewinn hat sich fast ver15facht -> 7350€ (und da es digital ist, kann man durchaus von Gewinn sprechen, da es nur noch wenige variable Kosten (Pressmedium) geben sollte). Daraus resultiert das es 588 Leute gekauft haben. Also knapp 60 mal soviele. Und welcher Entwickler möchte nicht eine so große Fangemeinde haben?
Natürlich wird es mit günstigeren Preisen schwerer zu unterscheiden welches Spiel nun wirklich gut oder schlecht ist. Aber ich denke Printmedien werden daraus dann auch einen Vorteil durch höhere Abnahme erzielen können.
/edit4 (ohje) Ich sehe auch ein, das bei niedrigeren Preisen natürlich ein entsprechender Schnäppcheneffekt schwieriger erscheint.. Lösungen muss ich mir grad noch ausdenken. Ursache der Preise sollte wohl auch einfach die Annahme der Händler sein, was uns Deutschen ein Spiel wert ist. Denn sonst würden Spiele in UK nicht die Hälfte kosten (und noch Uncut sein, wir regen uns ja drüber auf und kaufen es trotzdem. Außer natürlich, Spiele hierzulande kosten deshalb mehr, weil die Hersteller "nachbessern" mussten ;o).