First-Person-Shooter zum Beispiel müssen vollkommen anders umgesetzt werden. Ob sich das Warpen durchsetzt werden vielleicht Doom VR oder Fallout 4 VR zeigen. Ich persönlich empfinde das immer noch als kleine Spiel- und Immersions-Unterbrechung. Solche Dinge wie Elite Dangerous funktionieren bisher noch am Besten, weil die Realität im Spiel und im Cockpit eines im Weltall schwebenden Gleiters doch recht nah an das kommen, was der Körper am Computertisch fühlt. Science-Fiction halt, wo man dank Anti-Grav-Einheit von seiner eigenen Trägheit nichts mitbekommt.
Room-Scale ist noch etwas ziemlich neues, und die Spielkonzepte die sich dafür eignen entstehen gerade erst. So richtig wirklich Rundes habe ich bisher noch nicht gesehen. Spiele, die vor der Auslieferung der Brillen wie der reinste Gamingspaß angehört haben, waren beim Testen einfach nur gurkenmäßig daneben. Hover Junkers fällt mir dabei ein. Hört sich erst so an, als wäre es genau das Richtige für VR. Aber dann stellt sich raus, das es kein bisschen funktioniert (zumindest nicht so wie in der Fantasie) und bei vielen kommt noch ernsthafte Übelkeit dazu. Ich hab schon wirklich nette VR-Demos gespielt, und bisher hat mir Budget-Cuts ziemlich gut gefallen, und auch mancher Shooter macht im Stehen ne Weile Spaß. Aber es sind bisher eher "Spielchen". Ich glaube das dauert noch ne Weile und es werden sich neue Genres entwickeln.
Dazu kommt noch die Übelkeit. Da würde mich mal interessieren, ob es dazu schon Statistiken gibt. Bei mir ist es zumindest so, das ich bei Spielen, wo sich der Charakter "von selbst" bewegt, ohne das sich mein Körper bewegt - also normale Steuerung bei einem FPS, Renn- und Flug-Simulationen und dergleichen - dann wird mir sofort ein kleines bisschen Übel. Wenn ich dann noch so 15min weiterspiele, dann wird mir derart übel, das es erst nach 2 Stunden abklingt. Das ist wirklich dermaßen unschön, das ich mittlerweile keine Lust mehr habe, die Brille für solche Spiele auszupacken. Ich frage mich, ob man sich irgendwann daran gewöhnen kann. Allerdings muss ich schon gestehen, das ich eher gerne die neue "Gaming-Revolution" an mir vorüber gehen lasse, wenn ich mehrere Sessions von Übelkeits-Bewältigung über mich ergehen lassen müsste um Spielen zu können. Bei Room-Scale mit der Vive ist das alles kein Problem, da gibt es auch nach einer Stunde noch keinerlei Übelkeit.
Die Technik (bei der Vive) war allem Hype gewachsen. Allerdings sind es die Spiele, die da (noch) nicht mitmachen. Aber es bleibt spannend.
