Deine Argumentation hat aber einen zentralen Fehler. Das heutige BWL hat mit dem Verhalten aktueller überbezahlter und wenig kompetenter Manager rein gar nichts zu tun. Die sind oft zwischen 50 und 60. Du darfst gerne rechnen, wie lange deren Aufenthalt an einer Business School her ist. Gerade in den 70ern und 80ern war dann so ein Mist wie reiner Shareholder Value, kompromisslose Geschäftspraktiken und all der möchtegern-Elite-Badass-Geschäftsmann-Bullshit. Der EA-Cheff war übrigens - gerade nachgeschaut - an der Haas School of Business an der University of California.Batistuta hat geschrieben:Natürlich ist BWL prinzipiell wichtig, um ein Unternehmen am laufen zu halten. Ich sage nur, dass BWL (besonders in Amerika und England mit ihren Business Schools) oft überbewertet ist und ein klassischer Manager nichts im Chefsessel eines kreativen Unternehmens wie der Gamesbranche zu suchen hat, weil diese Denke eher hinderlich ist, wenn es um kreative neue Spiele und auch ums Image geht.The Scooby hat geschrieben: Über Entscheidungen kann man diskutieren aber die Notwendigkeit der Lehre der BWL, um ein Unternehmen am Leben zu halten ist, heute wichtiger denn je zuvor. Ich bin sehr für Kreativität und auch Innovation, weil ich denke, dass die Menschheit ihr Potential verschenkt, doch sorgt Innovation in den meisten Fällen nicht für das stetige Essen auf dem Tisch, bzw Gehälter auf dem Konto.
Sicher läuft noch einiges falsch, vor allem an vielen von dir erwähnten Business Schools. Aber ein ganzes Fach zu verdammen geht zu weit. Außerdem machen diese CEOs kein gutes BWL. Sie haben nicht das geringste Verständnis für ihre Kunden, sie interressiert es nicht, wie widersprüchlich ihre Aussagen und Taktiken sind, und dazu sind sie noch extrem lernresistent. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie so etwas an Wirtschaftsschulen lehren, auch nicht an der Haas School of Business. Shareholder Value ist nichts schönes, aber sogar das setzt voraus, andere Interressenten wenigstens halbwegs bei Laune zu halten.
