Der 4P-Kommentar: Der Forenmob lyncht GTA IV?

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

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sverebom
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Beitrag von sverebom »

Schöner Beitrag ;)
Zu dem einen oder Punkt möchte ich etwas sagen.

Punkt 1
Es stimmt natürlich, dass die Leute, die keine Probleme haben, auch keine Supportforen aufsuchen und auch nur durch Zufall auf derartige Umfragen stoßen. Aber selbst unter jenen, die keine groben Probleme haben, werde viele irgendwo im Internet Antworten auf irgendwelche Probleme gesucht haben, und sei es ein Problem mit einer Quest, und eine der vielen laufenden Umfragen gesehen haben. Die 80%, die Probleme haben sollen, sind sicher etwas hoch gegriffen. Ein Wert um 50% scheint mir realistischer zu sein. Aber selbst ein Wert um 33% wäre desaströs.

Punkte 2 und 3
Ein schwieriger Punkt. Für die einen bedeuten Kopierschutzmaßnahmen schon eine Minderung des Spielspaßes. Nach reiflicher Überlegung bin ich aber auch der Meinung, dass nicht beobachtete Bugs und Kopierschutzmaßnahmen nichts in einer Spielspaßwertung zu suchen haben und eine nachträgliche Abwertung nicht in Frage kommt. Dennoch sollte aber plakativ auf derartige Problemzonen hingewiesen werden und es sollte möglich sein, derartige Kaufwarnungen nachträglich hinzu zu fügen. Im Idealfall erkennt eine Redaktion durch intensivere Tests ein mögliches Debakel im Vorfeld und kommt gar nicht erst in die Situation, nachträglich etwas korrigieren zu müssen. Meiner Meinung nach hat ein Spielemagazin die journalistische Pflicht, solche Probleme aufzudecken.

Langer Rede, kurzer Sinn: In Zeiten wie diesen brauchen die Leser eine Produktwertung, die übertriebene Kopierschutzmaßnahmen (siehe EA) oder haarsträubende Bugs aber auch die Qualität der Verpackung und der Anleitung bewertet und ggf. abwertet. Um es auf den Punkt zu bringen: Was kriegt der Leser für seinen Geld?

Damit das umgesetzt werden kann, muss natürlich erst einmal der Wille zu mehr journalistischer Sorgfalt und Verantwortung vorhanden. Diesen Wille sehe ich momentan bei 4Players nicht gegeben. Anstatt über dieses neuen Tiefpunkt der Arbeit der Publisher kritisch zu berichten, wird eine solche Kolumne gegen die Leser geschrieben und nichts weiter unternommen. Vielleicht kommt noch mal eine kritische Kolumne, irgendwann, wenn es niemanden mehr interessiert.
spliffb
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Beitrag von spliffb »

@ Th1nG

zu den 80%:

Anhand mehrerer Indizien läßt sich aber doch nun mal unumstößlich feststellen, daß eine Vielzahl der rechtmäßigen Käufer große Probleme mit dem Spiel haben.
Neben den von dir benannten Umfragen gibt es noch die enorme Anzahl der Beschwerden bei Amazon, in anderen Foren und Rückrufaktionen seitens einiger Media Markt Filialen. Zudem hat Rockstar ja sogar extra ein Notfall Team aufgrund der Problematik eingerichtet. Dieser Tumult in diesem Ausmaß würde bei einer nur kleinen Schar Betroffener nicht stattfinden.
Ob das nun 80%, 75% oder 50% der Käufer sind ist doch nun wirklich nicht der Knackpunkt, sondern das es schlicht und ergreifend ZU Viele sind, um die Kritik und die Beschwerden als "die ewigen Nörgler und DAUs" abzutun.

---

Und genau aufgrund dieser extremen Ausmaße hätte ich es -ebenso wie einige Andere- mir gewünscht, daß von 4Players schnell und leser-/käuferfreundlich reagiert wird, ohne dem eigenen Ansehen zu schaden.
Das hieße die Wertung bliebe unangetastet, aber direkt daneben der Hinweis, daß aufgrund der Kenntnisnahme von gravierenden technischen Problemen zunächst keine Kaufempfehlung gegeben werden könne.
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Axim92
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Beitrag von Axim92 »

Das Problem ist, dass das Spiel schon ohne die miserable Umsetzung, die Bugs und die Inkompatibilität nie und nimmer 92% verdient hätte.
Whitman91
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Beitrag von Whitman91 »

Wieviel hat denn ein Spiel verdient, welches auf meinen high end system manchmal bugs aufweiste, andem ich nur denke: hab ich hier G3 Götterdämmerung im Laufwerk? Ich meine: Die ganzen Pop Ups, das verschwinden der Texturen bla bla bla, es ist nunmal nich runterzureden PUNKT. es nervt mich, ich bezahle 50 euro für ein Spiel und ich ärger mich dann zu tode! DRECK, KAUFT EUCH GTA 4 NICHT FÜR DEN PC
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Lege Artis
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Beitrag von Lege Artis »

1. Die "80%"

Viele werfen hier ja mit diversen Umfrageergebnissen von Seiten wie "GameStar" oder "PCGames" um sich, die aufzeigen, dass 80% der Spieler Probleme mit GTA IV haben, um das oft knüppelartig herausgeholte "Großteil der Spieler haben Probleme" zu untermauern.
Hierzu folgendes Bild:
Hans Müller, 20 Jahre, ging am Donnerstag in den MediaMarkt (oder Saturn, oder TeVi, oder ...) , kaufte sich GTA IV. Abends kommt er heim, installiert das Ganze, startet das Spiel, spielt - ist glücklich.
Peter Maier, 20 Jahre, ebenso. Startet das Spiel - geht nicht. Was macht Peter nun? Richtig, er geht ins Internet, um herauszufinden, warum das Spiel nicht geht, geht hierzu auf eine der großen deutschen Infoseiten rund um PC Spiele. Dort sieht er die Umfrage - zack, 80%.
Denn wenn wir ehrlich sind, die meisten der Hans Müllers haben diese Umfragen nie gesehen - und damit sind diese Umfragen nicht mehr represantativ.
Spiel A kommt raus, Durchschnittswertung von 90%, sehr gute Verkaufszahlen, es gibt vereinzelt Probleme die aber auf unfähigkeit Seitens der User zurückzuführen sind.

Spiel B kommt raus, Durchschnittswertung von 90%, sehr gute Verkaufszahlen, es gibt Massiv Probleme, die Foren werden überschwemmt von Problem-Threads, die Probleme lassen sich auf bestimmte Systeme festsetzen.

*hust*

wenn der ungebildete, zurückgebliebene Forenmob Amok läuft dann tut der das nicht weil er sich die Beine vertreten will...
derdurd
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Beitrag von derdurd »

Ein Journalist hat die Möglichkeit und die Pflicht zu recherchieren. Wenn dabei heraus kommt, dass es bei einem nicht unerheblichen Teil der Käufer zu massiven Problemen kommt, erwarte ich ein Warnung. In diesem Fall interessiert mich nicht, ob der Testrechner diese Probleme nicht hatte.

Ein Spiegel-Journalist muss schließlich nicht erst von Maßnahmen betroffen sein, um über sie zu berichten.

Ihr seid der Spiegel der Spieler, also darf man auch erwarten, dass bei offensichtlichen Problemen gegengelenkt wird.

Ihr befindet Euch mit Eurer Meinung in einer Sackgasse und werdet den selbst definierten Ansprüchen nicht gerecht.

Noch mal: Die Argumentation mit dem funktionierenden Rechner erwarte ich in der Forumsdiskussion von einem Foristen, aber doch nicht von einem Journalisten.

Irgendwie drängt sich mir das erste Mal der Verdacht auf, dass es hier mittlerweile frei nach dem Motto geht: Hauptsache anders berichten als der Rest der Genre-Presse!
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

Axim92 hat geschrieben:Das Problem ist, dass das Spiel schon ohne die miserable Umsetzung, die Bugs und die Inkompatibilität nie und nimmer 92% verdient hätte.
Und du kannst auch sicher schreiben, warum GTA 4 deiner Meinung nach diese hohe Wertung nicht verdient hätte?

Es hat äußerst interessante Hauptcharaktäre, die Story um das Ganze ist fantastisch präsentiert, die Spielwelt strotz nur so vor Details, die Stadt "lebt" fast schon.
Die Missionen sind zwar größtenteils altbekannt, aber toll inszeniert und designt. Wenn man sich beim Spielen nicht zu sehr hetzt sitzt man sicherlich um die 40 bis 50 Stunden am Einzelspieler-Modus.

GTA 4 hat zwar nicht mehr arg so viele Nebenschäftigungen wie noch die Vorgänger, aber die Präsentation und das Spielgefühl machen das mehr als wett.

Ein Journalist hat die Möglichkeit und die Pflicht zu recherchieren. Wenn dabei heraus kommt, dass es bei einem nicht unerheblichen Teil der Käufer zu massiven Problemen kommt, erwarte ich ein Warnung. In diesem Fall interessiert mich nicht, ob der Testrechner diese Probleme nicht hatte.
Die Warnung ist im Test vorhanden! Meine Güte, wie oft denn noch? Und deine Forderung hinkt ja mal gewaltig.
Wie soll der Tester nach Meinungen anderer etwas bewerten? Und angenommen, 1000 Leute schreiben es läuft nicht und 1000 andere wiederum schreiben, dass keine Probleme auftreten? Was dann? Nein, es ist gut so, dass nur das bewertet wird, was getestet wurde.
Und eben nicht auf äußere Umstände eingegangen wird.
Das machen andere Spielemagazine auch nicht.
Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

Erynhir hat geschrieben:
Axim92 hat geschrieben:Das Problem ist, dass das Spiel schon ohne die miserable Umsetzung, die Bugs und die Inkompatibilität nie und nimmer 92% verdient hätte.
Und du kannst auch sicher schreiben, warum GTA 4 deiner Meinung nach diese hohe Wertung nicht verdient hätte?

Es hat äußerst interessante Hauptcharaktäre, die Story um das Ganze ist fantastisch präsentiert, die Spielwelt strotz nur so vor Details, die Stadt "lebt" fast schon.
Die Missionen sind zwar größtenteils altbekannt, aber toll inszeniert und designt. Wenn man sich beim Spielen nicht zu sehr hetzt sitzt man sicherlich um die 40 bis 50 Stunden am Einzelspieler-Modus.

GTA 4 hat zwar nicht mehr arg so viele Nebenschäftigungen wie noch die Vorgänger, aber die Präsentation und das Spielgefühl machen das mehr als wett.
Hmm, im Vergleich zu GTA:SA bietet GTA IV weniger Nebenmöglichkeiten, weniger Abwechslungen in den Missionen und eine kleinere Stadt. Dazu kommt, dass das "Hauptspiel" übelst in die Länge gezogen ist. Zusätzlich wurde ein überaus beschissenes Deckungssystem integriert. In der Xbox 360 Version habe ich eigentlich die ganze Zeit immer nur automatisch anvisiert, wiel das Anvisieren allg. viel zu lahm war. Dazu noch die neue Fahrphysik der Autos, die angeblich realistischer sein soll. Sowas erwarte ich dann vielleicht in einem Renn-Simulator wie Forza oder Gran Tourismo, aber nicht in einem Open World Action Spiel.

Damit ich das Spiel aber nicht ganz runter mache. Ja, das Spiel bietet wirklich eine herausragende Inszinierung. Die Präsentation lässt zwar an vielen Stellen zu wünschen übrig, aber man bekommt sehr oft das Gefühl, als würde man einen Gangsta-Trash-Film gucken. Kann der eine als positiv bewerten, der andere widerum als negativ. Ich denke, alleine der SP hätte im Vergleich zu seinen Vorgänger nicht mal 80% verdient.

Der MP, den ich nur einmal ausprobiert habe, würde wohl das Spiel auf über 80% heben, aber rein objektiv betrachtet bietet das Spiel im Vergleich zu seinen Vorgänger weniger und dadurch darf es einfach nicht mal in die Nähe der 90er Grenze kommen. Aber weiß du was? Selbst 80% sind gut für ein Spiel, dadurch wird das Spiel nicht gleich schlecht. Nur sollte man Bewertungen in Relation stellen. Das wird aber so gut wie nirgends gemacht. Nur dadurch bekommen auch Shooter wie Call of Duty und Gears of War, oder vlt. sogar ein Resistance so hohe Wertungen. In den typischen Nicht-Hype-Spielen ist man da nicht so pingelig. Da wird alles mit allem verglichen. Da wird jeder Makel negativ bewertet und nicht wie bei den typischen Hype-Spielen drüber hin weg gesehen?

Beweise für meine These? Gerade die Sache mit der Optimierung. Es ist offensichtlich, dass eine sehr große Masse an Spielern Probleme mit GTA 4 haben. Bei anderen Spielen, wo es genau so Optimierungs-Probleme gibt, die vlt. sogar nicht ganz so ehrheblich sind wie bei unserem neuesten GTA-Teil, werden gleich mal 10% abgezogen. Bei GTA 4 wird aber das gekonnt unterm Tisch gefegt.

Meine persönliche Meinung:
GTA IV (Konsolen-Version): 82%
GTA IV (PC-Version): 72%
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El3cTriC
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Beitrag von El3cTriC »

jez mal zum rein technischen aspekt
es ist natürlich schade das ein spiel nicht 100%ig richtig läuft
aber wie will man als tester bzw programmierer auf jede eventualität gefasst sein
wie die lage bei gta4 wunderbar zeigt ist jedes system anders
obs einfach eine andere konfiguration der system einstellungen ist oder eine andere software auswahl
der eine hat den treiber falsch installiert der andere nicht 100% kompatiblen ram
es gibt zich tausend variablen die man net alle berücksichtigen kann
das sich fehler meldungen häufen ist zwar keine schöne sache
aber es gibt auch zich tausend gamer die es fehler frei spielen können
also in soweit kann man 4players hier nix vor werfen
bei ihnen lief es rund so dass sie in den genuss eines grandiosen spieles kamen
soll keine recht fertigung sein
mich nervts nur das hier immer direkt alles in frage gestellt wird nur weil der persönliche erfahrungs bericht nicht positiv ist
aber wat solls
zieht sich ja durchs ganze leben^^
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

Oberdepp hat geschrieben: [...]
Du hast sicher recht mit deinen Kritikpunkten, wenns dir nicht so gefällt.
Die werte ich aber persönlich jetzt nicht so stark, bzw. völlig anders. Deckungssytem? Coole Sache. Die neue Fahrpyhsik? Fühlt sich besser an.

Aber das ist eben so eine Sache mit den Wertungen und Spielspaß, da kann man ewig einander vorbeireden ohne auf einen Nenner zu kommen, wie du siehst ;) .

Was mich an der Aussage von Axim92 gestört hat, war einfach, dass er/sie einfach geschrieben hat, dass es als Spiel diese hohe Wertung nicht verdient hat. Ohne jede Begründung.
MegaGamerr
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Beitrag von MegaGamerr »

Th1nG hat geschrieben:
3. Die Wertungskriterien von 4players

Tja, auch hier hat das Thema GTA IV zu einem Scheiden der Geister geführt - hauptsächlich zwischen Lesern und Testern. Hier wird nach einem Umwerfen der Testkriterien geschrien, diese jedoch von Seiten 4players und einigen Lesern verteidigt.
Erst einmal Allgemeines hierzu: Ein O-Ton auf Seiten einiger schien hier zu sein, dass 4players in ihrer Verantwortung dem Leser gegenüber auf dessen Wünsche und Nöte einzugehen hat - das ist erst einmal grundsätzlich falsch.
Hier finden wir ein Phänomen, dass sich vor allem bei Magazinen jeglicher Art findet, verstärkt noch durch die vereinfachten Möglichkeiten des Internets - direktes Kritisieren, Anonymität, Formen von Gruppen mit Gleichgesinnten. Tatsache ist, dass ein Magazin - online oder offline - nun einmal geistiges Eigentum der Besitzer und Autoren ist, und diese damit auch nur sich selbst gegenüber verantwortlich sind. Das bedeutet, dass wenn dem Leser etwas nicht passt, er dieses zwar durchaus kritisieren darf - und sicher auch soll, um eventuell eine Verbesserung hervorzurufen - , er aber bei Nichtbeachtung damit leben muss - oder sich ein anderes Magazin suchen sollte.
Es wäre auch damit getan, wenn du einfach "GTA IV bekommt diese Wertung weil 4Players es so sagt" schreiben würdest, aber drum rum reden ist natürlich auch eine Möglichkeit.
Dark_Light
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Beitrag von Dark_Light »

Obwohl bislang über Jahre hinweg eher stiller Mitleser und erst kürzlich - auf Grund der Entrüstung über die Haltung verschiedenster Printmedien zu dem Thema "elektronisches Entertainment" - hier registriert, sehe ich mich in dieser Diskussion doch irgendwie gezwungen, mich einmal zu äußern. Und das, obwohl ich mich als Nicht-Partizipant bei der ursprünglichen Diskussion des Tests eigentlich gar nicht angesprochen fühlen müsste.
Anstoß meines Beitrages - wenn man das Posting als solches auffassen darf und kann - ist leider erneut die Wortwahl in der Überschrift und im Fließtext des Kommentars, namentlich der "Mob".

Auf Wortdefinition und dergleichen möchte ich an dieser Stelle nicht noch einmal gesondert eingehen, der wurte bereits von mehreren Vor-Postern hinlänglich dargelegt.
Dies gilt insbesondere schon deshalb, weil sich aus folgenden Worten und den von anderen Postern angeführten Verweisen auf die Definitionen des Wortes Mob ein Umstand (siehe unten) klar ablesen lässt:
4P|T@xtchef hat geschrieben: Nur darf man nicht vergessen, dass der "Mob" den ich meine, deshalb hysterisch war, weil da im Zuge der Entrüstung sehr viele unterschiedliche Dinge (DRM, Kopierschutz, Installation, Spielqualität, PC-Umsetzungen, GTA als Phänomen etc.) in einen Abwertungstopf geworfen wurden, damit er möglichst schnell überkocht.
Vergleicht man die verschiedenen Definitionen des Wortes "Mob" mit der hier eingebrachten persönlichen Färbung mittels "der Mob, den ich meine", so ist doch deutlich zu erkennen, was generell in der Kommunikation ein Manko und gelegentlich wohl auch ein Segen ist:
Wie ein (Spiele)Test, wie eine (Spiele)Rezension oder jedes x-beliebige Blog z.B. auch, handelt es sich in der Kommunikation immer und zwangsläufig um den subjektiv gefärbten Ausdruck einer Meinung. Kommunikation als solche funktioniert auch nur deshalb, weil sich in unserer kulturellen Entwicklung Normen ergeben haben, die das inhaltliche Verständnis von gesprochenem und geschriebenem Wort regeln. Eine Person aus einem gänzlich anders geprägten Kulturkreis - einige kennen das evtl. von Reisen oder Aufenthalten in anderen Ländern - wird nie so flüssig, reibungslos und ungezwungen kommunizieren können, wie jemand, der in der jeweiligen Gegend seine Sozialisation erfahren hat, selbst dann nicht, wenn die hiesige Sprache rein formell perfekt beherrscht wird.

In diesem Zusammenhang wichtig ist einfach, dass Kommunikation
a) immer mindestens zwei Parteien involviert
b) das Ergebnis der Kommunikation zwangsläufig auch immer von beiden Parteien abhängig ist, egal, von wem die Kommunikation selber ausgeht.
Sender und Empfänger spielen gleichermaßen eine Rolle. Das gilt natürlich im Umkehrschluss genauso für den hier angesprochenen "Mob" im Forum.

Worauf ich - langer Rede kurzer Sinn - hinaus möchte, ist die Tatsache, dass eine intendierte Aussage also beim Empfänger, getreu dem Motto, dass der Ton die Musik macht, gänzlich anders aufgenommen werden kann und in der Regel sogar wird.
Dass dies hier teilweise der Fall ist, entnehme ich Jörgs Relativierung "der Mob, den ich meine" sowie folgender, direkt angeschlossener Aussage:
4P|T@xtchef hat geschrieben: Ich halte hier keine Fahne für den Kopierschutz, DRM oder sonstwas hoch - es ging mir nur um den nicht akzeptablen Versuch, unsere sauber erarbeitete, auf eigener Erfahrung beruhende Wertung mit lautem Gebrüll und teilweise unsinnigen Behauptungen ins Wanken zu bringen.
In diesem Sinne kann ich die Reaktion und auch die Bezeichnung als "Mob" vollkommen nachvollziehen und verstehen und muss ihr dementsprechend nicht nur zustimmen, sondern unverholenen Respekt zollen.

Was ich aber zu bedenken geben möchte - und das richtet sich wohl vor allem an Jörg - ist die Tatsache, dass eben dieses tiefere "Verständnis" der "eigentlich intendierten Aussage" erst durch diese Relativierung und Erläuterung zustande kam. Hier spielt wohl auch hinein, dass schon viele Vorredner - mit welcher eigener Intention auch immer - festgestellt haben, dass einige sich wohl erst für diese Diskussion angemeldet oder zumindest zum Ersten Mal seit der Anmeldung das Wort ergriffen haben.

Diesen Umstand lässt sich - meiner Meinung nach - auch nicht gänzlich mit folgender Aussage
4P|T@xtchef hat geschrieben: Aber: Wer mir jetzt vorwirft, dass ich aufgrund dieser Wortwahl alle über einen Kamm scheren oder gar die 4Players-Community als Ganzes beleidigen oder sonstwas würde, der kennt mich sehr schlecht und ignoriert mein Engagement für all die wichtigen und sinnvollen Zwischentöne hier im Forum. Ich habe ganze Kolumnen genau diesem Thema gewidmet, die Spielkultur-Rubrik widmete sich teilweise diesen Strömungen, ich habe sogar Autoren und langjährige Brieffreunde aus diesem Forum gewonnen.
relativieren, da man - gerade bei einem Online-Magazin und der von beiden Seiten angeführten Anonymität, etc. - schlicht und ergreifend eine tiefergehende Kenntnis einer beliebigen Person und ihrer Ansichten und Standpunkte nicht voraussetzen kann, zumindest nicht von allen.

In diesem Zusammenhang spricht die gewählte Ausdrucksform zumindest für mich z.T. von Unprofessionalität, die ich - zugegebener Maßen - hier bisher selten beobachtet habe und die vielleicht als Reaktion auf das Verhalten in einigen Posts durchaus verständlich aber meiner Meinung nach trotzdem unnötig, wenn nicht sogar fehl am Platze ist.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle in dem Zusammenhang spielt auch folgende Aussage:
4P|T@xtchef hat geschrieben: Noch ein Wort zur Wortwahl "Mob", weil ich meine Rolle in deinem Bild schon erkenne: Nach acht Jahren Erfahrung in diesem Online-Magazin bleibe ich dabei, dass die Ähnlichkeiten zwischen der aufgebrachten Menge in einer Fankurve und in einem Forum den Begriff "Mob" rechtfertigen. Da wirken dieselben sozialen Phänomene der Massenpsychologie und Anonymität. Es geht mir bei der Hysterie und dem Mob nicht um alltägliche Wertungszickerei oder die Kritik an unseren Tests, sondern um die Art und Weise, wie Stimmungen entstehen und wie sie sich manchmal surreal potenzieren.
Die eigene Erfahrung mag eventuell die Bezeichnung als "Mob" rechtfertigen, ebenso wie die Ansicht, dass die demonstrierten und durch verschiedene Faktoren verstärkten Verhaltensweisen denen ähneln, wie sie gemeinhin als Ergebnisse massenpsychologischer Phänomene und Anonymität angesehen sind. Ich würde sogar der Beobachtung zustimmen, dass dies alles einer "surrealen Potentierung" zuträglich ist.

Dennoch ist es - teils aus oben genannten Gründen, teils aus anderen Gründen, wie z.B. den schlichten Gesetzen der Höflichkeit - ein wenig fragwürdig, ob man beim Leser, ob dieser nun involviert war/ist oder nicht, direkt eine negative Grundhaltung erzeugen sollte, mit dem alles folgende gewichtet wird, indem man bereits in der Überschrift einen in der heutigen Zeit durchaus mit negativer Konnotation behaftetes Wort verwendet.
Vielleicht bin ich einfach zu sehr von einer "alten Schule" geprägt und eventuell sehe ich es zu eng, aber zumindest bei mir hat allein diese Tatsache schon einen sehr schalen Beigeschmack hinterlassen und den gesamten, folgenden Kommentar arg versalzen, mir quasi in der Rolle als "Empfänger" einer Kommunikation eine möglichst objektive Aufnahme aller folgenden Kommunikationsinhalte erschwert, indem direkt ein bestimmtes Interpretationsschema wach gerufen wurde. Ich sehe es einfach als Teil des höflichen Umgangs, eine angesprochene (anonyme) Menschenmenge nicht generalisierend in einen Topf zu werfen, was de facto hier geschehen ist und erst wesentlich später durch die bereits zitierte Relativierung entkräftet wird.

Man ist sicherlich nicht immer in der Lage, alle seine Worte auf die Goldwaage zu legen und das entgegengebrachte Verhalten im Forum war sicherlich auch nicht immer astrein, doch sollte sich ein jeder, so denke ich, fragen, ob eine Reaktion auf ein Verhalten in vergleichbarer Form wirklich immer die beste Reaktionsweise ist, getreu dem Motto "wie es in
den Wald hineingeschrien wird...".
Es ist sicherlich schwierig diesem Motto immer Folge zu leisten, aber ich denke auch, dass es hier eventuell nicht schlecht gewesen wäre, über den Dingen zu stehen und trotz einiger radikalerer Äußerungen im Forum ein wenig Distanz zu wahren, anstatt sich - zumindest oberflächlich und auf den ersten Blick - der eigenen Reaktanz- oder Trotz-Haltung nachzugeben und sich auf dieselbe Ebene zu begeben.

Darüber hinaus hinkt - aus psychologischer Sicht - der Vergleich zwischen einem "Fußball"- und einem "Foren"-Mob, da in beiden Fällen einfach teils sehr stark voneinander differierende Faktoren eine Rolle spielen, von denen einige Wenige z.B. eine real empfundene Verletzbarkeit, Herabsetzung eben dieses Gefühls in der Gruppe, unterschiedliche Anonymitätskonzepte, etc. eine Rolle spielen.

Weiterhin würde ich mir persönlich, als Mensch und Individuum, immer auch den Begriff des "Mobs", also die Stigmatisierung, denn nichts anderes ist es, als Teil eines "Mobs" angesehen zu werden, verbitten, da dies grundsätzlich nicht immer die negative Konnotation haben muss, mit der das Wort in der Regel gebraucht und intendiert ist und man hinterher zumindest häufig ein Problem hat, glaubhaft darzulegen, dass das Wort eben nicht mit dieser Intention auch absichtlich genutzt worden ist.

Wir sind - zumindest, soweit ich informiert bin - noch immer wohnhaft in einem demokratischen Rechtsstaat, der dem Volk eindeutig das Recht zuweist, eigene Meinungen auch in Gruppen zu vertreten und zu äußern und der - zumindest pro forma - dem Volke das Recht zubilligt, Widerstand zu leisten.
In diesem Zusammenhang kommen mir dann auch gerne Erinnerungen an die Äußerungen eines unserer ehemaligen und 1998 abgewählten Bundeskanzler in Erinnerung, der sich mit der Äußerung "Ich spreche nicht mit dem Mob" weigerte, mit seinem eigenen Volk und der eigenen Wählerschaft zu kommunizieren.
Darüber hinaus gäbe es, wahrscheinlich, ohne den "Mob" weder eine demokratische Grundordnung noch eine deutsch-deutsch Revolution, wie sie 1989 stattgefunden hat.

Was ich wohl, grundsätzlich und auf den Punkt gebracht, ausdrücken möchte, ist Folgendes:

1.) Ist die Wortwahl des "Mobs" als solches ziemlich schlecht gewesen, da es gewollt oder ungewollt vielen vor den Kopf gestoßen haben wird.
2.) Wäre es in dem Zusammenhang zu bedenken gewesen, dass eine Kommunikation auch immer vom Empfänger abhängig ist.
3.) Man daher auch nicht davon ausgehen kann, dass jeder weiß, wie eine Aussage gemeint ist.
4.) Diese Formulierung wohl am Ziel vorbei geschossen ist und bei einigen - mich eingeschlossen - einfach als demonstrierter Mangel von Respekt der eigenen Person gegenüber zumindest zu einer Reduktion des Respekts der Redaktion gegenüber geführt hat.
5.) Strategisch ungünstig für den Beginn dieses Kommentars war, da er weit davon entfernt war, Verständnis für die Interesse derjenigen Leute zu signalisieren, die zumindest teilweise für den eigenen Broterwerb notwendig sind (siehe Altkanzler).

In diesem Sinne - und in der Hoffnung, dass es nicht zu viele Wellen schlägt - danke ich allen, die so weit gelesen haben und wünsche ohnehin allen noch einen schönen Sonntag Abend. Außerdem möchte ich für alle Beteiligten Hoffen, dass sich die Gemüter in den kommenden Tagen mehr und mehr abkühlen und man das Ganze vielleicht mit ein wenig Ruhe und Gelassenheit sehen kann, wenngleich auch ich mich als "Geschädigter" von Rockstars Veröffentlichungspolitik sehe, trotz NVidia-GPU.
Zuletzt geändert von Dark_Light am 07.12.2008 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Weapi
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Beitrag von Weapi »

Zum einem PC Spiel gehört etwas als nur das was nach dem Starten des ersten Levels passiert.

1. Hardwarekompatibilität

2. Zusätzlich benötigte Software

3. Kopierschutz und dessen Auswirkungen


Es kann sein nicht das einfach gesagt wird bei uns läuft es was anders interessiert uns nicht.

Wo bei man zu eurer Entschuldigung sagen muss das viele PC`s von der Software (fehlende Service Packs , kein oder alter .net) nicht aktuell waren.

Aber auch da könnt ihr Abhilfe schaffen und einen Hilfe Artikel schreiben mit allem was was man zum Spielen braucht und wo man her bekommt.
derdurd
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Beitrag von derdurd »

Erynhir hat geschrieben: Die Warnung ist im Test vorhanden! Meine Güte, wie oft denn noch? Und deine Forderung hinkt ja mal gewaltig.
Wie soll der Tester nach Meinungen anderer etwas bewerten? Und angenommen, 1000 Leute schreiben es läuft nicht und 1000 andere wiederum schreiben, dass keine Probleme auftreten? Was dann? Nein, es ist gut so, dass nur das bewertet wird, was getestet wurde.
Und eben nicht auf äußere Umstände eingegangen wird.
Das machen andere Spielemagazine auch nicht.
Wie? Durch Recherche und zwar nachträglich. Ich meine dabei keineswegs unbedingt eine nachträglich Wertungskorrektur.
Zudem ärgere ich mich am meisten über die Auffassung, dass DRM sowie andere Gängeleien in der Wertung nichts zu suchen haben.

Sorry, aber dass das Ernst gemeint ist? Für mich wenig verständlich.
Jörg Luibl hat geschrieben:...bei uns beginnt die Spielerfahrung und damit die Kritik erst in dem Moment, wenn wir "Press Start" drücken.
Hier zählen also nur InGame-Bugs? sehr witzig.

An anderer Stelle aber kein Nachpatchen bewertet, da nur zählt wie es auf den Markt kommt! (ist für mich OK, war schon immer eine Auszeichnung dieser Seite), dennoch: Irgendwie passt das alles so gar nicht zusammen.
Hier zählen zweierlei Maß...

Diese Ansicht passt so gar nicht zu den sonstigen Kommentaren und Tests auf dieser Seite.

Aber letztlich ist es mir persönlich völlig Schnuppe, da ich noch nie ein Spiel der Wertung wegen habe liegen gelassen oder gekauft. Da konzentriere ich mich doch lieber auf die Erfahrungen in Foren.
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Dreadnought187
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Beitrag von Dreadnought187 »

Ziemlich lächerlich sich hier über die Wortwahl ("Mob") von dem Autor (k.a. mehr wie der Zopftyp heiß, no offense) des Artikels zu echauffieren. Das ist für mich als einer der "Opfer" der Firma R* und deren Verkaufspolitik das Unrelevanteste.

Tatsache ist für mich folgendes, ich habe:

Quad Processor Q6700 auf 3,25 übetaktet
nforce 750sli
2x Geforce 9800 GTX
4x 1 GB RAM Reaper (mit 800 MHZ von OCZ)

Dieses System kann Crysis Warhead mit einer Auflösung von 1650x1050 und der Einstellung "Gamer" bis auf das Eislevel locker stemmen. Aber bei GTA IV passiert trotz neuster Treiber Net.Framework usw. folgendes:

Der PC startet manchmal während des Ladevorgangs oder während des Spiels einfach neu, meine maximale Spielzeit am Stück beträgt ca. 45min.

Nun kommt das Relevante des Kommentars und der Äusserungen hier im Thema, da will mir der Bezopfte Chefredakteur tatsächlich verklickern das derartige Vorgänge die sich bei X anderen Käufern ereignen keinen Einfluss auf die Wertung haben? Dann sollte man wenigsten den Test Updaten und auf die eklatanten Probleme hinweisen, unabhängig davon das es keinen Einfluss auf die Wertung hat aufgrund des hier vorherschenden Wertungssystems.

Das wäre Fair!
Zuletzt geändert von Dreadnought187 am 07.12.2008 19:27, insgesamt 1-mal geändert.