Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
FuerstderSchatten
Beiträge: 5146
Registriert: 13.07.2010 01:03
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von FuerstderSchatten »

Brian Pepperz hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Hier ist vieles schon Off Topic, aber ich kann verstehen wenn du nicht unbedingt Deutscher sein willst. ^^
:ugly: Okay, hast mich erwischt. :lol: (hast sogar recht, mag die bezeichnung für mich selber nicht, obwohl meine Ur-Großmutter aus Bayern stammt und mein Familienname aus dem Raum rund um Hamburg stammt.)
Na siehste war doch gar nicht so schwer, davon ab, dass unser aller großer Führer ja sowieso Großdeutscher war. ^^
Temeter hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Habe noch was editiert im alten Post. Ich war vorhin zu beschäftigt um viel mehr zu schreiben.

Ich schließe mich dir mit deiner Beurteilung erstmal vorerst an, da ich aber nicht weiß wie solche Studien funktioniere auch nur unter Vorbehalt, vielleicht hat das ganze ja doch seine Berechtigung so.
Leider gibt es viele schlechte Studien, gerade wenn sie von Studenten ausgeführt werden. Ich bin ebenfalls sicher kein Insider, aber aus dem Ergebnis von 11 Leuten unter über tausend Schlüsse zu ziehen lässt bei mir die Alarmglocken schrillen.

Jede brauchbare Studie muss von einem neutralen Standpunkt aus durchgeführt werden. Das ist wissenschaftliches Arbeiten. Falls da schon mit dem Ziel rangegangen wurde, etwas zu beweisen, dann ist die Studie bereits fragwürdig.
Für mich hört es sich auch erstmal seltsam an, das fällt ja fast schon in den Bereich von statistischer Ungenauigkeit, wenn gerade mal 11 Kommentare registriert wurden. Egal, ich kenne mich wirklich nicht aus.
Benutzeravatar
darkmojo
Beiträge: 269
Registriert: 13.02.2010 11:25
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von darkmojo »

Bzgl. Huffington Post...
Ist das eig. dasselbe News Outlet bei dem dieses großartige Kleinod zustande kam:
https://m.youtube.com/watch?v=MNK-e6nnFGY
?!^^
Sind die Redaktionen voneinander irgendwie getrennt, ist HuffPost was völlig anderes als Huffington Post oder warum bekommt die dort soviel Flak?!
AndyPandy22
Beiträge: 43
Registriert: 10.06.2011 11:47
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von AndyPandy22 »

FuerstderSchatten hat geschrieben: Für mich hört es sich auch erstmal seltsam an, das fällt ja fast schon in den Bereich von statistischer Ungenauigkeit, wenn gerade mal 11 Kommentare registriert wurden. Egal, ich kenne mich wirklich nicht aus.
Bei den 11 Fällen handelt es sich nur um die sexistischen Äußerungen, es gab insgesamt mehr negative Fälle welche aber nicht sexistischer Natur waren. Die Daten gibts hier: https://github.com/latrodektus/VG_Sexism

Eins der größten Probleme der Studie ist, das die männliche Kontrollgruppe viel besser war als die weibliche Kontrollgruppe, dann jedoch beide direkt miteinander verglichen worden sind auf die Anzahl der neg./pos. Kommentare.
Damit ist die ganze Studie eigentlich hinfällig, da jeder Spieler aus Erfahrung weiß das je schlechter deine Mitspieler sind umso frustrierter und häufiger fallen auch negative Kommentare aus. Für einen direkten Vergleich hätten beide Kontrollgruppen eine ähnlich gute bzw. schlechte Performance hinlegen müssen.

Kritisch sollte man auch den Fakt betrachten das hier nur Halo3 gespielt wurde, dann in der Auswertung jedoch der Eindruck entsteht das wäre repräsentativ für all online Spiele.
Benutzeravatar
3nfant 7errible
Beiträge: 5160
Registriert: 19.09.2007 12:45
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von 3nfant 7errible »

Sharkie hat geschrieben:Mit "falscher Ecke" meinte ich (wie ich bereits schrieb) Leute, die mal wieder in komplett überzogene Beißreflexe verfallen, nur weil ihr Hobby Kritik abbekommt, um dann munter gegen die böse Wissenschaft oder die böse Presse draufloszupöbeln, welche uns armen Gamer-Opfern ja wieder nur ihre Gutmenschenideologie aufoktroyieren wollen. Und ja, das ist eine Form von Verschwörungstheorie.
Den guten, alten Beissreflex-Kommentar kann man auf so ziemlich jeden Post anwenden. Nicht nur hier, sondern in den meisten Diskussionen. Ich weiss gar nicht wieso Leute den noch bringen, in der Regel ist er ein Stein, der das eigene Glashaus zerdeppert.
Und von einer breiten Verschwörungstheorie gegen einen diffusen Gegner kann hier auch keine Rede sein. Wir haben hier ganz konkret eine Studie von nachweisbar zweifelhafter Wissenschaftlichkeit. Gutmenschenideologie hast jetzt auch nur du gesagt. Ich sehe in unsauberer Arbeit jedenfalls nichts gutes.

Finde es übrigens bemerkenswert, was dieses kurze Farbebekennen meinerseits hier für ein Tamtam ausgelöst hat - inhaltlich war es für den Post, in dem es stand, doch eigentlich relativ irrelevant. Notiz an mich selbst: Gib Dir nie, nie, niemals nicht eine Blöße in einer Internetdiskussion - sie werden sich wie Bluthunde darauf stürzen, und dann interessiert der Rest Deines pseudointellektuellen Geschreibsels auch keinen mehr. [/Pathos-Mode=off]
Ehrlichkeit als Schwäche? Als Fehler? Interessante Einstellung, und lässt tief blicken. Wenn ich sagte, dass ich sowas schon vermutete, wäre das dann eigentlich noch verschwörungstheoretisch? ^^
Ich sehe jedenfalls in der hier wiedergegebenen Zusammenfassung keinerlei überzeugendes Argument, welches den Schluss plausibel macht von der Aussage "Männliche Spieler wurden gegenüber weiblichen Spieler im Durchschnitt häufiger verbal aggressiv" auf die Aussage "Besagte Spieler machen sich evolutionär bedingt Sorgen um ihre sexuelle Attraktivität". Während ersteres empirisch beobachtbar ist, bleibt zweiteres ohne entsprechende Begründung eine ziemlich steile These
Ersteres ist nicht empirisch beobachtbar. Jedenfalls nicht mit dieser Studie und wie sie durchgeführt wurde. Die einzige Aussagekraft, die sie hat, betrifft die unbeabsichtigte Inkompetenz der Verantwortlichen, oder absichtliche Schlamperei, um gezielt auf ein gewünschtes Ergbnis zu kommen. In Kombination mit der Schlussfolgerung würde ich mal auf letzteres tippen, aber ich überlasse dir auch gerne die Wahl :)




Brian Pepperz hat geschrieben:
Pardon, das habe ich wohl tatsächlich überlesen, my fault. Und das geht ernsthaft zu weit, aber ich denke Scipione wollte damit überspitzt darstellen, dass das was die Anita, FemFreq und Co. machen in seinen Augen Propaganda ist.
In meinen Augen ist das keine Propaganda, sondern nur ein mieser Trick Geld zu scheffeln. Solche Themen sind drüben in den US and A big Business, davon kann richtig Leben wenn man weiß WIE. :wink:
Ach, da musst du dich nicht entschuldigen, vor allem nicht bei diesem Ballon heisser Luft.
Es wurde ja auch seitenlang überlesen, wie von anderen der eigenen Seite ständig versucht wurde Diskussionsgegner in die gleiche Ecke zu drängen.
So funktioniert eben Ideologie, die geht einher mit selektiver Wahrnehmung. :)
Benutzeravatar
Raksoris
Beiträge: 8589
Registriert: 04.02.2010 14:36
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von Raksoris »

Scipione hat geschrieben:Hier hat sich mal jemand ausführlicher mit dem neuesten Auswuchs aus dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda auseinandergesetzt...
https://medium.com/@mousetick/bad-journ ... a5f6d0e58f :Daumenrechts:
Thx gleich mal gespeichert um auf Twitter Leute zu ärgern :)
Benutzeravatar
Temeter 
Beiträge: 18065
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von Temeter  »

AndyPandy22 hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben: Für mich hört es sich auch erstmal seltsam an, das fällt ja fast schon in den Bereich von statistischer Ungenauigkeit, wenn gerade mal 11 Kommentare registriert wurden. Egal, ich kenne mich wirklich nicht aus.
Bei den 11 Fällen handelt es sich nur um die sexistischen Äußerungen, es gab insgesamt mehr negative Fälle welche aber nicht sexistischer Natur waren. Die Daten gibts hier: https://github.com/latrodektus/VG_Sexism

Eins der größten Probleme der Studie ist, das die männliche Kontrollgruppe viel besser war als die weibliche Kontrollgruppe, dann jedoch beide direkt miteinander verglichen worden sind auf die Anzahl der neg./pos. Kommentare.
Damit ist die ganze Studie eigentlich hinfällig, da jeder Spieler aus Erfahrung weiß das je schlechter deine Mitspieler sind umso frustrierter und häufiger fallen auch negative Kommentare aus. Für einen direkten Vergleich hätten beide Kontrollgruppen eine ähnlich gute bzw. schlechte Performance hinlegen müssen.

Kritisch sollte man auch den Fakt betrachten das hier nur Halo3 gespielt wurde, dann in der Auswertung jedoch der Eindruck entsteht das wäre repräsentativ für all online Spiele.
Ich weiß, ich sollte mir das Ding vor weiteren Kommentan wohl durchlesen, aber:
Wie bitte, die haben ernsthaft die Ergebnisse der schlecht spielenden Frauen und der gut spielenden Männer direkt verglichen?

Zumal das praktisch sexistisch impliziert, Frauen wären bei Definition schlechter in Spielen als Männer, und andererseits die Realität von Skillbasiertem Matchmaking ignoriert, die fast jedes Multiplayerspiel durchzieht.
Das ganze ist nicht mal Representativ für Halo, welches eben auch schlechte Spieler mit schlechten Spielern zusammenwürfelt, und Überschneidungen mit erfahrerenen Spieler dank MM vermeidet.

Bizarr, so viel Inkompetenz hätte ich denen echt nicht zugetraut. :lol:
Deswegen sollte man nur wissenschaftlichen Studien trauen.
Benutzeravatar
A_R_F
Beiträge: 117
Registriert: 16.04.2010 22:10
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von A_R_F »

Scipione hat geschrieben:Ach, da musst du dich nicht entschuldigen, vor allem nicht bei diesem Ballon heisser Luft.
Es wurde ja auch seitenlang überlesen, wie von anderen der eigenen Seite ständig versucht wurde Diskussionsgegner in die gleiche Ecke zu drängen.
So funktioniert eben Ideologie, die geht einher mit selektiver Wahrnehmung. :)
Auch wieder Wahr. :D
Benutzeravatar
Sharkie
Beiträge: 869
Registriert: 23.02.2013 14:37
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von Sharkie »

Scipione hat geschrieben: Den guten, alten Beissreflex-Kommentar kann man auf so ziemlich jeden Post anwenden. Nicht nur hier, sondern in den meisten Diskussionen. Ich weiss gar nicht wieso Leute den noch bringen, in der Regel ist er ein Stein, der das eigene Glashaus zerdeppert.
Und von einer breiten Verschwörungstheorie gegen einen diffusen Gegner kann hier auch keine Rede sein. Wir haben hier ganz konkret eine Studie von nachweisbar zweifelhafter Wissenschaftlichkeit. Gutmenschenideologie hast jetzt auch nur du gesagt. Ich sehe in unsauberer Arbeit jedenfalls nichts gutes.
Das mit dem Beißreflex kommt ja nun, auch wenn man über meine polemische Wortwahl gerne streiten kann, nicht von ungefähr. Dass hier teils grob überzogene (z.B. Dein NS-Vergleich) Schmähkritik betrieben wurde, sieht ja wohl ein Blinder. Das Wort "Gutmenschenideologie" (diesmal, wie es sein sollte, in Anführungszeichen) ist hier wortwörtlich nicht gefallen, der Diskurs aus dem es stammt wird aber wiedereinmal reichlich bedient; darüber hinaus ist es wohl ebenfalls kaum zu leugnen, dass diese Denunziation in ähnlich gelagerten Threads ständig fällt. Diesbezüglich brauchen wir uns denke ich nichts vorzumachen.

Was unsaubere Arbeit angeht: Natürlich ist die Kritik unsauberer Arbeit keine Verschwörungstheorie. Die Unterstellung, die Arbeit sei aus ideologischen Gründen unsauber ausgefallen oder sogar durch die Studienurheber bewusst manipulativ verzerrt worden - das ist eine (meinetwegen milde) Form von Verschwörungstheorie. Eine solche definiert sich nicht darüber, ob der wie auch immer geartete "Gegner" diffus oder offensichtlich ist, sondern darüber, dass diesem "Gegner" der ideologisch motivierte Versuch einer unlauteren Einflussnahme unterstellt wird, als deren Opfer man sich geriert. Klappt auch ganz ohne Echsenmenschen.
Scipione hat geschrieben:
Finde es übrigens bemerkenswert, was dieses kurze Farbebekennen meinerseits hier für ein Tamtam ausgelöst hat - inhaltlich war es für den Post, in dem es stand, doch eigentlich relativ irrelevant. Notiz an mich selbst: Gib Dir nie, nie, niemals nicht eine Blöße in einer Internetdiskussion - sie werden sich wie Bluthunde darauf stürzen, und dann interessiert der Rest Deines pseudointellektuellen Geschreibsels auch keinen mehr. [/Pathos-Mode=off]
Ehrlichkeit als Schwäche? Als Fehler? Interessante Einstellung, und lässt tief blicken. Wenn ich sagte, dass ich sowas schon vermutete, wäre das dann eigentlich noch verschwörungstheoretisch? ^^
Was willst Du konkret damit sagen, "lässt tief blicken"? Ich habe es doch ausdrücklich mit Ehrlichkeit versucht bezüglich meiner bisherigen Zurückhaltung - wohin das führte haben wir gesehen. Es wurde einfach nur als willkommene Angriffsfläche genutzt. Würde eher sagen, dies lässt tief blicken.

Nicht, dass ich mir wünschte, dass solche launigen Randnotizen komplett ignoriert würden (sonst bräuchte ich sie ja nicht schreiben), aber wenn sich die Leute wie die Geier darauf stürzen und die ebenfalls vorgebrachten inhaltlichen Argumente, also den eigentlichen Kern meines Postings, dabei weitgehend ausblenden, dann ist das schon ein wenig schwach.
Scipione hat geschrieben:
Ich sehe jedenfalls in der hier wiedergegebenen Zusammenfassung keinerlei überzeugendes Argument, welches den Schluss plausibel macht von der Aussage "Männliche Spieler wurden gegenüber weiblichen Spieler im Durchschnitt häufiger verbal aggressiv" auf die Aussage "Besagte Spieler machen sich evolutionär bedingt Sorgen um ihre sexuelle Attraktivität". Während ersteres empirisch beobachtbar ist, bleibt zweiteres ohne entsprechende Begründung eine ziemlich steile These
Ersteres ist nicht empirisch beobachtbar. Jedenfalls nicht mit dieser Studie und wie sie durchgeführt wurde. Die einzige Aussagekraft, die sie hat, betrifft die unbeabsichtigte Inkompetenz der Verantwortlichen, oder absichtliche Schlamperei, um gezielt auf ein gewünschtes Ergbnis zu kommen. In Kombination mit der Schlussfolgerung würde ich mal auf letzteres tippen, aber ich überlasse dir auch gerne die Wahl :)
Also ich für meinen Teil unterstelle sicher keine ideologische Agenda, wenn lediglich handwerkliche und interpretatorische Mängel vorliegen. Auch "sachliche Inkompetenz" empfinde ich aufgrund der klar persönlichen Stoßrichtung jener Formulierung als arg denunziatorisch und damit unangebracht. Ich für meinen Teil würde einfach bei einem unaufgeregten "Das Fazit der Studie ist Mist" (oder präziser: "Es suggeriert argumentativ nicht hinreichend abgesicherte psychologische Kausalitäten") bleiben. Das reicht vollkommen aus, ist sach- und nicht personenbezogen, tut somit garantiert niemandem Unrecht und schont nebenbei noch meine Nerven.

Wenn Du aber unbedingt über etwaige dubiose Beweggründe der Studienautoren spekulieren möchtest, dann erlaube mir bitte die Fragen: Was konkret bezwecken diese manipulativen Wissenschaftler denn Deiner Meinung nach damit? Was genau sind ihre Ziele und warum verfolgen sie diese? Und nicht zu vergessen: Woher weißt Du das?
Easy Lee
Beiträge: 5375
Registriert: 06.08.2008 17:03
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von Easy Lee »

Männliche Augen neigen zu erzwungener Aufnahme irrelevanter Informationen durch frustrierte Kampfweiber.
scatback
Beiträge: 165
Registriert: 09.09.2006 11:19
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von scatback »

Hmm weiß nicht recht. Is wie im Straßenverkehr, beim Einkaufen oder auch auf der Arbeit........
Der Aufmacher könnte auch "genervte Menschen neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitmenschen" lauten.
Aber beim liebsten Hobby kann ich wenigstens etwas dagegen tun, Internetverbindung trennen und fertig.
Is keine Zauberei. :wink:
Benutzeravatar
A_R_F
Beiträge: 117
Registriert: 16.04.2010 22:10
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von A_R_F »

Ich muss mal eines loswerden weil der Ape mir gegenüber den Vorwurf tätigte ich sei ein VT´ler wegen meines Satzes das ganze Getue der Anita plus deren Trittbrettfahrer sei nur ein mieser Trick viel Kohle abzugreifen. Aber vorher muss ich ein wenig ausholen, also nimmt euch ein wenig Zeit für den Text, das wird kein Fast Food für das Gehirn. ;)
Begonnen mit den Videospielen habe ich ca. mit 4, 5 Jahren, also ca. im Jahr 1996, 97 (bin Jahrgang ´92). Damals haben ich und meine Schwester einen NES mit Super Mario Bros. 3 von unserer Tante geschenkt bekommen.
Meine Schwester hat genauso wie ich gerne mit dem NES gespielt und von meiner Kindergarten Gruppe weiß ich selber, dass es Mädels gab die auch gerne ein wenig gezockt haben. Für mich war es das normalste der Welt, dass egal ob Junge oder Mädchen ein jedes Kind gerne Videospiele zockt. Das geht so weiter bis in meinen Teenager Zeiten, egal ob Schwestern von Kumpels, Freundinnen aus der Schule oder andere Mädels/Frauen, die ich kannte. Klar gab es so Sachen die sie lieber gespielt haben als ich und andere, gleichaltrige Jungs. Aber wir Jungs haben genauso wenig dagegen gehabt wenn paar Mädels mitgemacht haben wie umgekehrt. Und bis heute hat sich mehr oder weniger nix daran geändert, ich selber hatte immer den Eindruck, dass die Gamer einer der fortschrittlichsten Menschen wären, weil egal ob du ein Penis oder Vagina zwischen den Beinen hast, wenn du Skill hast respektiert man dich (ich rede nicht von den Trollen falls ein lustiger meine Aussage irgendwie zurecht biegen will…). Und wenn ich daran denke was für Progressive Games es so in der Vergangenheit gab wie Fallout 1 &2, System Shock 1 & 2, Deus Ex usw., die auch richtig viel Giftpfeile gegen die Gesellschaft schossen glaube ich kaum, dass die Entwickler besonders Misogynistisch geprägt waren und der Meinung waren Frauen wären nur fürs Kinder kriegen und Haushalt geeignet. Klar gab es nicht so schöne Auswüchse wie etwa die von mir schon beschrieben Story „Athletischer Held rettet Prinzessin mit 90/60/90 Maßen“, aber ich glaube ich wurde dadurch als Kind nicht Misogynistisch geprägt, zumindest habe ich keinen Frauenhass in mir o.ä. Und außerdem muss man sowas auch differenziert sehen: Nintendo z.B. wollte damit niemanden wehtun, sondern es war einfach „ihr Ding“, wenn Mario wieder mal Princess Peach rettete. Shigeru Miyamoto wollte damit nicht seine Frauenfeindlichkeit Ausdruck verleihen, bei ihm stand schlicht das Gameplay im Vordergrund und nicht die Story. Wenn man seine Werke so anschaut wird dieser Eindruck nur noch mehr gefestigt, von daher sind die Vorwürfe gegenüber Nintendo im Allgemeinen und gegenüber Entwicklern wie eben Miyamoto im speziellen geschenkt. Wieso ich das ganze schreibe? Ganz einfach: Vor Anita waren Videospiele sicher nicht perfekt, aber Frauenfeindlich mal ganz sicher nicht oder zumindest nicht Frauenfeindlicher als die Musikindustrie, Hollywood und Co.
Und plötzlich kommt so eine Möchtegern Feministin daher und riecht das große Geld weil sie und ihr Lebenspartner McIntosh da eine „Marktlücke“ entdeckt haben nach der ganzen Sache mit Zoe Quinn. Zur Erinnerung: Die gute Sarkeesian war vor ihrem „rühmlichen“ Auftritt als Kämpferin für die Frauen Freiberufliche Beraterin für Konzerne wie diese ihren Umsatz steigern können. Ich glaube ich muss niemanden darauf hinweisen, dass solche Menschen nicht plötzlich zu Menschenfreunden werden und Geld dann eine untergeordnete Rolle spielt.
Und als die Welt sah welchen Erfolg Anita mit ihrer „Troopes vs Women“ hatte kamen alle möglichen Gestalten aus ihren Löchern hervor:
Radikal Feministen, die eh auf alles stürzen was gegen den Mann geht, Neoliberale Kapitalisten, die in diesem Vorfall eine Goldgrube vermuten (wenn ich sehe wie oft FemFreq, Anita und Co. Zitiert werden oder bei TV Veranstaltungen eingeladen werden ist dieser Vorwurf nicht aus der Luft gegriffen ) und andere Möchtegern Liberale Menschen (echte Liberale akzeptieren und tolerieren die Pluralistischen Strömungen, so auch die Möglichkeit in der Gaming Branche das Game zu machen was das Team bzw. der Einzelne machen will und nicht was bestimmte Interessensgruppen wollen bzw. dass es keine „Blacklist“ an Storys gibt an der man sich zu halten hat). Dass so eine Aktion eine Reaktion hervorruft ist seit Isaac Newton bekannt, daher kamen wegen dem Thema auch eine Menge Frauenfeinde, Trolle und andere eher dem Rechtsradikalismus/extremismus zu zuordneten Gruppen dazu. Davon kann GameGate ein Lied singen, die Gruppe wird wegen ein paar Einzelnen Idioten dermaßen diffamiert, dass man meinen könnte Hitler, Stalin und Mao gemeinsam haben diese Bewegung gegründet. Dabei haben die „Mitglieder“ (sowas wie eine Mitgliedschaft gibt es ja nicht, zumal das eine Bewegung ist und keine Homogene Gruppe) alle verschiedene Backgrounds (Weiblich, Männlich, Europäisch, Afrikanisch, Asiatisch, Homo/Hetero/Bi Sexuell usw.), ich glaube kaum, dass eine Frau sich selbst in ein Boot setzt, dass mit Frauenhassern überfüllt ist. Soviel dazu mal.
Wie man unschwer erkennen kann gab´s da keine Verschwörung, es haben sich nur viele verschiedene Zufälle ineinander verkeilt und plus der Internet Dynamik sind wir nun mal da wo wir sind.
Nach dem ganzen blabla frage ich mich dann nur noch: Wieso lassen sich die Gamer so dermaßen auseinander dividieren? Man muss doch festhalten, dass eine Person, die hauptsächlich die Dollar Scheine im Auge hat eine Subkultur nur so mit Hass überzogen hat und alle da mitmachen! Leute, die alte hat keine höhere Ziele, sondern nur den schnöden Mammon im Kopf! Wieso macht ihr da nur mit? Schaltet doch den Kopf ein! Frau Sarkeesian benutzt die gleichen Mechanismen wie ein jeder Hetzer, der verschiedene Gruppen für seine Zwecke gegeneinander ausspielt. Wieso ignorieren wir sie nicht einfach? Das gilt auch für die Medien, die ihr eine Bühne bieten.
Was mich aber besonders traurig macht ist folgendes: Über Frauen in Videospielen hätte man wirklich konstruktiv diskutieren können, aber dank eines Quertreibers gibt es nun 2 Fraktionen, die sich gegenseitig den Tod wünschen und ich bezweifle, dass das in nächster Zeit besser wird. Vielen Dank, Anita.

Quelle für meine diversen beauptungen in diesem Wall of Text: #GamerGate – Kritische Spielereien
Benutzeravatar
Lord Hesketh-Fortescue
Beiträge: 867
Registriert: 26.04.2013 22:40
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

Brian Pepperz hat geschrieben:Nach dem ganzen blabla frage ich mich dann nur noch: Wieso lassen sich die Gamer so dermaßen auseinander dividieren? Man muss doch festhalten, dass eine Person, die hauptsächlich die Dollar Scheine im Auge hat eine Subkultur nur so mit Hass überzogen hat und alle da mitmachen!
Tun sie nicht. Sarkeesian betreibt - mehr schlecht als recht - stinknormale Kulturkritik, indem sie kritische Aspekte des Medium untersucht (in ihrem Fall aus feministischer Perspektive). Mehr ist das nicht. Das ist erschreckend banal und harmlos. Es gibt auch keine „Gamerschaft“, keine „Community“, keinen exklusiven Club, der auseinanderdividiert werden könnte. Das ist albern. Es gibt lediglich Menschen, die mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen aus den unterschiedlichsten Gründen die unterschiedlichsten Spiele spielen, aber ansonsten nicht das Geringste miteinander zu tun haben. Geh davon aus, dass ein Großteil dieser Menschen a) Sarkeesian gar nicht wahrnimmt oder b) ihren Beitrag als Teil einer immer breiter gefächerten Kulturkritik von stark wechselnder Qualität, die nun auch unsere geliebte Hobby-Bastion erreicht, relativ gelassen aufnimmt (was sachliche Kritik keineswegs ausschließt). Was irgendwelche Vollhonks bei Gamergate und Co. für aufgeplusterte Grabenkämpfe meinen austragen zu müssen, ist weder repräsentativ für „die Gamerschaft“ noch für den Gesamtdiskurs.

Dieses Bild einer - von einer externen Intrigantin gespaltenen und schändlich in ihrer einst ehernen Einigkeit auseinanderdividierten - Gamerschaft ist ein Popanz. Ein Popanz, den man für weitere darauf aufbauende „Argumente“ nur allzu gut braucht, wenn man den „Intruder“ erst mal ausgemacht hat. Das Bild von der geldgeilen und prinzipienlosen Turbokapitalistin fällt übrigens in dieselbe Kategorie. Das ist gruppendynamische /Wir/ vs. /die Anderen/ -Scheiße, wie sie billiger und selbstmitleidiger kaum funktionieren könnte.
Wieso ignorieren wir sie nicht einfach?
Sprach’s, schrieb einen ellenlangen Roman und erzeugte damit Relevanz. --> Spiegel
billy coen 80
Beiträge: 1929
Registriert: 02.10.2012 03:39
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von billy coen 80 »

Brian Pepperz hat geschrieben:Und wenn ich daran denke was für Progressive Games es so in der Vergangenheit gab wie Fallout 1 &2, System Shock 1 & 2, Deus Ex usw., die auch richtig viel Giftpfeile gegen die Gesellschaft schossen glaube ich kaum, dass die Entwickler besonders Misogynistisch geprägt waren und der Meinung waren Frauen wären nur fürs Kinder kriegen und Haushalt geeignet. Klar gab es nicht so schöne Auswüchse wie etwa die von mir schon beschrieben Story „Athletischer Held rettet Prinzessin mit 90/60/90 Maßen“, aber ich glaube ich wurde dadurch als Kind nicht Misogynistisch geprägt, zumindest habe ich keinen Frauenhass in mir o.ä. Und außerdem muss man sowas auch differenziert sehen: Nintendo z.B. wollte damit niemanden wehtun, sondern es war einfach „ihr Ding“, wenn Mario wieder mal Princess Peach rettete. Shigeru Miyamoto wollte damit nicht seine Frauenfeindlichkeit Ausdruck verleihen, bei ihm stand schlicht das Gameplay im Vordergrund und nicht die Story.
Nur kurz hierzu:

Bitte mit den Begrifflichkeiten etwas vorsichtiger sein! Es reicht schon, wenn von einigen (unter anderem auch hier im Forum schon das eine oder andere Mal) die Worte Sexismus und Misogynie als sehr nahe beieinander liegend oder gar synonym erachtet werden.

Das was du meinst, ist sexistisch. Die Darstellung von Peach ist natürlich sexistisch. Die Weiterführung, dass Konsumenten der Mario-Spiele dadurch ebenfalls sexistische Vorstellungen von Frauen entwickeln, ist natürlich absurd und entbehrt jeder wissenschaftlichen Beweisgrundlage. Dass man davon gar misogyn wird, das hat meines Wissens selbst Anita noch nie gesagt. Das machen in ihren Augen eher Spiele wie Hitman, God of War oder GTA…

Diese Trennung ist mir deshalb so wichtig, weil diese quasi Synonymbildung der beiden Begriffe tatsächlich der von dir in deinem Kommentar so leidenschaftlich angeprangerten Ideologie entspringt. Sie impliziert nämlich, dass genauso, wie per Übersetzung das Wort Misogynie, auch Sexismus eine Einbahnstraße ist. Dem ist selbstredend aber nicht so.

Sexismus ist lediglich die weitgehende Reduzierung von Menschen auf ihr Geschlecht und damit verbundene Vorurteile. Sexismus existiert in alle Richtungen: er kann negativ wie positiv konnotierte Attribute mit sich bringen und er kann stattfinden zwischen Männern und Frauen in beiden Richtungen aber auch bei Männern und Frauen untereinander.

Das alles macht den Sexismus aber auch so viel schwerer zu greifen und zu vermeiden. Gerade wenn er etwa positiv konnotiert erscheint, wird er von vielen – auch und nicht selten gerade von selbsternannten „Streitern für Gleichberechtigung“ – nicht erkannt. So wird zunächst einmal Sexismus von Männern gegen Frauen oft intuitiv als verwerflicher empfunden als anders herum. Ebenso wird man (zurecht) für die Aussage, Frauen sein dümmer als Männer, von allen Seiten in die Mangel genommen. Sagt man jedoch „Frauen sind klüger als Männer“ wird diese Aussage von vielen einfach nur belächelt und nicht wenige, die im umgekehrten Falle gegeifert hätten, würden gar applaudieren, obwohl die Aussage nicht ein kleines Stückchen weniger sexistisch ist. Sie klingt halt nur im ersten Moment „netter“.

Aber eben das zeigt schon, warum man Sexismus nicht mit Misogynie gleichsetzen kann. Sexismus kann auch in Form von positiven Attributen stattfinden, Misogynie nicht; man kann nicht positiv hassen.

Man kann Frauen toll finden und trotzdem, ohne es selbst zu wissen, vollstecken mit sexistischen Vorurteilen und seien sie auch noch so positiv, wie etwa Frauen sind schlau, gepflegt und können prima Auto fahren. Alleine der Sachverhalt, dass man gewisse Pauschalaussagen über ein Geschlecht trifft und dazu neigt, sie vor dem eigentlichen Kennenlernen einer Person nur aufgrund ihres Geschlechts auf diese Person zu projizieren, ist Sexismus.

Misogynie hingegen setzt zwar eine zutiefst sexistische Einstellung voraus (was bitte ist sexistischer als Menschen wegen ihres Geschlechtes zu hassen???), ist aber dann dennoch ein Ding für sich selbst.

Dass im Übrigen das Hassen von Menschen nur aufgrund des Geschlechtes ebenfalls nichts ist, was Männer exklusiv haben, deutet die Existenz des Wortes Misandrie an und findet reichlich Beweise etwa in Tweets auf FemFreq…
Benutzeravatar
Scorcher24_
Beiträge: 15527
Registriert: 11.11.2004 14:31
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von Scorcher24_ »

So.. es gibt hier 2 Möglichkeiten. Entweder ist die Studie an den Haaren herbeigezogen.
Oder es wurden dafür Resourcen einer Universität mißbraucht.
Denn der gute Herr Kasumovic hat das Geld nur für Studien an Ungeziefern erhalten.
https://twitter.com/mombot/status/627001429257904128

Bild

Ich tippe auf an den Haaren herbeigezogen.

Siehe auch:
https://www.reddit.com/r/KotakuInAction ... t_micheal/

Tja, 4P. Soviel dazu den Quatsch der SocJus Riege ohne eigene Recherche und ungefiltertet zu veröffentlichen.
Macht mal bitte eure Hausaufgaben als Journalisten.
Benutzeravatar
Temeter 
Beiträge: 18065
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Sexismus-Studie: Schwach spielende Männer neigen zu aggressiven Kommentaren gegenüber Mitspielerinnen

Beitrag von Temeter  »

Und dann wollten hier einige 'anti-intellektuelles' Verhalten vorwerfen, weil sie der Studie misstraut haben?

Aus dem Reddit Thread findet sich sogar das Schmuckstück:
Spoiler
Show
Bild
Yeeep, damit bekommt man natürlich unbefangene Tester. >_>