Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Man kann es auch umformulieren: Journalisten, die von mir (dem Leser) ernstgenommen werden wollen, nehmen solche Geschenke erst gar nicht an.
Aber der Punkt ist, daß solche "Geschenke" eben in der Branche nicht nur üblich sind, sondern auch teilweise notwendig. Auch Werbeverträge mit Publishern könnte man als Geschenke bezeichnen... und es gibt nicht wenige Fälle, in denen höhere Wertungen gegen höhere Werbeverträge eingetauscht wurden. Was hinter den Kulissen abgeht, wissen wohl nur die Betroffenen.
Wer die Seriosität eines Journalisten daran bemißt, ob dieser "Geschenke" annimmt oder nicht, muß dann wohl sehr differenzierte Angaben zu diesen Geschenken machen. Das Beispiel wurde genannt: Wenn Harley Davidson in Amerika neue Motorräder vorstellt und man ausgewählte Journalisten auf eigene Kosten dorthin fliegt und in Hotels unterbringt und sie verpflegt... ist das dann auch ein unzulässiges Geschenk?
Ihr dürft das gerne so strikt und schwarz-weiß sehen, wie ihr mögt... aber die Journalistenwelt, wie ich sie kennengelernt habe, hat auch einige Grautöne. Und ich persönlich habe auch kein Problem damit... am Ende kommt es auf den Inhalt an und wie gesagt: Der kann auch bei Journalisten, die keine wie auch immer gearteten Geschenke annimt, unbewußt oder gar bewußt unbefriedigend sein.