Usul hat geschrieben:Sir Richfield hat geschrieben:Natürlich ist es legitim dann zu versuchen, an die zu kommen, die ja offensichtlich das Produkt nutzen, aber keine Kunden sind. Ich halte nur den Weg für falsch.
Ich halte den Weg auch für falsch. Falls du das trotz mehrfacher Erwähnung noch nicht aus meinen Beiträgen gelesen hast.
Dochdoch, keine Sorge, das habe ich schon verstanden.
Aber das ändert nichts an meiner Meinung, daß es weiterhin nicht um die "unendliche Ressource" geht - also nicht um die Daten, aus der eine MP3-Datei besteht, sondern um das, was diese MP3-Datei transportiert. Nämlich das eine Lied, das der eine Künstler produziert hat und für das er verlangen kann, was er will.
Leider nicht.
Der Künstler kommt in der ganzen Rechnung nämlich nicht mehr vor.
Aus diesem eigenständigen Problem kommt nämlich das Problem, das wir haben:
Aus der IDEE des Künstlers wird ein Produkt gemacht und dieses Produkt hat nur dann einen "Wert", wenn es als begrenzte Ressource gesehen wird. Aber diese haben sich nun mal überlebt.
Buchstaben sind auch eine unendliche Ressource... und du kannst Bücher natürlich durch den Kopierer jagen und dir so ein Buch zu eigen machen. Ist das dann auch legitim?
Das ist nicht verlustfrei.
Die Kausalkette ist gegeben, auch wenn Kajetan sie z.B. vehement bestreitet und du immer wieder von den unendlichen Ressourcen redest, die bewußt verknappt werden. Wenn ich aus diesen unendlichen Ressourcen etwas "herstelle" - ein Lied oder ein Spiel -, dann ist es meiner Meinung nach rechtens, dafür so viel zu verlangen, wie ich will. Oder eben auch unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Meine Entscheidung.
Du machst dir das zu einfach.
Natürlich kann ich als Trägermedium der Idee nehmen, was mir gefällt. Ich muss dann allerdings mit den Eigenschaften dieses Mediums leben.
Wenn ich aber versuche, eine dieser Eigenschaften mit Gewalt ändern zu wollen, muss ich mich auch nicht über Probleme wundern, oder?
Wobei ich ja einsehe, dass die Industrie da ein Problem hat. Es existiert eine große Nachfrage nach Ideen auf eben diesem unendlich verlustfrei kopierbaren Medium.
Aber das Medium öffnet auch Möglichkeiten zum Missbrauch, das ist eine nicht zu leugnende Herausforderung.
Die Entscheidung des Empfängers sollte dann sein: Nehme ich dieses Angebot an oder lasse ich es bleiben?
Absolut korrekt.
Blöd ist halt nur, wenn wie bei den mp3 der Empfänger halt kein "kaputtes" Medium wünscht.
Auf was geht man dann ein? Auf den Kunden oder die Angst der Anleger?
Mir geht es schlichtweg um die Kausalität, die bestritten wird... und darum, daß das Kopieren als etwas Normales hingestellt wird, das nicht nur das alleinige Problem der Anbieter ist, sondern bisweilen auch als ihre Schuld dargestellt wird.
Äh, das Kopieren von Daten *ist* etwas Normales! Das ist ja Teil des Problems.