@SG1984
Du hast doch gar nicht das Recht hier Unterstellungen ohne Ende unter die Leute zu schmeissen, aber selbst genau das bei anderen Leute anzuprangern. Muss ich eine Galerie betreten haben um Kunst zu erleben und zu definieren? Obliegt es dir ganz alleine zu urteilen was Kunst ist, und was nicht? Komm mal bitte von deinem hohen Ross runter, weil es ist mühsam auf dieser Grundlage zu diskutieren.
Wie du schon gesagt hast, es ist unmöglich die Grenzen von "Kunst" zu definieren. Die letzen Herren die das versucht haben sollten jedem bekannt sein, und die wünscht sich keiner mit normalen Menschenverstand zurück. Das ist jetzt übrigens eine Unterstellung von meiner Seite
Natürlich sehe ich auch das viele Spieler unfähig sind Kritik über ihr Hobby und dessen Darstellung zu vertragen. Aber sorry, das ist überall so. Das zeichnet nicht alleine die Zocker aus. Deswegen sollte man aber nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt hier durchaus kritische Stimmen, und auch der Beitrag von Jörg ist keine "Schönmalerei". Ebenso wie ich nicht alles gutheiße was da als Spiel oder Unterhaltung auf uns losgelassen wird. Manche Sachen gehen mir auch kräftig gegen den Strich, aber da muss man dann als mündiger Bürger einfach den Konsum einschränken und Stellung beziehen.
Du schreibst du regst dich über die Leute auf, die Gewaltdarstellungen verharmlosen. Nun, ich rege mich zudem noch über Leute auf die ohne grundlegendem Wissen bzw. Halbwissen über Spiele herziehen, und sich nur auf die Aspekte beschränken die Ihnen passen. Ich habe im Fernsehen eigentlich nur solche Stimmen gehört, solche die auch mal für die andere Seite Partei beziehen wirst du so gut wie nie hören. Wenn eine Untersuchung festlegt das Computerspiele aggressiv machen steht das morgen fett in der Bildzeitung. Wenn eine andere Studie von renommierten Instituten rauskommt, in der festgestellt wurde das Computerspiele postive Auswirkungen auf das soziale Verhalten haben kann, dann siehst du da nirgends etwas davon. Es ist doch im Moment echt nur noch so das man in der Bevölkerung das hört, was man auch hören will. Bitte verwirren sie mich nicht mit Tatsachen, ich will meine geliebten Vorurteile behalten. Es ist ja auch einfach auf eine kleine Gruppe einzudreschen die kaum Lobby hat, und dabei die wirklichen Probleme auf diese Art schön auszublenden. In meinen Beiträgen davor habe ich ja schon geschrieben was mich wirklich stört, und wo ich Handlungsbedarf sehe...
Das unsere Gesellschaft immer mehr am verwahrlosen ist ist keine Frage.. aber die Spiele sind dafür keine primäre Ursache, ich sehe eher darin mit eine der Auswirkungen. Die Industrie liefert dem Volk das, was es will. Brot und Spiele. Das war schon im alten Rom so, als Unschuldige von wilden Tieren zerfleischt wurden. Damals gab es sicher auch genug Leute die äußerst kritisch sahen, aber die Mehrheit gab sich diesem markaberen Schauspiel hin. Und ich prophezeihe dir, auch in 100 Jahren wird es solche brutale Auswüchse der Unterhaltung geben. Das dient nicht als Entschuldigung, aber man sollte es als Teil des menschlichen Wesens sehen. Es übt einen Reiz aus, dem sich die meisten nicht entziehen können.
Was dieses Gesellschaft mit fehlt ist die Fähigkeit mit der Gewalt richtig umzugehen oder Alternativen aufzuzeigen. Man braucht sich ja nur die hilflosen Reaktionen anzusehen die seit einiger Zeit durch die Lande gehen. Warum Schüler immer aggressiver werden, oder die Jugend fragwürdigen Vorbildern nachjagt. Aber die Ursuche ist nicht direkt in den Gewaltmedien zu suchen, sondern an dem Schulssystem. An der Zukunftsperspektiven der jungen Leute. Wo seine Herkunft schon fast in einen vorbestimmten Weg mündet, in der sich viele Jugendliche einfach nicht verstanden und zum Teil verraten fühlen. Mich wundert es da nicht da in solchen Zeiten derartige Auswüchse zustandekomme. Wie gesagt, die Medien sind ein Spiegel der Gesellschaft.
Waffenpornos bieten den Leuten einfache Lösungswege, so wie die NPD mit ihrer Ausländerhetze vielen stumpfsinnigen einen einfachen Sündenbock zur Verfügung stellt. Jemand der danach sucht, der wird in solchen Lösungen seine geistige Heimat finden. Unbestreitbar. Es sollte uns alle aber deutlich zu denken geben das immer mehr Leute genau in solchen Lösungen einen Zweck sehen. Waffenpornos spielen die allermeisten aus Spaß am brachialem, ohne sich groß was dabei zu denken. Würde man diese Spiele verbieten würde sich damit nichts bessern.. weil das Problem ist ja damit nicht gelöst. Die frustrierten Leute sind immer noch da, und suchen sich dann woanders ihre "Befriedigung".
Die Probleme gehen hier viel tiefer, als von vielen oberflächlich gesehen wird.