Termix hat geschrieben:AEV-Fan hat geschrieben:
Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll bei solchen Schlussfolgerungen...
"Die Politik" hat verdammt nochmal keine Schuld daran, wenn Gewalttäter Bürger niederschlagen! Ich hasse diese Einstellung "alle anderen sind Schuld, dass ich keinen Erfolg habe, also habe ich Narrenfreiheit."
Geldmangel

Ehrlich Geld verdienen
Arbeitslosigkeit

Sich um Arbeit bemühen
Schlechtes soziales Umfeld

Umfeld wechseln
Jeder ist für sein Tun und handeln voll zurechnungsfähig, wenn nicht, dann sitzt man recht schnell in einer Einrichtung. Der Staat gibt die Rahmenbedingungen vor und ja, vielleicht sieht es zZ nicht rosig aus für einige Leute. Aber "das Recht" zu sagen, dass andere Schuld sind am eigenen Misserfolg und dann auch noch kriminelle, bösartige und menschenverachtende Taten rechtfertigen geht garnicht.
Du solltest weinen.
Wer aus einem "schlechten" Elternhaus kommt hat kaum eine Chance etwas vernünftiges zu werden, geschweige denn zu studieren.
Leute die ALG II / Hartz IV beziehen haben keine Möglichkeiten ihren Kindern eine anständige Ausbildung zu finanzieren. Man muss nicht IMMER selbst Schuld an seiner Lage haben.
Ich bin froh, dass es mir nicht so geht, trotzdem ist es ignorant zu glauben alle Menschen hätten die gleichen Chancen.
Schonmal was von Bafög, Studienkrediten etc gehört? Ich musste Studienkredite aufnehmen, da ich es mir mit dem Bafög verleidet hatte und in diesen Semestferien habe ich auch gearbeitet (wenn man konsequent jede Semesterferien durcharbeitet, hat man am Ende des Studiums eventuell recht wenig/keine Schulden.)
Bei vielen Studiengängen ist sicherlich auch ein wenig nebenher möglich.
Ich habe am Ende dann circa zwar 10000 Euro Schulden, kann die aber über 20 Jahre abbezahlen wenn ich möchte, keine sonderlich große Belastung, selbst gut tragbar wenn man dann nicht das Sahneghalt erhält.
Es war in keinster Weise schwer diese Kredite zu erhalten.
Und so wie ich es gemacht habe kann es jeder machen, auch ein Kind eines Hartz4 Empfängers.
Wer ein sehr gutes Abi hat, oder in den ersten Semestern sehr gute Leistungen bringt, hat bei einigen Studiengängen auch gute Chancen ein Stipendium zu erhalten, die von einigen Institutionen vergeben werden und das Studium bezahlen. Ich hörte das teilweise nur wenige Leute um eines konkurrierten weil viele nicht mitmachen/ sich drüber nicht informieren und das auch deshalb schon wer mit nem miesen Schnitt eins erhalten hat.
Wenn man keine wohlhabenden Elten hat, muss man sich den Schritt ein Studium anzufangen wohl besser überlegen, aber von einer generellen Chancenungleichheit kann deshalb doch keine Rede sein.
Man hat doch dieselben Chance, nur ein größeres Risko.
Wer reich ist, kann einfach mal gucken ob studieren was für ihn ist, ein Armer sollte sich gut informieren und dann durchbeißen (ein abbrechen innerherhalb der ersten Semester treibt aber auch niemandn wirtschaftlich in den Ruin. Vielleicht 3000 Euro oder 1500 Bafög in 20 Jahren abzubezahlen, rechnet es euch aus und lernt schonmal was fürs Studium)
Im übrigen bin ich der Auffassung, dass niemand an seiner Situation schuld ist. Jeder handelt in jedem Moment so, wie es ihm seine Erfahrung und sein Verstand gebieten. Und wenn die Eltern und das Umfeld ein nicht erfolgsorientiertes Arbeitsleben vorleben, dann wiegt dieser Grund vielleicht viel schwerer als das Fehlen des nötigen Geldes für ein Studium, was ich ja auch grade meine als Scheinargument entlarvt zu haben.
Desweiteren kann ich die Position des Politikers aufgrund der von ihm genannten Quellen gut verstehen. Was da herausgefunden wurde ist halt kein Pappenstiel, für die Wissenschaftler dort ist der Zusammenhang Killerspiele = reale Gewalt zweifelsfrei bewiesen, so wie sie sich ausdrücken.
Man müsste mal (wenn es das noch nicht gibt, wenn ja wäre ich um einen Link sehr dankbar) ähnlich gebündelt all die Studien und Metastudien zusammenfassen, die das Gegenteil herausgefunden haben.
Bei den von von Hermann genannten Studien waren ja wieder einige "Wissenschaftsverbrecher" wie Hopf und Anderson dabei, über derer zweifelhaften Methoden uns der gute Viccarocha vor einiger Zeit ja aufgeklärt hat.
Um die Powerpointpräsentationen nachzuvollziehen fehlt mir an einigen stellen die Fachkenntnis, was mir aber auffiel waren die teilweise arg kleinen Versuchsgruppen von weniger oder kaum mehr als 100 Personen. Inwiefern die Ergebnise dennoch statistisch gesichert sind kann ich nicht beurteilen.
Auch fällt auf das wohl irgendwie alle Studien dort ein positives Ergebnis haben, es also so wirkt als hätte man ordentlich aussortiert, denn wir alle wissen ja wieviele Studien es gibt die keinen Zusammenhang nachweisen konnten.
Entweder ist dies ein böses Spiel, welches sich an den publication bias anlehnt oder man gibt (zu recht oder zu unrecht), den Querschnitts und Langzeitstudien eine sehr hohe Evidenzgewichtung, sodass ihre Überzeugungskraft alle bisherigen Studien verblassen lässt, was ich auch wieder nicht beurteilen kann.
Die Forscher dort scheinen aber auch vorher schon ihre Meinung gehabt zu haben, so erklärte einer, der Forumspost auswertete (eine total lächerliche Studie in dem Kontext wie ich finde, die lächerliche willkürliche Schlüsse zieht, es wird Forumusern unterstellt sie würden posten genauso wie sie Killerspiele spielen würden) das das Argument das es nicht bewiesen sei, das Killerspiele zu Gewalt führen, sei ein "Argumentum ad ignorantiam".
Das ist es zweifelsfrei nämlich nicht, denn der Satz bezieht sich ja als Contra auf das aktionistische Politikervorhaben Computerspiele zu verbieten und ist damit logisch absolut korrekt.
Das es nicht stimmen kann, das Computerspiel Gewalt erzeugen hat man damit noch lange nicht ausgesagt, nur ist ein handeln ohne solche Fakten äusserst fragwürdig.
Der Hopf glaube ich, meinte dann auch noch sich auf das allerniedrigste Niveau begeben zu müssen, suhlt sich in seinem Studienergebnis und nennt in seiner Präsentation ganz am genüsslichen Ende 2 seiner Gegner mit Zitat, sozusagen als Teufelsbild. Erbärmlich.
Auch schon im Eröffnungstext wurden andere Wissenschaftler, die wohl nicht seiner Meinung sind, als "Wissenschaftler" benannt und damit verunglimpft.
Scheint ein richtig ekelhafter Kerl zu sein, ein Traum von Wissenschaftler.