Beispiel, schaue man sich ihre Aussagen bzgl. Hitman Absolution an:
"The player is meant to derive a perverse pleasure from dessecrating unsuspecting virtual female characters"...
Und was soll daran nun falsch sein? Das ist schlechte Konkretion. Man picke sich einen Titel heraus und zerrede es daran. Der Anspruch ist ja, eine Tendenz in Videospielen darzustellen (oder anders, verteilungstheoretischer formuliert: Aus der Varianz der Elemente einen Teil jener aufklären). Wie macht man das? Indem man diese Tendenz isoliert darstellt und zu verallgemeinern versucht, dass das keine für sich isolierten Phänomene sind, sondern einer gewissen, überzufälligen Logik folgen.
Das wird gelungen dargestellt. Nun tut ihr Dorsche so, als sei das Argument: "Nur so geht das und das ist das einzige Prinzip. Und die fiesen Programmierer haben nur das im Sinn". Das ist sehr funktionsgebundenes und eindimensionales Denken (das zudem die Fülle an Videos ignoriert, in dem Spieler genau das machen, was kritisiert wird: Sie präparieren und benutzen weibliche Charaktere so, wie von A.S. behauptet). Die Behauptung ist, dass sich das gegenseitig reproduziert. Die vordergründig funktionsverletztende ("Punktabzug") Handlung wird dennoch durchgeführt. Ob nun der Programmierer damit angefangen hat, mit der Darstellung das zu evozieren oder der Spieler den Programmierer dazu motiviert, weil dieses Spielverhalten bekannt ist, ist einerlei, das ist nicht relevant für das, was mit den Videos nachgewiesen werden soll: Der überzufällige Zusammenhang dieser Tendenz. Ebenso irrelevant ist, ob das intentional und bewusst so gemacht wird. Denn der Nachweis zielt auf die Existenz an sich ab, nicht, ob dies auch absichtlich geschieht (eher im Gegenteil, ist das ein m.E. eher naiver Versuch, die Produzenten 'aufzuklären' und in Zukunft davon abzusehen).
Wenn man sich ein wenig mit Wissenschaft auskennt, könnte man erkennen, dass das sehr gut argumentiert ist. Ob das wahr ist, steht dann noch immer auf einem anderem Blatt. Aber um diese Frage zu beantworten, reicht nunmal Ressentiment nicht aus. Das können also nicht die infantilen Spieler entscheiden, für die es ja gerade ein bestimmtes Bedürfnis zu befriedigen scheint. Sie sind also denkbar ungeeignet dazu, weil sie ein - wie auch immer bewusstes - Interesse daran haben, dass das, was in den Videos behauptet wird, nicht zutrifft. Die Stärke der hier zu "Trollkommentaren" verniedlichten Reaktionen verdeutlichen das ja auch sehr gut.
Aber stimmt, A.S. hat ja "verbrannte Erde" hinterlassen. Nirgends kann man noch Videospiele kaufen, ganze Städte brennen schon, die sich geweigert haben, sofort alle Videospiele zu vernichten. Keine Metapher ist hier zu hanebüchen und pathetisch, um sein Geschlecht und seinen Spielefimmel zu verteidigen.