Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

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sourcOr
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von sourcOr »

Wulgaru hat geschrieben:@sourcOr
Nein ist es nicht, denn auch bei Linksextremen gehören Werte wie Rassismus nicht in den Kanon. Das bedeutet nicht das sie nicht auch gewaltbereit wären, aber das es das gleiche wie Rechtsextremismus ist, ist einfach sachlich falsch. Da sind unterschiedliche Grundwerte und Menschenbilder am Start.
Du hast mich denke ich komplett missverstanden. Ich habe nicht gesagt, dass sie gleich sind, das wäre ja völliger Quatsch. Man könnte die beiden Extreme bei einer gedachten Linie aber unten miteinander verknoten, weil es eben starke Schnittmengen gibt. Das widerspricht so ein bisschen dem Gedanken, dass sich die beiden ferner icht sein könnten, aber man findet in der Realität halt eben doch Gemeinsamkeiten und wenns nur die Rhetorik und Gewaltbereitschaft ist.

"Gleichmachen" - soweit kommts noch :Blauesauge:
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Wulgaru
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Wulgaru »

sourcOr hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:@sourcOr
Nein ist es nicht, denn auch bei Linksextremen gehören Werte wie Rassismus nicht in den Kanon. Das bedeutet nicht das sie nicht auch gewaltbereit wären, aber das es das gleiche wie Rechtsextremismus ist, ist einfach sachlich falsch. Da sind unterschiedliche Grundwerte und Menschenbilder am Start.
Du hast mich denke ich komplett missverstanden. Ich habe nicht gesagt, dass sie gleich sind, das wäre ja völliger Quatsch. Man könnte die beiden Extreme bei einer gedachten Linie aber unten miteinander verknoten, weil es eben starke Schnittmengen gibt. Das widerspricht so ein bisschen dem Gedanken, dass sich die beiden ferner icht sein könnten, aber man findet in der Realität halt eben doch Gemeinsamkeiten und wenns nur die Rhetorik und Gewaltbereitschaft ist.

"Gleichmachen" - soweit kommts noch :Blauesauge:
Ich habe dich auch nicht in der Richtung verstanden keine Sorge.

Das Problem ist aber eben, das diese Kreis-Rhetorik eben auch bei denen gerne benutzt wird die das wirklich gleichsetzen wollen oder schlimmer gar den ganzen Spieß umdrehen wollen damit Nazis dann plötzlich links sind (wie ja einige auch in diesem Thread hier).
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FuerstderSchatten
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von FuerstderSchatten »

Unterschiede in der Weltanschauung zwischen den extremen Linken und Rechten: Bei den Kommunisten im Idealfall sind alle Menschen absolut gleich(wertig) und halt auch das was sie tuen ist absolut gleichwertig und sollte so bezahlt werden.

Bei den Nationalsozialisten gibt es Unterschiede in der Wertigkeit der Menschen, dort gibt es halt eine Herrenrasse die über allen anderen zu stehen hat und die möglichst alle Ressourcen für sich reklamiert.

Schnittmengen sind vielleicht im Sozialwesen zu suchen.

Aber wenn wir gezielt von den Autonomen reden, die sind sich auf beiden Seiten tatsächlich zum Verwechseln ähnlich inzwischen. Denen geht es ja gar kaum um das oben genannte, sondern um den Spaß an der Zerstörung und um eine generelle Ablehnung des Staates. In dem Bereich gibt es ja sowieso inzwischen so was wie eine Querfront und die passen auch gut zueinander mit ihren Verschwörungstheorien.
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Wulgaru
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Wulgaru »

Nein, das stimmt so wiederum nicht. Wenn es zum Beispiel Schnittmengen von Rechtsextremen und Pegida gibt, wirst du keine Linksextremen auf diesen Veranstaltungen finden. Auch findest du im schwarzen Block auf der G7-Demo wohl eher selten Nazis. Das bedeutet nicht das Linksextreme in irgendeiner Weise konstruktiver wären, sie haben nur völlig andere Schwerpunkte und sind eben nicht das gleiche.

Bei Autonomen muss man dann nämlich zusätzlich dazu unterschieden das da ein anarchistisches Element drin ist, was überhaupt keine richtigen Werte hat oder zumindest keine die links oder rechts sind. Das sind dann aber eben auch keine linken oder rechten und auch keine Fusion davon.
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Temeter 
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Temeter  »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Unterschiede in der Weltanschauung zwischen den extremen Linken und Rechten: Bei den Kommunisten im Idealfall sind alle Menschen absolut gleich(wertig) und halt auch das was sie tuen ist absolut gleichwertig und sollte so bezahlt werden.

Bei den Nationalsozialisten gibt es Unterschiede in der Wertigkeit der Menschen, dort gibt es halt eine Herrenrasse die über allen anderen zu stehen hat und die möglichst alle Ressourcen für sich reklamiert.
Linkesextreme, und real ausgeübter 'Kommunismus', hat genauso seine Feindbilder wie die Rechtsextremen, es wird nur in andere Worte gefasst. In dem Bereich nehmen sich beide herzlich wenig.
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FuerstderSchatten
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von FuerstderSchatten »

Klar haben die Feindbilder und zwar die sogenannten Klassen. Ich halte es ja auch für Irrsinn, die Negierung der Gier als Antriebsfeder der Menschen halte ich für falsch oder zumindest für falsch auf absehbare Zeit leider.

Trotzdem steckt ein Humanistisches Weltbild dahinter. Das die Starken für die Schwachen einstehen sollten. Das niemand für seine Herkunft oder seine Vorlieben bestraft werden sollte, das alle Menschen gleichwert sein sollten. Die realen Kommunistischen Staaten waren natürlich Unrechtsstaaten, die keinen Pfifferling auf den einzelnen Menschen gegeben haben, es sei denn er war Kader und auch der konnte mal schnell seinen Kopf verlieren.

Bei den Nationalsozialismus finde ich schon diese Herabsetzung des Individuums ekelerregend: "Du bist nichts, dein Volk ist alles." Geradezu Menschenverachtend diese Gehabe.

Dazu die Gleichschaltung und das Totalitäre. Das alles stößt mich im Höchstmaß ab, aber der reale Sozialismus ist ja genauso totalitär und gleichgeschaltet. Wobei man schon die DDR als lighte Version des NS Staats sehen kann, in vielerlei Hinsicht.
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Temeter 
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Temeter  »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Klar haben die Feindbilder und zwar die sogenannten Klassen. Ich halte es ja auch für Irrsinn, die Negierung der Gier als Antriebsfeder der Menschen halte ich für falsch oder zumindest für falsch auf absehbare Zeit leider.

Trotzdem steckt ein Humanistisches Weltbild dahinter. Das die Starken für die Schwachen einstehen sollten. Das niemand für seine Herkunft oder seine Vorlieben bestraft werden sollte, das alle Menschen gleichwert sein sollten. Die realen Kommunistischen Staaten waren natürlich Unrechtsstaaten, die keinen Pfifferling auf den einzelnen Menschen gegeben haben, es sei denn er war Kader und auch der konnte mal schnell seinen Kopf verlieren.

Bei den Nationalsozialismus finde ich schon diese Herabsetzung des Individuums ekelerregend: "Du bist nichts, dein Volk ist alles." Geradezu Menschenverachtend diese Gehabe.

Dazu die Gleichschaltung und das Totalitäre. Das alles stößt mich im Höchstmaß ab, aber der reale Sozialismus ist ja genauso totalitär und gleichgeschaltet. Wobei man schon die DDR als lighte Version des NS Staats sehen kann, in vielerlei Hinsicht.
Genauso funktioniert allerdings angewandter Kommunismus. Dort werden Individen auch zum Wohle 'des Volkes' gleichgestellt. Die Ironie von Lenins Revolution ist ja, dass sie von oben herab ausgeführt wurde. Dort verkündete man feierlich, dass es eben Opfer - für die Durchführung des eigenen Plans - geben müsse.

In dem Fall ging man vielleicht sogar noch brutaler mit dem eigenen Volk um, wenn man sich mal die Verbrechen von Stalin und Mao anschaut.

edit: Mist, deswegen zitiert man ganze Beiträge, die Realität hattest du ja danach umschrieben.

Mein Punkt ist, Linksextremisten sind kein Stück besser. Glaubst du denn, gewalttätige Autonome tun mehr, als sich einfach nur an ihrer Selbstgerechtigkeit aufzugeilen?
Du sagst doch selbst, im Endeffekt sind sich Extreme identisch. Nur Linke heucheln dir eher Gerechtigkeit vor, während rechte von ihrer Sichtweise überzeugt sind. Genauso könnte man behaupten Rechtsextreme setzen sich für den Schutz gewisser Personengruppen gegen eine gefühlte Bedrohung ein, es wäre also zumindest teilweise humanitär.
Am Ende hast du auf beiden Seiten einen Haufen Arschlöcher, die sich Einreden, etwas gutes und gerechtes zu tun.

Und wie gesagt, gerade realer Kommunismus ging trotz der angeblichen 'humanitären' Absicht noch ein Stück brutaler gegen das eigene Volk vor, als man es wohl von den Faschisten sagen konnte. Solchen Heuchlern würde ich eher noch weniger trauen als Leuten, die wenigstens offen mit ihrer Einstellung sind.
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FuerstderSchatten
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von FuerstderSchatten »

Ich weiß nicht, in wie weit die realen Kommunistischen Staaten Alte, Behinderte und Kranke euthanasiert haben oder Schwule ermordet.

Wenn dann aber nicht aus ihrem Menschenbild heraus, sondern eher aus ihrem totalitären Anspruch heraus oder vielleicht weil sie Versorgungslücken aufwiesen.

Die Nationalsozialisten haben ja wirklich diesen Reinheitsgedanken. Das ist schon ganz schön pervers.

Ich will jetzt um Gottes Willen nicht diese menschenverachtenden, totalitären Staaten verteidigen, ich habe mal gehört, dass Pol Pot ganze Pyramiden aus Totenköpfen stapelte.

Und ich glaube auch nicht, dass die Autonomen auch nur irgendwie überhaupt etwas wollen, außer Terror verursachen, so groß empfinde ich nämlich die Not hier jedenfalls nicht als das es gerechtfertigt wäre, Werte zu zerstören und dadurch die Not zu vergrößern.

Vor ein paar Jahren beim G8 Gipfel in Straßburg habe ich einen Bericht über solche Krawall-Typen gesehen, die dort alles kurz und klein gehauen haben. Und als Begründung gaben sie an: "Nous sommes contre la guerre." Das war echt das allerletzte.
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Temeter 
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Temeter  »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Ich will jetzt um Gottes Willen nicht diese menschenverachtenden, totalitären Staaten verteidigen, ich habe mal gehört, dass Pol Pot ganze Pyramiden aus Totenköpfen stapelte.
Zu spät: :wink:
Ich weiß nicht, in wie weit die realen Kommunistischen Staaten Alte, Behinderte und Kranke euthanasiert haben oder Schwule ermordet.

Und ich glaube auch nicht, dass die Autonomen auch nur irgendwie überhaupt etwas wollen, außer Terror verursachen, so groß empfinde ich nämlich die Not hier jedenfalls nicht als das es gerechtfertigt wäre, Werte zu zerstören und dadurch die Not zu vergrößern.

Vor ein paar Jahren beim G8 Gipfel in Straßburg habe ich einen Bericht über solche Krawall-Typen gesehen, die dort alles kurz und klein gehauen haben. Und als Begründung gaben sie an: "Nous sommes contre la guerre." Das war echt das allerletzte.
Ich würde ebenfalls sagen, die Autnomen wollen einfach nur ein bischen zum Spaß rebellieren, ähnlich sehe ich die Neonazis. Schwer heutzutage dämlich genug zu sein, um ehrlich Nazitum und aggressiven Kommunismus auszugraben. Ich verstehe nur nicht, warum der vorgeheuchelte Vorwand einen Unterschied machen soll. Für mich sind die Taten entscheidend.
johndoe527990
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von johndoe527990 »

@FuerstderSchatten:
Bitte das nächste Mal mit übersetzen, danke :mrgreen:
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FuerstderSchatten
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von FuerstderSchatten »

Aso. War gerade ein bisschen verwirrt, ja das heißt. "Wir sind gegen den Krieg." Das Ironische daran ist halt, dass sie sich in Straßburg Straßenschlachten mit der Polizei lieferten bzw. Geschäfte kurz und klein schlugen oder Autos in Brand steckten.

@ Temeter

Ja es geht auch vielen tumben Neonazis nur darum Terror zu verbreiten und sinnlos zu zerstören, aber ich sehe da schon einen Unterschied zu den normalen Autonomen, die vielleicht das Deckmäntelchen der Linken Agenda anziehen um ihre Taten zu legitimieren. Bei den rechten Autonomen vom schwarzen Block sehe ich das Anarchische aber auch eher im Vordergrund.

Aber bei Neonazis steht halt doch meistens die politische Agenda noch im Raum. Die machen sich den Zorn der Leute zu nutze, um zu hetzen.

Bei der RAF würde ja auch keiner sagen, es ging ihnen nur um den Terror an sich, da steht ja auch das politische formal im Vordergrund, auch wenn im Endeffekt nur Terror verursacht haben.

Bei der NSU ja ähnlich, sie dachten ja sie würden damit ein Statement setzen, sonst hätten sie ja keine politischen Videos dazu erstellt. Und viele Neonazis sind halt die NSU im kleinen. Die verprügeln halt gezielt nur Migranten oder politische Gegner oder zerstören gezielt die Geschäfte von Nichtdeutschen, bzw. Asylheime. Wobei man nicht oft raffinierte Pläne erwarten darf.
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Imperator Palpatine
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Die Schnittmenge von Rechts - und Linksradikalen aber auch religiösen Fanatikern konnte man 1976 bei der Entführung einer Air France Machine sehen, als Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann, Gründungsmitglieder der sogenannten Revolutionären Zellen gemeinsam mit Terrorristen der Volksfront zur Befreiung Palästinas jüdische und nichtjüdische Passagiere voneinander trennten. Die Selektion der dabei insgesamt 77 Personen nahmen dabei die beiden Deutschen vor, der Rest der Geiseln wurde frei gelassen.

" Als ein Holocaustüberlebender Böse dabei seine eintätowierte Häftlingsnummer zeigte und ihn so an die Selektion in den Konzentrationslagern erinnerte, erwiderte Böse auf den darin implizierten Vorwurf, er sei kein Nazi, sondern Idealist. "

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Entebbe
AtzenMiro
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von AtzenMiro »

Wulgaru hat geschrieben:Nein, das stimmt so wiederum nicht. Wenn es zum Beispiel Schnittmengen von Rechtsextremen und Pegida gibt, wirst du keine Linksextremen auf diesen Veranstaltungen finden. Auch findest du im schwarzen Block auf der G7-Demo wohl eher selten Nazis. Das bedeutet nicht das Linksextreme in irgendeiner Weise konstruktiver wären, sie haben nur völlig andere Schwerpunkte und sind eben nicht das gleiche.

Bei Autonomen muss man dann nämlich zusätzlich dazu unterschieden das da ein anarchistisches Element drin ist, was überhaupt keine richtigen Werte hat oder zumindest keine die links oder rechts sind. Das sind dann aber eben auch keine linken oder rechten und auch keine Fusion davon.
Das ist nicht ganz so richtig. Warum hat zum Beispiel die AfD soviele Rechte angezogen, obwohl sie ursprünglich vom linken Lager der Union gegründet wurde? Weil die sich in ihrer Anti-EU-Haltung einig sind und beide Lager gegen den Verbleib von Griechenland in der EU sind. Die Motivation könnte nicht unterschiedlicher sein, aber im Ziel sind sich Links sowie Rechts öfters einig, als einem es vielleicht gefällt. Das selbe in Griechenland mit der Koalition einer rechten und einer linken Partei.

Ich will Links nicht mit Rechts auf eine Stufe darstellen, aber zu behaupten, es gebe überhaupt keine Schnittmenge (auch neben der Gewaltbereitschaft) ist doch auch falsch.
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von johndoe1044785 »

linkes lager der cdu? wer? kein einziger der gründungsmitglieder.
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Wulgaru
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Re: Democracy 3: Großteil der Spieler tendiert zu linkspolitischen und liberalen Entscheidungen

Beitrag von Wulgaru »

AtzenMiro hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Nein, das stimmt so wiederum nicht. Wenn es zum Beispiel Schnittmengen von Rechtsextremen und Pegida gibt, wirst du keine Linksextremen auf diesen Veranstaltungen finden. Auch findest du im schwarzen Block auf der G7-Demo wohl eher selten Nazis. Das bedeutet nicht das Linksextreme in irgendeiner Weise konstruktiver wären, sie haben nur völlig andere Schwerpunkte und sind eben nicht das gleiche.

Bei Autonomen muss man dann nämlich zusätzlich dazu unterschieden das da ein anarchistisches Element drin ist, was überhaupt keine richtigen Werte hat oder zumindest keine die links oder rechts sind. Das sind dann aber eben auch keine linken oder rechten und auch keine Fusion davon.
Das ist nicht ganz so richtig. Warum hat zum Beispiel die AfD soviele Rechte angezogen, obwohl sie ursprünglich vom linken Lager der Union gegründet wurde? Weil die sich in ihrer Anti-EU-Haltung einig sind und beide Lager gegen den Verbleib von Griechenland in der EU sind. Die Motivation könnte nicht unterschiedlicher sein, aber im Ziel sind sich Links sowie Rechts öfters einig, als einem es vielleicht gefällt. Das selbe in Griechenland mit der Koalition einer rechten und einer linken Partei.

Ich will Links nicht mit Rechts auf eine Stufe darstellen, aber zu behaupten, es gebe überhaupt keine Schnittmenge (auch neben der Gewaltbereitschaft) ist doch auch falsch.
Das behaupte ich nicht. Ich sage nur das sie nicht identisch sind. Ich halte diese Sachen ala das Spektrum ist ein Kreis, im Grunde unterscheiden sich die Extremen der jeweiligen Richtung nicht oder gar bestimmte Grundgedanken (wie eine Anti-Eu-Haltung) eben für irrelevante Beobachtungen. Bzw. ich sehe das ganz oft von Richtungen die ein politisches Interesse daran haben das das gleichgesetzt wird um dann sagen zu können das rechts sein ja jetzt auch nicht wirklich schlimm ist, weil ja im Grunde wie linkssein usw.

Wer diese Agenda nicht hat, wird aber noch von mir kritisiert, weil ich finde das man es sich einfach zu einfach macht. Okay, beide sind gegen die EU und daher sind ihre Ziele identisch und sie dadurch im Grunde identisch. Ich finde das ist schlicht...denkfaul ist das falsche Wort, ich habe aber das Gefühl das es bequemer ist das so zusammenzufassen. Das Rechte und Nazis aus anderen Gründen gegen die EU sind als Linke und Linksextreme ist aber wichtig, denn aus diesen Gründen lassen sich völlig unterschiedliche Politiken ableiten.

Um beim Beispiel zu bleiben wird ein Linker der gegen die EU ist nicht unbedingt fordern Zäune zu bauen. Ein Rechter der gegen die EU ist, wird nicht unbedingt damit argumentieren das Flüchtlinge unter einem unmenschlichem System leiden. Das sind zwei völlig unterschiedliche Wege und das gilt auch für die meisten anderen scheinbar gleichen Grundhaltungen und scheinbar gleichen Ziele. Damit will ich das nicht in die Ecke stellen das linke zwangsläufig moralisch besser sind, mir geht es hier nur um die Unterscheidung die einfach relevant ist.