Interessanter Ansatz... wenn man deine Ausführungen als Basis herannimmt, müßte man doch zu dem Schluß kommen, daß gar kein konkreter, berechenbarer wirtschaftlicher Schaden entsteht.Kajetan hat geschrieben:Und wenn er diesen Weg für sich gefunden hat, dann stört es ihn auch nicht mehr, wenn jemand ohne seine Erlaubnis seine Werke kopiert, um sie zu hören, sehen, zu genießen. Es stört ihn nur dann, wenn jemand ungefragt mit seinen Werken Geld verdient, ohne dass er davon einen Cent sieht. DIESEN Ärger kann ich nachvollziehen, weil hier ein ganz konkreter, berechenbarer wirtschaftlicher Schaden entsteht.
Warum? Ganz einfach:
Wenn jemand mit dem Werk eines Künstlers ungefragt Geld verdient, bekommt der Künstler davon nix. Aber wenn dieser jemand nun gezwungen würde, das ungefragte Geldverdienen einzustellen, würde der Künstler weiterhin nix davon bekommen. Es ist also für den Künstler und sein Einkommen doch egal - denn du hast ja dargelegt, daß man durch Verkäufe ja sowieso nix verdient.
Und wenn man ganz absurd argumentieren wollte, könnte man einwerfen:
Wenn ich ein Album eines Künstlers unerwünscht kopiere, gebe ich das eigentlich dafür vorgesehen Geld nicht aus. Umgekehrt betrachtet: Ich verdiene den Betrag.
Zugegeben, das ist Wortklauberei, aber das macht deine Argumentationskette nicht viel nachvollziehbarer.

