Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

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Helllord_Alatir
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von Helllord_Alatir »

nawarI hat geschrieben:ich würde in den nächsten Gebraucht-Spiele-Shop gehen, mir für 1 Dollar ein CoD von der Jahrtausend-Wende Kaufen und den 25 Dollar-Gutschein mitnehmen. Selber schuld die Idioten.
Oder ist dies eine Aktion von Sony den Gebraucht-Handel zu unterbinden, dass man seine alten Spiele gewinnbringend verbrennt?

Aber mal ernsthaft: JEDER SPIELER (keine Verallgemeinerung) hat schonmal ein gewaltverherlichendes Spiel gespielt. Bitte mal die Hand heben, wer noch nie ein Gears of War, CoD, Battlefield oder GTA gezockt hat. Soll jetzt jeder Spieler als potentieller Amko-Läufer angesehen werden?
Wenn jemand 20 Menschen erschießt, hatte er schon vorher größere Probleme. Und sagt mir nicht, dass er von Spielen inspiriert worden ist. Ich meine, glauben Leute, die sowas behaupten, wirklich, dass er lediglich einen Zynischen Kommentar in der Morgenzeitung verfasst hätte, wäre er nicht von diesen Spielen "verdorben" worden?
Wenn wir schonmal dabei sind, vielleicht sollte man auch McDonalds verbieten, weil der Amok-Läufer innerhalb der letzten 12 Monaten bestimmt mal in einem McD war.

Das eigentlich traurige ist, dass mit solch einer Hexenjagt das eigentliche Problem ignoriert wird, weshalb keine Besserung eintreten wird. Auf diese Weise wird weder den Opfern geholfen noch wird sich in Zukunft etwas verbessern.

Gewaltverherrlichende Spiele dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Sie werden gemeinhin beschlagnamt.
Sie werden von der BPJM auf eine nicht öffentliche Liste gesetzt. Ihre Einfuhr ist strafbar.
Dann gibt es noch die indizierten Titel. Auch die sind nicht gewaltverherrlichend, entsprechen jedoch nicht in vollem Umfang den Kriterien für eine Freigabe ab 18 Jahren.

Ich persönlich hab bisher kein gewaltverherrlichendes Spiel gespielt, wohl aber indizierte Titel. Die von dir aufgezählten Spiele sind lediglich jugendgefährdend und gewalthaltig.
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haudida_dude
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von haudida_dude »

Leute!

Es ist eine Tauschaktion und keine öffentliche Spieleverbrennung. Die Spiele werden weggeschmissen und entsorgt und im Rahmen der Müllentsorgung wohl auch verbrannt.

Es hat mal wieder keiner die Sache richtig recherchiert.
http://www.southington.org/filestorage/ ... rogram.pdf
Zuletzt geändert von haudida_dude am 07.01.2013 12:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Worrelix
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von Worrelix »

nawarI hat geschrieben:Aber mal ernsthaft: JEDER SPIELER (keine Verallgemeinerung) hat schonmal ein gewaltverherlichendes Spiel gespielt. Bitte mal die Hand heben, wer noch nie ein Gears of War, CoD, Battlefield oder GTA gezockt hat.
Hier, ich.
Kann mit vom Setting her realistischen Kriegsspielen nichts anfangen. GTA hätte ich vielleicht mal gespielt, wenn das nicht laut Berichten bugbehaftet, mit zu vielen Konten, für die man sich gleichzeitig anmelden muss oder mieser Performance gewesen wäre.

Dafür stehen Painkiller, Max Payne, Dead Space und Prototype auf meiner "hab ich gespielt" Liste.
billy coen 80
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von billy coen 80 »

Wenn man Spiele nicht allgemein verteufeln will, sollte man sich eine andere „Ausdrucksform“ dafür suchen. Das Verbrennen von Medien ist in der Geschichte schon sehr oft geschehen und es waren immer Fraktionen mit sehr extremistischem Gedankengut, die so etwas verzapft haben, wie etwa die Nazis; aber eben auch die Christen und Muslime haben sich in ihrer älteren wie jüngeren Vergangenheit immer wieder durch solche Aktionen hervorgetan.

Der tatsächliche Einfluss von Medien mit Gewaltinhalten auf die menschliche Psyche ist dabei ja auch durchaus umstritten. Die Ergebnisse der Studien, die es dazu gibt, hängen ja bekanntlich immer davon ab, wer sie in Auftrag gibt und dafür bezahlt. Ist der Auftraggeber etwa ein Zusammenschluss von Publishern, wird das Ergebnis immer lauten, der Einfluss sei praktisch nicht vorhanden, bezahlt die „Studien“ eine konservative Fraktion (in Deutschland immer wieder gerne die CSU), lautet das beinahe vorprogrammierte Ergebnis, dass „Killerspiele“ der absolut sichere Weg zu Gewalt und gesellschaftlicher Verrohung sind.

Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und dürfte darauf hinaus laufen, dass Medien mit gewalttätigen Inhalten schon durchaus zusätzliche, schädliche Anreize bei ohnehin schon entsprechend geistig vorgeprägten Menschen setzen können. Nur ist das ein Grund für Medienzensur, wie sie in den vergangenen Jahren immer wieder gefordert wurde? Wäre es nach dieser Logik nicht auch erforderlich Autos zu verbieten, weil es ja einige Menschen gibt, die zu blöd zum Fahren sind und durchschnittlich 10 Unfälle pro Jahr verursachen, bei denen auch jedes Mal potentielle Gefahr für Leib und Leben aller Beteiligten entsteht. Eine Gesellschaft, die sich immer an ihrem eigenen „Ausschuss“ (um es mal sehr hart zu formulieren) orientiert, hat von vornherein keine Zukunft mehr, zumindest keine in Verhältnissen, die man auch nur ansatzweise als Freiheit bezeichnen könnte.

Der kleine Polemiker in mir stellt sich aber gerade vor, wie viele von denen, die an der Aktion teilnehmen, sie eventuell sogar initiieren, danach wohl mit ihren Kids direkt vom Scheiterhaufen zum nächsten Schießstand wandern um dort erst einmal zur Beruhigung ein paar Magazine mit der 45er für die Handtasche oder dem privaten Sturmgewehr zu leeren.

In den USA ist es ja auch leichter, Medien zu verbieten, als das Waffengesetz zu ändern, weil das Recht auf Waffenbesitz schließlich von der US-Verfassung geschützt ist. Und darauf pochen viele konservative Amerikaner auch immer noch sehr, auch wenn eigentlich jedem bewusst ist, dass der entsprechende Verfassungsparagraph völliger Nonsens ist. Er geht zurück auf die Tage der Gründung der USA, in denen den Gründungsvätern sehr daran gelegen war, eine breite Bewaffnung im Volk zu gewährleisten, um jederzeit schnell ein Heer aufstellen zu können, sollte die englische Krone noch einmal auf die Idee kommen, wieder Besitzansprüche auf die alten Kolonien geltend zu machen. Dies ist aber wohl in der Gegenwart doch eher unwahrscheinlich.

Aber wenn man dann natürlich hört, dass ein (natürlich aus dem Süden stammender) Senator so einen Kappes von sich gibt, das Massaker in der Schule hätte verhindert werden können, wenn man noch leichteren Zugang zu Waffen hätte, weiß man natürlich gleich, mit was für Geistes Kindern man es bei besagten Konservativen Kreisen zu tun hat. Ehrlich, bei Leuten, die sich scheinbar vorstellen, dass mal eben Sechs- bis Siebenjährige ne Knarre oder ne Pumpgun aus dem Ranzen ziehen, sobald ein Amokläufer naht, fällt einem doch echt nix mehr ein. Oder die junge Lehrerin, die die doppelläufige Flinte immer griffbereit neben der Tafel an der Wand zu lehnen hat; der Wilde Westen lässt grüßen.

Solches Gequatsche kommt natürlich auch vor allen Dingen daher, weil bekanntermaßen viele (vor allem republikanische) US-Politiker Günstlinge der Waffenlobby sind, und eben jener Lobby geht selbstredend immer der Arsch auf Grundeis, wenn mal wieder so etwas geschehen ist. Da sind dann auch nicht selten Aktionen, wie die hier geplante, nur Ablenkungsmanöver.

Ähnliches Lobbyverhalten sehen wir ja auch bei unseren Parteien. Wie oft haben nicht schon CSU-Politiker davon geredet, man lerne bei „Killerspielen“ das Schießen und das Medium wär ohnehin vollkommen schädlich, lassen sich dann aber kurz darauf immer wieder gerne mit ner Jagdflinte in der einen und nem Maß Bier in der anderen Hand ablichten (weil Alkohol und Waffen ja auch eine völlig unbedenkliche Kombination darstellen).

Aber zum Glück merkt man, dass in den letzten Jahren dieses Geschwätz nicht mehr so viel Anklang in der Gesellschaft findet. Selbst Medien wie ARD und ZDF, die jahrelang auch in das bürgerlich-konservative Horn getutet haben, berichten mittlerweile wesentlich unvoreingenommener und sachlicher über Videospiele (zum Beispiel von Spielemessen etc.). Auch ist mir im Zusammenhang mit den jüngsten Amokläufen nirgends mehr etwas wie: „Mörder spielte Call of Duty“ zu Ohren gekommen. Ich hoffe und glaube sogar mittlerweile, dass die Hochzeit der Spieleverteufelung vorüber ist.
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Sun7dance
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von Sun7dance »

Naja, wie soll man solch eine Aktion plausibel erklären? Eine Kleinstadt, die solch eine Tragödie erlebt hat, versucht natürlich die Ereignisse mit einem aktiven Vorgehen zu bewältigen. Sinn und Zweck dieser Aktion soll wahrscheinlich sein, dass man der Welt diese Bewältigung offenlegt. Ich persönlich finde es auch eher unangebracht. Einfach nur Ballerspiele als einzige Ursache für Amokläufe anzusehen, ist viel zu einfach. Da spielen so unendlich mehr Faktoren eine Rolle. Ein charakterfester Mensch, auch in diesem Alter, würde niemals auf die Idee kommen, einen Amoklauf zu starten. Und charakterfest wird man nicht automatisch, indem man keine Ballerspiele spielt. Es gibt ohne Zweifel fragwürdige Szenarien in diversen Videospielen (z.B. diese Flughafenszene in Call of Duty), die echt überflüssig sind, aber niemals als einzige Ursache für einen aufkommenen Wunsch nach Gewalt anzusehen sind. Erziehung, Umfeld, Bildung (Werteübermittlung), Liebe (ja, auch das spielt eine Rolle!), Gesundheit......all das sind Faktoren, die in solch einem Fall Einfluß haben. Natürlich kann ein Videospiel dazu dienen, dass die letzten Hemmungen vor der Ausübung von Gewalt fallen, aber doch nur bei solchen Menschen, die sowieso schon Probleme aufweisen, die Realität zu erkennen!
Meistens stellt sich nach so einem Verbrechen im Nachhinein dann doch heraus, dass der Täter massive breitgefächerte Probleme hatte.
Nichtsdestotrotz akzeptiere ich die Aktion der Kleinstadt und verstehe sie auch ein Stück weit. Aber im Ganzen finde ich sie ein bißchen zu oderflächlich.
Ein Michael Ballack, welcher in Spanien mit über 200km'h auf der Autobahn geblitzt worden ist, hat natürlich vorher zuviel Gran Turismo gespielt und so das Gefühl zur Realität verloren.
Wie gesagt.......bißchen zu oberflächlich!
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muecke-the-lietz
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von muecke-the-lietz »

|Chris| hat geschrieben:Da will irgendeine Aktivistengruppe in irgendeiner kleinen Stadt irgendwo auf der Welt ein paar Spiele verbrennen und der ganze Medienzirkus inklusive 4Players springt natürlich drauf an. Hauptsache irgendwas berichten. Völlig egal was. Journalismus, der Klassenkasper der Moderne.
Als journalistisches Magazin ist es die Aufgabe von 4p darüber zu berichten. Peinlich ist in diesem Falle eher die Verspätung, da diese News schon seit einer Woche keine mehr ist.

Und das ist nicht irgendeine Aktivisten Gruppe. Du solltest dich vielleicht mal eingehender mit den Leuten beschäftigen, die das mitorganisieren. Da geben sich Bildungsinstitut, freiwillige Feuerwehr und Gemeindekirche die Hand, ebenso wie Eltern - und Lehrerverbände.
Hier von irgendeiner Aktivistengruppe zu sprechen, verleugnet also die Tatsachen, da es mehr oder weniger auf gesellschaftliche Akzeptanz trifft.
Überbewerten sollte man es aber dennoch nicht, solche Aktionen sind nicht neu und haben meistens gar nichts bewirkt.

Ich wäre, wie gesagt, immer noch für ein Umdenken in der Videospielbranche. Denn: Spielerische Leere mit Gewalt auszugleichen ist billig und schlimm. Und das kann auch für Kinder nicht gut sein, ob sie nun Amokläufer werden, oder nicht. Aber anspruchslose Unterhaltung, vermengt mit unglaublicher Brutalität tut niemandem gut, schon gar nicht, wenn seine Entwicklung noch nicht ganz abgeschlossen ist.

Deswegen sollten Kinder auch kein Alkohol trinken, oder sonstigen Drogen zu sich nehmen, schlicht, weil sich in dieser Zeit über Glückshormone verschiedene Verhaltens- Belohnungsmuster einprägen, die oft für den Rest des Lebens nicht mehr weggehen. Und gerade die heutige Spielegeneration bietet wie Drogen und Alkohol durch schnelle Erfolge Glücksgefühle. Und mit diesen schnellen Erfolgen sind in vielen Games ja auch oft ziemlich brutale Szenen verbunden. Das ist für Kinder und Jugendliche ein durchaus nicht zu unterschätzender Cocktail. Gerade weil sie oft noch nicht klar abgrenzen können.

Wir haben alle derbe Sachen gezockt, aber immer auch anderes. Spiele sahen damals affig aus und das hat man damals größtenteils auch so gesehen. Das hat nicht nur was mit der Zeit zu tun, denn Doom, Hexen, Blood, Duke Nukem, Quake sahen durch ihre Grafik so entfremdet von der Realität aus, dass ein Bezug kaum hergestellt werden konnte. Da ist der durchaus gewollte Realitätsbezug in heutigen Spielen schon wesentlich größer. Außerdem waren viele brutale Games damals auch um einiges schwerer, wodurch es definitiv aufwändiger war, Erfolge zu erzielen. Merke ich gerade, weil ich aktuell Doom 2 zocke. Das ist anfänglich noch entspannt, wird aber ganz schnell zu einer Herausforderung. Außerdem sind die Level auch wesentlich komplexer, wodurch auch immer räumliches Vorstellungsvermögen und Entdeckergeist gefragt ist. Da spielt das eigentliche Besiegen der Gegner gar nicht so ein eine große Rolle.

In einem modernen Kriegesshooter heutiger Tage bekommt man allerdings Szenen zu Gesicht, die zum Teil nicht feierlich sind und das oft ohne Aufwand. Erwähnt sei hier nur mal die Anfangsszene von CoD MW, in der man auf einem Schiff Soldaten im Schlaf erschießt - was soll sowas? Weil es realistisch ist? Sorry, aber das ist immer noch ein Game, das vor allem mal Spaß machen sollte. Auch jede Nahkampf/Erwürgungsszene ist so krass dargestellt, dass einem eigentlich schlecht werden müsste und das, obwohl ich durchaus Shooter Fan der ersten Stunde bin. Zumal auch diese Szenen immer ohne jeglichen Aufwand zu erreichen sind.
Naja und am Ende wurden die Spiele bis heute immer "realistischer" (pseudo realistisch) in ihrerer Gewaltdarstellung und parallel dazu immer anspruchsloser. Das ist Müll, egal ob es gefährlich ist, oder nicht.

Also nur mal so: Ich weise hier nur mal im Vergleich auf Dead Space und CoD hin. Obwohl Dead Space ungleich brutaler ist, verlangt es vom Spieler wesentlich mehr ab. Klar, es ist kein Dark Souls, aber immerhin. Man spielt es aber einfach nicht einarmig und blind durch, muss sich die Erfolge also durchaus erarbeiten, gerade weil es alleine im Dunklen durchaus gruselig ist.

Oder Bulletstorm, welches einfach nur affig und spaßig ist. Will man aber eine möglichst hohe Punktzahl erreichen, muss man seine Skills schon trainiert haben.

Damit wollte ich nur noch mal anhängen, dass ich eigentlich gar nichts gegen Gewalt in Games habe, sondern eher gegen die heutige Dosis.

Die Aktion in den USA bleibt trotzdem schwachsinnig.
Zuletzt geändert von muecke-the-lietz am 07.01.2013 12:28, insgesamt 1-mal geändert.
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SK1WALKER
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von SK1WALKER »

So ein Schwachsinn ! Die Amis haben echt nicht mehr alle latten am Zaun, anstatt die Gesetze zu verschärfen um schwerer an waffen zu kommen oder weniger krieg auf den Planeten zu treiben, sollen nun die Spiele daran glauben und schuld sein ? Also wirklich, dazu fällt mir nichts mehr ein.
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von hierunddaundueberall »

Mal ehrlich, man muss das Thema auch nicht größer machen als es ist. Es handelt sich eben um eine Kleinstadt und man hat halt jetzt den Drang irgendetwas zu tun.
Wir Deutschen sind da auch oft nicht anders. Wenn erstmal der blinde Aktionismus aufkeimt entsteht so manche hirnrissige Aktion. So ähnlich war es doch nach Fukushima, jeder Depp hatte einen Sticker mit "Atomkraft? Nein danke!" und gab häufig auf die Frage nach seiner Meinung bzgl. dieses Themas die qualifizierte Aussage "ich bin gegen Atome" wieder. Noch peinlicher wird es wenn mal wieder irgendwo Nazis aufmarschieren und die Stadt aus Hilflosigkeit wegen 20 Spinnern teilweise total beknackte Gegendemonstrationen unter total bescheuerten Parolen organisiert. Völlig gleich welche Meinung man zu diesen Themen hat, man sieht daran doch schön wohin dieser Aktionismus nicht nur in Amiland führt.

In gewisser Weise kann ich es auch nachvollziehen und wenn man es mal nicht aus der Sicht eines Hardcoregamers und Filmliebhabers sieht täte der Amijugend so mancher Schnitt in so manchem Medium sicher ganz gut.
Teilweise werden da schon Gewaltphantasien geschürt und obendrein ist das Zeug in den USA leicht und ohne Probleme für Jugendliche und manchmal sogar Kinder zu bekommen.
Die Amis haben dazu auch noch eine andere Meinung gegenüber Schusswaffen (Guns don't kill People - People kill People) und so kann ich es aus Sicht eines konservativen Kleinstadt-Amerikaners schon verstehen wenn dieser die Meinung vertritt Spiele und Filme hätten den Geist des Amokläufers zum Überschnappen gebracht.
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Worrelix
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von Worrelix »

Bambi0815 hat geschrieben:saw sollte in keiner version im free tv gezeigt werden. auch wrong turn, haus der tausend leichen, texas chainsaw massacre the beginning, ... sollten im free tv nicht mal in geschnittener fassung gezeigt werden. den die filme machen krank.
"Filme machen krank" - ernsthaft?

Filme bringen einem allenfalls einen Standpunkt näher. Und da frage ich mich, ob ein Film, in dem eine irre Kannibalenfamilie brutal Menschen zerstückelt gefährlicher ist, als ein Film, der nihilistisch die Unbedeutsamkeit des menschlichen Lebens darstellt (Melancholia).

Letztendlich ist ein geistig stabiler Erwachsener jedoch in der Lage, Filme mit sowohl psychischen als auch physischen kontroversen Darstellungen zu verarbeiten, ohne dadurch "krank" zu werden.

Sprich: Wer sich von solchen Filmen aus seiner Lebensbahn werfen lässt, ist schon vorher "krank".
FKMP
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von FKMP »

Das ist eine klare Aktion gegen den Gebrauchtspielemarkt. Das ist einfach zu offensichtlich. Dahinter stecken bestimmt Sony und Microsoft. Alles Gebrauchte verbrennen, damit die neuen Spiele nachgekauft werden. Jetzt werden bestimmt die Spiele mehr abgesetzt, welche sich um Gewaltdarstellungen drehen.

;)

wäre nur fair, wenn auch ein paar Mario Teile mit in die Flammen geworfen werden. :lol:
Randall Flagg
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von Randall Flagg »

Viele Aussagen in diesem Thread lassen sich so zusammenfassen:

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marlonfle
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von marlonfle »

Das bringt es natürlich viel mehr, als endlich mal die verdammten Waffengesetze zu verschärfen :roll:
Weihnachtsshooter
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von Weihnachtsshooter »

In einem Land, in dem, in der Verfassung steht dass Jeder das Recht hat eine Waffe zu tragen, wird man nicht einfach das Waffengesetz verschärfen können. Zu mal es mit zu den größten Lobbys in den U.S.A gehört. Da hängen Tausende Arbeitsplätze etc. dran, außerdem sind weder Waffen, noch Medien (Filme,Spiele) das Problem.
In solchen Fällen hat immer das System versagt bzw. die Umwelt des Täters (Eltern,Freunde,Lehrer etc.)
In unserer Gesellschaft ist kein Platz für "andere" Menschen, wer sich dem Leistungsdruck nicht beugt oder ähnliches wird als Versager abgestempelt. Nur das es in den U.S.A in deren System weitaus schlimmer zu geht als bei uns.
Es fehlt halt die Zeit und die Sensibilität um auf solche Menschen einzugehen, jeder ist mit sich selbst beschäftigt!

Von mir aus können die verbrennen was Sie wollen aber davon werden die Probleme in dem Land nicht weniger.
Ich persönlich halte es so und nehme mein Hobby als Sport war, denn das ist Onlinespielen für mich, zumal es eine willkommene Abwechslung zum "normalen" Alltag ist mit seinen Freunden eine oder zwei Runden organisiert zu zocken.
Deshalb nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird!
USERNAME_1935276
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Kommentar

Beitrag von USERNAME_1935276 »

Typisch! Die Spiele sind schuld.... ne Möglichkeit, daß der krank war ineressiert keinen. Er hatte Borderline und Asperger Syndrom. Also Persönlichleits- und Autismunsstörung. Aber da damit kaum einer was anfangen kann und das den Propaganda-Sendern wie Fox "zu langweilig" ist wird die ganze Schuld auf Spiele abgewälzt, weil die Amis dumm genug sind das zu glauben.
johndoe803702
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Re: Allgemein: USA: Spieleverbrennung wegen Amoklauf

Beitrag von johndoe803702 »

Einen der möglichen Gründe wird da völlig außer acht gelassen, Mobbing.
Ist man gleich ein agressiver Boxer, nur weil man Fight Night Round 4, WWE 13 und UFC Undisputed 2010 zockt?