Man sollte auch nicht vergessen, das der Verlust durch den Gebrauchtmarkt natürlich längst im Verkaufspreis mit rein kalkuliert wurde. Das Thema Gebrauchtmarkt kommt vor allem jetzt auf, weil die Publisher eigentlich die Spieler teurer machen müssten, um genug Gewinn mit ihnen zu machen, wegen den immer mehr steigenden Kosten. Würden nicht so viele zu gebrauchten Spielen greifen durch die Einnahmen flöten gehen, müssten sie das nicht über den Spielpreis abfangen, ergo könnte man vielleicht sogar den Spielpreis senken.
@Chillkröte: nun, das war bevor bei mir das Umdenken statt fand. Lange kein Spiel mehr verkauft, kaufe inzwischen auch Spiele bei Steam oder Spiele die Steam als Kopierschutz nutzen (und damit auch als Weiterverkaufschutz). Ich bin einfach nicht mehr so blöd mich auf jedes neue Game zu stürzen, das mich anspricht, statt dessen kaufe ich mehr Spiele erst später, wenn für mich P/L stimmt und ich mir es leisten kann ohne dafür Spiele verkaufen zu müssen. War lange genug selbst Konsum Spieler, der nach jedem Spiel lechzte, das interessant für mich war, und kaum den Release abwarten konnte. Am Ende steht eh zu oft die Ernüchterung, dank vorherigem Hype, der die Erwartungen zu sehr hoch geschraubt hat.
Und man sollte jetzt nicht glauben, ich hätte jetzt weniger zum spielen als vorher. Vor allem muss ich mich jetzt nicht mehr so nach den Release Daten richten und mir einreden "diese Woche hab ich so richtig Bock auf ein Detektiv Spiel, weil L.A. Noire erscheint", im Gegenteil, ich hatte es schon vorbestellt und am Montag wieder abstellt, weil ich für die Art Spiel gerade keine so große Lust habe. Kauf ich es mir lieber später, wenn ich so richtig von mir aus Bock drauf habe, dann ist der Spielspaß auch gleich um einiges höher.
Mit ein Grund wieso ich so denke war damals auch Tales of Vesperia. Zum Release gekauft, war nicht gerade so richtig in Stimmung auf ein jRPG und habs nach ein paar Stunden liegen lassen und irgendwann verkauft (das war auch das letzte Spiel, dass ich verkauft habe). Irgendwann im Frühjahr 2010 hatte ich dann richtig Bock auf ein jRPG und hab mir dann Tales of Vesperia gebraucht gekauft (die Entwickler hatten ja schon mein Geld gekriegt - war auch das letzte Spiel, dass ich gebraucht gekauft habe - irgendwie ironisch) und dann fühlte sich das Spiel von der ersten Minute völlig anders und besser an. Gegenbeispiel war da letztes Jahr Just Cause 2, das Spiel stand eigentlich überhaupt nicht auf meiner Rechnung, aber ich hatte genau zum Zeitpunkt des Release richtig Bock auf so ein Open World Spiel und so hab ich es mir gekauft und trotz Schwächen irre viel Spaß damit, mehr als mit GTA4, obwohl ich auch das Spiel nicht schlecht fand. Wieso sollte ich nicht mehr auf mich hören und auf das was ich gerade Lust habe zu spielen als meine Lust nach irgend welchen Release Daten zu richten?
Als letztes Jahr Steam in der Sommeraktion Mass Effect 2 günstig angeboten hat, hab ich da auch zugeschlagen, aber es bis heute nicht gespielt, weil es sich einfach noch nicht ergab, dass ich gerade richtig Lust drauf hatte... egal, irgendwann wird es gezockt und dann ist das Spiel kein deut schlechter als zu Release, eher dank Updates besser und es macht mehr Spaß, weil ich nicht wegen dem nächsten Release eines Spiels durch hetzen muss und es richtig genießen kann.
