@Kajetan: Das mit deinem Magen tut mir leid, denn dann darfst du ja nur fantasy rpgs, jump & runs und racer spielen. Echt mieß, dass mit dem Krieg. Mal ne Frage: Was ist besser einen zur gleichen Zeit stattfindeden Krieg zu spielen oder welchen der vor 60 Jahren war und 60 mio. Opfer gefordert hat? Oder wie wärs mit einem Krieg der in 60 Jahren stattfinden wird und vielleicht 100 mio. Menschen auf dem Gewissen haben wird?
Wenn ich ehrlich bin, läßt mich beides kalt. Egal ob 2WK oder Naher Osten Anno 2008. Ich brauche diese Realo Vorbilder nicht.
Denn genau so langweilig wie sich diese Shooter spielen, ist auch meist der Background dazu. Lieber eine gute, lehrreiche Doku darüber - da hat man sogar was gelernt, oder zumindest das ganze im Sinne des geschichtlichen Mahnmals gesehen, was der 2WK oder auch Irak 2008 einfach IST.
Und wenn schon dieses Szenario, dann doch bitte etwas Ideenreichtum reinbringen. Ich habe nix dagegen Nazis abzuknallen. Bestes Beispiel: RTCW.
Massenweise Nazis, super Atmosphäre, aber was wichtig ist: keine Inszenierung auf Kosten des Leids tatsächlicher Geschehnisse, sondern nur ironische Anleihen, die sich in erster Linie gegen das Regime stellen, ohne den Krieg zu verherrlichen.
Und ja es ist mir klar: RTCW ist kein Kriegsshooter.
Aber Indiana Jones ist bekanntlich auch kein Kriegsfilm, und beweist trotzdem, das man bestimmte Feindbilder durchaus in guten Einklang mit aufwänder Storyerzählung bringen kann, ohne gleich ein RPG drauss zu machen.
Die Entwickler dahinter haben nicht nur wahre Geschnisse versucht zu simulieren, sondern sich wirklich mit Kreativität dahinter gestemmt.
Und wenn man schon Kriegsshooter ins Spiel bringen muss, dann würde ich Ghost Recon 1 und Operation Flashpoint eindeutig als Genre Spitze auflisten. Diese haben den Krieg sogar aufgenommen, jedoch genau wie RTCW - ohne sich des Leids der Opfer zu bedienen. Das heisst... Operation Flashpoint sogar bis in die Neuzeit. GR tendiert ja dank Casual Verstümmelung nun auch eher zu CoD. Groß Präsentation, realistischer Krieg - aber null Gameplay.
CoD4 ist nicht Qualität statt Quantität, sondern Porno-Inszenierung ohne alles. Wie ein Stück Reh-Filet auf nacktem Teller, ohne jede Beilage. Kein wirkliches Gourmet Gericht...
Das ist wohl der Präsentation geschuldet. Hätte RE eine freie Kamera, würden sich wahrscheinlich 90% aller Spieler um sämtlich Schockeffekte bringen, weil sie in wichtigen Augenblicken in die völlig falsche Richtung schauen.
RE4 hat ja im Grunde freie Übersicht. Für RE gilt längst nicht mehr, was für Episoden 1 bis VC galt. Und diese sind ja zurecht aus heutiger Sicht völlig veraltet, weshalb der Kontext zu CoD sogar ziemlich passend ist. Denn auch CoD4 ist wie TRichter sagte, eindeutig Last Gen wenn man vom Grundprinzip des Spiels ausgeht.
und Kriegsspiele in denen nicht permanet etwas explodiert, ziemlich langweilig sind.
Weil der Casual von heute überfordert ist, als Sniper mal 5 Minuten auf seine Chance zu warten? Ich nehme gerne nochmal Ghost Recon oder OFP als Beispiel. Die sind als Kriegssims nahezu perfekt. Und langweilig sicher nicht. Klar sind die visuellen Hochgefühle nicht so adrenalintreibend wie in CoD, BF:BC oder Co. Aber Spannung definiert sich meiner Meinung nach nicht auf diesen hochwertigen, aber schnell vergänglichen Eindrücken. Spannung heisst für mich den Gegner phsychisch und mental auszulaugen, jeden Schritt zu durchdenken, und vorauszuschauen, also taktieren, statt einfach nur mittels Aiming den Gewinner zu bestimmen. Für letzteres reicht im Grunde auch Unreal. Der Witz ist ja, das viele CoD oder sogar Crysis als Taktikshooter bezeichnen. Ich glaube manche wissen gar nicht was ein echter Taktikshooter überhaupt ist.
