Ubisoft: Aktien-Rabatte für Mitarbeiter sollen offenbar feindlicher Übernahme vorbeugen

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Balla-Balla
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Re: Ubisoft: Aktien-Rabatte für Mitarbeiter sollen offenbar feindlicher Übernahme vorbeugen

Beitrag von Balla-Balla »

Sir Richfield hat geschrieben:....
Ich habe so ziemlich alle AC und FCs gezockt, daher habe ich zumindest eine fundierte Meinung. Hier diskutieren ja auch immer viele mit, nur weil sie glauben, dass irgendwelche Schlechtigkeiten darin eingebaut sind.
Ich hatte durch die Bank meinen Spass mit den Spielen, allerdings hänge ich die auch nicht so hoch, verzichte, wenn möglich, auf Sammeleien und repetitive sidequests und erfreue mich an der Grafik, den paar neuen Ideen und auch an der Entspanntheit, mit der man durch die Spiele kommt. Es gibt schlimmeres für einen lazy sunday afternoon. Würde ich die z.T. berechtigten 1001 Kritikpunkte mit aufs Sofa lassen, würde mir der Bock vergehen, warum sollte ich das also tun?
Aber Verbissenheit, Unzufriedenheit mit allem und jedem, die ewige Nörgelei sind ja einZeichen der Zeit und nicht nur hier anzutreffen. Dass man sich damit in erster Linie selbst die Suppe versalzt, scheint eine schwere Erkenntnis zu sein.

Natürlich bedeutet das nicht, dass mich nicht auch hochwertiges Zockmaterial begeistert, im Gegenteil. Das gibt´s halt nicht so oft, aber es gibt es und in der Zwischenzeit eben siehe oben.
Mittlerweile gibt es auch so viel Auswahl auf dem Markt, da kann man beruhigt einfach mal etwas liegen lassen. Es wäre dann nur nett, denen, die das doch spielen, nicht immer zwanghaft erklären zu müssen, was für Idioten sie doch sind.

Etwas zu machen, was Kritikern wie der tumben Masse gefällt, hört sich erst einmal sehr vernünftig an. Meinst du aber wirklich, man kann etwas produzieren, das alle Kritiker begeistert aufnehmen plus die tM? Ich habe da so meine Zweifel. Ausserdem ist es immer ein Risiko. Ob sich z.B. das neue Battelfield gut verkauft, wissen wir noch nicht und auch da wird in den Foren schon geschimpft über die unrealistische Darstellung des WK1. Anderen hingegen, ist sie zu realistisch... Und das alles, wie üblich, vor dem release

Ich mache mal den advocatus diaboli und behaupte, die mainstreamigen AAA Titel sind zwingend notwendig, damit experimentelle Projekte realisiert werden können. Wenn du zwei, drei Titel im Potfolio hast, die garantiert verkaufen und fette Gewinne abwerfen, dann kannst du damit auch mal einen Schuss ins Blaue finanzieren. das ist wie bei Buch- und Musikverlagen. Die brauchen ein paar Stars, die übrigens einen verschwindend geringen Anteil ausmachen, um die restlichen Autoren oder Bands aufzunehmen, mit denen sie zumeist Verlust machen. Ohne ein derartiges System hätten diese aber überhaupt keine Chance, einen Vertrag zu bekommen. Mir hat das mal ein Produzentin erklärt, die die damals völlig unbekannte Band "Die Fantastischen 4" unter Vertrag nahm. Die Jungs waren halt nett und die Plattenfirma verstand sich als progressiv - aber deutscher Rap? Der Flop war eigentlich vorprogrammiert und trotzdem hat man halt so ca 30000 DM für Platte, Gigs und halbherzige Promo hingelegt. Später waren Fanta4 die finanziellen Träger für andere Experimente mit unbekannten Bands.

Mit anderen, kürzeren Worten: gäbe es die verhassten AAA Titel nicht, hätten auch die hardcore gamer nichts mehr zum Zocken, ausser vllt ein paar 5 Euro Titel aus dem Steam Katalog.
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Sir Richfield
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Re: Ubisoft: Aktien-Rabatte für Mitarbeiter sollen offenbar feindlicher Übernahme vorbeugen

Beitrag von Sir Richfield »

Balla-Balla hat geschrieben:Aber Verbissenheit, Unzufriedenheit mit allem und jedem, die ewige Nörgelei sind ja einZeichen der Zeit und nicht nur hier anzutreffen. Dass man sich damit in erster Linie selbst die Suppe versalzt, scheint eine schwere Erkenntnis zu sein.
Das ist ein Zeichen ALLER Zeiten, aber ansonsten hast du recht. ;)
Es wäre dann nur nett, denen, die das doch spielen, nicht immer zwanghaft erklären zu müssen, was für Idioten sie doch sind.
Hmmja ich denke ich weiß, woher du kommst.
Natürlich ist man für die, die AC (als Beispiel!) auf dem Absteigenden Ast sehen der Buhmann, wenn man es trotzdem mag.
Dass gerade diejenigen dann trotzdem AC +1 kaufen, sie also selber dafür sorgen, dass der Publisher weiter macht wie bisher...
Naja.
Ich bin halt inzwischen zu arrogant, sowas auch nur zu bemerken. ;)
Etwas zu machen, was Kritikern wie der tumben Masse gefällt, hört sich erst einmal sehr vernünftig an. Meinst du aber wirklich, man kann etwas produzieren, das alle Kritiker begeistert aufnehmen plus die tM?
Natürlich nicht. Das ist eine Utopie.
So wollte ich das eigentlich auch nicht verstanden wissen.
Dass z.B. ein Transformers kein Französischer Problemfilm wird, ist klar.
Ich mache mal den advocatus diaboli und behaupte, die mainstreamigen AAA Titel sind zwingend notwendig, damit experimentelle Projekte realisiert werden können.
Daran ist nichts advocatus diaboli, das war so und das ist noch so...

Auch wenn es sich anfühlt, als würde das Risiko immer weiter runtergefahren.
Mit anderen, kürzeren Worten: gäbe es die verhassten AAA Titel nicht, hätten auch die hardcore gamer nichts mehr zum Zocken, ausser vllt ein paar 5 Euro Titel aus dem Steam Katalog.
In dieser Kürze stimmen die Worte dann aber nicht.
Denn wie du siehst haben sich Abseits der AAA Publisher mit ihren AAA Titeln und AAA Experimenten einige Nischen aufgetan.
Die ganzen $Simulator Spiele, die profitabel sind, F2P als Finanzierungsmodell, nicht zuletzt Kickstarter.

Was es halt nicht mehr gäbe wären AAA Titel und AAA Experimente.
Ubisoft selbst hat doch gesagt, dass alles Neue darauf angelegt ist, eine Franchise zu sein.
Klar ist das jeweils etwas Lotto. Watch.Dogs muss sich ja jetzt erstmal beweisen.
Aber halt AAA Lotto.

Näher dran wäre aktuell EA mit diesem Fadenspiel (Titel vergessen).
Wobei der Zyniker in mir sagt, dass das Experiment an sich nicht wirklich mutig gewesen sein kann.
Artsyfartsy Platformer mit etwas mehr Geld bewerfen, als die Entwickler noch im Kopfkissen hatten, das hat EA nicht weh getan.
Half aber enorm dem Ruf.
(Wie oft hat sich das eigentlich verkauft??)

Microsoft hat Mojang auch nicht gekauft, als das noch Notch alleine mit einem Haufen Javascript Code war. Sondern als Minecraft schon mehr als ein Selbstläufer war.
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NewRaven
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Re: Ubisoft: Aktien-Rabatte für Mitarbeiter sollen offenbar feindlicher Übernahme vorbeugen

Beitrag von NewRaven »

Also wenn ich einen Publisher mit "more of the same old shit" in Verbindung bringe, dann ist es leider in der Tat UbiSoft - noch vor EA und allen anderen großen Publishern. Wenn man bedenkt, wie deren Sortiment vor 15 Jahren ausgesehen hat und wie jetzt immer das Gleiche mit neuem Anstrich verkauft wird. Neue "Große" Produkte - wie Watch Dogs (wenn das auch eher gefloppt ist... und ebenfalls eine gute Menge "typische Ubi-Formel" beinhaltete) oder South Park (an das man sich wohl nur wegen der Selbstläufer-Marke getraut hat) waren da in den letzten Jahren doch die große Ausnahme. Spiele die wirklich mal was Neues versuchten, wurden unter irgendwelche Indy-Deckmäntelchen geschoben, vermutlich, damit sie, falls sie floppen, die Ubi-Weste nicht beflecken und noch ein bisschen Indy-Bonus mitnehmen (dabei waren sowohl Child of Light als auch The Cave wirklich ganz gute Games). Dann hatten wir da noch "The Crew"... das war zwar spielerisch ebenfalls kein totaler Reinfall, konnte aber, wie Watch Dogs, die Erwartungen auch nicht wirklich erfüllen.

UbiSoft würde ein Wechsel an der Spitze also wahrscheinlich wirklich ganz gut tun. Natürlich ist Vivendi am Ende auch nur an Profit interessiert, aber vielleicht sind die, um mehr Gewinne einzufahren, auch etwas risikobereiter, als die momentane Führung, die ihren Status quo offensichtlich dauerhaft halten will.
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Raskir
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Re: Ubisoft: Aktien-Rabatte für Mitarbeiter sollen offenbar feindlicher Übernahme vorbeugen

Beitrag von Raskir »

NewRaven hat geschrieben:Also wenn ich einen Publisher mit "more of the same old shit" in Verbindung bringe, dann ist es leider in der Tat UbiSoft - noch vor EA und allen anderen großen Publishern. Wenn man bedenkt, wie deren Sortiment vor 15 Jahren ausgesehen hat und wie jetzt immer das Gleiche mit neuem Anstrich verkauft wird. Neue "Große" Produkte - wie Watch Dogs (wenn das auch eher gefloppt ist... und ebenfalls eine gute Menge "typische Ubi-Formel" beinhaltete) oder South Park (an das man sich wohl nur wegen der Selbstläufer-Marke getraut hat) waren da in den letzten Jahren doch die große Ausnahme. Spiele die wirklich mal was Neues versuchten, wurden unter irgendwelche Indy-Deckmäntelchen geschoben, vermutlich, damit sie, falls sie floppen, die Ubi-Weste nicht beflecken und noch ein bisschen Indy-Bonus mitnehmen (dabei waren sowohl Child of Light als auch The Cave wirklich ganz gute Games). Dann hatten wir da noch "The Crew"... das war zwar spielerisch ebenfalls kein totaler Reinfall, konnte aber, wie Watch Dogs, die Erwartungen auch nicht wirklich erfüllen.

UbiSoft würde ein Wechsel an der Spitze also wahrscheinlich wirklich ganz gut tun. Natürlich ist Vivendi am Ende auch nur an Profit interessiert, aber vielleicht sind die, um mehr Gewinne einzufahren, auch etwas risikobereiter, als die momentane Führung, die ihren Status quo offensichtlich dauerhaft halten will.
Was ist mit the division, rainbow sox siege, trackmania turbo, das neu angekündigte wintersportspiel und das bald erscheinende for honor?
Zumal south park sicher kein selbstläufer war. Schau dir vllt mal die Historie zu dem spiel an und die Schwierigkeiten die die Entwickler damit hatten. Es war zum teil schwer für sie Publisher zu überzeugen, ehe ubi das Risiko einging.
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NewRaven
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Re: Ubisoft: Aktien-Rabatte für Mitarbeiter sollen offenbar feindlicher Übernahme vorbeugen

Beitrag von NewRaven »

Raskir hat geschrieben: Was ist mit the division, rainbow sox siege, trackmania turbo, das neu angekündigte wintersportspiel und das bald erscheinende for honor?
Zumal south park sicher kein selbstläufer war. Schau dir vllt mal die Historie zu dem spiel an und die Schwierigkeiten die die Entwickler damit hatten. Es war zum teil schwer für sie Publisher zu überzeugen, ehe ubi das Risiko einging.
Rainbow Six und Trackmania sind ja nun alles andere als "neue Serien" oder somit irgendwelche Experimente...

The Division geb ich dir, stimmt. Das hatte ich glatt vergessen (so wie so mancher Spieler nem Monat nach Release... ;) ). Über die anderen beiden reden wir vielleicht besser nochmal, wenn sie da sind... aber selbst wenn, zumindest "For Honor" als richtig großer Titel aufgezogen wird, ist das dann doch jetzt eher die Ausnahme, die die Regel bestätigt als ein Hinweis auf angestrebte Innovationen.

Und ich kenn die Spielgeschichte von "The Stick of Truth" recht gut. Aber hier war nicht der Name das Problem, sondern der Inhalt. Das Spiel hat nur deshalb eben überhaupt einen Publisher gefunden, weil eben die Marke mit dran hing. Ansonsten hätte da auch UbiSoft den Kopf in den Sand gesteckt... teilweise haben sie das ja sogar, auf Dinge wie die ursprünglich angedachte und auch angekündigte Komplettlokalisierung haben sie schließlich verzichtet um, im Falle eines Flops, nicht mehr Geld zu verbrennen als nötig.
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Raskir
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Re: Ubisoft: Aktien-Rabatte für Mitarbeiter sollen offenbar feindlicher Übernahme vorbeugen

Beitrag von Raskir »

Da widerspreche ich dir auch nicht. Ich bezog mich auch eher auf die aussage, dass ubisoft noch hinter ea und Activision steht. Aber bei ea kann ich mich an keine neue marke oder spiel ohne Vorgänger erinnern die sie in den letzten jahren rausgebracht haben (mit Ausnahme von unravel vllt, aber kleine titel hat ubi ja ziemlich viele also gehe ich mal davon aus du redest von großen titeln)
Das einzige was mir einfällt ist star wars battlefront und auch da wird nicht wirklich was neues geboten. Zumal man bei star wars spielen nicht von Risiko reden kann. Aber ansonsten fällt mir tatsächlich nichts ein.

Activision hatte immerhin overwatch aber sonst?