@greenelve
Man kann es so und so nennen, der Definition widerspricht das nicht und selbst in der SciFi, wo die Tablets ursprünglich herkommen, gabs Buttons dran. Selbst ein iPad hat einen Button.
@G34RWH33L
Ich habe mir die Wii U sehr gut angesehen, weil ich jemanden kenne der sie besitzt und damit schon oft gespielt habe. Am Ende des Tages ist der Touchscreen kein Controllerersatz, das Tablet ist es aber sehr wohl. Ich kriege beim kauf einer Wii keinen Classic Pro und auch keine Wiimote, sondern das Tablet oder von mir aus auch "Controller mit Touchscreen in der Mitte, der so groß ist und so viereckig ist, dass er ständig Tablet genannt wird". Natürlich sind da alle Knöpfe drauf aber ich kann Knöpfe und Sticks auf jeder nur denkbaren Fläche und Form aufbringen, das macht sie noch nicht zu einem guten Controller.
Dieses "man könnte ja" ist das Problem der Bewegungs- und der Sprachsteuerung und letztendlich auch des Wii U Tablets Was dabei herauskommt sind Spielereien, es ist ein ziemlich teures Gimmick, wie Kinect oder das EyeToy. Natürlich gibt es Anwendungen, das will ich ja nicht abstreiten aber eben für die wäre es sinnvoller gewesen eine App zu machen, eine 3DS Verbindung oder das Tablet extra anzubieten. Man hätte eine, mehrere oder alle Optionen wählen können, entschied sich aber ähnlich wie Microsoft für die vierte: Jede Konsole kommt mit dem Nintendo Pad. Und nein, diese Steuerungsmethoden stecken nicht in den Kinderschuhen, schon lange nicht mehr. Sie eignen sich einfach grundsätzlich nicht bzw. sind grundsätzlich anderen Steuerungsmethoden in bestimmten Punkten und Genres unterlegen. Genauso wie eine Tanzmatte, ein Joystick oder ein Lenkrad nur in ganz bestimmten Feldern besser sind als Maus+Tastatur oder Controller. Natürlich will ich auch noch in zehn, fünfzig oder hundert Jahren spielen wie heute. Einfach weil es anders gar nicht geht oder weil es anders schlechter ist. Das heisst natürlich nicht, dass man nicht Neuerungen einbringen sollte oder Experimente wagen, denn schließlich haben Sprach- und Bewegungssteuerung in ihren eingeschränkten Gebieten trotzdem Potential für spaßige Unterhaltung aber als Kunde habe ich gern eine Wahl. Soweit hat Nintendo leider überhaupt nicht gedacht.
Auf die Idee mit iPad ist Ravensburger übrigens selbst auch schon gekommen und zwar mit App, vielleicht sollte Nintendo mit denen mal reden.^^
Zum Thema Regionlock:
Sorry aber nein, es ist kein Mittel. Region Lock ist einfach Unsinn und das hat sich ind er Vergangenheit ständig gezeigt, weil sich am Preis generell nichs geändert hat, ganz egal ob nun vorhanden oder nicht. Ganz zu schweigen davon, dass man auch daran zweifeln kann, ob dieses Preisgefüge überhaupt unterstützenswert und zeitgemäß ist. Vorteile sind einfach keine zu erkennen, für niemanden wohlbemerkt. Witzigerweise wird ja auch noch mit dem Jugendschutz und der Gesetzgebung von Seiten der Firmen oder sagen wir Nintendo, weil alle anderen sich davon verabschiedet haben, argumentiert. Und das ist sogar noch größerer Unsinn. Und soviel Ahnung von Wirtschaft kann Nintendo gar nicht haben, wenn sie der Konkurrenz so hinterherhinken, nicht nur in Sachen Technik sondern in einer Vielzahl von Aspekten, bis hin zu den Verkaufszahlen.
Als Kunde ist Wirtschaft aber ohnehin stets ein ziemlich schlechtes Argument. Natürlich habe ich stellenweise und gerade bei kleineren Firmen ein gewisses, vielleicht sogar größeres Verständnis aber das hat schärfere Grenzen als die DDR. Als Konsument zählt für mich, wie eine Firma mich behandelt und mir vorzuschreiben, wo ich mein Spiel zu kaufen habe und vor allem ob überhaupt, denn ein Shin Megami Tensai kriegen die Flachzangen ja immer noch nicht nach Europa, ist einfach ein No-Go. Das geht nicht, das macht man nicht und das wird sich Nintendo solange anhören dürfen, bis sie das Problem beseitigen.
Und zu den Roms:
Die Zeiten ändern sich. Nicht nur, dass diese großen Firmen die Rechte der Verbraucher selbst wenig interessieren oder ihre Zufriedenheit, letztendlich wird der Markt vom Willen der Konsumenten bestimmt und die finden das Urheberrecht nicht erst seit neuestem... sagen wir "diskutabel". Entweder man passt sich an und findet Wege die Nachfrage zu befriedigen oder nicht und dann verdient man halt auch nichts. Auf dem PC habe ich Emulatoren und Roms, ich muss nicht warten, ich muss keine astronomischen Preise zahlen und ein schlechtes Gewissen habe ich noch viel weniger, denn Lizenzen gehen mir total am Arsch vorbei, ganz im Gegensatz zu den Menschen, die tatsächlich die Arbeit verrichtet haben. Wie gesagt, es gibt hier bereits ein Angebot, so wie es mit den Tauschbörsen für Musik Angebote gab oder mit den Streamingdiensten. Was wirklich unanständig ist, ist mit der Arbeit anderer Geld zu verdienen, obwohl diese nicht beteiligt werden oder nicht mal mehr am Leben sind und das gilt für einzelne Personen bis hin zu den ganzen Gruppen von Entwicklern, die ja für diese Spiele verantwortlich sind. Dazu kommt außerdem, dass die meisten Titel längst ihre Produktionskosten und den Gewinn reingeholt haben, vor Jahren oder wie in diesem Fall sogar Jahrzehnten.
Dabei ist nichts gegen eine VC zusagen, mit der man auch Geld verdienen möchte. Wirklich nicht aber man muss dafür auch was bieten, in aller erster Linie neue Arbeit, Fairness und ein gleichwertiges Angebot. Aufgrund der Arbeit die dahinter steckt, die Gespräche mit den Lizenznehmern, Server, Überarbeitungen, einsetzen von Spielen mit Fantranslation wie bei Mother 3, eben einfach dem Service, verdient man dann auch eine gewisse Gegenleistung.
Übrigens besitze ich keine einzige Rom und keinen einzigen Emulator aber als Verbraucher verlange ich eine Gegenleistung für mein Geld und das in Form von Arbeit, nicht in der Bereitstellung des Endergebnisses einer Arbeit, die längst vergütet wurde und hoffentlich den Verantwortlichen auch einen guten Gewinn gebracht hat. Diese Mentalität ist nicht schnorrerhaft und hat auch nichts mit Geiz ist Geil zutun. Das Gegenteil ist der Fall, die Industrie bereichert sich durch das Urheberrechts- und Lizenzsystem ohne für das Geld zu arbeiten, das sie erwirtschaftet. Was soll bitte diese Mentalität, nicht zu arbeiten und trotzdem die Hand aufzuhalten? Sowas finde ich vollkommen in Ordnung bei Bedürftigen, Arbeitslosen, Behinderten und Kranken aber nicht bei Firmen.