The Witcher 2: Namco Bandai verklagt CD Projekt

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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

XCyron hat geschrieben:Bei Musik sieht das schon anders aus die kann man auch ohne großes Budget Prdoduzieren und bei ITunes reinstellen
Man kann auch ohne großes Budget Spiele machen. Der Indie-Bereich ist wohl vollkommen an Dir vorbeigegangen, oder? Ein "World of Goo" verhält sich zu einem "Call of Duty" wie zB. die Arctic Monkeys zu Madonna. Erstere stellen sich einfach in ein kleines Studio (welches aus einem Wohnzimmer mit mittlerweile sehr preiswertem, aber leistungsfähigen Equip bestehen kann) und letztere mietet wochenlang ein großes Tonstudio für 40.000 $ täglich.

Deswegen schreib ich auch explizit "Jain" zu Beginn meines Postings. Im Prinzip braucht man die Publisher heute nicht mehr, um Spiele machen zu können. Wenn man jedoch unbedingt aufwendige Call of Duty-Klone machen will, dann braucht man natürlich ein wenig Geld für die Engine-Lizenzen und viel, VIEL Geld für die 200-300 Programmierer und Graphiker und Animationsspezialisten und Leveldesigner und Marketingleute und Vertriebsmitarbeiter und Pressefritzen und den Hausmeister und die Buchhaltung und die Personalabteilung ...
psyemi
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Beitrag von psyemi »

Kajetan hat geschrieben:
XCyron hat geschrieben:Bei Musik sieht das schon anders aus die kann man auch ohne großes Budget Prdoduzieren und bei ITunes reinstellen
Man kann auch ohne großes Budget Spiele machen. Der Indie-Bereich ist wohl vollkommen an Dir vorbeigegangen, oder? Ein "World of Goo" verhält sich zu einem "Call of Duty" wie zB. die Arctic Monkeys zu Madonna. Erstere stellen sich einfach in ein kleines Studio (welches aus einem Wohnzimmer mit mittlerweile sehr preiswertem, aber leistungsfähigen Equip bestehen kann) und letztere mietet wochenlang ein großes Tonstudio für 40.000 $ täglich.

Deswegen schreib ich auch explizit "Jain" zu Beginn meines Postings. Im Prinzip braucht man die Publisher heute nicht mehr, um Spiele machen zu können. Wenn man jedoch unbedingt aufwendige Call of Duty-Klone machen will, dann braucht man natürlich ein wenig Geld für die Engine-Lizenzen und viel, VIEL Geld für die 200-300 Programmierer und Graphiker und Animationsspezialisten und Leveldesigner und Marketingleute und Vertriebsmitarbeiter und Pressefritzen und den Hausmeister und die Buchhaltung und die Personalabteilung ...
naja das viele geld brauchst du ja nicht nur für cod klone.
3d grafik ist einfach verdammt teuer. dazu kommen dann noch gute sprecher, motion capture usw.
ein indie titel muss meistens darauf verzichten. die stärken liegen dafür in einem anderen bereich.

Edit: alle schimpfen immer über die großen publisher. nur machen sie eigentlich immer nur genau das was die mehrheit möchte. das lohnt sich halt am meisten :)
Heruwath
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Beitrag von Heruwath »

Kajetan hat geschrieben: Man kann auch ohne großes Budget Spiele machen. Der Indie-Bereich ist wohl vollkommen an Dir vorbeigegangen, oder? Ein "World of Goo" verhält sich zu einem "Call of Duty" wie zB. die Arctic Monkeys zu Madonna. Erstere stellen sich einfach in ein kleines Studio (welches aus einem Wohnzimmer mit mittlerweile sehr preiswertem, aber leistungsfähigen Equip bestehen kann) und letztere mietet wochenlang ein großes Tonstudio für 40.000 $ täglich.

Deswegen schreib ich auch explizit "Jain" zu Beginn meines Postings. Im Prinzip braucht man die Publisher heute nicht mehr, um Spiele machen zu können. Wenn man jedoch unbedingt aufwendige Call of Duty-Klone machen will, dann braucht man natürlich ein wenig Geld für die Engine-Lizenzen und viel, VIEL Geld für die 200-300 Programmierer und Graphiker und Animationsspezialisten und Leveldesigner und Marketingleute und Vertriebsmitarbeiter und Pressefritzen und den Hausmeister und die Buchhaltung und die Personalabteilung ...
Im Grunde hast du Recht. Man braucht keinen Publisher um Spiele zu entwickeln und zu vermarkten. Es gibt genügend Möglichkeiten.

Allerdings scheinst du einen ganz wichtigen Punkt zu vergessen. Die gamer/fans. Was würden diese dazu sagen wenn witcher 2 auf einmal ein 2d-sidescroll-xbox-indie-game werden würde?

Ich sehe es schon vor meinem Auge. Die PC Gemeinde schreit auf, weil wieder die Konsolen als Leadplattform genutz werden. Die Fans der Serie boykottieren das Spiel, weil es nicht ihren Vorstellungen und Wünschen entspricht. Die Techfreaks, lassen es gleich links liegen.

CDP hat hier ein Spiel abgeliefert, was die gamer haben wollten. Einen Benchmark in vielen Punkten. Und jetzt zu behaupten, das Ganze hätte nicht unbedingt sein müssen?
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Todesglubsch
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Beitrag von Todesglubsch »

Hm, die Sache mit dem Kopierschutz ignorier ich mal. Klingt eh irgendwie nach "Ach, wenn wir schonmal klagen, dann packen wir das auch mit rein!".

Aber den Publisherwechsel von Namco Bandai zu THQ fand ich persönlich auch kurios und unnötig. Wenn THQ wenigstens weltweit agieren würde - aber nein, die sind ja für The Witcher 2 auch nur in Europa tätig. Naja, Einsicht auf die Verträge hat ja keiner von uns, also kann man dazu auch nichts weiter sagen.
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Pioneer82
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Beitrag von Pioneer82 »

Muhahaha, sehr gut NamcoBandai schaufelt sich sein eigenes Grab.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Heruwath hat geschrieben: Allerdings scheinst du einen ganz wichtigen Punkt zu vergessen. Die gamer/fans. Was würden diese dazu sagen wenn witcher 2 auf einmal ein 2d-sidescroll-xbox-indie-game werden würde?

Ich sehe es schon vor meinem Auge. Die PC Gemeinde schreit auf, weil wieder die Konsolen als Leadplattform genutz werden. Die Fans der Serie boykottieren das Spiel, weil es nicht ihren Vorstellungen und Wünschen entspricht. Die Techfreaks, lassen es gleich links liegen.

CDP hat hier ein Spiel abgeliefert, was die gamer haben wollten. Einen Benchmark in vielen Punkten. Und jetzt zu behaupten, das Ganze hätte nicht unbedingt sein müssen?
Ich finde, diese Diskussion ist am Beispiel von Witcher 2 ein bisschen verfehlt. Witcher 2 ist kein Indieprojekt und wurde auch nicht im Wohnzimmer programmiert. Der Titel hat sich als PC-only bisher mehr als eine Million Mal verkauft und führt neben Saturn noch diverse weitere Verkaufscharts an. Nur weil CDP mit seiner PC-Fokussierung und dem Anspruch, Spiele für ein gereiftes Publikum zu machen, nicht so richtig in die derzeitige Landschaft zu passen scheint, sind die noch lange nicht Indie im herkömmlichen Sinn.

Vielmehr stehen sie für mich für eine Entwicklung, mit der ich schon seit einigen Jahren gerechnet hatte: Triple-A-Produktionen für eine sehr spezielle Käufergruppe, die also nicht darauf abzielt, jedes Segment des Mainstreams bedienen zu müssen. Die haben sich den Markt angeschaut und festgestellt, dass für älter werdende, am PC in den frühen 1990ern sozialisierte Spieler eine massive Angebotslücke an aktuellen Titeln besteht. Diesen (recht solventen) Spielerkreis hat man mit gog.com geschickt angefüttert. Und jetzt bedient man ihn ziemlich erfolgreich.

Kann sein, dass sich Namco Bandai in ein paar Jahren über ihr heutiges Rumgezicke ärgern wird.
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Bedlam
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Beitrag von Bedlam »

psyemi hat geschrieben:
just_Edu hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben:Also die japanischen Publisher gehen mir diese Gen irgendwie am meissten auf die Nüsse. Namentlich: Konami, Namco und Capcom.
und allen voran Square-Enix, seitdem sie ihre Seele verkauft haben, sind sie nix weiter als n japanesischer abklatsch von activision, ea, ubi.. drecksladen.
naja ea ist doch nicht mehr so schlimm wie früher. :)
sie schaffen es doch sogar jedes jahr wirlich neue spielemarken zu bringen. :)
ubisoft hat sich auch schon wieder etwas gebessert. vor ein paar jahren waren die ubisoft spiele nur hochglanz schrott ohne seele.
die neuen spiele sind da wirklich besser.
Jopp, stimmt. Vor allem EA gefällt mir als Publisher - auch wenn nicht alles perfekt ist.
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Crank LuCKer
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Beitrag von Crank LuCKer »

Öhm also ich geb da ganz klar Namco Bandai Recht :/
Ich finds auch nur logisch das wen die PC-Version von namco betrieben wird,das dies dann auch logischerweise auch für die konsolenversion gilt.
Das m,it dem kopierschutz ist ne andere sacher,aber einfach den publisher wechseln find ich auch doof.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Heruwath hat geschrieben: Allerdings scheinst du einen ganz wichtigen Punkt zu vergessen. Die gamer/fans. Was würden diese dazu sagen wenn witcher 2 auf einmal ein 2d-sidescroll-xbox-indie-game werden würde?
Die würden nix dazu sagen, weil meines Wissens TW2 von CD Project komplett eigenfinanziert wurde :)

Denn sobald ein Entwickler mit seinen Spielen genügend Eigenkapital gesammelt hat, kann er beim nächsten Projekt auch aufwendigere Inhalte produzieren. Siehe Minecraft, wo Markus Persson über verkaufte Beta-Zugänge mehr als 8 Millionen Euro eingenommen hat und nun ein kleines Studio aus dem Boden stampft. Für Minecraft brauchte es keinen Publisher Und für TW wurde der Publisher nur benötigt, um das Spiel in die klassischen Vertriebskanäle zu bringen. Ohne Publisher hätte CD Project das Spiel einfach über GOG.com, Steam, Impulse und andere Plattformen digital verkauft und ebenfalls schöne runde Summen eingestrichen.

Man muss sich wirklich von dem Gedanken lösen, dass Publisher unbedingt notwendig seien, um Spiele, sogar aufwendige Spiele zu machen. Was eben nicht der Fall ist. Das möchten die Publisher nur den Gamer und vor allem den Entwickler (!) gerne denken lassen, damit sie weiterhin als Mittelsmann irre Gewinnspannen einfahren können.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Crank LuCKer hat geschrieben:Öhm also ich geb da ganz klar Namco Bandai Recht :/
Ich finds auch nur logisch das wen die PC-Version von namco betrieben wird,das dies dann auch logischerweise auch für die konsolenversion gilt.
Das m,it dem kopierschutz ist ne andere sacher,aber einfach den publisher wechseln find ich auch doof.
Tja. Wenn es aber nicht dezidiert im Vertrag stehen sollte, dass NB auch die Konsolenumsetzung für Westeuropa publisht, kommst Du da mit "logischerweise" nicht wirklich weiter. Und sich auf so was wie "Vertrauensschutz" berufen, wäre in dem Geschäft ziemlich naiv. Aber da wir die Veträge nicht kennen, ist es auch müßig, Kaffeesatzleserei zu betreiben.

Allerdings kann ich rein emotional den Groll von Namco Bandai schon etwas nachvollziehen. Und es wäre auch ein bisschen unfair, sie jetzt einseitig als "die Bösen" hinzustellen. Immerhin haben sie mit der Retail-Fassung von Witcher 1 und 2 sehr viel Aufwand betrieben - von der EE-Version von Witcher 1 und der CE zu Witcher 2 mal ganz zu schweigen. In Zeiten, wo Retail einfach nur DVD-Case und Handbuch als PDF bedeutet, SO eine Premium-Edition zu finanzieren, ist schon außergewöhnlich. Zusätzlich mussten sie sich die ganze Zeit von CDP noch dissen lassen, weil sie für Retail auf Kopierschutz bestanden (ob berechtigt oder nicht mal dahin gestellt).

Und dann wechselt der Partner, dem man ne Geralt-Büste für die CE finanziert hat und der einen die ganze Zeit durch die Blume als Bremser und gegenüber gog.com als schlechter bezeichnet hat, einfach mal locker den Publisher.

Also, ich wäre da auch leicht angepisst, muss ich sagen.
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Sylver001
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Beitrag von Sylver001 »

psyemi hat geschrieben: vor ein paar jahren waren die ubisoft spiele nur hochglanz schrott ohne seele.
die neuen spiele sind da wirklich besser.
.. die remakes zählen net und scott pilgrim als einzige "große" neuheit des jahres auch nett =oP mal ehrlich, welches ubi spiel hat denn noch seele? anno.. ? hm.. vielleicht aber nur bedingt.. der assassine? ne.. der is bereits dem massenmarkt vorgeworfen, aus der magie des ersten is mittlerweile ein stettiger geldfluss entsprungen.. oder wie erklärt man, das eine geplante trilogie plötzlich eine eigene Trilogie braucht um die Trilogie überhaupt zu Ende zu erzählen? sofern das mal reicht.. ? hm.. mehr fällt mir ehrlich gesagt zu ubi auch net ein.. vielleicht RUSE.. aber das is auch öde.. ahh.. Flirt Gewitter, das is Bombe! 8)
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JunkieXXL
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Beitrag von JunkieXXL »

Die bei CD Projekt sollen machen können was sie wollen. Am besten verzichten sie komplett auf Publisher!
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

JunkieXXL hat geschrieben:Die bei CD Projekt sollen machen können was sie wollen. Am besten verzichten sie komplett auf Publisher!
Wenn sie Spiele für Konsolen verkaufen wollen, kommen sie nicht drum herum ein Vertriebsabkommen mit einem Publisher abzuschliessen.

Denn das Konsolengeschäft ist in erster Linie immer noch ein Retailgeschäft, wo die Leute im Laden physikalische Speichermedien kaufen. Und angesichts der vollkommen hysterischen Summen, welche die Konsolenanbieter für größere Festplatten verlangen (vlt. sogar in Absprache mit den Publishern, um deren Retailgeschäft zu schützen), wird der digitale Abverkauf auf den Konsolen im Gegensatz zum PC weiterhin ein kleines Mauerblümchen bleiben.
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

Kajetan hat geschrieben:
JunkieXXL hat geschrieben:Die bei CD Projekt sollen machen können was sie wollen. Am besten verzichten sie komplett auf Publisher!
Wenn sie Spiele für Konsolen verkaufen wollen, kommen sie nicht drum herum ein Vertriebsabkommen mit einem Publisher abzuschliessen.

Denn das Konsolengeschäft ist in erster Linie immer noch ein Retailgeschäft, wo die Leute im Laden physikalische Speichermedien kaufen. Und angesichts der vollkommen hysterischen Summen, welche Microsoft für größere Festplatten verlangen (vlt. sogar in Absprache mit den Publishern, um deren Retailgeschäft zu schützen), wird der digitale Abverkauf auf den Konsolen im Gegensatz zum PC weiterhin ein kleines Mauerblümchen bleiben.
.... fixed ... in die Wii steckst ne SD Karte mit 8GB und du hast ausgesorgt ... und in die PS3 kannst du fast jede beliebige platte reinschieben ...


PS: ungefähr die Hälfte meiner PS3 Spiele sind digital ;) ... wobei ich natürlich nicht zwingend für die allgemeinheit stehe ... schon klar.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

             hat geschrieben: .... fixed ... in die Wii steckst ne SD Karte mit 8GB und du hast ausgesorgt ... und in die PS3 kannst du fast jede beliebige platte reinschieben ...
Ah, ok. Bin da nicht so auf dem aktuellen Stand. Bei mir wurde erst gestern Amerika wiederentdeckt :)