Imperator Palpatine hat geschrieben:
Die von dir genannten " toten " Genres ( die meist aus gutem Grund nieder gegangen sind ) werden vielfach durch Indie und Kickstarterproduktionen wieder zum Leben erweckt, grosse Publisher werden bei einem entsprechenden Erfolg auf den Zug aufspringen so wie dies auch einem erfolgreichen Erscheinen von Star Citizen für das Weltraum Genre garantiert ist.
Viele der alten Spielereihen haben sich schlicht und ergreifend selbst überlebt weil sie keine Innovationen mehr eingebracht haben sondern das Alte nur aufgewärmt, Command and Conquer 3 ist so ein Beispiel.
Cities Skylines zeigt im Gegenteil den erfolgreichen Weg nachdem sich EA mit Sim City selbst ins Knie geschossen hat. Keine Angst vor der Community und deren Mods sowie sinnvolle und günstige DLCs wie eben " After Dark ".
Ich sehe der näheren und entfernten Zukunft der Videospiele deswegen ganz und gar nicht pessimistisch entgegen, im Gegenteil.
Das sehe ich völlig anders:
- tolle Genres sind veschwunden, aus nur einem Grund, wieso Genre XY produzieren wenn ich Genre AAA machen kann und damit mehr potentielle Kunden habe
- das mit Innovation halte ich auch für Stuss, Innovation der Innovation ist und war schon immer Blödsinn, wenn eine Spielmechanik gut ist gibt es keine Grund sie grundlegend zu verändern, nur weil man eben was ändern will, gibt genug andere Baustellen bei Spielen (Story, Grafik, Immersion etc)
Witzigerweise sind viele alte Reihen gerade wegen völlig dämlicher pseudo-modernisierung zugrunde gegangen. Command & Conquer ist da das beste Beispiel mit dem letzten Spiel der Reihe ...
Ich und viele andere hätten jederzeit ein neues klassisches C&C gekauft, nur war es das eben nicht es war einfach nur ...
- das Innovations-Argument halte ich außerdem generell für schwach, alle Genres immer mehr zu einem Einheitsbrei anzupassen ist für mich keine Innovation
- Ja, aber Cities Skyline ist eben kein Sim City, ich mag die Katastrophen und den anderen Fokus in der Sim City Reihe auch wenn die Firma dahinter ... (das letzte war ja jetzt offenbar auch nicht so toll, hab es mir nie gekauft wegen der Firma und den Reviews)
Ich sehe der Zukunft pessimistisch entgegen:
- alle Spiele werden immer ähnlicher (Shooter-RPG-Puzzle-MMO-MP-Whatever)
- Spiele werden tendenziell immer einfacher, der gelieferte Content im Verhältnis zum Preis wird immer weniger
- man hat kaum mehr das Gefühl ein vollständiges Spiel zu erwerben angefangen bei den Pre-Order Boni, über Händler Boni, über DLC etc.
- F2P Mechaniken die eigentlich nur akzeptiert wurden weil es eben Gratis-Spiele waren halten langsam einzug in Vollpreistitel
- Selbst Singleplayertitel werden langsam mit solchen Elementen ausgestattet und die SP-Spieler abgezockt ...
- SP-Kampagnen verschwinden mehr und mehr und alle tun plötzlich so als wären alle SP-Kampagnen so belanglos gewesen wie die von COD und BF ...
- Spieler verlieren jegliche Kontrolle über ihre eigenen Spiele, alles läuft online und Publisher können ganze Spiele nach relativ kurzer Zeit für alle abschalten
- große Firmen beginnen Kickstarter und Early-Access Konzepte ad absurdum zu führen indem sie sie für ihre ohnehin bereits ausfinanzierten Produkte nutzen um das Geld noch früher zu bekommen ...
- "AI" stagniert seit Jahren, ich würde sogar behaupten, dass sie schlechter wird ...
- immer mehr Remakes, wenig neue Konzepte von großen Firmen
- immer mehr Schema F Spiele wie Far Cry (immer die selben Elemente und Spielmechaniken etc)
- Spielentwickler werden immer mehr zu reinen kommerziellen Massenproduzenten die am Fließband Spiele herstellen