Bedameister hat geschrieben:Ich finde der Titel sollte eher "kundenunfreundlichste Unternehmen Amerikas" heißen dann würde das eher passen. das schlechteste Unternehmen würde ich nämlich jetzt auch nicht zustimmen können. Aber wenn man sich die Kriterien nach denen bewertet wird ankuckt hat EA mMn den Titel schon nicht zu unrecht. Klar gibt es auch unternehmen aus anderen Branchen die ihre Kunden auch schon verarschen wie blöde aber da ist das halt irgendwie ein alter Hund. Das machen die schon seit Jahren so und die meisten anderen Firmen aus den entsprechenden Branchen machen das genauso. Bei EA ist es halt so, dass die Verarsche jetzt erst seit wenigen Jahren läuft und von Jahr zu Jahr scheinbar schlimmer wird. Und klar andere Publisher machen teilweiße ähnliche Sachen, aber ich finde EA hebt sich doch schon stark hervor.
Allerdings befürchte ich EA wird sich den Titel nicht zu herzen nehmen und versuchen sich zu bessern. Die schieben das jetzt eh auf irgendwelche Internet-Nerds (die zwar sicher auch zu einem großen Teil dafür gesorgt haben) und vergessen dass vieleicht doch ein großteil ihrer Kunden und insgesamt der Gamer mit ihrer Firmenpolitik einfach nicht einverstanden ist.
Das aller schlimmst ist ja für mich, dass sie vor ein paar Jahren mal verstanden haben, dass man gute Titel liefern muss und als Branchenprimus auch ein gewisse Verantwortung hat, was die Weiterentwicklung anbelangt. Die Folge war die damalige Qualitätsoffensive unter der wirklich gute und geile Titel entstanden sind.
Von dieser Qualitätsoffensive ist aber mittlerweile nur noch verbrannte Erde übrig. Große und vielversprechende Marken wurden nach und nach demontiert, alte Marken nicht befriedigend fortgesetzt und am Ende war die ganze Sache nur ein Sturm im Wasserglas.
Mittlerweile ist EA an einem noch schlimmeren Punkt angelangt als vor der Qualitätsoffensive und das wird EA über kurz oder lang zerstören.
Wenn EA nicht langsam einlengt, seine Marken wieder stärker und vor allem individueller ausbaut und vor allem mal mit diesem ganzen Origin und Online Zwang Wahn aufhört, wird es EA in dieser Form nicht mehr lange geben.
Das Problem ist aber, dass man die Probleme bei EA an den völlig falschen Stellen sieht. Und das sind der Gebrauchtmarkt und im allgemeinen der Markt der großen Single Player Core Games. Und daher versucht man den einen zu zerstören und den anderen so lange mit unfairen Mitteln zu schröpfen, bis davon nichts mehr übrig ist.
Effektiveres Arbeiten, stärkere Fokussierung auf Wesentliches und vor allem mal eine bessere Kosten/Leistungsrechnung sind unablässig um die Probleme EAs zu beheben. Gängelung der Kunden und demontieren ihres Fundaments sind eher dekonstruktive Mittel.