mr archer hat geschrieben:The Scooby hat geschrieben:
Videospiele sind ein im Vergleich zu Büchern und Autos ein sehr schnelllebiges Medium, dessen Entwicklungskosten überproportional zum langfristigen Nutzen erscheinen.
Das ist meiner Meinung nach auch so eine Legende, von der sich die Publisher nicht lösen möchten, weil sie sonst ihr Verhalten komplett ändern müssten.
Wirklich gute Videospiele sind alles andere als schnelllebig. Wie erklärst Du Dir denn den Erfolg von gog.com? Wie erklärst Du Dir die Mod-Community? Wie erklärst Du Dir, dass Leute dazu bereit sind, für beispielsweise die CD-ROM Version von System Shock 1 am Gebrauchtmarkt Preise zu zahlen, für die sie ein bis zwei neuwertige und aktuelle AAA-Titel bekommen?
Die Publisher ignorieren standhaft und systematisch einen potentiell wichtigen und solventen Kundenkreis. Videospiele müssten überhaupt nicht schnelllebiger sein, als beispielsweise Filme. Das ist eine bewusste Politik seitens der Publisher. Und zunehmend hat man den Eindruck, sie sind zu Gejagten ihres eigenen Systems geworden.
Was für eine Legende? Diese Legende ist mir neu. hab noch nie einen Publisher do agrumentieren hören. So kann man sich auch etwas aus den Haaren herbeiziehen.
Das zeigt wieder das Problem der ganzen Diskussion. Ihr zerrt immer
ein passendes Beispiel zur Gegenargumentation herbei, vergesst dabei, dass es wieder nur eine Ausnahmeerscheinung ist. Es geht um ein gesamheitliches Bild. Aber das wollt ihr nicht begreifen. Das Beispiel mit System Shock oder auch ein FF7 ist genauso eine Ausnahme, wie es auch eine Ausnahme ist, unter den hunderten, wenn nicht tausenden browser games, mal ein qualitativ hochwertiges zu finden ist.
Mod Communities machen Mods, weil sie sich in irgendweiner Weise verwirklichen können und Anerkennung generieren können. Das ist wie Malen.
GoG ist ein Konzept, welches eine Marktlücke genutzt hat. Ob es ohne die Vollpreistitel profitabel wäre kann kein Außenstehender beurteilen.
Ich weiß nicht wie ich das nett ausdrücken soll. Ich vernachlässigt sträflich das Gesamtbild und das macht eine Diskussion zur Zeitverschwendung.
Das zeigst du ein weiteres Mal mit deiner Argumentation des EA Gebrauchtladens. Du vernachlässigst hier alle aufkommenden Kosten, die mit dem im Vergleich zum Gesamtmarkt kleinen Portfolio, erstmal gedeckt werden müssten. Unterhaltungskosten, Personalkosten, Logistik usw. Du würdest so gnadenlos untergehen, dass man dich als Manager feuern würde.
Ein Bäcker, der nur Brötchen im Sortiement hat, geht genauso insolvent. Die Diversität macht den großen Unterschied, ob profitabel oder nicht.
Nintendo könne es sich als einiger Spiele Publisher leisten, einen eigenen Laden aufzumachen. Aber warum sollten sie? Deren Portfolio ist so groß und ausgeglichen, dass die bisherigen Vertriebswege völlig ausreichen.