Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

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yopparai
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von yopparai »

myn3 hat geschrieben: 03.07.2019 15:16 Ich wundere mich warum sich noch keiner über die Komprimierte "schlechte" Bildqualität Gedanken gemacht hat. Man stellt sich ja keinen 1000€ gaming Monitor hin oder einen 4000€ High End TV um da komprimierte Bilder drauf laufen zu lassen, wenn eine Konsole saubere Frames an den TV schickt.
Vorweg: Ich hab keine Ahnung wie das heute aussieht, mag gut sein, dass das überhaupt kein Problem mehr ist. Aber: Als ich vor vielen Jahren mal spaßeshalber Gaikai ausprobiert habe (Mass Effect 3 Demo oder sowas) war das noch vor dem grauenhaften Lag tatsächlich mein größtes Problem. Es sah einfach scheiße aus. Die Farben stimmten nicht, die Ränder waren mit Artefakten ausgefranst, und das auf einer damals durchaus schnellen Leitung. Sah halt aus wie YouTube. Sicher wie YouTube am oberen Ende der Bitrate zu der Zeit, aber eben nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte.

Daher kann ich da nur zustimmen, es wundert mich auch, dass das nicht mehr thematisiert wird.

Aufm Handy oder Tablet aber wohl tatsächlich eher egal.
langhaariger bombenleger
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von langhaariger bombenleger »

Einer der für mich überzeugensten Vorteile: Vermutlich kaum/kein cheaten mehr in Onlinespielen
Doc Angelo
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Doc Angelo »

4P|IEP hat geschrieben: 03.07.2019 11:47 Deine Eingabe wird lokal verarbeitet und dann gleich lokal bei dir zuhause auf dem Bildschirm dargestellt. (Annahme: Instant. Du spürst die Verzögerung nicht mal).
Beim Streaming-Dienst schickst du deine Eingabe irgendwo durchs Internet (und ich gehe von einer fehlerfreien Übertragung aus um nicht zu weit abzuschweifen) welche dann an einem Rechner ankommt, der die Eingabe verarbeitet und das resultierende Ergebnisbildchen zurück an dich sendet, was dann endlich auf deinem Monitor dargestellt wird.
Es ist egal wie die Verzögerung zu Stande kommt. Ob es ein gestreamtes Spiel ist, das mit einem Bildschirm der kaum Input-Lag hat dargestellt wird, oder ob es ein lokal berechnetes Spiel ist, das an einem TV hängt der großen Input-Lag hat. Wenn am Ende 100ms raus kommen, dann ist genau das die Verzögerung. Der einzige Unterschied den ich mir vorstellen kann wäre eine Varianz der Latenz beim Stream-Gaming. Die könnte man unangenehm wahrnehmen.

Was die Empfindlichkeit gegenüber von Input-Lag/Latenz betrifft: Bei Mauseingabe merkt man das ziemlich schnell: https://bl.ocks.org/esjewett/2b188f00eef012507ae3 (man kann auf die Zahlen am oberen Rand klicken). Wäre der tatsächliche Cursor versteckt, dann würde das noch viel deutlicher sein.

Aber bei Gamepads und einigen Spielegenres ist das nicht so deutlich. Wenn man sich zum Beispiel statt mit der Maus mit dem Analog-Stick umguckt, dann ist die Eingabe nicht direkt, sondern relativ. Die Kamera schwenkt um so schneller, je weiter man den Analog-Stick drückt. Der Spieler gewöhnt sich auch an die Verzögerung. Das Gehirn ist an sowas gewöhnt, denn auch die Nervenbahnen des Körpers weisen eine ziemliche Latenz auf.

Ich kannte mal jemanden, der hatte jahrelang an seinem TV mit der PS3 und der PS4 gezockt. Als der Input-Lag mal gemessen wurde, lag er bei 80ms (im Vergleich zu 16ms des gleichzeitig angeschlossenen CRTs). Jeder könnte so einen Bildschirm oder TV bei sich stehen haben ohne das unbedingt zu merken. Natürlich würde die Latenz vom Streaming noch oben drauf kommen. Deswegen sollte man streng genommen einen Test zur Latenz von solchen Diensten nicht machen ohne seine eigene Hardware mal gemessen zu haben.
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DeathHuman
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von DeathHuman »

Die Menschheit ist also noch nicht ganz verloren.
Interessant, wie man immer mehr in Abomodelle gezwungen werden soll.

Wenn das mal die einzige Option werden sollte, bin ich raus.
Liesel Weppen
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Liesel Weppen »

DeathHuman hat geschrieben: 03.07.2019 22:48 Interessant, wie man immer mehr in Abomodelle gezwungen werden soll.
Ein Abomodell ansich ist ja erstmal nicht zwangsläufig schlecht. Ist halt eine Preisfrage und hängt vom eigenen Nutzungsverhalten ab. Aber ein Abo UND dann noch die Spiele zum Vollpreis verkaufen wollen ist dann schon irgendwo dummdreist.

Der absolute Gipfel der Dreistigkeit ist ja dann auch noch zu sagen, man wüsste nicht, warum Spiele die an ein Abomodell gebunden sind NICHT auch noch Vollpreis kosten in der Anschaffung kosten sollten.
Rein mit der Aussage hat sich Stadia für mich vollends für jegliche Anwendung absolut disqualifiziert. Da frage ich mich dann wirklich nur noch, für wie bescheuert die ihre potentiellen Kunden eigentlich halten?
Das traurige daran ist aber wohl, es werden dennoch genug potentielle Kunden wirklich so bescheuert sein, denen trotzdem ihr Geld in den Rachen zu werfen, ein Abo bezahlen UND die Titel kaufen.

Wenn es denn wenigstens ein reines "Hardwareabo" wäre, wie bei z.B. Shadow Gaming. Ist es aber nicht, es ist ein Hardwareabo an dem auch die Lizenzen hängen. Ist Stadia weg oder dein Account wird gesperrt, sind auch deine ganzen Spiele weg. Hat ja nichtmal sowas wie nen Offline-Mode wie Steam. Nicht Spiele die du als Flat bezahlt hast, sondern Spiele, die du explizit für einen extra Preis GEKAUFT hast.

Ich weiß ja nicht, wie die sich das vorstellen, aber um Stadia nutzen zu können, muss man quasi seine komplette Spielesammlung resetten und bei Null anfangen. Ein externes Spiel kann ich nicht auf Stadia spielen und auf Stadia gekaufte Spiele kann ich nicht ohne Stadia spielen. Nichtmal wenn ich die dafür nötige Hardware zuhause stehen habe.
Und wenn ich meine bisherige Spielesammlung (z.B. von Steam) weiterhin spielen können will, brauche ich ja trotzdem wieder eigene spieltaugliche Hardware. Dann entzieht sich mir aber der Sinn von Streaming.
Natürlich ist das ein Übergangsproblem, aber es ist dennoch vorhanden.

Gerade bei Streaming wäre deshalb eine Übertagungsmöglichkeit von einem Account zum anderen umso essentieller.
CritsJumper
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von CritsJumper »

myn3 hat geschrieben: 03.07.2019 15:16 Ich wundere mich warum sich noch keiner über die Komprimierte "schlechte" Bildqualität Gedanken gemacht hat. Man stellt sich ja keinen 1000€ gaming Monitor hin oder einen 4000€ High End TV um da komprimierte Bilder drauf laufen zu lassen, wenn eine Konsole saubere Frames an den TV schickt.
Im Grunde ja. Aber es wird für die meisten Nutzer trotzdem ein reisen Sprung werden. Man braucht sich nicht über "schlechte" Bildqualität wundern, weil in dem Fall würde man Streaming nicht nutzen.

Ganz einfaches Beispiel aus wahrscheinlich deinem Alltag: Wie oft schaust du ein Google Video auf dem Smartphone, Tablet oder am PC, das nicht in 4K und Vollbild ist? Obwohl du darauf zugriff hättest wenn du es am Rechner und über eine schnelle Internetleitung bekommst?

Die wenigsten wählen ihre Medien gezielt aus. Das was Google da vor hat ist etwas neues: Du siehst ein Video von einem Influencer wie er ein Videospiel spielt.

Jetzt stell dir vor du kannst jederzeit auf Pause drücken und dann auf TOC (Takeover Control) und es ab der Stelle die das Video zuvor hatte weiter spielen.

So ähnlich ist es halt machbar wenn alles über Cloud-Gaming läuft. Im Grunde kannst du zu jederzeit in alle deine letzten 1000 Spiele zurück springen. Gut bei Multiplayer geht das nicht, nur wenn man gegen eine KI spielt oder diese andere Spieler ersetzt. Anmerkung: Also nicht die die man selbst gekauft hat, sondern die die man halt als Stream selber gespielt hat oder die andere gespielt haben.

Ah ja was Google sich davon verspricht ist klar, das trainieren von einer KI/Neuronales Netz.
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Flux Capacitor
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Flux Capacitor »

Bedürfnisse in der Konsumwelt existieren nie, sondern werden geschaffen. Und wenn das Angebot und der Preis stimmt, schaut niemand mehr zurück, sondern konsumiert einfach.
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Dunnkare
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Dunnkare »

Wenn man jeden Candy Crush Clash Royale Handybesitzer als "Spieler" kategorisiert ist das Ergebnis der Umfrage im Grunde nichtssagend. Die wichtige Frage ist doch, wieviele zahlende Kunden das Game-Streaming in der Zielgruppe der Konsolen- und PC-Spieler findet?

Ich persönlich habe großes Interesse an Stadia und bin positiv gespannt, wie das Ganze tatsächlich laufen wird.
sleepwalkfever
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von sleepwalkfever »

Wie hätte wohl vor 10 Jahren so eine Umfrage ausgesehen, wenn es um digitale Einkäufe geht?
Neu=Doof war doch schon immer so. 😀

Netflix/Prime/Hulu etc. haben sich ja auch ziemlich etabliert, wäre vor einigen Jahren auch nicht denkbar gewesen.
Vermutlich streamt man sich in Zukunft alle Medien auf abobasis, ob das finanziell tatsächlich noch rentabel bleibt, ist erstmal egal. Es ist bequem, ich denke das wird der ausschlaggebende Punkt.
Früher hat man das Internet auch nach Stunden bezahlt, wäre heute quasi undenkbar.

Zeitgeist usw. 😉

Wenn die Infrastruktur dafür erstmal komplett und bombensicher steht, wird das wohl die Zukunft sein.
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DrGeenich
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von DrGeenich »

Die Umfrage ist ja voll fürn A.... Weder wird gesagt wieviel Leute befragt wurden, noch was deren Hauptspieleplattform ist.

Ich denk mal, das Streaming sich als zusätzliche Möglichkeit Spiele zu konsumieren etablieren wird. Ich glaube nicht, das die herkömmliche Art auf Konsole und PC zu zocken schnell verdrängt wird. Die Hoffnung mach ich daran fest, das BluRay, DVD und CD (und auch Vinyl) von den Streamingdiensten auch nicht komplett verdrängt wurden. (bis jetzt)
Liesel Weppen
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Liesel Weppen »

ChrisJumper hat geschrieben: 03.07.2019 23:30 Im Grunde ja. Aber es wird für die meisten Nutzer trotzdem ein reisen Sprung werden. Man braucht sich nicht über "schlechte" Bildqualität wundern, weil in dem Fall würde man Streaming nicht nutzen.
Ich verstehe nicht, was du damit sagen willst. Es wird so ein riesen Sprung, das man schlechte Bildqualität dafür gerne in Kauf nimmt, oder wie?
ChrisJumper hat geschrieben: 03.07.2019 23:30 Ganz einfaches Beispiel aus wahrscheinlich deinem Alltag: Wie oft schaust du ein Google Video auf dem Smartphone, Tablet oder am PC, das nicht in 4K und Vollbild ist? Obwohl du darauf zugriff hättest wenn du es am Rechner und über eine schnelle Internetleitung bekommst?
Ähm, nie?
Ich streame Videos immer im Vollbild und ich streame sie nie in 4K, weil ich gar kein 4K Display/TV habe.
Ich bin mir nicht sicher, ob du "schlechte Bildqualität" überhaupt verstanden hast? Damit ist keine zu niedrige Auflösung gemeint, also praktisch nur FullHD statt 4K oder so, damit sind vorallem Kompressionsartefakte gemeint. Die treten auch bei 4K auf.
ChrisJumper hat geschrieben: 03.07.2019 23:30 Jetzt stell dir vor du kannst jederzeit auf Pause drücken und dann auf TOC (Takeover Control) und es ab der Stelle die das Video zuvor hatte weiter spielen.
Kann ich mir vorstellen, nutze es aber nicht. Ich gucke keine LPs, weil entweder ich spiele selber, oder ich lass es, also gibts da auch keinen Ansatz an dem ich weiterspielen können wollen würde.
Wenn ich mir Videos angucke, dann weil ich Tipps suche, oder den Lösungsweg, oder... aber dann will ich das trotzdem selber spielen. Ich will eben genau nicht, das mich ein Video durch die schwierige Stelle durchspielt und danach übernehme ich nahtlos wieder die Steuerung.
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Kajetan
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Kajetan »

Dunnkare hat geschrieben: 04.07.2019 06:22 Wenn man jeden Candy Crush Clash Royale Handybesitzer als "Spieler" kategorisiert ...
Was sollen sie sonst sein? Oder sind Leute, die nur hin und wieder 50 Shades of Grey oder Twilight-Saga lesen, keine Leser?
CritsJumper
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von CritsJumper »

Liesel Weppen hat geschrieben:ch verstehe nicht, was du damit sagen willst. Es wird so ein riesen Sprung, das man schlechte Bildqualität dafür gerne in Kauf nimmt, oder wie?
Nun alles entwickelt sich immer weiter. Die Darstellung wird besser, es gibt höhere Auflösungen etc.
Wenn du die Wahl hast zwischen A und B. Wirst du je nach Entscheidung die bessere Wahl treffen, je nach Kategorie. Beispiel MP3. Anfangs war die qualität noch schlechter, die Player teuer. Trotzdem hat man sich so eine Sammlung aufgebaut und gepflegt. Viele noch CDs gekauft und transkodiert, später mit Store Anbindung dann die komplette Bibliothek-Verwaltung ausgelagert an dritte die auch Online die Kopien bereit gestellt haben.

Ähnlich war es ja auch mit Steam. Es wird Zwangsläufig so kommen das man Streaming nur nutzt wenn Preis/Leistung/Aufwand scheinbar im Einklang sind.

Der Große Sprung an der Stelle ist, das hier eine Bibliothek aufgebaut. Im Grunde ist es als wenn ab "morgen" Videospiele im Fernsehn laufen. Die kann man dann einfach konsumieren. PSN und Co bieten ja auch jetzt schon immer frei Titel für einen weiteren Monat an. Nur das man diese beim Streaming quasi mit Werbung zupflastern kann und auch nur als besonderes Ereignis darbieten. Wie heute in Dortmund der Pokemon Go Event, oder wenn zur WM Fifa für alle gratis läuft oder zur Formel 1 entsprechendes Event. Durch Streaming bieten sich ganz andere Vermarktungsmöglichkeiten. Es ist eine Fusion von Videospiel und Fernsehen.

Zudem ist das Potential größer. In Rechenzentren könnte man ganz andere Maschinen bereit stellen als sich die Spieler zuhause gönnen. Für mich ist es eigentlich logisch das Mittelfristig eine Art ARCADE wieder kommt. Nur jederzeit Verfügbar und mit doppelter bis dreifacher Rechenleistung die man sich sonst so Zuhause hinstellen würde. Ich meine das war in den Anfängen ja auch so, Spiele liefen für wenige Euros auf Hardware die man sich selbst nicht leisten wollte oder Konnte. Das kommt jetzt dadurch zurück.

Das ganze muss natürlich finanziert werden und deswegen fängt man erst mal mit dem gewohnten an.

Damals war der Trend weg vom Computer an der Uni und in den Firmen, per Login hin zum Rechner Zuhause. Jetzt stehen wir halt an dem Punkt wo das ganze wieder kippt. Immer mehr Programmlogik wandert ins Netz, ob es Sinn macht oder nicht. Es ist ein Wirtschaftsmodell. Google und Microsoft treiben genau das ja seit 2003 immer stärker voran und normale Menschen ändern dann ihr Verhalten und es macht ihnen auch nichts aus. Sie verstehen nicht den Unterschied das etwas im Netz ist oder etwas Lokal. So wird es sehr viele geben, die wenn sie etwas Spielen nicht wissen ob das Video jetzt von einem Google Server kommt oder auf der Festplatte vorhanden ist.

Es wird Ausfälle geben, aber in 89% sind die Menschen damit Glücklich. Bisschen wie bei Whatsapp. Sie fragen gar nicht ob die Daten auf ihrem Telefon liegen oder auf dem Server. das Verstehen sie erst wenn der Imageserver mal nicht erreichbar ist. Daher ist die Diskussion um die Qualität auch nicht so wichtig. Im Großteil bietet das Auslagern halt mehr Platz auf dem eigenen Smartphone und mehr Akku.

So ähnlich ist das auch bei dem Streaming. Für die Qualität und für die fülle an einem Angebot ist es egal ob die Information jetzt aus dem Netz kommt oder von dem eigenen Datenträger. Wichtig ist das sie angeboten wird und man sie sieht und oder Nutzen kann.
Kann ich mir vorstellen, nutze es aber nicht. Ich gucke keine LPs, weil entweder ich spiele selber, oder ich lass es, also gibts da auch keinen Ansatz an dem ich weiterspielen können wollen würde.
Ich doch auch nicht Liesel, aber du musst das auch aus der Perspektive der Kids sehen. Die haben schlechtere Rechner oder gar keine oder auch nicht mal eine PS4 für Destiny 2. Durch Stadia haben sie gleich morgen Zugriff drauf. Alles was sie brauchen wenn es sie interessiert ist nur ein 20 Euro Bluetooth Game-Controller, oder eine Maus/Tastatur und ein Smartphone. Wir spielen das selber weil es uns interessiert und so weiter. Die Jugend schaut aber vielen zu, informiert sich so über die Spiele, teilen wenn Freunde spielen sprechen auf dem Schulhof drüber. Es hat das Potential das jedes Spiel zum Massen-Phänomen wird wie ein Free2Play Fortnite. Nur das es jetzt viel besser laufen kann mit schlechterer Hardware.
Ob alte Spiele so portiert werden, da bin ich mir nicht sicher. Aber jedes Großprojekt in zwei drei Jahren wird wahrscheinlich schon in diesem Format vorliegen. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Dieses Streaming selbst ist halt ein Massenmedium. Das neue daran ist so ein wenig wie: Damals hattest du einen Computer der es dir ausgerechnet hat. Den benötigt man jetzt nicht mehr und zwar immer dann, wenn es einen Vorteil für dich ist (Energie sparen, Privacy, Offlineausführung) von Anwendungen. den nicht mehr auf deiner Hardware laufen müssen.
Es bricht halt auch das mit der Monetarisierung über den Haufen, das war ja schon die sache mit den Influencern bei der Glotze. Jetzt wird entscheident sein das sich die Monetarisierung aller Anwendungen verändert, was aber seit 2003 auch schon läuft, siehe das Fitness Apps oft nicht privat laufen sondern im Netz.

Diese Revolution ist halt wie mit dem erscheinen des Internets, zwar sieht es aus wie Fernsehen, aber Youtube mit seiner riesen Bibliothek ist nun mal was ganz anderes als das Fernsehn der 90er Jahre. Einen ähnlich großen Bruch steht und mit Stadia bevor. Letztlich ist nicht mal die frage ob sich ein Streaming-Dienst so durchsetzt sondern nur welcher. Uns wird das vielleicht eher weniger Kümmern, weil wir wissen was wir an der alternative haben. Aber diese PCs und das es eine selbstverständlichkeit ist mit einem PC aufzuwachsen, das wird verschwinden auch wenn es uns seltsam anmutet. Ein wenig auch weil ein Smartphone oft mehr Rechenleistung hat als ein günstiger Laptop von 2010. Das was jetzt kommt ist das man all diese langsame Hardware auf mindestens PS4-Niveau hebt, was aber an dem ausgewählten Spiel liegt denn von der Logik her ist es egal welche Pixel da über den Bildschirm laufen, ob das jetzt der neue Pixar-Movie in Echtzeit berechnet ist auf einem Linux Supercomputer im Hintergrund oder das Destiny 2 auf PS4 Nivau. Sicher es ist nicht so wirtschaftlich mit dem Supercomputer der ist nun mal teuer. Aber deswegen meinte ich auch die Arcade-Vergleich am Anfang. Wichtig ist das man versteht das die ausgelieferten Pixel nun mal nur Pixel sind, total egal wo die her kommen. Wenn das mit der Übertragung geht und mit dem Lag ein mal geht, kräht kein Hahn mehr danach. Gut die Auflösung verdoppeln ist dann die Begrenzung oder die zur Verfügung stehende Bandbreite. Aber es ist nur eine Frage der Zeit bis auch in deine Ländliche Gegend eien 4 Spurige Autobahn gebaut wird. Das diese zwangsweise dahingehend Wachsen wo es sich rechnet so etwas anzubieten.. kommt alles von alleine.
johndoe790745
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von johndoe790745 »

KleinerMrDerb hat geschrieben: 02.07.2019 13:05 Das wird sich genauso mit den Jahren ändern wie alles andere auch.

Hätte 2003 jemand eine Umfrage gemacht wieviele Spieler STEAM nicht wollen.... das waren damals wahrscheinlich 99,9998%
Und heute 16 Jahre später... heulen die Leute wenn ein Spiel mal NICHT auf Steam erscheint.
Vor der Switch wollte auch gewühlt Niemand eine Hybridkonsole und das Ding verkauft sich wie blöde...

Streaming ist bei Musik und Film mittlerweile vollständig etabliert und wird es in einigen Jahren auch bei Videospielen sein - das ist der normale Lauf der Dinge.

Was viele Schwarz/Weiß Denker allerdings nicht verstehen wollen ist, dass es ein zusätzliches Standbein wird und neben den gewohnten Konsolen/PC existieren wird.... eben genauso wie Streaming bei Musik und Film.

Ich hätte jedenfalls nicht dagegen wenn ich auf einer Geschäftsreise in jedem X-beliebigen Hotel meine Spiele Abends weiterzocken könnte.
Nur scheisse wenn du dann im Urlaub dein Spiel starten willst und es aus dem Stream herausgeflogen ist.
Da bringt dir auch deine flexibilität nix.
johndoe1260640
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von johndoe1260640 »

Also ich bin froh, wenn ich mir keine Staubfänger mehr ins Regal stellen muss, Streaming interessiert mich trotzdem 0.

Ich will auch nicht "mobil" Spielen, sondern zu Hause gemütlich im Gaming Chair auf dem großen Schirm und meinem zusammen gefrickelten PC wo ich alles selbst in der Hand habe und nicht permanent vom Internet abhängig bin, ob ich jetzt spielen kann oder nicht. Bekomme sowieso Brechreiz wenn ich die ganzen Eptileptiker auf den Smartphones herumfuchteln sehe, als hätten sie einen Anfall. Wie man überhaupt so spielen kann, kann ich nicht ganz nachvollziehen aber naja, bin einfach nicht die Zielgruppe wie mir scheint.