casanoffi hat geschrieben: ↑03.11.2017 10:43
Ich meinte nicht, dass man alles ignorieren sollte und fröhlich weiterspielt, als wäre nichts gewesen.
Ich meinte, solche Spiele gar nicht erst kaufen, auch wenn es "weh tut".
Denn wenn man solche Spiele kauft und nur die Finger von diversen MTA lässt, dann ist das für einen Publisher garantiert nicht das Signal, MTA zukünftig sein zu lassen. Damit erreicht man nur, dass ein Pubslisher sich überlegt, wie er zukünftig MTA anders anbieten kann, damit die Kunden anbeißen.
Aber leider stehe ich da an einem Punkt, wo ich für mich sagen kann:
"Warum soll ich mich für das "Allgemeinwohl" künstlich einschränken?"
Wenn ich wüsste, dass mein genereller Verzicht auf das Game tatsächlich was bewirken würde, wäre ich gerne bereit mein Handeln zu überdenken.
Ich handhabe es so, dass ich MTA's nicht nutze, aber das Game bei Gefallen kaufe. Natürlich nur, so lange das Ganze für mich im erträglichen Rahmen ist.
Ich persönlich glaube, dass der einzelne zu wenig Einfluss auf das Gesamtsystem hat.
Hinzu kommt, dass sich der "laute Teil der Gamer" nicht einmal einig ist, was genau nun das Problem ist.
Die einen sagen "Lootboxen im Allgemeinen", die anderen sagen "solange kein Echtgeld, ist alles Ok". Und wiederum andere sagen nochmals irgendwas anderes oder dies in Variation.
Somit stellt selbst die "Dagegen"-Front keine geschlossene Front dar, da widersprüchliche Aussagen getroffen werden.
Ich zähle mich auch zu der "solange es kein Echtgeld kostet"-Fraktion.
Aber die Frage bleibt:
Wer garantiert mir, dass der laute Teil der Spielerschaft überhaupt gehört, bzw. als Einheit wahrgenommen wird.
Wer garantiert mir, dass ein Verzicht auf Spiel "XYZ" als Kritik an den MTA verstanden wird, und nicht als Kritik am Spiel an sich?
Ich empfinde das Ganze als sehr schwierig, verstehe aber auch jeden, der sich über die Entwicklung aufregt (mach ich ja auch). Nur versuche ich, im Rahmen der mir möglichen Gegebenheiten Kritik öffentlich zu platzieren, zum Beispiel in Form ausführlicher Spielerezensionen (ob das nun jedem passt, ist mir egal).
Und dann seh ich auch da keinen Kampf gegen Windmühlen, sondern eher den Versuch der aktiven Einflussnahme.