Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für Durchgreifen gegen online ausgesprochene Drohnungen, u.a. in Verbindung mit Gamergate

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PixelMurder
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von PixelMurder »

MasterCrain hat geschrieben:"Die Spieleentwickler nutzen dabei gezielt die Machtphantasien männlicher Jugendlicher gegenüber Frauen aus"
Fühle mich durch sowas nicht angegriffen. Ist vielleicht eine überspitzte Aussage, aber sex sells.
MasterCrain hat geschrieben:Warum gerade jetzt plötzlich durchgegriffen werden muss ist mir schleierhaft.
Wahrscheinlich weil das Thema inzwischen auch ausserhalb Game-Foren breit getreten wird. Und wenn ich als männlicher Gamer einige Beiträge hier drin erschreckend finde, dann auch ein Haufen Wähler, denen man nur Best-of-Listen einiger lausiger Zitate vorsetzen muss, damit sie zur Ansicht kommen, dass unsere Kultur vor dem Abgrund steht. Kann mir vorstellen, dass das für Politiker ein gefundenes Fressen ist, denen es gerade langweilig ist.
Mit "erschreckend" meine ich selbst eine persönliche Ebene, weil ich nicht gerne mit Leuten übers Gaming rede, die wegen einen harmlosen Video vor Hass geifern. Eine echte Gefahr meine ich damit nicht, da ich annehme, dass die meisten früher oder später erwachsen werden und irgendwann mal darüber lachen, was sie früher für einen Scheiss verzapften, ging mir selbst ja auch so.
tr1on
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von tr1on »

Sir Richfield hat geschrieben:
Bzw. ein politische Richtung genutzt wird um sie zu diskreditieren. Interne Umfragen haben ergeben, dass viele Beteiligte dem amerikanisch linken Spektrum angehören. Ist also links das neue konservativ? Wobei eh sämtliche politische Richtungen vorhanden sind, da es ja primär nicht um Politik geht.
"Links" und "Rechts" definieren sich AFAIK im Amerikanischen Raum anders als bei uns.
Deshalb denke ich schon, dass da einige "überrascht" sind, wenn ihre persönliche Ansicht in DIESEM Thema der der vermeintlich "gegnerischen" Partei im Allgemeinen entspricht.
Das liegt aber weniger an Amerika als viel mehr an den festgefahrenen deutschen Definitionen von links und rechts, die uns im Laufe der letzten 30, 40 Jahre anerzogen wurden.

by the way: In Amerika und Großbritannien bedeutet konservativ zu sein keineswegs, sich zwangsläufig für mehr Überwachung etc. pp. einsetzen zu müßen. Die meisten Kameras in London etwa wurden meines Wissens in der Zeit von Tony Blair installiert. :wink:
... Durch nationale Identität und politische Symbole wird das Individuum auf gemeinsame Wertvorstellungen verpflichtet und in seiner ordnungsstiftenden Aufgabe bestärkt. Der Staat erscheint dagegen als Verkörperung anonymer Kräfte und Quelle der Unfreiheit. Sicherheit erscheint als Resultat individueller Stärke und Durchsetzungskraft. Diese individualistische Ausprägung konservativen Denkens geht mit einer starken Betonung privater Wirtschaftsformen und persönlicher Wohlstandssteigerung einher.

http://de.wikipedia.org/wiki/Konservatismus
Davon ab ist es sehr erschreckend, was manche schreiben, die mit diesem Thema vertraut sind. Anscheinend kann man nicht mal mehr zocken, ohne das Politik und PC Einzug halten. Dadurch das Games immer mehr in die Mitte der Gesellschaft gerückt wurden, verliert Zocken als Hobby immer weiter an Freiheit, Unbeschwertheit und auch Unabhängigkeit.
Zuletzt geändert von tr1on am 15.03.2015 03:48, insgesamt 3-mal geändert.
MasterCrain
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von MasterCrain »

Mh ich weiß nicht. Sex sells ist eine Sache (und funktioniert auch in Videospielen keine Frage) und meine Zeit als Jugendlicher ist auch schon paar Jahre her, aber interesanter weise hab ich mich von ihren Videos tatsächlich etwas angegriffen gefühlt. Nicht direkt als Person oder Mann, sondern einfach als Mitglied einer Gruppe, die mal wieder Vorurteile über sich ergehen lassen muss.

Es ist noch gar nicht solange her, da hielt man jeden "Gamer" für einen (übrigens rein männlichen) Versager ohne Freundin der sein leben nicht auf die Reihe bekommt.
Damals in der Ausbild (vor 5 Jahren) hab ich noch ständig schiefe Blicke und dümme Sprücke von Arbeitskollegen bekommen weil ich WOW gespielt habe. 2 Freunde von mir haben sogar DESWEGEN mit WOW aufgehört.

Gamer haben grade erst das Image als Versager und Amokläufer ablegen können und jetzt sollen wir ein Image als "Frauenfeindlich" annehmen? Denn darauf wird es hinauslaufen, dank den Idioten die immer noch gegen Sarkeesian und co. hetzten.

Vieleicht kommt ja mal ne zeit in der man nicht komisch angesehen wird wenn man über Hobbys redet und erwähnt das man gerne zockt.
Doch diese ganze Debatte hilft so gar nicht, damit Videospiele als normal etabliert werden. Und da sist etwas das ich Sarkeesian ankreide. Ich zweifle ihre Motive an. Wie sehr geht es ihr wirklich um Gleichberechtigung und Veränderung und wie viel davon is Berechnung.
tr1on
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von tr1on »

MasterCrain hat geschrieben:Mh ich weiß nicht. Sex sells ist eine Sache (und funktioniert auch in Videospielen keine Frage) und meine Zeit als Jugendlicher ist auch schon paar Jahre her, aber interesanter weise hab ich mich von ihren Videos tatsächlich etwas angegriffen gefühlt. Nicht direkt als Person oder Mann, sondern einfach als Mitglied einer Gruppe, die mal wieder Vorurteile über sich ergehen lassen muss.

Es ist noch gar nicht solange her, da hielt man jeden "Gamer" für einen (übrigens rein männlichen) Versager ohne Freundin der sein leben nicht auf die Reihe bekommt.
Damals in der Ausbild (vor 5 Jahren) hab ich noch ständig schiefe Blicke und dümme Sprücke von Arbeitskollegen bekommen weil ich WOW gespielt habe. 2 Freunde von mir haben sogar DESWEGEN mit WOW aufgehört.

Gamer haben grade erst das Image als Versager und Amokläufer ablegen können und jetzt sollen wir ein Image als "Frauenfeindlich" annehmen? Denn darauf wird es hinauslaufen, dank den Idioten die immer noch gegen Sarkeesian und co. hetzten.

Vieleicht kommt ja mal ne zeit in der man nicht komisch angesehen wird wenn man über Hobbys redet und erwähnt das man gerne zockt.
Doch diese ganze Debatte hilft so gar nicht, damit Videospiele als normal etabliert werden. Und da sist etwas das ich Sarkeesian ankreide. Ich zweifle ihre Motive an. Wie sehr geht es ihr wirklich um Gleichberechtigung und Veränderung und wie viel davon is Berechnung.
Einerseits verstehe ich dich, andrerseits würde ich mich auch nie selbst als Gamer bezeichnen. Videospiele sind zwar ein großes Hobby, aber ist man deshalb Mitglied einer bestimmten Gruppe? Muss man sich immer in eine bestimmte Schublade stecken lassen? Ich weiß nicht...

Beim Fußball komme ich nicht drum rum, da bin ich einfach Fan meines Vereins (aufgrund von familiärer und regionaler Verbundenheit, Nostalgie, Liebe...), das hat auch etwas mit Seele zu tun.
Aber Zocken? Hat das eine Seele?? Am ehesten trifft von diesen Charakteristika noch "Nostalgie" darauf zu. Erinnerungen an den ersten GameBoy, den NES und Super-Nintendo... an meine KIndheit und Jugend. Wo es noch etwas besonderes war oder mir zumindest so erschien, von einem neuen Spiel oder System in den Bann gezogen zu werden.

Das letzte Mal, dass es mir so erging, war bei TLOU - und das ist auch schon fast 2 Jahre her, wenn man mal von der Remastered-Version absieht. Sorry, wenn ich etwas abgeschwiffen bin, aber du versteht hoffentlich, was ich meine... :wink:
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Obscura_Nox
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von Obscura_Nox »

@PixelMurder

Geh doch bitte auch auf die anderen Punkte in meinem Post ein. Und es gibt keine Auswirkungen? Dass inzwischen jede PR Abteilung hechelnd und sabbernt stolz ihre "politisch korrekte" Firmenpolitik ins öffentliche trägt ist wohl natürlich reiner Zufall.

Fühle mich durch sowas nicht angegriffen. Ist vielleicht eine überspitzte Aussage, aber sex sells.
Sorry, aber so langsam verlierst du an Glaubwürdigkeit. Nur weil DU dich nicht angegriffen fühlst, ist es nicht weniger hetzerisch oder polemisch.
Bambi0815
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von Bambi0815 »

sex sells funktioniert gerade nicht in videospielen. auch wenn einige es behaupten. was haben wir den ? larry suit larry ? naja fie spielebranche hat zumindest schnell gemerkt das spiele wo es um sex geht wenig verkäufe hat. ansonsten würde sich mittlerweile auch eine genre da ergeben haben. hats aber nicht.

ein wenig leicht bekleidete frauen haben nicht ihren ursprung darin weil jemand gedacht hat dass sich sowas besser verkauft. es ist eine reine designfrage (bezogen auf das gestallterische) als eine frage ob man damit verkäufe ankurbeln kann.
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Obscura_Nox
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von Obscura_Nox »

Bambi0815 hat geschrieben:sex sells funktioniert gerade nicht in videospielen. auch wenn einige es behaupten. was haben wir den ? larry suit larry ? naja fie spielebranche hat zumindest schnell gemerkt das spiele wo es um sex geht wenig verkäufe hat. ansonsten würde sich mittlerweile auch eine genre da ergeben haben. hats aber nicht.

ein wenig leicht bekleidete frauen haben nicht ihren ursprung darin weil jemand gedacht hat dass sich sowas besser verkauft. es ist eine reine designfrage (bezogen auf das gestallterische) als eine frage ob man damit verkäufe ankurbeln kann.

Humbug, natürlich ist es ein wirtschaftlicher Aspekt. Und "Sex sells" bezieht sich nicht zwangsläufig auf Sex selbst, sondern viel mehr auf Erotik.
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SethSteiner
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von SethSteiner »

MasterCrain hat geschrieben:Gamer haben grade erst das Image als Versager und Amokläufer ablegen können und jetzt sollen wir ein Image als "Frauenfeindlich" annehmen? Denn darauf wird es hinauslaufen, dank den Idioten die immer noch gegen Sarkeesian und co. hetzten.
Hatten wir das Image wirklich oder war es etwas was in den Medien versucht wurde durchzudrücken und ein paar Leute annahmen, die eben lieber RTL als Arte gucken? Nicht dass ich nicht solchen Vorurteilen auch begegnet wäre, ohne Frage gab es sie aber das heisst nicht dass sie allgemein akzeptiert waren.
Sarkeesian ist jetzt auch noch mal was anderes. Gerade in Amerika scheint es da einen noch viel intensiveren Kampf zu geben, zwischen ihrer Clique und eben Leuten, die das nicht auf sich sitzen lassen wollen. Das ist eben auch nachvollziehbar, denn auf Sarkeesian zu antworten ist keine Hetze. Sie hat sich in die Öffentlichkeit gestellt und tut das auch immer wieder, es ist völlig normal, dass dann eben auch Menschen andere Positionen vertreten und ihr entgegenstellen. Würden irgendwann Videospieler tatsächlich als frauenfeindlich angesehen, was bei den Abermillionen langsam aber ernsthaft krass schwierig ist, weil Videospiele sich längst neben Musik und Kino gesellt haben, dann wäre das wohl eher Sarkeesian zu verdanken. Nicht denen, die auf sie reagieren.
Vieleicht kommt ja mal ne zeit in der man nicht komisch angesehen wird wenn man über Hobbys redet und erwähnt das man gerne zockt. Doch diese ganze Debatte hilft so gar nicht, damit Videospiele als normal etabliert werden. Und da sist etwas das ich Sarkeesian ankreide. Ich zweifle ihre Motive an. Wie sehr geht es ihr wirklich um Gleichberechtigung und Veränderung und wie viel davon is Berechnung.
Die haben wir schon. Wie gesagt. Diese Debatte an sich, nicht Sarkeesian selbst, die sie eher untergräbt, ist aber normal. Solche Diskussionen kann man als Cineast oder Literat auch bei anderen Medien finden, wenn man sie nur lang genug verfolgt. Das ist wirklich nichts neues.

Nebenbei zu Sarkeesianschen Äußerungen wie mit den Machtphantasien:
Ja es fällt nicht nur bei ihr auf, wie ständig Männern oder Jungen die Schuld zugeschoben wird. Ihnen wird quasi unterstellt, irgendwie programmiert zusein und darauf würde dann von der Industrie reagiert. Extrem gesagt, Männer sind Schweine und die Industrie füttert sie. In diese Kerbe schlägt nebenbei auch immer dieses "Ja die meisten Gamer sind halt Männer".
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TP-Skeletor
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von TP-Skeletor »

Ich mag Christina H. Sommers:

https://www.youtube.com/watch?v=1oqyrflOQFc
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James Dean
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von James Dean »

MasterCrain hat geschrieben:
Vieleicht kommt ja mal ne zeit in der man nicht komisch angesehen wird wenn man über Hobbys redet und erwähnt das man gerne zockt.
Klar, zur gleichen Zeit, wenn das Spielen von Erwachsenen mit Lego Duplo oder My Little Pony Plüschfiguren als normal anerkannt wird. :lol:
MasterCrain
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von MasterCrain »

James Dean hat geschrieben:
MasterCrain hat geschrieben:
Vieleicht kommt ja mal ne zeit in der man nicht komisch angesehen wird wenn man über Hobbys redet und erwähnt das man gerne zockt.
Klar, zur gleichen Zeit, wenn das Spielen von Erwachsenen mit Lego Duplo oder My Little Pony Plüschfiguren als normal anerkannt wird. :lol:
Genau hier ist doch das Problem. Du setzt grade Videospiele auf die selbe Stufe wie Spielzeug das eindeutig auf jüngere Kinder zugeschnitten ist. (auch wenn es wohl ironisch gemeint war, passt das doch ganz gut)
Das trifft bei Videospielen aber nicht zu. Diese haben, je nach Spiel, eine Reichweite von 6 bis open end.
Wie man glauben kann Videospiele die von der altersbegrenzung her erst ab 16 oder 18 sind wären "Kinderspiele" mit denen ein Erwachsener nicht spielen sollte ist mir schleierhaft. Grade Spiele die eine intensive und komplexe Story vermitteln können sich problemlos mit einem guten Buch oder Film messen. Und davon hatten wir doch in den letzten jahren einige.

@SethSteiner
Ob wir das Image hatten? Ja hatten wir. Wenn groß in den Nachichten von Killerspielen geredet wird die Jugendliche zu Amokläufern machen und Politiker sich vor die Kamera stellen und irgentwelche Massnahmen fordern, dann ist das meiner Meinung nach keine Sache die "nur ein paar Leute schauen"

Und solange man in der öffentlichkeit nicht mit Freunden oder Kollegen übers zocken so reden kann wie über das Fußballspiel am Wochenende (und zumindest in meinem Freundes/Kollegenkreis geht das nicht ohne weiteres) hoffe ich darauf das sich in den Köpfen der Leute was tut.

@ tr1on
Und auch da verstehe ich dich. Obwohl ich auch heute noch gerne zocke, früher hatt einen das ganze noch mehr fasziniert. Man erinnert sich an Spiele die man fast am Stück durchgespielt hat ohne auf die Zeit zu achten.
Aber das ändert doch nichts daran, dass Zocken ein, wie du selbst sagst, großes Hobby, sind. Da identifiziert man sich doch ein wenig mit oder nicht?
Ich Beispielsweise lese auch gern und viel. Grade Fantasy. Wenn sich jetzt jemand öffentlich als "Experte" hinstellt und behauptet: "Leser von Fantasy Literatur entfliehen mit ihren Hobby die Realität weil sie im echten Leben oft nichts erreicht haben" oder ähnliches. Da würde ich mich doch als "Leser" (super wort als anspielung auf "Gamer") doch auch irgentwie angegriffen fühlen oder?
Oder nimm Fussball. Stell dir vor jemand wie Sarkeesian, die ja durchaus ne Menge Leute erreicht, verbreitet, dass Fussballfans oder vieleicht sogar grade Fans deines Vereins Frauenfeindlich sind und. Würde dich das nicht stören?
Und ich glaub das kannst du auf jedes Hobby, vom Schachspielen bis hin zum Tischtennis übertragen.

@Obscura_Nox
Abgesehen davon das mit "Sex sells" eher Dinge gemeint sind wie Bayonettas auftreten oder die weiblichen Rüstungen in MMOs (also alles was "Mann" sich gerne ansieht) gibt es ein ganzes Genre um eben solche Sexspiele. Das sich "Larry" schlecht verkauft hat liegt daran das ein Humor-Adventure in dem Bereich sich tatsächlich schlecht verkauft. Aber all die Datingspiele (bei denen es durchaus auch mal etweas weiter geht als nur bis zum Date) verkaufen sich nicht ohne Grund so gut. (schau einfach mal so zB bei Steam rein, wie viele es davon gibt, durchaus auch hoch plaziert bei "beliebte Spiele")
Wobei das zugegeben in Europa noch überschaubar ist. In bestimmten Ländern verkaufen die sich wie geschnitten Brot.
PixelMurder
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von PixelMurder »

Obscura_Nox hat geschrieben:@PixelMurder

Geh doch bitte auch auf die anderen Punkte in meinem Post ein. Und es gibt keine Auswirkungen? Dass inzwischen jede PR Abteilung hechelnd und sabbernt stolz ihre "politisch korrekte" Firmenpolitik ins öffentliche trägt ist wohl natürlich reiner Zufall.

Fühle mich durch sowas nicht angegriffen. Ist vielleicht eine überspitzte Aussage, aber sex sells.
Sorry, aber so langsam verlierst du an Glaubwürdigkeit. Nur weil DU dich nicht angegriffen fühlst, ist es nicht weniger hetzerisch oder polemisch.
Stimmt, die "Auswirkung" habe ich gesehen. Das kommt von den selben, die sagen, dass in Spiel X keine Mikrotransaktionen sein werden, dass der Multiplayer beim Start funktionieren wird, dass sie keine Inhalte zugunsten von DLC aus dem Spiel nehmen werden. Was es bedeutet, wird sich zeigen.
Ich fand zum Beispiel GTA5 unter anderem totlangweilig, weil es zuwenig starke Frauen drin hatte und ich hätte einen der drei Charaktere weiblich gemacht. Und ich fand es nett, dass Gears of war Judgement eine spielbare weibliche Kämpferin hatte. In Mass Effect spiele ich immer FemShep, nur schon wegen Jennifer Hale. Und im Moment lese ich gerade einen Roman mit einer weiblichen Ermittlerin, was genauso gut ist, wie mit einem männlichen.

Sorry, den letzten Post musste ich abkürzen, weil ich raus musste. Ich muss es jedoch an meinen eigenen Reaktionen bemessen, ob ich eine Aussage für zu polemisch halte. Ich hätte mich angepisst gefühlt, wenn sie gesagt hätte, Männer seien Schweine und dann hätte ich sie vielleicht einen Schmierfink genannt. Aber in dem Fall fand ich das Schmierfink viel polemischer, als ihre überspitzte Aussage.
Nein, ich glaube nicht, dass sie sich gedacht hat, jetzt bin ich mal so richtig polemisch, um einen Shitstorm zu erzeugen, der für Klicks sorgt. Ich glaube, dass sie glaubt, was sie sagt.

Natürlich darf man sich auch über Kleinigkeiten aufregen, nicht nur über die grossen Dinge. Aber es ist immer der Ton, der die Musik macht und es kommt immer auf den Kontext an. Mich macht es etwa grantig, wenn man mich mit ausgebeinten Rumpfspielen wie Destiny und dem Verkauf von DLC über den Tisch ziehen möchte. Dasselbe für Rockstar, die die Ports von GTA5 gezielt verzögerten, um möglichst viel Kohle durch Doppelkäufe während dem Gen-Wechsel zu machen. Da steckt für mich ein perfider Plan dahinter und ich bezeichne die Verantwortlichen deshalb als Ärsche. Sarkeesian hat hingegen nur ihre Meinung über etwas gesagt, das sie beschäftigt, und wird darauf hin grob beschimpft und teilweise bedroht, wie wenn einige Leute zeigen wollten, dass die Klischees über (meist)männliche Gamer wahr sind.
tr1on
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von tr1on »

MasterCrain hat geschrieben: Und auch da verstehe ich dich. Obwohl ich auch heute noch gerne zocke, früher hatt einen das ganze noch mehr fasziniert. Man erinnert sich an Spiele die man fast am Stück durchgespielt hat ohne auf die Zeit zu achten.
Aber das ändert doch nichts daran, dass Zocken ein, wie du selbst sagst, großes Hobby, sind. Da identifiziert man sich doch ein wenig mit oder nicht?
Ich Beispielsweise lese auch gern und viel. Grade Fantasy. Wenn sich jetzt jemand öffentlich als "Experte" hinstellt und behauptet: "Leser von Fantasy Literatur entfliehen mit ihren Hobby die Realität weil sie im echten Leben oft nichts erreicht haben" oder ähnliches. Da würde ich mich doch als "Leser" (super wort als anspielung auf "Gamer") doch auch irgentwie angegriffen fühlen oder?
Oder nimm Fussball. Stell dir vor jemand wie Sarkeesian, die ja durchaus ne Menge Leute erreicht, verbreitet, dass Fussballfans oder vieleicht sogar grade Fans deines Vereins Frauenfeindlich sind und. Würde dich das nicht stören?
Und ich glaub das kannst du auf jedes Hobby, vom Schachspielen bis hin zum Tischtennis übertragen
Da brauche ich mir nichts vorzustellen, weil es noch gar nicht so lange her ist, seit der Fußball wieder so richtig salonfähig geworden ist. Für Reiche, "Promis" und auch für Frauen+Familien. In den 80ern und 90ern waren Bundesliga und Nationalmannschaft fast noch reine Männersache und wenn man regelmäßig in die Kurve ging, galt man in bestimmten Kreisen als "Asi". Durch die neuen Stadien im Zuge der WM 2006 stieg der Komfort, die neuen schicken Stadien waren sicherer, es wurde zum Teil "wetterfest", es gab Logen und Familienblöcke... Das sind u.a. alles Faktoren, warum die Bundesliga so boomt im Gegensatz zu anderen europäischen Ligen, z.B. der italienischen Serie A. Nur es besteht die reele Gefahr, dass der Fußball irgendwann zu überkommerzialisiert ist und sich der eigentliche Kern des Ganzen, der immer noch hart arbeitende einfache männliche Fan, sich von seinem Sport abwendet, weil er nicht mehr das ist, was er früher einmal darstellte.

Und genau das trifft leider heute schon auf die Games-Branche zu. Ich habe kein Problem damit mich mit einer Gruppe zu identifizieren, mit der ich Werte teile. Und ich würde mich auch nicht dafür schämen, wenn ich gegenüber Mediumfremden zugeben würde, dass ich mit 32 immer noch Videospiele mag.

Mein Problem ist viel mehr, dass ich das Gefühl habe, das in dieser Industrie seit einiger Zeit das Credo gilt, den Leuten auf möglichst dreiste und unverschämte Art und Weise ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Es gibt so viele Beispiele allein aus den letzten 24 Monaten. Bei jedem bekannten AAA-Hersteller, in so gut wie jedem Genre und auf fast jedem System. Angefangen bei DRM auf dem PC (der Hauptgrund, weswegen ich kaum noch auf dem PC spiele) über die DLC-Abzocke bis hin zu unvollständigen und/oder unglaublich schlecht releasten Spielen. Ich hatte mich z.B. sehr auf Destiny gefreut, das kam kurz nachdem ich mir ne PS4 angeschafft hatte und es sollte eigentlich ein Grund für die neue Konsole sein. Als ich dann die Test-Berichte las und es bei einem Freund Probe spielen konnte, war das Interesse vollends verflogen. Es blieb das Gefühl, dass man viel mehr hätte erreichen können, wenn Activision als Publisher nicht so aufs Geld geschaut und man dem Ding etwas mehr Zeit eingeräumt hätte.

Oder nehmen wir FIFA. Eine früher sehr geschätzte Reihe, die fast jedes Jahr aufs neue zu mir fand. Bis zum letzten Herbst, als ich mir mein erstes - und wahrscheinlich auch vorerst letztes - FIFA für die neue Konsole holte. Mittlerweile hat man den Eindruck, dass der Fokus nur noch auf dem "Ultimate Team"-Online-Modus liegt und das übrige Spiel und Gameplay möglichst simpel gehalten wird, um auch ja viel Kohle von Jedermann abzugreifen. Und das ist eine Entwicklung, die man so (oder so ähnlich) auch bei anderen großen Titeln in anderen Genres feststellen kann.

Ich möchte nicht so gern die "dumme Kuh" sein, die sich von dieser Industrie bis zum Letzten melken läßt. Ich sehe es an Freunden und Bekannten, die sich ganz selbstverständlich als "DIE Gamer" bezeichnen und sich jedes Jahr das neuste COD vollkommen unkritisch samt aller erscheinenden DLC's kaufen.

Das Problem ist mit so fundamentalen Emanzen, dass sie wissen, dass die Industrie immer wachstumsorientiert handelt und wenn man glaubt, dass Frauen eine große Wachstumsgruppe für Videospiele sind, wird man sich evtl. davon beeinflussen lassen... Ich kann es mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendwann genauso viel Frauen wie Männer AAA-Games und Indies spielen werden. Das sind eher so Sachen wie CandyCrush und Cityville beliebt. EInfach, kostenlos verfügbar und über Facebook aufrufbar. Über das Weltbild der Dame kann man sich natürlich streiten. Ich denke, es hat schon seine Gründe, warum wir bestimmte Schönheitsideale haben. Die sind ja nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern haben sich im Laufe der Geschichte unseres Kulturkreises und der Evolution entwickelt. Eine z.B. wirklich dicke Frau mit kurzen Haaren und Hängebrüsten oder eine muskelbepackte Bodybuilderin mit Glatze... wer möchte so etwas bitte sehen? Man kann natürlich eine dicke Frau einbauen, um damit noch besser bei dicken Frauen/Menschen für Spiel/Produkt XYZ zu werben, aber man muss natürlich auch aus ethischer und nicht nur aus ästhetischer Sicht fragen: Dient so etwas der Gesellschaft? Möchten wir eine Gesellschaft, in der so etwas als erstrebenswert gilt? Natürlich gibt es davon wahrscheinlich mehr als andersrum, aber ist eine Krankheit wie Adipositas oder (im Falle der Bodybuilderin) unnatürlicher Muskelaufbau durch Steroidmissbrauch tatsächlich etwas, worauf man stolz sein sollte? Das Eine noch das Andere ist wirklich gesund. Auch und vor allem nicht für das Individuum.
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Knarfe1000
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von Knarfe1000 »

PixelMurder hat geschrieben: Es geht mir überhaupt nicht drum, ob du mehr oder weniger mit ihrer Meinung konform gehst oder ob du dich sogar ein wenig darüber aufregst. Aber viele Reaktionen auf das Video finde ich persönlich erschreckend, da sie jede Verhältnismässigkeit überschreiten, selbst wenn sie überwiegend unter Meinungsfreiheit gehen.
Eine Reaktion wie "Schmierfink und verlogene Selbstdarstellerin" kann für mich keine angemessene Antwort auf Sarkeesians Videos sein, Meinungsfreiheit hin oder her. Ich würde vom Tisch aufstehen und gehen, wenn ich mit Leuten das Video analysieren würde und so eine Reaktion käme, weil ich das so verstehen würde, dass man mit der betreffenden Person keine vernünftige Diskussion über dieses und praktisch jedes andere Thema führen kann und dass sie mir unsymphatisch ist. Und das sollte ich eigentlich auch in diesem Forum so halten.
Klar können andere Meinungen oder deren deutliche Artikulation erschreckend sein. Aber dann die "Flucht" ergreifen...finde ich schwach.

"Schmierfink" und "Verlogene Selbstdarstellerin" sind harte aber absolut legitime Attributierungen, mit der man in der öffentlichen Kontroverse auch leben können sollte. Aufforderungen zu Straftaten sind wiederum durch nichts zu entschuldigen.
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Knarfe1000
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Re: Amerikanische Kongressangehörige fordert mehr Mittel für

Beitrag von Knarfe1000 »

PixelMurder hat geschrieben:Mit dem Begriff "Schmierfink" verbinde ich "bösartige Zwecke". Ein rassistischer Hetzer ist etwa ein Schmierfink für mich, oder auch schon ein Klatschreporter oder meinetwegen die Fox News. Sarkeesian ist weder bösartig noch verlogen, sie glaubt das, was sie sagt und was sie sagt, schadet keinem.
Deine Meinung und Bewertung - ich (und viele andere) sehe das etwas anders.