Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher, der die weibliche Hauptfigur akzeptierte

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billy coen 80
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von billy coen 80 »

nawarI hat geschrieben:Die Szenen bei Tomb Raider, wo Lara einfach mal zitternd am Feuer sitzt, sich bei ihrem ersten getötetem Hirsch noch entschuldigt (bevor die Großwildjagt beginnt) oder zusammenbricht, als sie ihren ersten menschlichen Gegner tötet, hätten mit einem Nathen Drake völlig deplaziert gewirkt. In Uncharted ballert man ja schon in den ersten fünf Minuten die Piraten ab, als wären es Moorhühner.
Selbst das könnte man mit einem Mann glaubwürdig realisieren. Wie du schon richtig schriebst: es kommt darauf an, wie der Charakter ausgelegt ist und wie gut man ihn darauf basierend geschrieben hat.

Bei Uncharted wär eine solche Darstellung in erster Linie der angestrebten, eher lockeren Grundstimmung in den Spielen abträglich, wäre Nate ein Emo, der ständig über die Sinnlosigkeit seines Handelns sinniert und bei jedem getöteten Gegner nen Weinkrampf bekommt.

Letztlich ist das Allerwichtigste die Vision der Schöpfer über das, was sie machen wollten. Geschlechter und ihre lang eingeübten Rollen können da genutzt werden, um die Wirkungen noch zu verstärken, aber sind letztlich doch eher sekundär. Man kann eigentlich jeden Charakter, unabhängig davon, ob er ne Pflaume oder ein Würstchen in der Hose spazieren trägt, auslegen wie man will. Und auch Geschlechterrollen, welche nicht selten Stereotypen sind, können da gerne mal aufgebrochen werden... :D
Baralin
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von Baralin »

billy coen 80 hat geschrieben:
soul-stylez hat geschrieben: (auch früher nicht: NOLF war ja auch nicht gerade ein Bestseller). Persönlich ist mir da immer zuviel SEX (im Sinne von Erotik) mit drin. Ich geb mir lieber mit einem gelegentlichen Porno die volle Dröhnung.Andere mögen ganz ähnliche oder gänzlich andere Gründe haben, eine Frau als Hauptdarsteller war aber schon immer ein Ladenhüter.
Ja, warum "No one lives forever" sich offenbar nicht so gut verkauft hat, habe ich nie so recht verstanden. Das gleiche gilt eigentlich für "Mirror's Edge" und "Beyond Good & Evil", die ich als Kerl alle sehr mochte - ach was, zu meinen All Time Favorites zähle.

"Remember me" hatte ich mir über PS+ auch angesehen, bin aber nicht mit der Steuerung zurechgekommen. Aber gut, Beat 'em Ups sind jetzt bis auf Ausnahmen ("Beyond Good & Evil") nichts für mich.

Was Uncharted angeht, wollte ich impulsiv schreiben, dass das mit einem weiblichen Charakter wohl nicht funktionieren würde. Aber Uncharted mit weiblichem Charakter wäre ja Tomb Raider, und zumindest den letzten Teil mochte ich auch ganz gern!
Baralin
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von Baralin »

billy coen 80 hat geschrieben: Und auch Geschlechterrollen, welche nicht selten Stereotypen sind, können da gerne mal aufgebrochen werden... :D
Stimmt auch wieder. Schließlich sind männlich und weiblich, was den Charakter angeht, keine schwarz-weißen Gegenpole, sondern eine Bandbreite, innerhalb derer sich jeder ausleben kann und darf und eigentlich auch muss.
Falric2
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von Falric2 »

Was ich interessant finde, ist wenn ein Spiel (oder auch Film, egal) mit einer weiblichen Hauptfigur floppt, dann ist natürlich die weibliche Hauptfigur Schuld daran. Das es tausend andere Gründe haben kann (Genauso wie bei Spielen mit männlichen Hauptfiguren) wird oft garnicht in Betracht bezogen. :)
soul-stylez
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von soul-stylez »

Stereotypen erleichtern uns das Leben.
Frau: Weich, etwas ängstlich, schüchtern.
Mann: Stark und gelegentlich für Situationskomik gut.

Wenn eine Frau stark ist, ist sie ein verkappter Mann.
Ist ein Mann schwach, ist er eine verkappte Frau.
Das macht das Leben kompliziert. Und wir Menschen lieben einfach.

Der letzte Tomb Raider hat auch nur gut funktioniert weil die Protagonistin weich, etwas ängstlich, und schüchtern war.

Bayonetta? Flop. Remember Me? Flop. NOLF? Flop. Eine starke Lara Croft würde heute auch nicht mehr funktionieren.
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breakibuu
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von breakibuu »

soul-stylez hat geschrieben: Bayonetta? Flop. Remember Me? Flop. NOLF? Flop. Eine starke Lara Croft würde heute auch nicht mehr funktionieren.
Bayonetta ist dann doch eher gefloppt, weil der Stil schon sehr, sehr speziell ist. Und Remember Me ist auch wohl eher gefloppt, weils einfach kein gutes Spiel is. Bei NOLF find ich allerdings auch keinen vernünftigen Grund. Vermutlich wars einfach seiner Zeit zu weit voraus. In einer Zeit in der UT, Quake und Turok der "heiße Scheiß" waren, kann man mit selbstironischem und intelligentem Gameplay nur schwer punkten :Häschen:
An Cate scheints aber jedenfalls nicht gelegen zu haben. Der Teil in dem man nen Kerl spielt is ja auch gefloppt
soul-stylez
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von soul-stylez »

Der Teil in dem man nen Kerl spielt is ja auch gefloppt
Wäre anders gewesen, wäre Cate Archer von Anfang an Archer Cate gewesen.
billy coen 80
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von billy coen 80 »

Das Schöne an solchen "Hätte-Wäre-Wenn-Konstrukten" ist, dass man sie so schwer widerlegen kann. Wie soll man etwas widerlegen, was nur auf Annahmen beruht, für deren Für und Wider es nichts gibt, was man aus der Welt des Tatsächlichen anführen könnte? Und im Zweifel fällt einem immer noch ein weiterer Konjunktiv ein, um die Ursprungsaussage zu untermauern... :wink: :D

Es floppen und floppten schon derart viele Spiele mit interessanten Ideen und männlichen Charakteren, dass es schon etwas komisch wirkt, jeden Flop eines Spieles mit einem weiblichen Protagonisten mit der Weiblichkeit des Protagonisten zu begründen. Ich schrieb bereits Eingangs: ich hab auch manchmal den Eindruck, dass dies auch gerne von Entwicklern und Publishern als Vorwand genutzt wird, um den Misserfolg ihres Produktes zu erklären.

Es mag sein, dass ein weiblicher Char ein leichtes Hemmnis sein kann. Es wurden ja schon Erfahrungsberichte hier gepostet, in denen irgendwelche Honks mal meinten, ihre Männlichkeit erlaube ihnen das Spielen mit einem weiblichen Charakter nicht, ohne dabei offenbar zu merken, was man sich da selbst für ein Armutszeugnis ausstellt, aber ich bezweifle stark, dass solche Typen die Mehrheit der männlichen "Gamer" darstellen.
Zuletzt geändert von billy coen 80 am 13.01.2015 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
soul-stylez
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von soul-stylez »

ich bezweifle stark, dass solche Typen die Mehrheit der männlichen "Gamer" darstellen.
Die Ladenhüter mit Frauen als Hauptdarsteller beweisen dir gerne das Gegenteil.
billy coen 80
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von billy coen 80 »

Bitte nicht die Begrifflichkeiten Beweis und These verwechseln! :wink:

Was machen wir, wie gesagt, mit den durchaus erfolgreichen??? Hatte ja schon ein paar Titel genannt, die trotz weiblicher Charaktere keine Ladenhüter waren.
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ZackeZells
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von ZackeZells »

Was machen wir, wie gesagt, mit den durchaus erfolgreichen??? Hatte ja schon ein paar Titel genannt, die trotz weiblicher Charaktere keine Ladenhüter waren.
Ist aber auch sehr einfach das darauf zurückzuführen das sie keine Flops waren, gerade eben weil es eine Protagonistin gab....
artavenue
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von artavenue »

Irgendwer schlug auf Seite 1 Conchita Wurst vor. Find ich lustig, würde ich spielen :D
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TheLaughingMan
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von TheLaughingMan »

Wenn man bedenkt was für eine Art Spiel Life is Strange werden soll frage ich mich welchen Nutzen man sich bei anderen Publishern von einem männlichen Protagonisten verspricht? Glauben die etwa die ganzen CoD Rambros werden auf einmal ein Game kaufen in dem es wohl in erster Linie um Gefühle und Zwischenmenschliches geht weil sie dabei einen Mann spielen? 8O
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Randall Flagg78
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von Randall Flagg78 »

artavenue hat geschrieben:Irgendwer schlug auf Seite 1 Conchita Wurst vor. Find ich lustig, würde ich spielen :D
Ich nicht, denn wie diese Type sehe, muss ich brechen. Sorry, ist aber so. Zudem hab ich einiges über den werten Herrn (und das schreibe ich bewusst) gehört.
Ich habe einen Bekannten, dessen Tochter mit Herr/Frau Wurst zur Schule gegangen ist und der ihn/sie persönlich kennt.
Und laut dessen Aussage ist der weder schwul, noch eine Transe. Das ist alles nur Gemache um berühmt zu werden und irgendwie aufzufallen.
Und für solche Leute hab ich nichts übrig, tut mir leid. In meinen Augen wird dadurch eine Menschengruppe verspottet, indem man sie kopiert und sie dazu benutzt, Aufsehen zu erregen. Und das kann ich nicht ab, denn so etwas gehört sich nicht.
maho76
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Re: Life is Strange: Square Enix war der einzige Publisher,

Beitrag von maho76 »

Und laut dessen Aussage ist der weder schwul, noch eine Transe. Das ist alles nur Gemache um berühmt zu werden und irgendwie aufzufallen.
Und für solche Leute hab ich nichts übrig, tut mir leid. In meinen Augen wird dadurch eine Menschengruppe verspottet, indem man sie kopiert und sie dazu benutzt, Aufsehen zu erregen. Und das kann ich nicht ab, denn so etwas gehört sich nicht.
menschen ändern sich, insbesondere zwischen schule und "leben". hatte ein Mädel im LK die keine 2 jahre später ein typ war. auch wir normalos haben um die 20 rum eine umwälzungsphase, und viele mehr folgen danach.
herr/frau wurst muss man zugestehen dass sie mit ihrer Prominenz nicht fahrlässig umgeht wie andere, er/sie machte sich von anfang an für wohltätigkeiten und Minderheiten stark und hat immer die toleranzbotschaft verbreitet, hab ich nie als eigennützig gesehen.
Wenn eine Frau stark ist, ist sie ein verkappter Mann.
Ist ein Mann schwach, ist er eine verkappte Frau.
seit VASQUEZ (Jenette Goldstein) und spätestens michelle rodriguez (die ich noch nie in ner anderen rolle als der power-Amazone gesehen hab^^) obsolet. sowas dauert halt immer ne ganze weile bis es in die köpfe sickert, aber der anfang wurde in den 80/90ern gemacht. alles weitere wird folgen. heute ist es doch Standard in jedem actioner dass die taffe frau irgendwann zwischendrin den Helden rettet und dann beide gemeinsam ins finale gehen (auch Schablone, ich weiss), so sehr Standard dass es schon wieder nervt und die biedere "holde zu rettende maid" schon wieder nette Abwechslung ist. kann mir einer auf anhieb nen modernen Actionfilm ohne taffe Schönheit in der 2ten Hauptrolle nennen? ich muss da erstmal überlegen. :)