muecke-the-lietz hat geschrieben:In beiden Fälle ist das jedoch vermessen, da es sich in allen Fällen um Millionen Seller handelt und nicht um irgendwelche Flops aus der hintersten Ecke. Gerade, wenn man mal Qualität und Verkaufszahlen ins Verhältnis zu einander setzt, sind Squenix und Capcom super bei weg gekommen.
"Qualität" geht einem Controller aber am Arsch vorbei, wenn der Umsatz nicht in Relation zu den Produktionskosten steht. Und das scheint bei TR eben nicht der Fall zu sein. Man hat mit wesentlich größeren Umsätzen kalkuliert, hat darauf das Budget für Entwicklung und Marketing festgelegt und schaut jetzt natürlich in die Röhre, weil die erwarteten Umsätze ausbleiben. Halt "verkalkuliert".
Und ein großes Dankeschön an die Fans, wie es früher mal üblich war, hätte es einfach mal getan. Dieses ganze Jahresbilanz Gebashe wird doch nur rausgehauen, um den nächsten belanglose MP Part, Browser Game Schrott oder DLC Wahnsinn zu rechtfertigen.
SE ist eine börsennotierte Firma, die nur ihren Aktionären gegenüber verpflichtet ist. Die Kunden sind hier nur lästiges Beiwerk, das man ertragen muss, um die notwendigen Umsätze zu produzieren.
Ich dachte eigentlich, das gerade du solche Machenschaften als das entlarven würdest was sie sind. Ein Ausdruck der Verkommenheit und der Hybris, der die gesamte Branche anheim gefallen ist.
Als ich diese Meldung zum ersten Mal gelesen habe, konnte ich für etwa eine Stunde ein gewisses Grinsen im Gesicht nicht unterdrücken

So ist das nicht. Ich rege mich nur nicht mehr so auf, ich lache nur noch über die Majors, die nach Jahren sorgenlosen Geldverdienens plötzlich nicht mehr wissen, was sie machen sollen.
100 Mio. $ the Fuck. Wenn das war sein sollte, steckt die Gaming Branche in größeren Schwierigkeiten als ich dachte.
Jopp. Vor etwa zehn Jahren hat Warren Spector zusammen mit zwei anderen Designern, auf einer GDC lautstark gegen den Größenwahn in der Industrie gewettert, der langfristig zum kreativen und anschliessend finanziellen Ausbluten der Branche führen wird. Das kreative Ausbluten, das haben wir jetzt hinter uns. Jetzt geht es den Publishern allmählich finanziell an den Kragen, weil sie nicht mehr die Umsatzsteigerungen liefern können, die von ihen Aktionären gefordert werden. Ohne Umsatzsteigerung sind die nämlich bald weg und wenn die Aktionäre weg sind, können die Majors nicht mehr ihre Strukturen aufrechterhalten, die in den letzten zehn, fünfzehn Jahren unter dem Einfluss von viel billigem Kapital entstanden sind.