"Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

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Melcor
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Melcor » 03.06.2020 01:03

Kajetan hat geschrieben:
03.06.2020 00:34
Randall Flagg hat geschrieben:
03.06.2020 00:30
Es ist wirklich bemerkenswert, wie sehr gegenwärtige Identitätspolitik an die ganzen Rassentheorien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts erinnern.
Nicht wirklich, aber Hauptsache, man kann das ganze Thema damit diskreditieren :)
Wirklich nicht wirklich? Ich sehe zunehmend den Trend des attributieren von Eigenschaften, die zwar auf aktuellen Theorien wie 'white privilege' und 'rape culture' etc basieren, diese aber dann als Eigenschaften von ganzen zu Rassen/Identitäten festlegen. Also im Stile von "White people are ..." "Black people are ..." "Cishets are ..." "XYZ are ...". Anstelle von Phrenologie und Anatomie, dient nun eben Soziologie und Feminist Theory als Begründung.

Nicht die alleinige Ursache, doch sicher stets einer der Gründe wieso sich Rassenbeziehungen, trotz stetiger tatsächlicher Verbesserung, immer weiter verschlechtern. Aussagen wie "Es gibt nur eine Rasse, die menschliche Rasse", die in meiner Kindheit noch für die Überwindung von Rassismus standen, sind nun selbst rassistisch, da sie die 'Existenz der Rassen von Minderheiten negiert'. Wir haben weltweit einen neuen, unglaublich intensiven Fokus auf Rasse, wie eben seit der Zeit der Rassentheorien nicht mehr.

Ich könnte ja jetzt eine Flut von Artikeln posten, aber ich denke die kennt jeder.

Doc Angelo
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Doc Angelo » 03.06.2020 01:07

Da kann ich mich anschließen.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Peter__Piper
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Peter__Piper » 03.06.2020 02:26

Melcor hat geschrieben:
03.06.2020 01:03

Nicht die alleinige Ursache, doch sicher stets einer der Gründe wieso sich Rassenbeziehungen, trotz stetiger tatsächlicher Verbesserung, immer weiter verschlechtern. Aussagen wie "Es gibt nur eine Rasse, die menschliche Rasse", die in meiner Kindheit noch für die Überwindung von Rassismus standen, sind nun selbst rassistisch, da sie die 'Existenz der Rassen von Minderheiten negiert'. Wir haben weltweit einen neuen, unglaublich intensiven Fokus auf Rasse, wie eben seit der Zeit der Rassentheorien nicht mehr.
Ich sehe irgendwie nicht das wir vor 20 Jahren da schon einmal weiter waren :man_shrugging:

Zuletzt geändert von Peter__Piper am 03.06.2020 02:33, insgesamt 5-mal geändert.

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Wulgaru
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Wulgaru » 03.06.2020 05:41

Peter__Piper hat geschrieben:
03.06.2020 02:26
Melcor hat geschrieben:
03.06.2020 01:03

Nicht die alleinige Ursache, doch sicher stets einer der Gründe wieso sich Rassenbeziehungen, trotz stetiger tatsächlicher Verbesserung, immer weiter verschlechtern. Aussagen wie "Es gibt nur eine Rasse, die menschliche Rasse", die in meiner Kindheit noch für die Überwindung von Rassismus standen, sind nun selbst rassistisch, da sie die 'Existenz der Rassen von Minderheiten negiert'. Wir haben weltweit einen neuen, unglaublich intensiven Fokus auf Rasse, wie eben seit der Zeit der Rassentheorien nicht mehr.
Ich sehe irgendwie nicht das wir vor 20 Jahren da schon einmal weiter waren :man_shrugging:


Es sollte doch auch mehr als klar sein, das das damalige "Es gibt nur eine Rasse Mensch" und der heutige Hinweis das All Lives Matter und ähnliches relativierend sind, keinerlei Widerspruch enthalten.

Dieser biologische alte Rassismus, der von Schädelgrößen, Hautfarben, unterschiedlichen Ursprüngen usw. redet...der war damals gemeint. Der schleicht sich zwar über die IQ-Debatten in extremen Kreisen längst wieder in den Rand des Mainstreams, aber man kann das schon klar abgrenzen.

Das es aber einen faktischen gesellschaftlichen Rassismus gibt, der Menschen mit anderer Hautfarbe als der der Norm anders behandelt und das es in vielen Ländern eine unaufgearbeitete, rassistische Geschichte gibt...das ist damit gemeint, wenn man das heute kritisiert. Jemand der in seinem Alltag rassistischer Diskriminierung ausgesetzt ist, empfindet es als Hohn, wenn jemand sagt das er keine Farben sieht....mit hoher Wahrscheinlichkeit hat letztere Person so etwas noch nicht erfahren.

Daraus entsteht dann natürlich eine kulturelle Identität, in der man sich über seine Hautfarbe definiert wahrnehmen kann, weil man darüber von der Gesellschaft definiert wird.

Es ist also keineswegs ein Widerspruch. Das gleich zu setzen lässt für meine Begriffe einfach eine gewisse Denkfaulheit erkennen, die nicht differenzieren mag. Ob bewusst oder unbewusst ist immer schwer zu beurteilen.

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Melcor
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Melcor » 03.06.2020 07:03

Wulgaru hat geschrieben:
03.06.2020 05:41


Es sollte doch auch mehr als klar sein, das das damalige "Es gibt nur eine Rasse Mensch" und der heutige Hinweis das All Lives Matter und ähnliches relativierend sind, keinerlei Widerspruch enthalten.
[...]
Das es aber einen faktischen gesellschaftlichen Rassismus gibt, der Menschen mit anderer Hautfarbe als der der Norm anders behandelt und das es in vielen Ländern eine unaufgearbeitete, rassistische Geschichte gibt...das ist damit gemeint, wenn man das heute kritisiert. Jemand der in seinem Alltag rassistischer Diskriminierung ausgesetzt ist, empfindet es als Hohn, wenn jemand sagt das er keine Farben sieht....mit hoher Wahrscheinlichkeit hat letztere Person so etwas noch nicht erfahren.
Das es gesellschaftlichen Rassismus gibt, war auch 'damals' bekannt. Wie damit umgegangen wird hat sich aber stark verändert. Aus einem Mantra von Equal Opportunity und 'Farbenblindheit', also dem Bestreben alle gleich zu behandeln, wurde heutzutage der Drang auf Equal Outcome - bewusstes Andersbehandeln aufgrund Rasse/Geschlecht/sexueller Orientierung. Positive Diskriminierung, auch Affirmative Action. Der Fokus liegt also direkt auf diesen Merkmalen. Als schwarzer Bewerber an einer Universität bist du erstmal kein weiterer Bewerber, sondern ein Schwarzer - eine kostbare Minderheit, mit der man die Demographie der Uni positiv beeinflussen kann.

Wieso wird denn Rassenlehre am "Rande des Mainstreams" wieder populär? Weil man heute mehr wie je zuvor mit seiner Rasse konfrontiert wird. Als Weißer wird man mit historischer weißer Schuld erschlagen, die Sünden der Väter. Das sowas bei vielen zu Frustration und einem Pushback führt, ist logisch. Wenn bei einer Stellenposition deutlich gesagt wird, das Bewerbungen von Frauen und Minderheiten bevorzugt berücksichtigt werden, wird aus positiver Diskriminierung für viele nur Diskriminierung. Da kann man sagen, "für stark privilegierte Menschen fühlt sich Gleichheit immer wie Diskriminierung an", aber faktisch passiert hier nichts anderes als die selbe Ausgrenzung auf Basis von Geschlecht und Rasse wie immer angekreidet. Und ja, ja, "buuuhuuu, der weiße Mann beschwert sich, check your privilege etc" kommt dann im gleichem Atemzug wie "wie kann es sein das sich Rassismus und 'white supremacy' so verbreiten??" Wenn "FUCK WHITE PEOPLE" 15.000 Likes bekommt und "it's okay to be white" als Hatespeech und Nazi Dogwhistle deklariert wird, braucht man sich über einen ständig wachsenden Rassenkonflikt nicht wundern. We kann denn hier noch in der Mitte bleiben? Ergreif das Schwert! Entweder für deine Familie, deine Rasse, dein Volk - oder für die Unterdrückten, die Hilflosen. Beides aus der eigenen Perspektive sicher sehr nobel. Da kommen keine Zweifel auf. Der Feind will dich vernichten und dir die Zukunft nehmen.

Endloser Akzelerationismus bis zur Ausufernden Gewalt und dem kompletten Kollaps. Helter Skelter here we go. Charlie Manson hatte doch die richtige Idee.

Ryan2k6
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Ryan2k6 » 03.06.2020 09:28

Hab grad ein Dejavu, relativierendes Geschwurbel trifft auf Menschen, die noch nicht aufgegeben haben anderen zu erklären warum dieser Protest richtig und wichtig ist. Und in der Mitte der Doc, für den sich immer alle nur falsch verstehen. Oder ihre Meinung, anders meinen, als der Empfänger meint, oder so.

Denke mal, der Thread ist jetzt auch durch, mal sehen wie der nächste läuft.
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benstor214
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von benstor214 » 03.06.2020 09:33

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Zum Glück sind Spiele heute so gestreckt, dass man sich ganz dem Grind verschreiben kann. Alles unter 20 Stunden, sprich zweieinhalb Arbeitstagen(!), um die nächstbeste Waffe oder sonstiges Upgrade zu erhalten sind mMn zu wenig. Noch besser, wenn sie gleich hinter einer paywall versteckt sind. Ich will ja nicht umsonst auf Arbeit gehen! Das Geld will auch wieder ausgegeben werden.

Zum Glück sind die Spiele heutzutage nicht mehr so, wie früher™. Wenn ich die Zahlenfolge meiner Kreditkarte in ein Online-Formular eintippen darf, dann erfüllt mich das mit Stolz und wenn die Zahlung durchgeführt wurde, bin ich entzückt und erquickt über das Erfolgsgefühl das sich über mich ergießt. Pride And Accomplishment

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Kajetan
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Kajetan » 03.06.2020 10:05

Ryan2k6 hat geschrieben:
03.06.2020 09:28
Denke mal, der Thread ist jetzt auch durch, mal sehen wie der nächste läuft.
DerThread ist erst dann durch, wenn dieser Troll mit einem seiner Sockenpuppen-Accounts auftaucht, um irgendeine Grütze zu posten, damit DX1 den Thread schliesst :)
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Markhelm
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Markhelm » 03.06.2020 10:14

Melcor hat geschrieben:
02.06.2020 22:39
Schade nur, dass sich diese internationalen Konzerne nicht auch so solidarisch bei Hong Kong gezeigt hatten. Fast so, als ob das alles nur PR wäre und wenn tatsächliche Konsequenzen drohen, wie zum Beispiel China zu verärgern, man schnell den Schwanz einzieht.

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Wie einfach man doch die Scheinheiligkeit und Doppelmoral der Konzerne entlarven kann.

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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von dx1 » 03.06.2020 10:17

Kajetan hat geschrieben:
03.06.2020 10:05
DX1
Kleinschreibung beachten, bitte. ;)
[ Signatur ungültig - Zertifikat wurde nicht gefunden ]

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benstor214
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von benstor214 » 03.06.2020 10:26

Ryan2k6 hat geschrieben:
03.06.2020 09:28
Und in der Mitte der Doc, für den sich immer alle nur falsch verstehen. Oder ihre Meinung, anders meinen, als der Empfänger meint, oder so.
Interessante Theorie übrigens, dass der Sender die alleinige Interpretationsgewalt über seine Äußerung hat. D.h. wenn eine Aussage relativierend ankommt, dann liegt das natürlich ausschließlich am Empfänger und sie bleibt solange nicht relativierend bis der Sender ausdrücklich klar stellt, dass sie relativierend gemeint war.

Deswegen kann ich sagen Doc Angelo ist ein cuck. Wenn der Doc sich dann beleidigt fühlt liegt das an ihm. Solange ich, als Sender, sage: “Das ist nicht als Beleidigung gemeint.”, kann ich den Doc Angelo so oft cuck nennen, wie ich will. :Häschen:

edit: Rechtsschreibung
Zuletzt geändert von benstor214 am 04.06.2020 21:51, insgesamt 1-mal geändert.
Zum Glück sind Spiele heute so gestreckt, dass man sich ganz dem Grind verschreiben kann. Alles unter 20 Stunden, sprich zweieinhalb Arbeitstagen(!), um die nächstbeste Waffe oder sonstiges Upgrade zu erhalten sind mMn zu wenig. Noch besser, wenn sie gleich hinter einer paywall versteckt sind. Ich will ja nicht umsonst auf Arbeit gehen! Das Geld will auch wieder ausgegeben werden.

Zum Glück sind die Spiele heutzutage nicht mehr so, wie früher™. Wenn ich die Zahlenfolge meiner Kreditkarte in ein Online-Formular eintippen darf, dann erfüllt mich das mit Stolz und wenn die Zahlung durchgeführt wurde, bin ich entzückt und erquickt über das Erfolgsgefühl das sich über mich ergießt. Pride And Accomplishment

Doc Angelo
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Doc Angelo » 03.06.2020 10:33

Wulgaru hat geschrieben:
03.06.2020 05:41
Jemand der in seinem Alltag rassistischer Diskriminierung ausgesetzt ist, empfindet es als Hohn, wenn jemand sagt das er keine Farben sieht
A = Man macht keinen Unterschied zwischen Hautfarben. Alle Menschen sind für einen gleich.
B = Man glaubt, das es keinen Rassismus mehr gibt.

Wenn ich dich richtig verstehe, dann setzt Du hier A mit B gleich. A=B. Diesen Vorwurf hab ich hier jetzt schon öfter gehört, gegenüber mir und auch anderen. Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie man auf diese Idee kommen kann.

Und wenn ich dich falsch verstanden habe... warum dann "Hohn"? Was ist daran schlecht wenn man selbst keinen Unterschied macht - wenn man gleichzeitig die Situation das andere das tun klar erkennt und an einer Lösung interessiert ist und an einer Lösung arbeitet?

Wulgaru hat geschrieben:
03.06.2020 05:41
Daraus entsteht dann natürlich eine kulturelle Identität, in der man sich über seine Hautfarbe definiert wahrnehmen kann, weil man darüber von der Gesellschaft definiert wird.
Das ist dann aber eine Form von Fremdbestimmung. Nicht, das ich das nicht verstehen könnte. Wir sind alle nur Menschen. Ja, man wird von manchen anderen über die Hautfarbe definiert. Auch institutioneller Rassismus hat da seinen Anteil dran. Aber das muss man alles nicht für sich selbst übernehmen.

Und wenn Du mich fragst, dann sollte man das auch nicht, weil eine Trennung nach Hautfarbe sinnlos und falsch ist. Und weil jede Vertiefung und Bestärkung dieser Trennung ein Schritt in die falsche Richtung ist.


Wulgaru hat geschrieben:
03.06.2020 05:41
Es ist also keineswegs ein Widerspruch. Das gleich zu setzen lässt für meine Begriffe einfach eine gewisse Denkfaulheit erkennen, die nicht differenzieren mag. Ob bewusst oder unbewusst ist immer schwer zu beurteilen.
Ich habe über dieses Thema, das Thema Rassismus und wie man damit umgeht und was man als Gesellschaft und auch als einzelner Mensch machen kann, wirklich viel nachgedacht. Und damit meine ich WIRKLICH viel. Genau genommen hasse ich es manchmal das mich solche Gedanken nicht loslassen und ich immer wieder über Dinge nachdenken muss, die ich noch nicht durchdrungen habe. Das betrifft auch andere Themen.

Ich weiß nicht ob Du Denkfaulheit wortwörtlich meinst, oder ob das nur ein anderes Wort für "dumm" sein soll, aber ich kann dir sagen, das Du dich hier etwas zu leichtfertig solcher Begriffe bedienst. Und das ist mir schon öfter in diesem und anderen Themen aufgefallen. Wer nicht der aktuellen und zeitgenössischen Rassismusbekämpfungs-Methode zustimmt, der ist entweder böse oder dumm. Das hilft ehrlicherweise nicht wirklich die Situation zu entspannen. Muss sowas sein?

Ich habe meine Ansicht nicht, weil ich zu wenig nachdenke, und auch nicht, weil mir das alles egal ist und ich "nichts davon wissen will". Genau das Gegenteil ist der Fall.
Zuletzt geändert von Doc Angelo am 03.06.2020 10:39, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von SethSteiner » 03.06.2020 11:09

Melcor hat geschrieben:
03.06.2020 01:03
Aussagen wie "Es gibt nur eine Rasse, die menschliche Rasse", die in meiner Kindheit noch für die Überwindung von Rassismus standen, sind nun selbst rassistisch, da sie die 'Existenz der Rassen von Minderheiten negiert'.
Dem würde ich schon zustimmen. Der VW Spot war dafür ein gutes Beispiel. Reaktionen die ich sah betonten, dass das ignorieren von Hautfarben, wie es eben dieser Satz ja implizierte und was das Kredo war, für Marginalisierung sorgt und die Ignoranz gegenüber Hautfarben dementsprechend rassistisch sei oder zumindest Rassismus ermöglichen würde. Ich sehe, dass man auch vor 30 Jahren Hautfarben betont hat, hatte aber eher das Gefühl, dass man vor ein paar Jahrzehnten an der Überwindung der Trennung arbeitete und der Trend heute mehr dahin geht Trennung zu forcieren. Das frühere "es ist egal wie du aussiehst, wo du herkommst und was du bist", wechselt zu einem "wie du aussiehst, wo du herkommst und was du bist ist das alles entscheidende Merkmal und braucht eine eigene politische Bewegung". Dass das am Ende im ganzen Diskurs ein Hin- und Her ist sollte natürlich auch klar sein. Zu meiner Zeit war eine Captain Janeway oder das Gender Bending im Battlestar Galactica Remake gar kein oder nur ein kleines Thema und heute führt es zu Kontroversen und Kurzschlußreaktionen mit SJW-Vorwürfen.

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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von eLZorro » 03.06.2020 11:14

Wulgaru hat geschrieben:
03.06.2020 05:41
Daraus entsteht dann natürlich eine kulturelle Identität, in der man sich über seine Hautfarbe definiert wahrnehmen kann, weil man darüber von der Gesellschaft definiert wird.
Disclaimer: ich will in keinster Weise etwas relativieren, sondern das Phänomen verstehen.
Ich nenne es jetzt mal nicht "Rassismus" sondern "Abgrenzung", dazu braucht es leider keine Hautfarbe.
Jeder von uns kennt Witze über Ostfriesen, Bayern, Ossis oder eben das kleinste Dorf am Rande des Landkreises.
Politiker sind "die da oben", die eh nix können außer Steuern, Hartz IV Empfänger sind "die da unten" alles Taugenichtse.
Und diese fremden Flüchtlinge/Asylanten sind sowieso alles kriminelle.
/ Polemik und Übertreibung off

Das scheint leider "unser Ding" zu sein: Schubladendenken, Pauschalisierungen und Abgrenzung (bzw. das elitäre besser Stellen der eigenen Gruppe). Und leider nimmt das für mich gefühlt mit dem Aufkommen der Populisten sogar noch zu.
sic!

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Re: "Black Lives Matter": Auch Sony und Microsoft zeigen sich solidarisch

Beitrag von Kajetan » 03.06.2020 11:41

SethSteiner hat geschrieben:
03.06.2020 11:09
Zu meiner Zeit war eine Captain Janeway oder das Gender Bending im Battlestar Galactica Remake gar kein oder nur ein kleines Thema und heute führt es zu Kontroversen und Kurzschlußreaktionen mit SJW-Vorwürfen.
Oh, das war schon ein Thema, vor allem die Veränderungen beim BSG-Remake ging nicht wenigen Fans viel zu weit. Aber ... damals waren diese Themen noch nicht in dem Ausmaß politisiert wie heute, wo es politische Extremisten geschafft haben die Diskussion zu kapern und dann zu dominieren und zu gestalten. Damals blieb es in der jeweiligen Fan-Szene und sprang nicht auf alles mögliche über. Das muss man sich gerade heute immer wieder vor Augen führen, wenn diese Shitstorms losbrechen. Wir sind alle politischen Extremisten auf den Leim gegangen!
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