Death Stranding: Video-Epilog

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Malvero
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Malvero » 10.11.2019 12:33

Habe Jörg jetzt einfach mal aufmerksam zugehört und muss sagen, dass ich ihm zum allergrößten Teil offen beipflichte. Nur in einem ganz bestimmten Punkt, an dem er "Nein" sagt, bin ich an der Ansicht, dass dort doch eher ein dickes Fragezeichen steht. Ich stelle einfach mal eine Hypothese auf, die ich für gar nicht mal so abwegig halte: Death Stranding könnte >evtl.< auf lange Sicht für ein neues Genre sorgen, in dem Zivilisationsaufbau an vorderster Front steht. Ich denke da an Dinge wie das klassische Robinson-Crusoe-Szenario oder ein Anno-Szenario, in dem der einzelne Spieler eigene Aufgaben im großen Gesamt übernimmt. Es könnte auf diesem Wege womöglich in die Richtung einer Lebenssimulation gehen - Wär doch möglich, dass man sich fortan einfach mal sagt: "Spielen wir jetzt einfach mal so etwas wie WoW, aber diesmal sind wir alle die NPCs in der Stadt und sorgen dafür, dass die Wirtschaft hier läuft!" - Etwas MMORPG-Geartetes, wo der Fokus ganz einfach auf einer gänzlich anderen Spielfacette liegt als draußen in der Welt die eher militärischen Aufgaben zu übernehmen.

Morgrim
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Morgrim » 10.11.2019 12:36

Das hat einfach mal gar nichts mit der "Prägnanz" des Spiels zu tun.

Das Gameplay ist vom Konzept her auf dem Level, was man bei Steam als Indie-Games bekommt, z.B. Subnautica. Das wäre gar nicht schlimm, da ein polierter DHL-Simulator durchaus seinen Charme hätte. Schließlich ist das Gameplay nicht ohne Tiefe und vor allem technisch ausgereift, ganz besonders die Animationen.
Aber da die Geschichte so unfassbar prätentiös und on-the-nose ist, geht mir das Ausstellen eigentlich nur auf den Sack. Dieses ständige Geschleime von wegen "du bist eine Legende!". Gott, ist das nervig. Auch die Namen, das Product-Placement (Ja, Mann! Ich weiß, das ich mir nach 8h Lets-Play drei Monster-Dosen gekauft habe, ich fühle mich ja schon manipuliert...) und überhaupt das ganze Marketing mit den Schauspielern und allem ist einfach so over-the-top..
Was man dabei vergisst: dieses Netzwerken hat überhaupt keinen Wert, wenn es nicht auch die Möglichkeit gibt, das man jemanden 6 Fuß unter die Erde bringen kann. Insofern machen das traditionelle Rollenspiele bereits 1000 mal besser. Bei einem Witcher, obwohl Fantasy, aber mit deutlich greifbarer Geschichte, fühle ich mich meiner Umgebung mehr verbunden, als bei diesem Story-Schwachsinn von Kojima.

Für mich läuft das unter typisch japanisches "crazycool". Einfach so viel Bullshit auf die Platte bringen, damit die Menschheit glaubt, da wäre was ganz besonderes hinter. Gibt es zu Hauf in Animes.

Ne, das ist kein neues Genre, das ist ein gut produzierter Walking-Simulator, ganz einfach. Eine "Kontroverse" sehe ich da nicht, dafür ist das Spiel als Spiel viel zu uninteressant.
Und Kojima lässt wieder seinem Ego freien Lauf.

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DarkGambler
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von DarkGambler » 10.11.2019 14:07

OberstSchmidt hat geschrieben:
10.11.2019 00:59
Ich, einer der am längsten hier registrierten User, mag die philosophischen und völlig nachvollziehbaren Ausführungen von Jörg und kann damit absolut einhergehen.

Jörg, ich staune immer wieder über deinen doch sehr ausgeprägten, dunklen "Bart des Methusalem" und fragte mich gerade, ob du deshalb oft von deinen (deutschen) Mitbürgern angestarrt wirst (so sind sie ja meistens)...? ^^
Warum hat eigentlich noch niemand erkannt, dass es sich bei Jörg um den reinkarnierten Philosophen Friedrich Engels handelt? Das ist für mich in vielerlei Hinsicht unverkennbar. Philosophieren tut Jörg fast ständig und die äußere Erscheinung passt auch. Mehr gibt es für mich dazu einfach nicht zu sagen. ;)

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Peter__Piper
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Peter__Piper » 10.11.2019 14:28

Morgrim hat geschrieben:
10.11.2019 12:36
Das hat einfach mal gar nichts mit der "Prägnanz" des Spiels zu tun.

Das Gameplay ist vom Konzept her auf dem Level, was man bei Steam als Indie-Games bekommt, z.B. Subnautica. Das wäre gar nicht schlimm, da ein polierter DHL-Simulator durchaus seinen Charme hätte. Schließlich ist das Gameplay nicht ohne Tiefe und vor allem technisch ausgereift, ganz besonders die Animationen.
Aber da die Geschichte so unfassbar prätentiös und on-the-nose ist, geht mir das Ausstellen eigentlich nur auf den Sack. Dieses ständige Geschleime von wegen "du bist eine Legende!". Gott, ist das nervig. Auch die Namen, das Product-Placement (Ja, Mann! Ich weiß, das ich mir nach 8h Lets-Play drei Monster-Dosen gekauft habe, ich fühle mich ja schon manipuliert...) und überhaupt das ganze Marketing mit den Schauspielern und allem ist einfach so over-the-top..
Was man dabei vergisst: dieses Netzwerken hat überhaupt keinen Wert, wenn es nicht auch die Möglichkeit gibt, das man jemanden 6 Fuß unter die Erde bringen kann. Insofern machen das traditionelle Rollenspiele bereits 1000 mal besser. Bei einem Witcher, obwohl Fantasy, aber mit deutlich greifbarer Geschichte, fühle ich mich meiner Umgebung mehr verbunden, als bei diesem Story-Schwachsinn von Kojima.

Für mich läuft das unter typisch japanisches "crazycool". Einfach so viel Bullshit auf die Platte bringen, damit die Menschheit glaubt, da wäre was ganz besonderes hinter. Gibt es zu Hauf in Animes.

Ne, das ist kein neues Genre, das ist ein gut produzierter Walking-Simulator, ganz einfach. Eine "Kontroverse" sehe ich da nicht, dafür ist das Spiel als Spiel viel zu uninteressant.
Und Kojima lässt wieder seinem Ego freien Lauf.
Da hat ja jemand gut bei dem Lets Play aufgepasst :ugly:
Mein Highlight ist ja die Stelle an der Subnautica als Negativbeispiel gebracht wird :lol:
Aber was will man auch erwarten von jemanden der sich 8 h ein Lets Play anschaut...
Herr, lass Hirn vom Himmel regenen :man_tipping_hand:

Doc Angelo
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Doc Angelo » 10.11.2019 15:17

Morgrim hat geschrieben:
10.11.2019 12:36
Aber da die Geschichte so unfassbar prätentiös und on-the-nose ist, geht mir das Ausstellen eigentlich nur auf den Sack. Dieses ständige Geschleime von wegen "du bist eine Legende!". Gott, ist das nervig. Auch die Namen, das Product-Placement (Ja, Mann! Ich weiß, das ich mir nach 8h Lets-Play drei Monster-Dosen gekauft habe, ich fühle mich ja schon manipuliert...) und überhaupt das ganze Marketing mit den Schauspielern und allem ist einfach so over-the-top..
Ja, die Story und dessen Aspekte werden einem wiederholt mit dem Zaunpfahl eingedroschen. Kojima hat sich offensichtlich große Sorgen darum gemacht, das man nicht verstehen könnte, worauf er hinaus will. Ich persönlich stelle bisher fest, das wir das meiste schon vor dem Release wussten. Da ist nichts dahinter, sondern es ist genau das, was es auf den ersten Blick ist. Wer weiß... vielleicht dreht sich am Ende nochmal alles. Allerdings kommt laut den bisherigen Reviews so ein Komplett-Twist wohl eher nicht, und so wars auch bei anderen Titeln von Kojima nicht. Für mich sind da einfach zu viele Fragezeichen und Plotholes. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, das dies alles in der zweiten Hälfte noch zu einem runden Ganzen wird.

Ich kann die Faszination des Spiels gut verstehen, und ich kann die Intention des Spiels im Rahmen der heutigen Spielebranche wirklich sehr gutheißen, aber eine interessante und gleichzeitig runde Story ist es bisher leider nicht geworden. Trotzdem find ich es gut, das es das Spiel gibt, auch wenn es nichts für mich ist.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

Wortgewandt
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Wortgewandt » 10.11.2019 15:40

Doc Angelo hat geschrieben:
10.11.2019 15:17
Morgrim hat geschrieben:
10.11.2019 12:36
Aber da die Geschichte so unfassbar prätentiös und on-the-nose ist, geht mir das Ausstellen eigentlich nur auf den Sack. Dieses ständige Geschleime von wegen "du bist eine Legende!". Gott, ist das nervig. Auch die Namen, das Product-Placement (Ja, Mann! Ich weiß, das ich mir nach 8h Lets-Play drei Monster-Dosen gekauft habe, ich fühle mich ja schon manipuliert...) und überhaupt das ganze Marketing mit den Schauspielern und allem ist einfach so over-the-top..
Ja, die Story und dessen Aspekte werden einem wiederholt mit dem Zaunpfahl eingedroschen. Kojima hat sich offensichtlich große Sorgen darum gemacht, das man nicht verstehen könnte, worauf er hinaus will. Ich persönlich stelle bisher fest, das wir das meiste schon vor dem Release wussten. Da ist nichts dahinter, sondern es ist genau das, was es auf den ersten Blick ist. Wer weiß... vielleicht dreht sich am Ende nochmal alles. Allerdings kommt laut den bisherigen Reviews so ein Komplett-Twist wohl eher nicht, und so wars auch bei anderen Titeln von Kojima nicht. Für mich sind da einfach zu viele Fragezeichen und Plotholes. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, das dies alles in der zweiten Hälfte noch zu einem runden Ganzen wird.

Ich kann die Faszination des Spiels gut verstehen, und ich kann die Intention des Spiels im Rahmen der heutigen Spielebranche wirklich sehr gutheißen, aber eine interessante und gleichzeitig runde Story ist es bisher leider nicht geworden. Trotzdem find ich es gut, das es das Spiel gibt, auch wenn es nichts für mich ist.
Dein Text ist voller Diskrepanzen. Die Story wird dir also mit einem Zahnpfahl erzählt, damit es jeder versteht - und du monierst Plotholes und das dir das gesamte Runde fehlt - HÄ? Kapierst du nun die Story oder nicht? Ich denke eher nicht, wenn du erwartest, dass am Ende alle schlüssig zusammengeführt wird, weil du ja momentan noch nix kapierst, obwohl du sagst, dass dir alles so präsentiert wird, dass du alles kapierst. Aber dabei kapierst du nichts bisher. Kapiere ich nicht, warum du sowas dann schreibst. Kapierst du es?

Rosu
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Rosu » 10.11.2019 16:02

Malvero hat geschrieben:
10.11.2019 12:33
Wär doch möglich, dass man sich fortan einfach mal sagt: "Spielen wir jetzt einfach mal so etwas wie WoW, aber diesmal sind wir alle die NPCs in der Stadt und sorgen dafür, dass die Wirtschaft hier läuft!" - Etwas MMORPG-Geartetes, wo der Fokus ganz einfach auf einer gänzlich anderen Spielfacette liegt als draußen in der Welt die eher militärischen Aufgaben zu übernehmen.
Gabs etwas ähnliches vor Jahren. Civilization Online, hats leider nicht über die Betaphase in Korea geschafft und wurde eingestampft obwohl ich es eigentlich ziemlich spaßig fand.
Civilization Setting und man fängt mit nur einem Hauptgebäude bei jeder Fraktion an, sammelt zusammen mit anderen Ressourcen und baut so langsam sein Reich auf. Dabei werden neue Gebäude gebaut, neue Jobs/Waffen/Technologien erforscht. Man fängt man in der Antiken Zeit an, schreitet voran durch die Zeitalter bis es dann später Autos, Panzer, moderne Gebäude etc. gibt.
Da konnte man auch eine ganze Session nur das eigene Reich erweitern, craften oder Materialien sammeln ohne kriegerisch ins gegnerische Land einzufallen. Je nach Spielverlauf konnt es gerne Wochen dauern, bis ein Reich gewonnen hat.

Ebenfalls ist derzeit Seed von Klang Games hier in Berlin in Entwicklung. Ingame hat man da noch nicht viel gesehen, aber jeder Spieler managed mehrere Kolonisten aujf einem neuen Planeten, Spieler können sich dann zusammen schliessen inklusive eines Regierungssystems, Wahlen, Steuern und so Städte aufbauen.
Geht auch in eine solche eher andere Richtung. Nur eben nicht in first oder third person.

Um das ganze als Genre zu bezeichnen, fehlt einfach das richtige Alleinstellungsmerkmal auf dem man ein Spiel aufbaut finde ich. In allen Szenarien die ich mir vorstellen kann, endet das ganze dann immer darin, dass es nur ein Feature des Spieles ist, das jedoch zum Großteil aus schon vorhandenen Genre schöpft.
Zuletzt geändert von Rosu am 10.11.2019 16:22, insgesamt 2-mal geändert.

Doc Angelo
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Doc Angelo » 10.11.2019 16:13

Wortgewandt hat geschrieben:
10.11.2019 15:40
Dein Text ist voller Diskrepanzen. Die Story wird dir also mit einem Zahnpfahl erzählt, damit es jeder versteht - und du monierst Plotholes und das dir das gesamte Runde fehlt - HÄ? Kapierst du nun die Story oder nicht? Ich denke eher nicht, wenn du erwartest, dass am Ende alle schlüssig zusammengeführt wird, weil du ja momentan noch nix kapierst, obwohl du sagst, dass dir alles so präsentiert wird, dass du alles kapierst. Aber dabei kapierst du nichts bisher. Kapiere ich nicht, warum du sowas dann schreibst. Kapierst du es?
Ich denke mal das Du als Troll auf so einen Post nicht so wirklich stolz bist, oder? Guck dir das doch mal an. Zum Ende hin wirst Du richtig schlampig. Fast so als wäre es dir am Ende egal gewesen, ob man es merkt oder nicht. Das kannst Du sonst besser. Deinen gesamten Post darauf zu basieren, das man "Plothole" mit "Unverständnis" gleichsetzt, war einfach zu gewagt. Aber, das muss ich sagen, ein kreativer Ansatz.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Malvero
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Malvero » 10.11.2019 16:31

Rosu hat geschrieben:
10.11.2019 16:02
...
Und genau um das 1st- bzw. 3rd-Person-Ding geht es mir bei meinem Post. Man spielt das Individuum, das sich als Einzelperson einbringt.

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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Progame » 10.11.2019 16:43

Ich denke, ich verstehe jetzt Kojima:

- In Fortnite kommen viele Leute auf eine Insel, um sich gegenseitig abzuknallen.
+ In Death Stranding kommen viele Leute auf eine Insel/Kontinent, um sich gegenseitig zu helfen (Leitern usw.)

- In Fortnite hat man einen Killcount
+ In DS hat man Likes

- Fortnite bringt den schnellen Spaß
+ DS ist beschwerlicher

- Fortnite verkauft künstlichen Überfluss
+ DS betont am Ende das Wesentliche (will hier nicht spoilern, selber zocken/schauen)
Zuletzt geändert von Progame am 10.11.2019 17:26, insgesamt 2-mal geändert.

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Spiritflare82
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Spiritflare82 » 10.11.2019 16:54

Morgrim hat geschrieben:
10.11.2019 12:36
Das hat einfach mal gar nichts mit der "Prägnanz" des Spiels zu tun.

Das Gameplay ist vom Konzept her auf dem Level, was man bei Steam als Indie-Games bekommt, z.B. Subnautica. Das wäre gar nicht schlimm, da ein polierter DHL-Simulator durchaus seinen Charme hätte. Schließlich ist das Gameplay nicht ohne Tiefe und vor allem technisch ausgereift, ganz besonders die Animationen.
Aber da die Geschichte so unfassbar prätentiös und on-the-nose ist, geht mir das Ausstellen eigentlich nur auf den Sack. Dieses ständige Geschleime von wegen "du bist eine Legende!". Gott, ist das nervig. Auch die Namen, das Product-Placement (Ja, Mann! Ich weiß, das ich mir nach 8h Lets-Play drei Monster-Dosen gekauft habe, ich fühle mich ja schon manipuliert...) und überhaupt das ganze Marketing mit den Schauspielern und allem ist einfach so over-the-top..
Was man dabei vergisst: dieses Netzwerken hat überhaupt keinen Wert, wenn es nicht auch die Möglichkeit gibt, das man jemanden 6 Fuß unter die Erde bringen kann. Insofern machen das traditionelle Rollenspiele bereits 1000 mal besser. Bei einem Witcher, obwohl Fantasy, aber mit deutlich greifbarer Geschichte, fühle ich mich meiner Umgebung mehr verbunden, als bei diesem Story-Schwachsinn von Kojima.

Für mich läuft das unter typisch japanisches "crazycool". Einfach so viel Bullshit auf die Platte bringen, damit die Menschheit glaubt, da wäre was ganz besonderes hinter. Gibt es zu Hauf in Animes.

Ne, das ist kein neues Genre, das ist ein gut produzierter Walking-Simulator, ganz einfach. Eine "Kontroverse" sehe ich da nicht, dafür ist das Spiel als Spiel viel zu uninteressant.
Und Kojima lässt wieder seinem Ego freien Lauf.
"8h Lets Play"

aha...

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4P|T@xtchef
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von 4P|T@xtchef » 10.11.2019 17:02

Dieses Spiel muss man einfach selbst erleben. Es steckt voller spielmechanischer Finessen und lebt davon, dass man Outdoor quasi zelebriert - die Sogwirkung ist unnachahmlich, weil aus vielen scheinbar gewöhnlichen Teilen etwas besonderes Ganzes entsteht. Ich könnte noch zig Video-Epiloge zu Physik, Routenplanung; Weltveränderung und Gadgets machen. Aber wenn so eine Abscheu entsteht, was okay ist, sollte man einfach was anderes zocken und die anderen in Ruhe genießen lassen. Denn eines kann man aufgrund von Let's plays sicher nicht: Death Stranding qualitativ beurteilen. Dafür muss man drin sein. Nicht für acht Stunden, sondern über 40 - 60 bis zum Finale.
Jörg Luibl
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Doc Angelo » 10.11.2019 17:27

Das Gameplay kann man sicherlich nicht abschließend bewerten, aber ein Lets-Play zeigt einem doch zumindest einen Überblick über das Gameplay. Das Lets-Play zeigt einem was die Story angeht die ganze Sache genau so, als würde man vor der Konsole sitzen. Die Verknüpfung zwischen Story und Gameplay ist denke ich nicht so sehr miteinander verwoben, das man es wirklich nur dann kapieren kann, wenn man selber den Analogstick bedient. So ist es eigentlich auch bei Shadow of the Colossus. Da merkt man direkt beim ersten Erfolg was Sache ist. Dafür muss man nicht alle 16 Kolossi besiegt haben, und auch wenn man auf dem Sofa neben dem Spieler sitzt und nur zuguckt... dann hat es fast den gleichen Effekt. Natürlich ist man persönlicher involviert, wenn man selber den Knopf drückt, aber man kann sich als Zocker beim Zugucken sehr wohl in die Daumenkuppe des Spielers versetzen.

Ich finde man sollte auch über das sprechen können, was einem nicht gefällt. Klar, bei so einem beliebten Titel und so einer kontroversen Person gehts mal etwas drunter und drüber. Da treffen Fanbois und Hater aufeinander. Wer seine Meinung zum Titel formulieren und begründen kann, der sollte das hier frei tun dürfen, egal ob sie positiv oder negativ ausfällt. Die Tester tun das ja auch.
Zuletzt geändert von Doc Angelo am 10.11.2019 17:29, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von Progame » 10.11.2019 17:27

4P|T@xtchef hat geschrieben:
10.11.2019 17:02
Dieses Spiel muss man einfach selbst erleben. Es steckt voller spielmechanischer Finessen und lebt davon, dass man Outdoor quasi zelebriert - die Sogwirkung ist unnachahmlich, weil aus vielen scheinbar gewöhnlichen Teilen etwas besonderes Ganzes entsteht. Ich könnte noch zig Video-Epiloge zu Physik, Routenplanung; Weltveränderung und Gadgets machen. Aber wenn so eine Abscheu entsteht, was okay ist, sollte man einfach was anderes zocken und die anderen in Ruhe genießen lassen. Denn eines kann man aufgrund von Let's plays sicher nicht: Death Stranding qualitativ beurteilen. Dafür muss man drin sein. Nicht für acht Stunden, sondern über 40 - 60 bis zum Finale.
Ich hoffe, mein Beitrag ist nicht sarkastisch rübergekommen.
Ich meine das ernst!
Spoiler
Show
Es gibt ja die Stelle, wo der Gegner sagt, ob man nicht genug von der Mühsal hätte und endlich ein "game over" bekommt, "darauf hast du doch gewartet". Kojima übt also schon deutliche (Meta-)kritik und will etwas sagen, das über das Spiel hinausgeht.
Zuletzt geändert von Progame am 10.11.2019 17:49, insgesamt 1-mal geändert.

mekk
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Re: Death Stranding: Video-Epilog

Beitrag von mekk » 10.11.2019 17:41

Doc Angelo hat geschrieben:
10.11.2019 17:27
Das Gameplay kann man sicherlich nicht abschließend bewerten, aber ein Lets-Play zeigt einem doch zumindest einen Überblick über das Gameplay. Das Lets-Play zeigt einem was die Story angeht die ganze Sache genau so, als würde man vor der Konsole sitzen. Die Verknüpfung zwischen Story und Gameplay ist denke ich nicht so sehr miteinander verwoben, das man es wirklich nur dann kapieren kann, wenn man selber den Analogstick bedient. So ist es eigentlich auch bei Shadow of the Colossus. Da merkt man direkt beim ersten Erfolg was Sache ist. Dafür muss man nicht alle 16 Kolossi besiegt haben, und auch wenn man auf dem Sofa neben dem Spieler sitzt und nur zuguckt... dann hat es fast den gleichen Effekt. Natürlich ist man persönlicher involviert, wenn man selber den Knopf drückt, aber man kann sich als Zocker beim Zugucken sehr wohl in die Daumenkuppe des Spielers versetzen.

Ich finde man sollte auch über das sprechen können, was einem nicht gefällt. Klar, bei so einem beliebten Titel und so einer kontroversen Person gehts mal etwas drunter und drüber. Da treffen Fanbois und Hater aufeinander. Wer seine Meinung zum Titel formulieren und begründen kann, der sollte das hier frei tun dürfen, egal ob sie positiv oder negativ ausfällt. Die Tester tun das ja auch.
Ich glaube nicht, dass du bei einem Spiel 10 - 20 Stunden zuschaust. Du siehst eine kleine Momentaufnahme und entscheidest dann für dich, ob das Spiel für dich etwas ist oder nicht. Das funktioniert bei einem Spiel wie Death Stranding aber leider nicht. Wie Jörg selbst schon sagt, dieses Spiel muss man schon länger spielen, da es um immer weitere Mechaniken und Möglichkeiten erweitert wird, die darüber hinaus wunderbar verzahnt sind. Es ist definitiv mehr als eine Paketboten Sim und das auf diversen Ebenen. Alle Facetten des Spiels wird kein Stream oder Let's Play erfassen können.

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