Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

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Levi 
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von Levi  » 05.09.2019 12:42

Liesel Weppen hat geschrieben:
05.09.2019 11:43
Levi  hat geschrieben:
05.09.2019 11:11
Rein aus Neugier: Was genau soll immersiv bedeuten und warum ist es erstrebenswert?
Ein spannendes Buch "zieht dich in seinen Bann", du fühlst dich mitten in der Geschichte, du kannst nicht aufhören zu lesen. Eine Seite geht noch...
Okay... Und das geht nicht in der third Person? Oder anders: selbst wenn das Buch als ich-Erzähler geschrieben wurde... Macht es das gleichzeitig "imersiver"...

Oder anders: das was du beschreibst, hat schlicht mit einen guten spannenden Buch zu tun. Die Atmosphäre ist gut. Die Geschichte ist spannend. Das pacing perfekt.
Und inwiefern ist dafür nun wichtig, ob ich nun die Geschichte durch die Augen einer Figur miterlebe... Oder quasi von einer anderen Perspektive betrachte?
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Liesel Weppen
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von Liesel Weppen » 05.09.2019 12:44

Usul hat geschrieben:
05.09.2019 12:13
Was ist, wenn jemand ein Wissenschaftler ist, der nichts von Belletristik hält, dessen Spezialgebiet aber die Auswirkungen von menschlichen Blähungen auf das Weltklima sind?
Dann ist es Interesse, nicht Immersion.
Usul hat geschrieben:
05.09.2019 12:13
Woraus ich hinaus will: "Immersion" ist höchstsubjektiv
Wie man Immersion empfindeet ist natürlich subjektiv, was Immersion ist aber nicht.
Auf die Frage "Was ist Immersion?" kommt also logischerweise eine ganze andere Antwort als auf "Was findest DU immersiv?"

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dOpesen
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von dOpesen » 05.09.2019 12:48

Levi  hat geschrieben:
05.09.2019 12:42
Und das geht nicht in der third Person?
meiner meinung nach, doch, geht es, zwar ist es dann auf einer anderen art und weise immersiv aber es ist immersiv, und kann es auch sehr sein.

bei mir ist es eine mixtur aus steuerung, grafik und gameplay, wenn dies perfekt in eineinander aufgeht, dann ist es extremst immersiv.

wie zuletzt bei rdr2 zum beispiel, hab ich in third person durchgespielt, weil ich dort einen größeren immersiveren sog verspürt hab als hätte ich es in der ego perspektive gespielt.

seinen alter ego zu sehen, die kleidung, die waffen, reitend auf dme pferd, die soeben erlegte beute hinter einem auf dem pferd geschnallt, war schon sehr immersiv.

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SethSteiner
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von SethSteiner » 05.09.2019 12:55

Sorry aber da sind wir wieder dabei, dass das mit tatsächlicher Immersion nicht viel zutun hat. Jemand anderen zu beobachten ist eben völlig gegensätzlich dazu selbst auf dem Pferd zu reiten, selbst einen Cowboy-Hut zu tragen, selbst die Beute auf dem Pferd zu schnallen und so weiter. Seinen alter Ego zu sehen ist nicht dasselbe wie selbst aktiv zusein. Wenn ich in eine Westernshow gehe, dann mag ja die Musik und Atmosphäre schön immersiv sein aber was völlig anderes als selbst Teil der Westernshow zusein.

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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von dOpesen » 05.09.2019 12:59

SethSteiner hat geschrieben:
05.09.2019 12:55
Wenn ich in eine Westernshow gehe, dann mag ja die Musik und Atmosphäre schön immersiv sein aber was völlig anderes als selbst Teil der Westernshow zusein.
kein guter vergleich, da man seinen alter ego aus der third person ja dennoch steuert und nicht nur zuguckt, wie es in einer westernshow der fall wäre.

ich sprach im übrigen davon wie ich das empfinde, ich kann sehr wohl in ego- als auch in der thirdperson vom spiel aufgesaugt werden, da spielt die perspektive für mich nur eine untergeordnete rolle.

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SethSteiner
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von SethSteiner » 05.09.2019 13:10

Sicher keine Frage geht das, dass bezweifle ich auch gar nicht. Nur wenn man eben wie du sagst, dass es immersiver wäre jemanden von außen zu steuern, dann kratze ich mich am Kopf und weise darauf hin, dass es zwei völlig verschiedene Dinge sind. Dass du da aktiv jemanden steuerst ist dabei der Punkt, du bist ein Puppenspieler, du bist nicht die Puppe.

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Usul
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von Usul » 05.09.2019 13:11

Liesel Weppen hat geschrieben:
05.09.2019 12:44
Dann ist es Interesse, nicht Immersion.
Ich kenne einige Wissenschaftler/Akademiker, die bei wissenschaftlichen Werken völlig im Text aufgehen, von daher: Nein, das KANN durchaus Immersion sein.

Wie man Immersion empfindeet ist natürlich subjektiv, was Immersion ist aber nicht.
Auf die Frage "Was ist Immersion?" kommt also logischerweise eine ganze andere Antwort als auf "Was findest DU immersiv?"
Das stimmt, das sollte ich nicht durcheinander bringen.

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Raskir
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von Raskir » 05.09.2019 13:14

SethSteiner hat geschrieben:
05.09.2019 12:55
Sorry aber da sind wir wieder dabei, dass das mit tatsächlicher Immersion nicht viel zutun hat. Jemand anderen zu beobachten ist eben völlig gegensätzlich dazu selbst auf dem Pferd zu reiten, selbst einen Cowboy-Hut zu tragen, selbst die Beute auf dem Pferd zu schnallen und so weiter. Seinen alter Ego zu sehen ist nicht dasselbe wie selbst aktiv zusein. Wenn ich in eine Westernshow gehe, dann mag ja die Musik und Atmosphäre schön immersiv sein aber was völlig anderes als selbst Teil der Westernshow zusein.
Ich erhöhe und behaupte das Gegenteil ist der Fall. Dass derjenige der part der westernshow ist ein weniger immersives Erlebnis hat, als jemand der einfach nur dabei ist :)
Verstehe aber was du meinst. Immersion ist aber wie usul sagte, nicht bei jedem gleich zu erreichen. Wenn du was anderes denkst ok, seis drum

@levi
Ego ist nicht gleich immersiver als third. Hängt davon ab mit was man Immersion erzeugen will. Für ihre vision zu ihrem Spiel, denken sie, dass ego das bessere Ergebnis bei den meisten Leuten erzielt. Ob das stimmt sehen wir in 7 monaten :)

Alter, nur noch 7 Monate, wtf...
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dOpesen
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von dOpesen » 05.09.2019 13:24

SethSteiner hat geschrieben:
05.09.2019 13:10
Dass du da aktiv jemanden steuerst ist dabei der Punkt, du bist ein Puppenspieler, du bist nicht die Puppe.
ich weiß wie du das meinst, und es kann durchaus sein, dass die egoperspektive ein stück weit anders (vielleicht auch mehr) die immersion erzeugen kann, nur trenne ich da vielleicht nicht so strikt wie andere es gerne tuen.

beispielsweise forza 2 (oder 3 bin mir grad unsicher), selbst da, in die karre einen neuen motor eingebaut, in third person über die strecke geheizt, und da waren dann sound (des neuen motors), grafik und gameplay einfach so stark in sich verzahnt, dass es verdammt immersiv war die karre über die piste zu steuern.

so auch in skyim, strikt in der ego angefangen, aber weiter gezockt in der third, weil es auch dort für mich immersiver war den charakter sehen zu können, seine waffen, die rüstung etc.

bin ein riesen fan der egoperspektive, aber ich brauche sie nicht zwingend um in ein spiel abtauchen und immersion verspühren zu können.

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Liesel Weppen
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von Liesel Weppen » 05.09.2019 14:04

Usul hat geschrieben:
05.09.2019 13:11
Ich kenne einige Wissenschaftler/Akademiker, die bei wissenschaftlichen Werken völlig im Text aufgehen, von daher: Nein, das KANN durchaus Immersion sein.
Auf das Ergebnis gespannt sein, ist keine Immersion. Manche sind auch neugierig und gespannt, was im Ü-Ei drinnen sein wird. Trotzdem ist so ein Ü-Ei kein bisschen immersiv.
Natürlich kann so jemand das spannend finden, oder überrascht sein. Wenn er sich dabei allerdings vorkommt, als würde er gerade selbst die nobelpreisverdächtige Entdeckung machen, würde ich die Neutralität und Formulierung der Abhandlung in Frage stellen, oder bem Leser/Wissenschaftlicher eine psychische Störung, z.B. eine etwas zu aktive Fantasie befürchten. Sowas gibts ja auch.

Der Unterschied ist im wesentlichen: Die wissenschaftliche Abhandlung braucht und will auch gar keine Immersion erzeugen, aber eine Geschichte, die das nichtmal versucht oder nur schlecht hinkriegt, wird von den meisten Menschen als langweilig bewertet.

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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von Usul » 05.09.2019 14:13

Liesel Weppen hat geschrieben:
05.09.2019 14:04
Auf das Ergebnis gespannt sein, ist keine Immersion. Manche sind auch neugierig und gespannt, was im Ü-Ei drinnen sein wird. Trotzdem ist so ein Ü-Ei kein bisschen immersiv.
Natürlich kann so jemand das spannend finden, oder überrascht sein. Wenn er sich dabei allerdings vorkommt, als würde er gerade selbst die nobelpreisverdächtige Entdeckung machen, würde ich die Neutralität und Formulierung der Abhandlung in Frage stellen, oder bem Leser/Wissenschaftlicher eine psychische Störung, z.B. eine etwas zu aktive Fantasie befürchten. Sowas gibts ja auch.
Der Punkt ist, unabhängig davon ob du jetzt eine psychische Störung feststellst oder was auch immer: Es hängt von der jeweiligen Person ab, inwieweit die "Immersion" funktioniert. Darauf wollte und will ich hinaus.

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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von dOpesen » 05.09.2019 14:15

Liesel Weppen hat geschrieben:
05.09.2019 14:04
Auf das Ergebnis gespannt sein, ist keine Immersion.
vielleicht spielt usul darauf an, dass die erwähnten wissenschafter/akademiker den geschriebenen text dank ihrer expertise so extrem nachvollziehen können, dass es sie so weit hineinsaugt als würde "die reise" aus ihren eigenen ideen entspringen, und dann würde ich schon fast behaupten, ja, das ist immersion par excellence.

wenn hawking davon spricht, dass er mit seinen gedanken durch den weltraum reist, ist er doch komplett in der immersion drinne, wieso sollte dies nicht anderen auch gelingen wenn sie hawkings werke lesen?

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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von Levi  » 05.09.2019 14:54

dOpesen hat geschrieben:
05.09.2019 14:15
wenn hawking davon spricht, dass er mit seinen gedanken durch den weltraum reist, ist er doch komplett in der immersion drinne, wieso sollte dies nicht anderen auch gelingen wenn sie hawkings werke lesen?

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Ich empfehle "eine kurze Geschichte der Zeit".
Noch kein anderes Buch hab ich so schnell verschlungen.
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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von Liesel Weppen » 05.09.2019 14:59

dOpesen hat geschrieben:
05.09.2019 14:15
wenn hawking davon spricht, dass er mit seinen gedanken durch den weltraum reist, ist er doch komplett in der immersion drinne, wieso sollte dies nicht anderen auch gelingen wenn sie hawkings werke lesen?
Das sind keine wissenschaftlichen Abhandlungen, das ist Unterhaltung mit einem gewissen Bildungsniveau. So Zeug ist ja absichtlich so gemacht, das soll den Zuschauer ja auch vorm Bildschirm halten. Das ist visuell aufgepeppt, absichtlich spannend erzählt, mit Beispielen und Analogien untermalt, aber ne physikalische Formel siehste da keine einzige.

Und ja "Universe in a nutshell" habe ich auch gelesen und fands gut aber nicht ansatzweise immersiv. Hat ja auch keine Handlung oder sowas. Für Immersion reicht mir zumindest nicht "Um Gravitation zu erklären stellen wir uns mal vor wir flögen in einem Raumschiff". ;)

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Re: Cyberpunk 2077: "100% First Person" zur Umsetzung der angestrebten Immersion

Beitrag von dOpesen » 05.09.2019 15:35

Liesel Weppen hat geschrieben:
05.09.2019 14:59
Das sind keine wissenschaftlichen Abhandlungen, das ist Unterhaltung mit einem gewissen Bildungsniveau. So Zeug ist ja absichtlich so gemacht, das soll den Zuschauer ja auch vorm Bildschirm halten. Das ist visuell aufgepeppt, absichtlich spannend erzählt, mit Beispielen und Analogien untermalt, aber ne physikalische Formel siehste da keine einzige.
mir ging es jetzt auch nicht um bücher wie "eine kurze Geschichte der Zeit", welches ich übrigens auch gelesen habe, sondern eher um solche veröffentlichungen wie "The Nature of Space and Time" zb.

wo man als wissenschaftler/akademiker auf diesem gebiet die theorien und formeln von hawking ganz anders in seinem kopf zusammensetzt und so auch ganz andere bilder entstehen als dem gemeinem fußvolk wie wir es sind, es sei denn du bist quantenphysiker oder ähnliches, dann entschuldige.

wenn hawking auf basis der bekannten physik und seiner theorien durch den weltraum reisen und entsprechende anomalien und singularitäten vor seinem geistigen auge erschaffen kann, wieso sollte dies anderen nicht auch gelingen die sich mit seinen theorien auseinandersetzen?

ich finde schon, dass man da dann schon von immersion durch schriftliche werke sprechen kann.

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