Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

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Bussiebaer
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von Bussiebaer » 13.11.2018 09:55

4P-1537630742BvWou hat geschrieben:
12.11.2018 21:12
Ich weiß, am Einfachsten wäre einfach lesen.
Vielleicht eine gut bestückte Bücherei in der Nähe? Wäre noch eine alternative zum eBook/am PC lesen.

kagrra83
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von kagrra83 » 13.11.2018 19:34

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
12.11.2018 21:17
4P-1537630742BvWou hat geschrieben:
12.11.2018 21:12
Habe mich selber immer noch nicht mit beschäftigt, deshalb wollte ich wissen, ob er mehr Horror oder SciFi schrieb? Weil Horror ist jetzt eig garnicht mein Genre weil zu gruslig. Ein Buch, schrieb hier jemand in den Kommis, spielt auf der Venus. Ist das klassische SciFi oder hat die irgendwie nen Horrortouch oder wie muss ich mir das vorstellen.
Lovecraft ist eindeutig Horror. Es gibt tatsächlich eine Geschichte, die von einem Raumfahrer handelt, der sich auf der Venus in einem Labyrinth verirrt, aber die dürfte die große Ausnahme sein.

Der Lovecraft ist aber auch kein blutrünstiger Stephen King, er spielt eher subtil mit dem Horror, was ihn für mich sogar noch gruseliger macht.

Wenn Du Raumschiffe willst, bist Du bei Lovecraft an der falschen Adresse.

EDIT: Hab's mal gegurgelt. Die Sci-fi-Geschichte heißt "In den Mauern von Eryx". Ein gewisser Kenneth J. Sterling hat daran mitgearbeitet.
Jo, subtiler Horror ist mir dann auch wahrscheinlich lieber. Zumindest in Buchform erträglicher ein ein Film wie Conjuring. Außer, meine Vorstellungskraft beim lesen ist noch schlimmer als ein Film :D

Interssant wäre für mich aber zb ganz frühe SciFi. Und wie weit die schon damals denken konnten. Muss in der Richtung gucken ob es da was gibt. Gerade denke ich an den Film 'Demolition Man' Der ist bereits von 92 und so laaaangsam kommen wir dahin was der FIlm gezeigt hat technologisch. Also nicht wir, sondern die die uns sowas ermöglichen. Also hat der Film ganz gut die Zukunft vorher gesehen.

kagrra83
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von kagrra83 » 13.11.2018 19:37

Bussiebaer hat geschrieben:
13.11.2018 09:55
4P-1537630742BvWou hat geschrieben:
12.11.2018 21:12
Ich weiß, am Einfachsten wäre einfach lesen.
Vielleicht eine gut bestückte Bücherei in der Nähe? Wäre noch eine alternative zum eBook/am PC lesen.
War heute in zwei Bücherrein,, und irgendwie ist da nix. Zumindest kein Lovecraft. Ist wohl auch für einen Bücherladen zu speziell gg

kagrra83
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von kagrra83 » 13.11.2018 20:02

James Dean hat geschrieben:
12.11.2018 23:07
...
Ich danke dir erst Mal dafür, dass du mir so ausgiebig antwortest. Ist auch nicht immer selbstverständlich.

Das Bild gruselt mich sehr. Weckt in mir meine Urängste auf. Ich grusel mich wirklich leider sehr schnell, und das ist kein angenehmes Gruseln. Deshalb meide ich Horror fast immer. Im Kino gehts, weil da bin ich net alleine. :?

Spiele gerade RDR2, und da gab es
SpoilerShow
eine Höhle im Beaver Hollow mit seinen verrückten Bewohnen. Ich musste da zwar nicht alleine rein, Charles war dabei, aber mir ging da auch so sehr die Pumpe, es war sehr sehr unangenehm.
Keine Ahnung, ob das irgendwann weggeht. Das löst in mir eine Angst aus, wie es bei Resi 7 der Fall war. Habs mit meim Cousin gespielt, abbrechen musste ich irgendwann trotzdem. Es gibt auch für DX Mankind Devided eine kurze VR Demo, in der kannst du ganz nah an den Oberbösewicht herantreten und in dir von alleine Seiten angucken. Nicht nur, dass man unter der Brille sowieso schon schwitzt :D, hat mir dieser Anblick dieses Typen so eine Furcht eingeflöst...unglaublich. Am Meisten gruselt mich cyborgartiges, was auch mit meiner Urangsterfahrung zutun hat. Diese augmentierten Gesichter in der 40minütigen Demo zu Cyberpunk fand ichs ehr sehr verstörend. Die Vorstelluing, in bin in einer abgelegenen Lagerhalle in mitten von diesen menschenlichen Robotern...auwei.
Und was SciFi angeht, da wollte ich schon lange mit dem Perry Rhodan angefangen haben. Es ist auch klar definiert, wo der Anfang ist. Aber trotzdem, habe ich da Mühe mit jetzt wirklich das aller erste Heft zu finden. Es gibt natürlich Foren, die sagen dass man als Neueinstager mit dem und dem Heft anfangen muss, aber das fühlt sich nie so an, als wenn es wirklich das aller Erste Heft ist was damals erschienen ist.

Was ich aber wiederum gar nicht mag ist Starwars SciFi. Es wirkt für mich mehr nach Fantasy als Fiction. Die Aliens wie sie dort gezeigt werden, erinnern mich eher einen einen Kasperletheater.
Fantasy ist absolut nicht mein Genre, auch net im Gamingbereich.

usw usw usw....ich höre jetzt lieber mit offtopic auf :D


gruß

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James Dean
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von James Dean » 13.11.2018 21:54

4P-1537630742BvWou hat geschrieben:
13.11.2018 20:02
James Dean hat geschrieben:
12.11.2018 23:07
...
Ich danke dir erst Mal dafür, dass du mir so ausgiebig antwortest. Ist auch nicht immer selbstverständlich.
Gern geschehen :D Ist halt ein Thema, das ich mag. Und ich freue mich immer, wenn Leute zu Lovecraft oder generell zu Büchern finden, gerade zu altem Kram.
Das Bild gruselt mich sehr. Weckt in mir meine Urängste auf. Ich grusel mich wirklich leider sehr schnell, und das ist kein angenehmes Gruseln. Deshalb meide ich Horror fast immer. Im Kino gehts, weil da bin ich net alleine. :?


Spiele gerade RDR2, und da gab es
SpoilerShow
eine Höhle im Beaver Hollow mit seinen verrückten Bewohnen. Ich musste da zwar nicht alleine rein, Charles war dabei, aber mir ging da auch so sehr die Pumpe, es war sehr sehr unangenehm.
Keine Ahnung, ob das irgendwann weggeht. Das löst in mir eine Angst aus, wie es bei Resi 7 der Fall war. Habs mit meim Cousin gespielt, abbrechen musste ich irgendwann trotzdem. Es gibt auch für DX Mankind Devided eine kurze VR Demo, in der kannst du ganz nah an den Oberbösewicht herantreten und in dir von alleine Seiten angucken. Nicht nur, dass man unter der Brille sowieso schon schwitzt :D, hat mir dieser Anblick dieses Typen so eine Furcht eingeflöst...unglaublich. Am Meisten gruselt mich cyborgartiges, was auch mit meiner Urangsterfahrung zutun hat. Diese augmentierten Gesichter in der 40minütigen Demo zu Cyberpunk fand ichs ehr sehr verstörend. Die Vorstelluing, in bin in einer abgelegenen Lagerhalle in mitten von diesen menschenlichen Robotern...auwei.
Ich denke, da kann ich dich beruhigen, "Körperhorror" ist in der Regel nicht das Thema in den Werken Lovecrafts. Es gibt dann und wann mal Deformierte durch Inzucht oder Sodomie (z.B. Fischmenschen in "Schatten über Innsmouth"), Körperinneres gibt's recht selten, ich erinnere mich da nur spontan an eine Geschichte, wo ein Gehirn außerhalb des Körpers beschrieben wurde. Insgesamt ist es aus heutiger Sicht vielleicht eher trashig. Aber schau dir mal "die Musik des Erich Zann" an, so auf dem Level ist es in der Regel.
Die Fantasygeschichten von Lovecraft sind auch weniger klassische Fantasy; also weder Mittelerde noch Elfen oder Orks, es sind immer unbekannte bzw. ungenannte Länder zu ungenannten Zeiten, in denen Menschen dann die Hauptrolle spielen. Das hat ganz oft eher einen römisch-griechisch-antiken Touch, fand ich, aber vielleicht kam auch nur mir das so rüber. Cyborgs etc. wirst du bei Lovecraft, soweit ich weiß, überhaupt nicht finden. War auch damals noch kein literarisches Thema, erst später.

Und was SciFi angeht, da wollte ich schon lange mit dem Perry Rhodan angefangen haben. Es ist auch klar definiert, wo der Anfang ist. Aber trotzdem, habe ich da Mühe mit jetzt wirklich das aller erste Heft zu finden. Es gibt natürlich Foren, die sagen dass man als Neueinstager mit dem und dem Heft anfangen muss, aber das fühlt sich nie so an, als wenn es wirklich das aller Erste Heft ist was damals erschienen ist.
Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Scheiß auf die Hefte. Hol dir die Silberbände, das sind jeweils 8 oder 10 Heftromane zu einem Buch gepresst. Das erste Buch heißt "Die dritte Macht" und ist ziemlich empfehlenswert. Der Anfang bzw. Heft 1 ist in meinen Augen staubtrocken, aber wenn Perry und Co zurück auf der Erde sind (die fliegen zu Beginn zum Mond), dann geht's richtig rund. Vor allem, wenn Perry seine eigenen X-Men rekrutiert. Du solltest dir aber bewusst sein, dass Perry Rhodan eine endlose Geschichte ist. Der Plot ist zwar in Zyklen unterteilt, aber noch heute wird die Story fortgesetzt. Ich habe meist nach dem zweiten Zyklus (geht bis Band 12 oder so) aufgehört. Aber es macht schon Spaß, es zu lesen. Gerade aus heutiger Sicht ist die SciFi etwas veraltet - es gibt keine Mikrotechnologie und keine Computer, die heißen stattdessen Positronik und funktioniert etwas anders. Heute hat uns die wissenschaftliche Realität überholt, aber damals gab's dann noch Reisen zur Venus oder zum Merkur, wo man dann Zeugs findet oder man findet einen Planeten, wo irgendwelche Quallen leben, die Methan atmen und Humanoide per Gedankenkrolle steuern / übernehmen können (wenn ich das richtig in Erinnerung habe).
je weiter es fortschreitet, desto abgefahrener wird es aber auch und mir ist da irgendwann die Lust vergangen. Aber für den einen oder anderen mentalen Trip ist es wirklich empfehlenswert.
Was ich aber wiederum gar nicht mag ist Starwars SciFi. Es wirkt für mich mehr nach Fantasy als Fiction. Die Aliens wie sie dort gezeigt werden, erinnern mich eher einen einen Kasperletheater.
Fantasy ist absolut nicht mein Genre, auch net im Gamingbereich.
Ja, Star Wars geht wirklich eher in Richtung Fantasy. Nett anzuschauen, aber als gute SciFi würde ich es nicht bezeichnen. Wenn du noch gute moderne SciFi suchst, dann kannst du dir mal "The Expanse" anschauen, was derzeit auch als Serie verfilmt wird. Die Buchreihe ist aber afaik schon komplett. Habe sie selbst noch nicht gelesen und kann daher nur auf Hörensagen verweisen.

marf
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von marf » 14.11.2018 08:11

Wer Hörbücher mag :
LPL records haben mal ne Reihe rausgebracht unter anderem mit David Nathan als Sprecher. Dann gibts noch nen ziemlich guten youtube Kanal, auf dem eher unbekanntere Kurzgeschichten von ihm sind. Auch sehr guter Sprecher ( https://www.youtube.com/channel/UCTwXM2 ... g/featured )

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Freya Nakamichi-47
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 14.11.2018 08:42

Auf YouTube gibt's auch Lovecraft-Hörbücher von johliest. Damit bin ich die letzten beiden Abende eingeschlafen. Ich weiß nicht, ob das ein professioneller Vorleser ist, die Stimme ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie paßt ganz gut zu Horror, finde ich. Der macht seine Sache nicht schlecht.

Ganz kurz zu "The Expanse": Da bin ich jetzt mit dem ersten Band durch, dann war erstmal Pause wegen "RDR 2". Die beiden Autoren, die sich hinter dem Pseudonym James S. A. Corey verbergen, dürften sowas wie State of the art sein, die Platzhirsche der aktuellen Science fiction. Aus naturwissenschaftlicher Sicht finden sie ein ganz gutes Mittelding zwischen Einstein und Fiktion, das macht die Sache etwas greifbarer als so manch anderen Kram, in dem Entfernungen und Treibstoff keine Rolle spielen. Ich bin voll des Lobes über den ersten Band, "Leviathan erwacht", das zweite Buch ist schon gekauft. Da meine Bücherregale alle voll sind und ich kein neues mehr anbringen will, werde ich es ab Band 3 wohl auch mal versuchen, auf dem Handy zu lesen. Mal gucken, ob mir das gefällt.

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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von Bussiebaer » 14.11.2018 09:54

Auf dem Handy zu lesen finde ich nicht komfortabel, habe mir mal extra einen ebook-Reader zugelegt. Das empfinde ich sehr viel angenehmer für die Augen. Falls du dir so ein Gerät mal ansehen möchtest, in Thalia-Buchhandel gibt es eigentlich immer Ausstellungsgeräte. Auch im Media Markt/Saturn hab ich glaub ich schon welche zum probieren gesehen.

Natürlich nur wenn so ein Teil dir das Geld auch wert ist, und mit dem Handy zu lesen dir nicht so zusagt.

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ugac
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von ugac » 14.11.2018 17:49

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
14.11.2018 08:42
Auf YouTube gibt's auch Lovecraft-Hörbücher von johliest. Damit bin ich die letzten beiden Abende eingeschlafen. Ich weiß nicht, ob das ein professioneller Vorleser ist, die Stimme ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie paßt ganz gut zu Horror, finde ich. Der macht seine Sache nicht schlecht.
Johliest hat tatsächlich auch einige unbekanntere Lovecraft-Geschichten vertont, was ich ganz gut finde. Die Stimme, andererseits, finde ich persönlich nicht so knorke. Lovecrafts Protagonisten klingen in meinem Kopf immer ziemlich sachlich und analytisch bis dann das Grauen über sie hereinbricht. Die Stimme von Johliest klingt für mich eher nach "Oh, das wird gleich gruselig. Gleich kommts!"

Weiß grad nicht genau wie ich das besser beschreiben soll.

zzzzzzzzzK
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von zzzzzzzzzK » 14.11.2018 18:47

Was kostenlose und legale (von FESTA genehmigt) Hörbücher von Lovecraft auf Youtube angeht, kann ich nur GM Factory empfehlen. Da gibt es auch einige von Lovecrafts Kollaborationen. Leider muss ich aber feststellen, dass da einige wieder runtergenommen worden sind.
BYE

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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von Glühwyrm » 16.11.2018 13:10

Hej

Also an sich ein gutes Video, aber etwas schade, dass Anti-Semitismus hier nur mit "war halt Rassisst in seiner Zeit" abgetan wird. Lovecraft war glühender Rassist und Antisemit über das übliche Maß , selbst der damaligen Zeit hinaus und diese "Opferrolle" in der ihm hier Masochismus nachgesagt wird ist vor allem eins ; nämlich verrücktes Verschwörungstheorie Gespinne, in der die "armen weißen Männer die wissen wie die Welt zu laufen hat " von der "Alten Rasse" (den Juden - wem sonst) kontrolliert und klein gehalten werden. Man muss wirklich nicht lange suchen oder gucken um in Lovecrafts Werken genau diese klassischen Paraleleln alle wieder zu finden. Es erklärt sich also nicht aus Vordenkertum, oder wenn dann nur aus welchem, das wir sicher nicht positiv hervorheben sollten (Alu Hut und jüdische Weltverschwörung) .

Ich gestehe dem Mann seinen Nihilismus zu, aber er hatte einfach Denkmuster verinnerlicht - und gibt diese auch literarisch wieder - die nicht entschuldbar sein sollten. Damals, wie heute.

Das sollte einer/m schon bewusst sein beim lesen dieser Geschichten und Bücher.

Abschließend trotzdem Lob. Mir gefallen diese Hintergrund Videos sehr gut, in denen das drumherum und die Einflüsse, die zu Game Trends und eigenen Games führen, näher gebracht werden. Da machst du ein sehr guten Job Jörg. :Zyklope:

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Freya Nakamichi-47
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 16.11.2018 14:02

Ich kann politische Anschauung und künstlerisches Werk eigentlich immer ganz gut trennen. Wenn der Lovecraft privat ein glühender Schwarzenhasser war, dann ist das für mich eine wichtige Information, die ich als Hintergrundwissen mitnehme, aber solange ich das seinen Kurzgeschichten nicht anmerke, ist es mir für die Lektüre erst einmal egal. Rassistisches oder antisemitisches Geschmiere würde ich ohnehin nicht lesen.

Oder, mal ein anderes Beispiel: Louis-Ferdinand Céline, dessen Geist mit den Jahren verdüsterte, der sich zu seinem Lebensende hin zu einem Judenhasser entwickelte. Wer die "Reise ans Ende der Nacht" nicht liest, weil ihm mal Negatives über Céline zu Ohren gekommen ist, der verpaßt einiges. Die "Reise" ist ein großartiges, intelligentes Antikriegsbuch. Von Antisemitismus ist hier nicht das geringste zu merken. Jedenfalls nicht, daß ich wüßte.

Ich würde auch den Wagner hören, wenn ich denn bloß seine Musik ertragen könnte. ;) Er hatte schon ein paar geniale Ideen, keine Frage, Harmonielehre beherrschte der vor- wie rückewärts, aber diese scheußlichen Fanfaren, nee, nee ... Ist mir zuviel Pathos.

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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von Astorek86 » 16.11.2018 16:05

Um ein etwas aktuelleres Beispiel zu bringen: Walt Disney höchstselbst wurde zeitlebens Rassismus vorgeworfen, und zumindest ein gewisses Unverständnis dafür lässt sich kaum leugnen, wenn man seine Äußerungen betrachtet. Ohne seine Äußerungen verleugnen oder verharmlosen zu wollen, lässt sich trotzdem sagen, dass er das Leben recht vieler Menschen - und ganz besonders der Kinder - definitiv bereicherte...

zzzzzzzzzK
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von zzzzzzzzzK » 16.11.2018 16:34

Selbst Martin Luther war (religiös-)antisemitisch,

Was Lovecrafts Rassismus angeht, der taucht schon auf in seinen Geschichten. Manchmal so, dass die Geschichte komplett heruntergezogen wird (Red Hook), manchmal so, dass man es zumindest hinterfragen sollte (Call of Cthulhu usw.) und manchmal wie in Schatten über Innsmouth.

Inb4 alex postet seine sjw-grütze
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Re: Call of Cthulhu: Einführung in die Geschichte von H.P. Lovecraft

Beitrag von marf » 25.11.2018 15:18

@Glühwyrm: Das Lovecraft mit den "Alten " und dem Myhos, den er darum gesponnen hat, nun auf eine jüdische Weltverschwörung anspielen will, halt ich persönlich aber für Unsinn. Das gibt sein Werk auch nicht her und ist einfach ein bißchen zu platt.

Das Lovecraft ein Rassist war und allgemein Menschen nicht sonderlich mochte ist sicherlich richtig, wobei er als Intelligenter und wissensbegieriger Mensch im laufe seines Lebens, da auch eine Veränderung machte. Seine einzige Frau war Jüdin. Aus seinem Briefverkehr nach der Trennung geht hervor, das ihr Glauben da auch keine Rolle spielte, sondern seine spezielle Persönlichkeit.

Auch nach der Trennung hatten sie eine freundschaftliche Beziehung und engen Kontakt. Das heißt bei Lovecraft gabs fast nur Brieffreundschaften. Der Mann muß Tonnenweise Briefpapier vernichtet haben :-D

Insgesamt finde ich es immer etwas schade, wenn man Menschen keine Veränderung zugesteht. Ein Politischer Mensch war Lovecraft sicherlich nicht und das sein Werk jemals so einen Einfluß bis in die heutige Zeit haben würde, hätte er selbst wohl am wenigsten geglaubt.

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