Total War: Three Kingdoms - Vorschau

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4P|BOT2
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Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von 4P|BOT2 » 28.08.2018 10:57

War Total War Saga: Thrones of Britannia nur als Zwischenschritt angesetzt, wollen die Briten von Creative Assembly mit der Hauptserie mit Total War: Three Kingdoms neue Impulse setzen. Die Zeit der streitenden Reiche im feudalen China soll von legendären Kriegern und großen Schlachten geprägt sein. Wir konnten auf der Gamescom bereits die nächtliche „Falle von Sun Ren“ anspielen. 
Ein...

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Eisenherz
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von Eisenherz » 28.08.2018 12:35

Irgendwie geht der Serie sowieso langsam die Luft aus. Schon Thrones of Britanica war kein langfristiger Erfolg, wenn man sich die täglich Nutzerzahlen ansieht. Nur wenige hundert Spieler gleichzeitig, wohingegen das alte Rome II täglich mehrere Tausend zählt.

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BigEl_nobody
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von BigEl_nobody » 28.08.2018 14:30

Eisenherz hat geschrieben:
28.08.2018 12:35
Irgendwie geht der Serie sowieso langsam die Luft aus. Schon Thrones of Britanica war kein langfristiger Erfolg, wenn man sich die täglich Nutzerzahlen ansieht. Nur wenige hundert Spieler gleichzeitig, wohingegen das alte Rome II täglich mehrere Tausend zählt.
Mit Empire und der Warscape Engine hat der ganze Käse angefangen... völlig verbuggt und spielerisch unausgegoren. Rome 2 war dann so schlecht das ich dachte das die Serie danach schon komplett hinüber ist.
Warhammer 1 und Warhammer 2 waren dann ein gewagter neuer Schritt der gleichzeitig echte Innovationen gebracht hat und gerade der zweite Teil ist mit Mods für mich das beste Total War seit Medival 2, wenn man die Nostalgie rauslässt sogar das beste Total War von allen.

ABER leider merkt man gerade wieder an Thrones of Britannica das CA Total Wars in Massenware produziert, ohne sich allzu viel Mühe im Design oder der Komplexität zu machen. CA versteift sich auf Oberflächlichkeit und mit welcher erschreckenden Lieblosigkeit sie im Detail zu Werke gehen merkt man dann wenn man hunderte Stunden in ihre letzten Titel gesteckt hat.

Ich vermute das das Problem darin liegt, dass sie unter SEGA einfach nicht ansatzweise genug Spielraum und Zeit haben um den Total Wars den ausgereiften Schliff zu geben. Viel zu viele Projekte (oder eher Baustellen) auf einmal, viel zu kurze Entwicklungszeiträume und immer noch die extrem limierte/verbuggte Warscape Engine.
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Eisenherz
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von Eisenherz » 28.08.2018 16:21

Ja, da geh ich mit. Der "Zauber" der ersten Teile fehlt irgendwie. Wirkt sehr wie Fließbandware, die es auch leider größtenteils geworden ist. Fest eingeplanter jährlicher Finanzposten statt herausragender Spielkunst. Erinnert doch sehr an das Assasins Creed-Problem.

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Sharkie
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von Sharkie » 28.08.2018 18:02

4Players hat geschrieben: Hier besitzen die Generäle übermenschliche Fähigkeiten, die sie ganze Armeen zermalmen lässt - ähnlich wie bei den Musou-Prüglern der Warriors-Reihe. Schon dieser Faktor fällt aber schnell negativ auf – passen die übermächtigen Heldeneinheiten bei Total War: Warhammer nämlich noch ins Bild und bilden zusammen mit gigantischen Monstern eine stimmige Fantasy-Kulisse, sind die Anführer im alten China bestenfalls unauffällig und im schlimmsten Fall eine nervige neue Mikromanagement-Falle.

[...]

Anstatt die Kernprobleme der stagnierenden Gefechte anzugehen, neue Wucht in den Schlachten zu entfesseln oder einen spielmechanischen Neustart anzustreben, der mir mehr Möglichkeiten in der Geländetaktik ermöglicht, werde ich mit Superhelden und ihren Mikomanagement-Ambitionen konfrontiert, die so gar nicht in das historische Setting passen wollen.
Sorry, aber hier wird das Setting missverstanden. Die literarische Basis von Total War: Three Kingdoms porträtiert seine Generäle als exakt die übertriebenen Superhelden, die sich auch im Spiel wiederfinden. Das neue Total War ist in dieser Hinsicht schlicht und einfach vorlagengetreu. Weswegen ich den Vorwurf, das passe nicht zum vermeintlich "historischen" Setting, doch ziemlich fehlgeleitet finde, bzw. denke dass derjenige, der ihn erhebt, sich eben ein anderes Setting wünscht, nämlich eines, das das China des 2. und 3. Jahrhunderts mit möglichst großer historischer Akkuratesse abbildet. Was ja auch völlig legitime Geschmacksangelegenheit wäre, nur sollte man dann nicht den Vorwurf bemühen, die Darstellung passe nicht zum Setting. Das wäre ungefähr so, als würfe man einem Spiel über die Ilias vor, dass Achilles, Hector und Ajax ja total übertrieben superheldenhaft dargestellt werden. Man könnte jetzt seitenlang Beispiele aufzählen, aber wer ein bisschen über die Vorlage recherchiert erfährt schnell, dass diese in deutlich höherem Maße Legende als Geschichtsschreibung ist. Sie verarbeitet zwar eine Vielzahl historisch verbürgter Ereignisse und hunderte historische Charaktere, aber überhöht jene Charaktere halt vielfach zu mythischen Überkriegern/-strategen/-diplomaten. Speziell Guan Yu und Zhuge Liang tragen quasi-halbgöttliche Züge; weitere Superhelden finden sich zu Dutzenden, wobei die Figur des Lu Bu bemerkenswerte Parallelen zum oben angesprochenen Achilles aufweist.

Was das Szenario (nicht das Gameplay, dazu s.u.) angeht, würde ich Eike also entschieden widersprechen: Ein in jeglicher Hinsicht traditionelles Total War, in dem einzelne Soldaten keinen Unterschied machen - das würde nicht zum Setting passen. Zumindest müsste sich Creative Assembly in diesem Fall den Vorwurf machen lassen, eine hochelaborierte (und für China geradezu kulturstiftende) Vorlage unflexibel in ein althergebrachtes Gameplaykorsett zu pressen, auf Kosten der inhaltlichen und erzählerischen Eigenheiten jener Vorlage. Unter Gesichtspunkten des Settings bin ich als Fan des Drei-Reiche-Szenarios (sowie vieler Titel der Total War-Reihe) sehr froh, dass dem nicht so ist.

Unter Gesichtspunkten des Gameplays dagegen kann es natürlich durchaus sein, dass die Fokussierung auf Heldentum sich als großer Schuss in Ofen erweist, wenn sie nicht mit den etablierten Serienelementen harmoniert. Eikes Verweis auf lästiges Mikromanagement stimmt hier sehr skeptisch, insbesondere das manuelle Auslösen von Duell-Sonderfertigkeiten klingt unangenehm nach MOBA und hat auch meiner Meinung nach in einem Total War nichts zu suchen. Wenn man sowas schon macht, dann böte sich z.B. an, den Rest des Schlachtfeldes während des Duells in eine Art Bullet-Time zu versetzen und reinzuzoomen, damit der Spieler sich auch guten Gewissens auf das Helden-Gekloppe konzentrieren kann und nicht das Gefühl bekommt, durch das Bedienen des Duell-Mikromanagements den Rest der Schlacht aus den Augen zu verlieren.
Zuletzt geändert von Sharkie am 28.08.2018 18:11, insgesamt 1-mal geändert.

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4P|Eike
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von 4P|Eike » 28.08.2018 18:11

Sharkie hat geschrieben:
28.08.2018 18:02
4Players hat geschrieben: Hier besitzen die Generäle übermenschliche Fähigkeiten, die sie ganze Armeen zermalmen lässt - ähnlich wie bei den Musou-Prüglern der Warriors-Reihe. Schon dieser Faktor fällt aber schnell negativ auf – passen die übermächtigen Heldeneinheiten bei Total War: Warhammer nämlich noch ins Bild und bilden zusammen mit gigantischen Monstern eine stimmige Fantasy-Kulisse, sind die Anführer im alten China bestenfalls unauffällig und im schlimmsten Fall eine nervige neue Mikromanagement-Falle.

[...]

Anstatt die Kernprobleme der stagnierenden Gefechte anzugehen, neue Wucht in den Schlachten zu entfesseln oder einen spielmechanischen Neustart anzustreben, der mir mehr Möglichkeiten in der Geländetaktik ermöglicht, werde ich mit Superhelden und ihren Mikomanagement-Ambitionen konfrontiert, die so gar nicht in das historische Setting passen wollen.
Sorry, aber hier wird das Setting missverstanden. Die literarische Basis von Total War: Three Kingdoms porträtiert seine Generäle als exakt die übertriebenen Superhelden, die sich auch im Spiel wiederfinden. Das neue Total war ist in dieser Hinsicht schlicht und einfach vorlagengetreu. Weswegen ich den Vorwurf, das passe nicht zum vermeintlich "historischen" Setting, doch ziemlich fehlgeleitet finde, bzw. denke dass derjenige, der ihn erhebt, sich eben ein anderes Setting wünscht, nämlich eines, das das China des 2. und 3. Jahrhunderts mit möglichst großer historischer Akuratesse abbildet. Was ja auch völlig legitime Geschmacksangelegenheit wäre, nur sollte man dann nicht den Vorwurf bemühen, die Darstellung passe nicht zum Setting. Das wäre ungefähr so, als würfe man einem Spiel über die Ilias vor, dass Achilles, Hector und Ajax ja total übertrieben superheldenhaft dargestellt werden. Man könnte jetzt seitenlang Beispiele aufzählen, aber wer ein bisschen über die Vorlage recherchiert erfährt schnell, dass diese in deutlich höherem Maße Legende als Geschichtsschreibung ist. Sie verarbeitet zwar eine Vielzahl historisch verbürgter Ereignisse und hunderte historische Charaktere, aber überhöht jene Charaktere halt vielfach zu mythischen Überkriegern/-strategen/-diplomaten. Speziell Guan Yu und Zhuge Liang tragen quasi-halbgöttliche Züge; weitere Superhelden finden sich zu Dutzenden, wobei die Figur des Lu Bu bemerkenswerte Parallelen zum oben angesprochenen Achilles aufweist.

Was das Szenario (nicht das Gameplay, dazu s.u.) angeht, würde ich Eike also entschieden widersprechen: Ein in jeglicher Hinsicht traditionelles Total War, in dem einzelne Soldaten keinen Unterschied machen - das würde nicht zum Setting passen. Zumindest müsste sich Creative Assembly in diesem Fall den Vorwurf machen lassen, eine hochelaborierte (und für China geradezu kulturstiftende) Vorlage unflexibel in ein althergebrachtes Gameplaykorsett zu pressen, auf Kosten der inhaltlichen und erzählerischen Eigenheiten jener Vorlage. Unter Gesichtspunkten des Settings bin ich als Fan des Drei-Reiche-Szenarios (sowie vieler Titel der Total War-Reihe) sehr froh, dass dem nicht so ist.

Unter Gesichtspunkten des Gameplays dagegen kann es natürlich durchaus sein, dass die Fokussierung auf Heldentum sich als großer Schuss in Ofen erweist, wenn sie nicht mit den etablierten Serienelementen harmoniert. Eikes Verweis auf lästiges Mikromanagement stimmt hier sehr skeptisch, insbesondere das manuelle Auslösen von Duell-Sonderfertigkeiten klingt unangenehm nach MOBA und hat auch meiner Meinung nach in einem Total War nichts zu suchen. Wenn man sowas schon macht, dann böte sich z.B. an, den Rest des Schlachtfeldes während des Duells in eine Art Bullet-Time zu versetzen und reinzuzoomen, damit der Spieler sich auch guten Gewissens auf das Helden-Gekloppe konzentrieren kann und nicht das Gefühl bekommt, durch das Bedienen des Duell-Mikromanagements den Rest der Schlacht aus den Augen zu verlieren.
Ja, aber ... ;)

Das ist ja nur eine der beiden Varianten. Ich bekomme ja meinen historischen Modus ohne den Helden-Firlefanz. ABER: Ich mag den Helden-Quatsch eben ganz einfach nicht. Das war in der Demo nicht gut implementiert, das entfernt Total War zu sehr von dem, was es eigentlich gut macht - und ich finde, literarische Vorlage hin und her, diese Superhelden auf dem Schlachtfeld einfach fehl am Platze. Dass es spielerisch eher schwach eingebunden ist, davon mal ganz abgesehen ;)

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Sharkie
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von Sharkie » 28.08.2018 18:22

Ist ja auch Geschmacksfrage, schrieb ich ja. :) Ich würde ja nie im Leben sagen, dass Deine Präferenz weniger gerechtfertigt als meine oder gar falsch wäre. Nur, dass sie sich nicht überzeugend mit der Historizität der Vorlage begründen lässt. Sämtliche gameplaybezogene Kritik am Heldenfokus dagegen klingt für mich ebenfalls sehr ungut, das liest sich in der Tat so, als könnte Creative Assembly möglicherweise an dem Balanceakt zwischen Serientradition und Innovation im Geiste der literarischen Vorlage scheitern. Ich schätze mal, so wie Dir wird es vielen gehen, vielleicht sogar der Mehrheit der alteingesessenen Serienfans. Das wird auch der Grund sein, aus dem man sich überhaupt dazu entschlossen hat, diese zwei Modi für Helden- und Historienspiel anzubieten, was natürlich immer das Risiko bietet, dass da nichts konsequentes oder ausgereiftes bei rauskommt (wie so oft, wenn man versucht, es allen rechtzumachen). Hoffen wir mal, dass sich da noch was tut. :)

flo-rida86
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von flo-rida86 » 28.08.2018 18:34

Gibt mir warhammer 3 inklusive mortal Empire und arbeiten noch mit neuer engine und Seeschlachten dan hätte man Land,luft,Wasser und ich bin glücklich ok,Karten Anspruch kann auch etwas angehoben werden aber wie dieser Teil reizt mich nicht mehr.
Finds auch komisch wie sie zuletzt wieder rome 2 mit einem grossen dlc bedient haben und mittlerweile gibt's auch die schon sehr günstig weil es gar nicht so viele wohl wollen.Bei den historischen ist bei mir definitiv die luft raus und wenn ich bock habe kann ich mit einem Kumpel im mp wieder rome 2 oder Shogun 2 abwerfen.Auch gerne Empire aber da gibts ja keine Möglichkeit mehr:(

Civic TypeR
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von Civic TypeR » 29.08.2018 12:19

Also wer sich etwas genauer über Three Kingdoms informiert, würde wissen, dass es einen historischen Modus und eben den "Romance of three Kingdoms"-Modus gibt, über den hier so drübergefahren wird. Finde ich etwas traurig, eine Preview ohne das entsprechende Hintergrundwissen zu schreiben.

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4P|Eike
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Re: Total War: Three Kingdoms - Vorschau

Beitrag von 4P|Eike » 29.08.2018 12:52

Civic TypeR hat geschrieben:
29.08.2018 12:19
Also wer sich etwas genauer über Three Kingdoms informiert, würde wissen, dass es einen historischen Modus und eben den "Romance of three Kingdoms"-Modus gibt, über den hier so drübergefahren wird. Finde ich etwas traurig, eine Preview ohne das entsprechende Hintergrundwissen zu schreiben.
Das kann man behaupten, oder eben die (recht kurze) Vorschau bis zum Ende lesen.
Ich zitiere mich eben mal selbst:

"Klar – der romantisierte Spielmodus ist nur eine von zwei Varianten: es soll auch möglich sein, China im historisch akkurateren Standard-Modus zu erobern. Dennoch bezweifle ich, dass Creative Assembly dort die Ressourcen investiert, um mich mit packenden, historischen Gefechten zu faszinieren, die ich das letzte Mal im Pulverdampf von Empire und Napoleon erlebt habe."

Was übrigens auch ebenfalls keinerlei Einfluss darauf hat, dass mir der "Romances"-Modus wohl nicht gefallen wird.

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