The Mind - Brettspiel-Test

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4P|BOT2
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The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von 4P|BOT2 » 19.07.2018 12:40

Legetaktik, Workerplacement, Tabletop, 4X-Strategie - die Liste der Genre und Subgenre im Brettspielbereich ist noch viel länger. Weil es so viele bekannte Mechaniken gibt, begegnen einem auf dem Tisch nur wenige Exoten. Umso neugieriger wird man, wenn es mal einen ganz anderen Ansatz gibt: Im Kartenspiel "The Mind" von Wolfgang Warsch geht es im weitesten Sinne um die kollektive Psychologie. Kann...

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Spiritflare82
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von Spiritflare82 » 19.07.2018 12:57

Hört sich irgendwie abgefahren an, für den schmalen Preis guck ich da vielleicht mal rein

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PickleRick
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von PickleRick » 19.07.2018 13:43

Direkt für den Urlaub bestellt und die Gelegenheit will ich mal nutzen, euch zu sagen, dass ich die Brettspieltests und -vorstellungen echt klasse finde.

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Raskir
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von Raskir » 19.07.2018 14:06

Hört sich dem Spiel "The Game" sehr sehr ähnlich an und auch dort kann ich bestätigen, dass schnell eine gewisse Routine einsetzt. Man darf zwar ein wenig kommunizieren aber nicht viel. Aber wenn man hier wirklich nicht kommunizieren darf, dann lass ich das aus, hat mir schon bei Magic maze nicht gefallen. Ein Gesellschaftsspiel, wo für mich der wichtigste Punkt fehlt (Kommunikation, Verständigung und rumalbern), das brauch ich nicht so sehr.

Wer sich aber angesprochen fühlt, dem sei auch the game ans Herz gelegt. Spiel ist auch recht simpel: Auf dem Tisch werden 4 Karten ausgelegt (2x 1 und 2x 99) und ziel des Spiels ist es, zusammen die 97 Karten (2-98) vom Stapel wegzubekommen. Jeder Spieler hat dabei 4-6 Handkarten (von der Spielerzahl abhängig) und kann beliebig viele Karten ablegen auf einen der 4 Stapel. Dabei gilt, wer auf die ersten beiden legt, muss Karten legen die höher sind und bei den anderen beiden Stapeln müssen sie niedriger sein. Durch bestimmte Tricks, lassen sich die Richtungen umdrehen (ist zb der 1-er Stapel zu einer 70 geworden, kann man ihn umkehren, so dass es wieder nach unten und nicht nach oben geht). Kann ein spieler keine Karten legen, verliert man, sind alle Karten gelegt, gewinnt man.
Ist kurzweilig und kostet vielleicht 10 Euro. Man hat den Dreh aber schnell raus und ist definitiv kein Spiel welches regelmäßig gespielt wird.
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Makake
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von Makake » 19.07.2018 16:21

Ich fands ehrlich gesagt extrem langweilig. Der "Trick" ist einfach in einem festen Rhythmus still zu zählen und die Karten entsprechend auf den Tisch zu legen.

Kein Nachdenken nötig, keine Interaktion, keine Strategie, keine Taktik. Bei uns hatte nach ein paar Runden keiner mehr Lust. Stumm am Tisch sitzen und zählen... irgendwie konnten wir uns einen netteren Zeitvertreib vorstellen.

Ich sehe zwar, dass das Ganze den Reiz des Neuen hat, da hört es ehrlich gesagt aber auch schon auf. Wer unbedingt ein Spiel mit nonverbaler Kommunikation ausprobieren möchte, sollte sich eher einmal Magic Maze anschauen. Das ist sehr nett, geht ähnlich schnell und ist gleichzeitig durchaus herausfordernd.
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torxt
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von torxt » 19.07.2018 16:48

Das hört und sieht sich sehr nach the game aus.

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HellToKitty
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von HellToKitty » 19.07.2018 18:33

Ich hab das letztes Wochenende mit Freunden gespielt. Das Spiel ist super und wir hatten echt Spaß, aber leider ist das Artwork wirklich hässlich.

.opti76
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von .opti76 » 19.07.2018 21:54

Klingt gut. Glaub, bei dem Preis kann man nix falsch machen. ;)

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Ultimatix
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von Ultimatix » 19.07.2018 23:05

Kann mir jemand verraten ob sich "exploding Kittens" lohnt und auch längerfristig Spaß macht?

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Raskir
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von Raskir » 20.07.2018 01:37

Ultimatix hat geschrieben:
19.07.2018 23:05
Kann mir jemand verraten ob sich "exploding Kittens" lohnt und auch längerfristig Spaß macht?
Uff, ich versuche mal fair zu bleiben, aber ich bin stinksauer auf das Spiel. Zu erst einmal das negative, ich finde den Preis unverschämt hoch. 25 Euro für rund 50 Karten, mehr ist nicht drin und das ist heftig. Frech ist, dass es komplett auf Englisch ist, leichtes englisch, aber bei 8 Millionen Crowdfounding Einnahmen (geplant waren weniger als 100k) und einen so hohen Preis, wäre zumindest eine Übersetzung nett gewesen. Was mich aber wirklich sehr wütend gemacht hat, war die Verpackung. Die ist künstlich aufgebauscht, innen drinnen ist ein Plastikschuber, der 80% des Hohlraums der Packung ausfüllt, bzw versteckt. In diesem Pappschuber, liegen die Einseitige Spielanleitung und rund 50 Karten, die hauchdünn sind, dünner als bei einem normalen Satz Doppelkopf Karten. Beim Auspacken war ich schon echt richtig richtig enttäuscht. Zum Prime Day habe ich es immerhin für 15 Euro gesehen, das ist aber auch der maximale Preis, den ich dafür veranschlagen würde.

Nun das Positive:
Das Spiel an sich ist ganz spaßig aber halt auch nichts besonderes. Fans von Uno oder Maumau werden auch hier auf ihre Kosten kommen und Spaß haben, das Spielprinzip geht in eine ähnliche Richtung. Man kann es auf jeden Fall öfters spielen (sofern die Spielidee zündet), die Regeln sind schnell erklärt und Neueinsteiger nie überfordert. Wirklich überragend finde ich das Spiel nicht, die Artworks sind aber schön anzusehen und recht witzig. Das Spiel hat ein paar taktische Noten, ungefähr so viel wie Uno/Maumau, vielleicht minimal mehr.

Alles in allem nicht schlecht, aber für meinen Geschmack rund doppelt so teuer wie es eigentlich sein sollte. Die hohen Wertungen bei Amazon haben mich aber schon gewundert. Aber spaßig ist es schon, bei uns war die Luft aber doch recht schnell weg :) War ein Geburtstagsgeschenk von nem Kumpel, der mir gleich zwei Sets geholt hat. Hat mir schon etwas leid getan, dass er dafür 50 Euro gelöhnt hat (die Standartvariante ist für 4 Spieler ausgelegt, man kann auch eine Erweiterung für 2 Leute holen, wo man für 15 Euro 12 Karten oder so bekommt. Da hat er lieber ein weiteres genommen). Es kam übrigens sehr gemischt bei uns an. 2 fanden es nicht besonders, 2 fanden es ganz nett (ich war einer davon), einer war angetan und einer begeistert.

Wurde jetzt viel viel umfangreicher als gedacht, aber ich wollte so fair und umfassend wie möglich antworten. Wenn du auf Spiele wie Uno stehst und eine neue noch unverbrauchte Ausrichtung davon gerne hättest, dann kannst du definitiv einen Blick riskieren. Ansonsten wirds mit ner Empfehlung schon eher schwer, dafür ist der Preis definitiv zu hoch. Hoffe ich konnte helfen
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Reinx
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von Reinx » 20.07.2018 06:57

Wieso müssen die "Spiele des Jahres" eigentlich immer so schlecht sein?

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TanteDörte
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von TanteDörte » 20.07.2018 09:38

Reinx hat geschrieben:
20.07.2018 06:57
Wieso müssen die "Spiele des Jahres" eigentlich immer so schlecht sein?
So will es das Gesetz.

nawarI
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von nawarI » 20.07.2018 10:07

Reinx hat geschrieben:
20.07.2018 06:57
Wieso müssen die "Spiele des Jahres" eigentlich immer so schlecht sein?
Ich hab mal ne Erklärung dazu irgendwo gelesen:
Es geht bei den Spielen des Jahres auch um Familienfreundlichkeit - einfache, schnell erklärte Regeln - zu kompliziert darf es also nicht sein; zu lange solls auch nicht dauern, weil sich die Kinder sonst langweilen. (Außerdem thematische Umsetzung, Atmosphäre und Innovation)
Ist leider klar, dass unter diesen Vorgaben kein Strategie-Riese wie Der Eiserne Thron oder Scythe aufgestellt wird.
Magic Maze hats letztes Jahr wohl nicht bekommen, weil das Spiel doch sehr hektisch und stressig werden kann, was halt doch ein großes Frustpotential inne hat.

Colt Express und Camel Cup spiele ich sogar ganz gerne, aber dort muss man mit bekloppten Spaß an der Freude klar kommen - zu gewinn-fixiert darf man da nicht rangehen.

Um ne Parallele zu Videospielen zu ziehen: Mit Ubisoft-Titeln kann erstmal jeder Spieler seinen Spaß haben, weil die ansich erstmal nix falsch machen und in der Regel gut umgesetzt sind und echt gut aussehen - sowas sind dann halt die Brettspiele des Jahres. Aber wenn man Wert auf andere Dinge legt - spielerische Tiefe und noch dazu etwas Herausforderung haben möchte, muss man sich halt andere Spiele suchen.

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Michi-2801
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von Michi-2801 » 20.07.2018 11:32

Wollte nur mal ganz generell loswerden, dass ich super finde, dass neben Videospielen auch Brettspiele ihren Platz auf 4Players finden. Habe aus einem Video der letzten Zeit den Tipp mitgenommen, dass "Hive" sehr gut sein soll. Habe es gestern gekauft und gleich ausprobiert – der Tipp war grandios!

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Don Benito
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Re: The Mind - Brettspiel-Test

Beitrag von Don Benito » 20.07.2018 12:08

Finde es auch klasse, dass die guten alten Brett-/Kartenspiele hier ihren Platz haben. Ich habe meine gesamte Kindheit und auch noch große Teile der Jugend mit solchen Spielen verbracht, und auch heute habe ich noch Spaß daran und bin für kompetente Anregungen immer dankbar. Habe mir aufgrund der Empfehlung damals "Dungeon Twister" gekauft, das hat sich gelohnt.

Bzgl. der "Spiele des Jahres": ich persönlich finde, dass es immer gute "Mainstream-Spiele" sind. Wie vorher jemand schon schrieb, sind das sicherlich in den seltensten Fällen dicke Taktik-Kracher o. ä. Aber es sind Spiele, mit denen ich zumindest oft schon meinen Spaß hatte, siehe "Siedler von Catan". Wer sich näher mit der Welt der Brettspiele auseinandersetzt, wird auch hier einen Mainstream- und einen "Indie"-Markt finden, auf dem es dann echte Hardcore-Spiele gibt. Und auch hier ist es bei mir so wie in der Welt der Videospiele: manchmal ist leichte Kost gut, manchmal dann auch härtere Brocken wie "Arkham Horror".

Ich hab da noch einen Tipp für ein Kartenspiel, welches ich vor ca. 25 Jahren mit einer Gruppe exzessiv gespielt habe: Tichu. Das ist ein echter Kracher, wie ich finde, ein bisschen wie Doppelkopf auf asiatisch. Die Karten sind toll gestaltet, und in meiner Erinnerung entwickelt sich eine tolle Dynamik. Wir waren schwer süchtig nach dem Spiel, und wenn durch unseren Jugendtreff damals der Ruf "Tichu" schallte, sprinteten alle wie irre zum Kartenspieltisch, um sich einen Platz in der 4er-Spielegruppe zu sichern. Habe es mir vor ein paar Jahren dann wieder gekauft, und es hat für mich nichts an Faszination verloren. Leider finden sich nur sehr selten 3 Mitspieler, und ich habe auch nicht mehr so viel Zeit. Aber für mich ein echtes Highlight.

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