Super Seducer - Test

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Doc Angelo
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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von Doc Angelo » 12.04.2018 22:12

monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 21:33
Vermutlich daran, dass Wissenschaft und Technik einen höheren Stellenwert genießen als die Erziehung von Kleinkindern, insbesondere für staatliche Einrichtungen. Daher werden diese Berufszweige auch geschlechterunabhängig stärker gefördert als andere. Im Übrigen gibt es Bestrebungen zur Förderung für Männer in Frauenberufen sehr wohl auch, bspw wie schon oben geschrieben hat sich die Europäische Union schon 1996 für die Erhöhung des Anteils an männlichen Kindergärtnern stark gemacht.
Du sagst, das es mehr Förderung für Frauen (und Männer?) in Technik und Wissenschaft gibt, weil diese Berufe einen höheren Stellenwert genießen. Das halte ich für eine problematische Sicht der Dinge und erst recht für keinen guten Grund, in diesem Gebiet stärker zu fördern. Wer denkt, das Frühbildung und Krankenpflege "keinen hohen Stellenwert" haben, der schneidet sich ganz gewaltig. Das ist meine Meinung. Diese beiden Dinge sind im Grunde die Grundlage für Forschung und Technik: Ohne gute Bildung im Kindesalter gehen Potentiale verloren. Ohne gesunden Körper, um den man sich kümmert und den man - wortwörtlich - pflegt, kein gesunder Geist. Meiner Meinung nach sollten all diese Dinge den gleichen Stellenwert haben.

Du sagst, das geschlechterunabhängig gefördert wird. Denkst Du das wirklich? Bist Du wirklich der Meinung, das Jungen und Mädchen gleichermaßen gefördert werden? Wie kommt es dann, das es so viele Projekte gibt, an denen Jungen nicht teilnehmen dürfen? Warum muss es so eine Trennung geben? Ich hab schon öfter von Eltern gelesen, die ihr Kind bei einem Projekt anmelden wollten, dann aber erfahren mussten, das ihr Kind nicht das dafür benötigte Geschlecht hatte. Eine hatte mal erzählt, das ihr Junge (ich glaube 10 Jahre) sich der Dinge bewusst war und fragte: "Mama, darf ich nicht mitmachen weil ich ein Junge bin?" Was soll man da noch antworten? Es ist mir unbegreiflich, das hier eine Generation positiv (Mädchen) und negativ (Jungen) diskriminiert wird, die eigentlich kaum begreifen kann, worum es überhaupt geht - und noch viel weniger an der Situation der vorigen Generation schuld ist. Wer findet denn sowas gut und richtig?

Du sagst, das es nicht so ist, das es wortwörtlich keine Projekte für Männer gibt. Da stimme ich dir zu. Ich kenne selber welche - manche sind auch vom Bundesamt für Bildung finanziert. Ich denke ich habe keine Aussage getätigt, die was anderes sagen wollte. Ich habe allerdings Aussagen über das Ausmaß getroffen. Das ist eher der Kern um den es mir geht.

monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 21:33
Nein, das gleiche gilt eben nicht für Männer. Die allgemeine Lohnschere klafft zuungunsten der Frauen, es gibt massive Glasdecken im Karriereweg. Frauen sind immernoch stärker benachteiligt als Männer, daher gilt ihnen der Hauptaugenmerk und damit rechtfertigt eben der Gesetzgeber auch die positive Diskriminierung.
Du sagst, das das gleiche für Männer nicht gilt. Aber ist es denn wirklich so? Haben wir harte Fakten vorliegen? Nein, haben wir denke ich nicht. Wie ich ja schon erwähnte, gibt es kaum Studien über Sexismus gegenüber Männern. Weil man das scheinbar nicht für nötig hält. Ich sehe das anders und habe Beispiele angeführt.

Das Thema mit der Lohnlücke ist immer ziemlich aufgehitzt und komplex. Es gibt Studien, die eine Lücke belegen, und es gibt auch Studien, die belegen das es keine Lücke gibt. Welcher soll man jetzt glauben? Ist eine von beiden Seiten ganz klar falsch? Wenn ja - warum?
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 21:33
Es trägt insofern nicht dazu bei, dass ich ein Problem nicht löse, indem ich ein anderes, getreu dem Motto "aber die machen das auch", aufwerfe. Beide Probleme gehören unabhängig voneinander gelöst und nicht gegenübergestellt und aufgerechnet.
Ich stimme zu, und hab es so nicht gemeint. Das hatte ich doch bereits gesagt.
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 21:33
Natürlich ist der Grundwehrdienst eine furchtbare Ungerechtigkeit, zu behaupten, dass jeder mit diesem komplett veraltetem Konstrukt zufrieden sei halte ich für sehr gewagt, denn der Grundwehrdienst ist allgemein sehr umstritten und wurde in vielen Ländern während der letzten Jahre abgeschafft. In Österreich gab es 2013 eine Volksbefragung zur Wehrpflicht, ungefähr 60% waren dafür, der Rest dagegen.

Außerdem vermengst du zwei Bereiche des Militärs, Grundwehrdienst und Berufsheer. Du hast nach Berufen gefragt, die Frauen bis vor 20 Jahren komplett verschlossen waren, ich habe dir einen genannt.
Ich hab das Gefühl, das wir hier ein wenig aneinander vorbei reden. Es geht nicht um den Grundwehrdienst an sich, es geht um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Dein Beispiel ist valide, und so ist denke ich auch meins.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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sabienchen
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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von sabienchen » 12.04.2018 22:21

Nuracus hat geschrieben:
12.04.2018 21:45
Nachtrag 2: Zum Thema Lohnschere - In unserem Team sind wir 7 Mitarbeiter (nein, nicht Kindergarten). 2 Vollzeit, 5 Teilzeit. Ratet mal, wie sich die Geschlechter aufteilen.
...ich bin vor einiger Zeit auch auf nen ~6Stunden Tag umgestiegen... war eine sehr gute Entscheidung ... :wink:
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Doc Angelo
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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von Doc Angelo » 12.04.2018 22:50

sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 22:21
...ich bin vor einiger Zeit auch auf nen ~6Stunden Tag umgestiegen... war eine sehr gute Entscheidung ... :wink:
Ich könnte jetzt sagen: "Wegen Dir ist die Gehaltslücke größer geworden!" Ich mein... es wäre ne total sinnlose und bescheuerte Aussage. Aber sie wär zu 100% korrekt. :mrgreen:
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von monkeybrain » 12.04.2018 23:02

Nuracus hat geschrieben:
12.04.2018 21:45
Nachtrag:
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 18:00
Dann hatten sie wohl leider großes Pech, aber von zwei, drei Leuten aus dem Bekanntenkreis auf die gesamte Gesellschaft zu schließen ist dennoch nicht sinnvoll. Männliche Kindergärnter sind, wie Nghr! richtig schreibt, schon lange kein Kuriosum mehr,
Die aktuellste Zahl, die ich finde, ist von 2017: Bundesweit 5% der Beschäftigten (bzw. ausdrücklich Betreuer, also nicht irgendwie Hausmeister oder sowas) in deutschen Kindergärten sind männlich.
Das ist jeder 20. Kindergärtner.
Wie groß ist so ein Kindergarten im Schnitt? 5-8 Betreuer? Ich kann da jetzt nur auf die schauen, die ich kenne (300.000 Einwohner), da müsste es passen.
Sagen wir mal 7 Betreuer pro Kindergarten inkl. Führungskraft.
Das bedeutet, in jedem DRITTEN Kindergarten arbeitet EIN Mann.
Klingt für mich sehr nach Kuriosum.
Auf einen ähnlichen Einwand hatte ich etwas weiter oben bereits geantwortet:
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 20:00
Der Ausdruck "genug" war in Relation zum Frauenanteil in Männerberufen gemeint. Um beim aktuellen Beispiel zu bleiben hat die europäische Union bereits 1996 geraten, den Männeranteil an Kindergärtnern auf 20% zu erhöhen, das war zwei Jahre, bevor Frauen in Österreich überhaupt als Soldaten arbeiten durften. Im Übrigen liegt die Quote an Kindergärtner in deutschen Großstädten wie Hamburg oder Berlin bei 10% und die immer noch vergleichsweise niedrige Rate ist eher auf den Unwillen der Männer, als Kindergärtner zu arbeiten zurückzuführen, denn auf Diskriminierung. Wobei die natürlich, insbesondere in ländlichen oder sehr konservativen Gebieten auch stattfindet, das habe ich nie bestritten.

Grundaussage war eigentlich nur, dass Frauen es allgemein schwerer hatten und zT noch haben im Berufsleben als gleichwertig akzeptiert zu werden, was wohl niemand ernsthaft abstreiten kann, und Aussagen, die in die Richtung gehen, dass Männer auch hier und da ihre Probleme haben einer Lösung nicht sonderlich zuträglich sind.

sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 21:51
...und die gründe für das Lohngefälle sind vielschichtig.
Da spielen neben einem gewissen Sexismus, etliche weitere Faktoren hinzu.
Das geht über Interessen, also der Berufswahl, zu "Liebenswürdigkeit" also einem schwächeren Verhandlungsgeschick [...was ein lernbarer SoftSkill ist] zu einem stark kompetitiven Umfeld in der freien Wirtschaft, zu der höheren Bereitschaft von Mehrarbeit bei Männern usw.

Persönlich finde ich einen Frauenanteil von 13% in den Vorständen doch schon mal sehr gut... und ich bin der starken Überzeugung es braucht keine Quote um auch diese Zahl zukünftig zu erhöhen.. das ergibt sich von alleine.
Eine Parität der Geschlechter wird man in meinen Augen sowieso nie erreichen und ist auch nicht erstrebenswert, dafür sind wir in meinen Augen doch zu unterschiedlich.
Interesse spielen keine Rolle, da es sich um eine allgemeine, berufsübergreifende Statistik handelt und das Lohngefälle auch innerhalb derselben Berufsgruppe besteht. Die höhere Bereitschaft zur Mehrarbeit von Männern ist zwar statistisch belegt, liegt aber auch nur am nach wie vor verbreiteten klassischen Rollenbild. Frauen sind allgemein eher in Teilzeitberufen zu finden, da sich die Frau nebenher um die Kindererziehung und den Haushalt zu kümmern hat. Abgesehen davon sind Statistiken zur Überstundenleistung komplett hinfällig, da es, aus Gründen der Umgehung von gesetzlichen Beschränkungen, eine viel zu große Dunkelziffer gibt.

Zusammenfassend schreibst du, dass Frauen zwar liebenswerte, aber durchsetzungsschwache und arbeitsfaule Persönlichkeiten sind und nur eine unterrepräsentierten Rolle in Führungsrollen spielen sollten und zum Teil selber schuld sind, dass sie für die gleiche Arbeit weniger verdienen. Ich merke also schon, dass du hier eine recht antiquierte Auffassung vertrittst und halte daher eine weitere Diskussion auch für sinnlos. Meine verlinkten Artikel hast du dir ja offensichtlich auch nicht zu Gemüte geführt.

Bachstail hat geschrieben:
12.04.2018 22:02
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 21:33
Hauptproblem sind also, wie gesagt, eine Lohnschere, die in Ländern wie Deutschland und Österreich noch immer über 20% beträgt, und gläserne Decken, siehe beispielsweise den Anteil von Frauen in Vorständen bei gerade einmal 13%, an denen sich nur sehr langsam etwas ändert.
Wie Sabine schon richtig schreibt, liegt dieses Lohngefälle aber nicht ausschließlich darin begründet, dass das Frauen sind und sie genau deswegen weniger verdienen.

Das wird es auch geben aber es gibt noch eine Vielzahl anderer Gründe für dieses Lohngefälle.
Wie oben erläutert sind der Großteil seiner Rechtfertigungen nur in seinem rückständigen Weltbild begründet. Sicher gibt es Ausnahmen und zusätzliche Faktoren, ein Differenz von 20-30%, selbst innerhalb derselben Berufsgruppe sprechen aber eine eindeutige Sprache und sind mit angeblichem Selbstverschulden nicht wegzudiskutieren.

Doc Angelo hat geschrieben:
12.04.2018 22:12
Du sagst, das es mehr Förderung für Frauen (und Männer?) in Technik und Wissenschaft gibt, weil diese Berufe einen höheren Stellenwert genießen. Das halte ich für eine problematische Sicht der Dinge und erst recht für keinen guten Grund, in diesem Gebiet stärker zu fördern. Wer denkt, das Frühbildung und Krankenpflege "keinen hohen Stellenwert" haben, der schneidet sich ganz gewaltig. Das ist meine Meinung. Diese beiden Dinge sind im Grunde die Grundlage für Forschung und Technik: Ohne gute Bildung im Kindesalter gehen Potentiale verloren. Ohne gesunden Körper, um den man sich kümmert und den man - wortwörtlich - pflegt, kein gesunder Geist. Meiner Meinung nach sollten all diese Dinge den gleichen Stellenwert haben.
Natürlich, ich habe auch nicht behauptet, dass es meine Sicht der Dinge ist. Du hast nach einer Begründung für die verstärkte Förderung in diesen Bereichen gefragt und ich habe sie dir genannt.

Doc Angelo hat geschrieben:
12.04.2018 22:12
Du sagst, das geschlechterunabhängig gefördert wird. Denkst Du das wirklich? Bist Du wirklich der Meinung, das Jungen und Mädchen gleichermaßen gefördert werden?
Nein, ich habe genau das Gegenteil geschrieben. Es werden beide Geschlechter gefördert, Frauen im allgemeinen aber stärker aus offensichtlichen und hier inzwischen mehrfach genannten Gründen.

Doc Angelo hat geschrieben:
12.04.2018 22:12
Wie kommt es dann, das es so viele Projekte gibt, an denen Jungen nicht teilnehmen dürfen? Warum muss es so eine Trennung geben? Ich hab schon öfter von Eltern gelesen, die ihr Kind bei einem Projekt anmelden wollten, dann aber erfahren mussten, das ihr Kind nicht das dafür benötigte Geschlecht hatte. Eine hatte mal erzählt, das ihr Junge (ich glaube 10 Jahre) sich der Dinge bewusst war und fragte: "Mama, darf ich nicht mitmachen weil ich ein Junge bin?" Was soll man da noch antworten? Es ist mir unbegreiflich, das hier eine Generation positiv (Mädchen) und negativ (Jungen) diskriminiert wird, die eigentlich kaum begreifen kann, worum es überhaupt geht - und noch viel weniger an der Situation der vorigen Generation schuld ist. Wer findet denn sowas gut und richtig?

Du sagst, das es nicht so ist, das es wortwörtlich keine Projekte für Männer gibt. Da stimme ich dir zu. Ich kenne selber welche - manche sind auch vom Bundesamt für Bildung finanziert. Ich denke ich habe keine Aussage getätigt, die was anderes sagen wollte. Ich habe allerdings Aussagen über das Ausmaß getroffen. Das ist eher der Kern um den es mir geht.
Zu persönlichen Erfahrungswerten und Geschichten aus dem Bekanntenkreis habe ich schon weiter oben einmal geschrieben, dass man nicht den Fehler machen sollte, diese auf die Allgemeinheit umzulegen.

Im Übrigen werden nicht Mädchen positiv diskriminiert und Buben negativ. Beide werden ungerechtfertigt diskriminiert, Mädchen und Frauen, da es sie stärker trifft und reale Ungerechtigkeiten existieren, aber zusätzlich positiv. Gibt es fundierte Gründe, wie eben beim Ausbau des männlichen Anteils an Kindergärtnern, findet dort genauso eine positive Diskriminierung statt.

Doc Angelo hat geschrieben:
12.04.2018 22:12
Du sagst, das das gleiche für Männer nicht gilt. Aber ist es denn wirklich so? Haben wir harte Fakten vorliegen? Nein, haben wir denke ich nicht. Wie ich ja schon erwähnte, gibt es kaum Studien über Sexismus gegenüber Männern. Weil man das scheinbar nicht für nötig hält. Ich sehe das anders und habe Beispiele angeführt.

Das Thema mit der Lohnlücke ist immer ziemlich aufgehitzt und komplex. Es gibt Studien, die eine Lücke belegen, und es gibt auch Studien, die belegen das es keine Lücke gibt. Welcher soll man jetzt glauben? Ist eine von beiden Seiten ganz klar falsch? Wenn ja - warum?
Diese massive Lohnschere ist unumstrittener Fakt, gestützt von offiziellen und staatlichen Statistiken, genau wie die gläserne Decke. Studien, die etwas anderes belegen sind mir wirklich noch nie untergekommen. Solange du mir hier keine fundierte, wissenschaftliche Grundlage zur Untermauerung deiner Behauptung nachreichst endet diese Diskussion hier für mich.

Doc Angelo hat geschrieben:
12.04.2018 22:12
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 21:33
Es trägt insofern nicht dazu bei, dass ich ein Problem nicht löse, indem ich ein anderes, getreu dem Motto "aber die machen das auch", aufwerfe. Beide Probleme gehören unabhängig voneinander gelöst und nicht gegenübergestellt und aufgerechnet.
Ich stimme zu, und hab es so nicht gemeint. Das hatte ich doch bereits gesagt.
Nein, du hast fälschlicherweise behauptet, dass ich der Meinung sei, dass Aussagen, auch Männer hätten Probleme mit Sexismus, nicht zu einer Lösung beitragen. Ich habe versucht dir zu erklären, dass diese Feststellung vielleicht für die Lösung der männlichen Probleme hilfreich ist, aber nicht im Kontext einer Diskussion über Frauenrechte.

Doc Angelo hat geschrieben:
12.04.2018 22:12
Ich hab das Gefühl, das wir hier ein wenig aneinander vorbei reden. Es geht nicht um den Grundwehrdienst an sich, es geht um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Dein Beispiel ist valide, und so ist denke ich auch meins.
Das sehe ich nicht so, da du hier zwei Dinge miteinander vermengst: das Recht einer Frau den Beruf eines Soldaten zu ergreifen und die Verpflichtung eines jungen Mannes Grundwehrdienst leisten zu müssen. Es ist die selbe Geschichte wie auf die Probleme von Frauen im Berufsleben zu antworten: "aber manche Männer werden im Beruf auch diskriminiert". Das ist eine Rechtfertigung und ein gegenseitiges Aufrechnen, getreu dem Motto "aber der macht das auch", keine Lösung.

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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von sabienchen » 12.04.2018 23:05

monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:02
Interesse spielen keine Rolle, da es sich um eine allgemeine, berufsübergreifende Statistik handelt und das Lohngefälle auch innerhalb derselben Berufsgruppe besteht. Die höhere Bereitschaft zur Mehrarbeit von Männern ist Unsinn, Frauen sind allgemein eher in Teilzeitberufen zu finden, was nach wie vor mit dem veralteten Rollenbild einhergeht, dass sich die Frau nebenher um die Kindererziehung und den Haushalt zu kümmern hat. Abgesehen davon sind Statistiken zur Überstundenleistung komplett hinfällig, da es, aus Gründen der Umgehung von gesetzlichen Beschränkungen, eine viel zu große Dunkelziffer gibt.

Zusammenfassend schreibst du, dass Frauen zwar liebenswerte, aber durchsetzungsschwache und arbeitsfaule Persönlichkeiten sind und nur eine unterrepräsentierten Rolle in Führungsrollen spielen sollten und zum Teil selber schuld sind, dass sie für die gleiche Arbeit weniger verdienen. Ich merke also schon, dass du hier eine recht antiquierte Auffassung vertrittst und halte daher eine weitere Diskussion auch für sinnlos. Meine verlinkten Artikel hast du dir ja offensichtlich auch nicht zu Gemüte geführt.
Interesse spielt eine sehr große Rolle..
Es gibt die unterschiedlichsten Studien, und ich bezweifel sehr stark, dass ein Lohngefälle von 20% zwischen den Geschlechtern bei selber Leistung liegt.
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:02
Bachstail hat geschrieben:
12.04.2018 22:02
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 21:33
Hauptproblem sind also, wie gesagt, eine Lohnschere, die in Ländern wie Deutschland und Österreich noch immer über 20% beträgt, und gläserne Decken, siehe beispielsweise den Anteil von Frauen in Vorständen bei gerade einmal 13%, an denen sich nur sehr langsam etwas ändert.
Wie Sabine schon richtig schreibt, liegt dieses Lohngefälle aber nicht ausschließlich darin begründet, dass das Frauen sind und sie genau deswegen weniger verdienen.

Das wird es auch geben aber es gibt noch eine Vielzahl anderer Gründe für dieses Lohngefälle.
Wie oben erläutert sind der Großteil seiner Rechtfertigungen nur in seinem rückständigen Weltbild begründet. Sicher gibt es Ausnahmen und zusätzliche Faktoren, ein Differenz von 20-30%, selbst innerhalb derselben Berufsgruppe sprechen aber eine eindeutige Sprache und sind mit angeblichem Selbstverschulden nicht wegzudiskutieren.
SEINER?
..Und btw.. ich arbeite in der Softwareentwicklung, aktuell als Projektleiterin und verdiene gewiss keine 20% weniger als meine Kollegen.. na jetzt mit Teilzeit eventuell schon.... :wink:
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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von monkeybrain » 12.04.2018 23:10

sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 23:05
Interesse spielt eine sehr große Rolle..
Es gibt die unterschiedlichsten Studien, und ich bezweifel sehr stark, dass ein Lohngefälle von 20% zwischen den Geschlechtern bei selber Leistung liegt.
Leider doch:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/equ ... -1.1918514
https://derstandard.at/2000053750509/Ge ... salloesung

sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 23:05
SEINER?
Pardon, dann eben "ihrer" :lol:
Allerdings umso bedenklicher.

sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 23:05
..Und btw.. ich arbeite in der Softwareentwicklung und verdiene gewiss keine 20% weniger als meine Kollegen.. na jetzt mit Teilzeit eventuell schon.... :wink:
Schön für dich und gut so, da wären wir allerdings wieder bei den persönlichen Erfahrungen und deren Verwertung als absolute Wahrheit :wink:
Zuletzt geändert von monkeybrain am 12.04.2018 23:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von Nuracus » 12.04.2018 23:15

Hm.
Ich habe immer gedacht, Sabienchen sei trotz des Namens männlich. Pfff. Verfluchtes Internet, da kann man sich über NIX mehr sicher sein.

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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von sabienchen » 12.04.2018 23:17

Nuracus hat geschrieben:
12.04.2018 23:15
Hm.
Ich habe immer gedacht, Sabienchen sei trotz des Namens männlich. Pfff. Verfluchtes Internet, da kann man sich über NIX mehr sicher sein.
Weil wir uns letztens über Fußballregeln gestritten haben? .. :Häschen:
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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von Nuracus » 12.04.2018 23:18

sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 23:17
Nuracus hat geschrieben:
12.04.2018 23:15
Hm.
Ich habe immer gedacht, Sabienchen sei trotz des Namens männlich. Pfff. Verfluchtes Internet, da kann man sich über NIX mehr sicher sein.
Weil wir uns letztens über Fußballregeln gestritten haben? .. :Häschen:
Das könnte einer von vielen Gründen gewesen sein :mrgreen:

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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von sabienchen » 12.04.2018 23:26

monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:10
Schön für dich und gut so, da wären wir allerdings wieder bei den persönlichen Erfahrungen und deren Verwertung als absolute Wahrheit :wink:
Ich habe sehr "hart gearbeitet" und hoffe doch (und gehe auch stark davon aus..^.^''), dass ich aufgrund meiner Leistung meine jetztige Position habe und nicht aus Gründen der Imagepflege oder irgendwelcher Diversitätsquoten.
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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von monkeybrain » 12.04.2018 23:28

sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 23:26
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:10
Schön für dich und gut so, da wären wir allerdings wieder bei den persönlichen Erfahrungen und deren Verwertung als absolute Wahrheit :wink:
Ich habe sehr "hart gearbeitet" und hoffe doch (und gehe auch stark davon aus..^.^''), dass ich aufgrund meiner Leistung meine jetztige Position habe und nicht aus Gründen der Imagepflege oder irgendwelcher Diversitätsquoten.
Das bestreite ich auch gar nicht und finde ich wie gesagt sehr gut und löblich, aber nicht jede Frau(und auch nicht jeder Mann) genießt diesen Luxus.

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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von Doc Angelo » 12.04.2018 23:47

monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:02
[...]
Lieber Monkeybrain, was Du hier machst, ist keine Diskussionsform an der ich teilnehmen möchte. Entweder Du überfliegst die Beiträge deiner Gesprächspartner nur, oder Du versuchst sie bewusst falsch auszulegen. So hat das echt keinen Sinn.

Für alle anderen, die das hier lesen: Morgen such ich mal die Links zu den unterschiedlichen Studien raus. Hier mal ein Interview zur Thematik: https://www.youtube.com/watch?v=aMcjxSThD54
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von Bachstail » 12.04.2018 23:53

monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:02
Wie oben erläutert sind der Großteil seiner Rechtfertigungen nur in seinem rückständigen Weltbild begründet. Sicher gibt es Ausnahmen und zusätzliche Faktoren, ein Differenz von 20-30%, selbst innerhalb derselben Berufsgruppe sprechen aber eine eindeutige Sprache und sind mit angeblichem Selbstverschulden nicht wegzudiskutieren.
Und für diese 20 Prozent gibt es eben mehr Gründe als bloßen Sexismus.

Ich habe letztens einen Bericht vom WDR auf Twitter gesehen, in welchem erklärt wurde, wie diese 20 Prozent zustande kommen und laut dieses Berichts liegt dies daran, dass das statistische Bundesamt vollkommen abgekoppelt von Position, Branche oder Qualifikation alle durchschnittlichen Frauen- und alle durchschnittlichen Männerlöhne miteinander vergleicht, der WDR nennt dies in diesem Beitrag einen Vergleich zwischen Äpfel und Birnen und führt als Argument das Institut für deutsche Wirtschaft in Köln an, welches Männer und Frauen diesbezüglich nicht insgesamt vergleicht, sondern innerhalb ähnlicher Branchen und Tätigkeiten.

Als Beispiele werden innerhalb dieses Beitrages dann Dinge genannt wie, dass viele Unternehmen Gehaltserhöhungen an die Länge der Betriebszugehörigkeit knüpfen (je länger man arbeitet, desto höher wird das Gehalt) und Männer im Alter von 60 bis 65 rund 38 Jahre gearbeitet haben und Frauen im Alter von 60 bis 65 rund 23 Jahre.

Dies ist eine Differenz von 15 Jahren und erklärt schon einmal einen Teil der Gehaltsunterschiede.

Ferner argumentiert der Beitrag des WDRs damit, dass die Lohnschere im Alter von 30 bis 40 jahren besonders groß ist und dass dies damit begründet ist, dass Männer innerhalb dieser Altersspanne Karriere machen und Frauen innerhalb Altersspanne Kinder bekommen.

In den Statistiken des Bundesamtes werden diese berufstätigen Frauen also zu Müttern, während die Männer Männer bleiben und somit weiter als Verdiener aufgeführt werden, was laut WDR einen Großteil der Lohnschere ausmacht.

Zu Schluss führt der WDR an, dass es viele verschiedene Berechnungen für diese Statistiken gibt und je nach Faktoren, welche einfließen die bereinigte Lücke nur noch 2 bis 8 Prozent beträgt und nicht 20, wie die unbereinigte Lücke aussagt.

Ich möchte zu Schluss aber betonen, dass ich mich vollkommen auf den Beitrag des WDR beziehe, welchen ich auf Twitter gesehen habe, ich bin absoluter Laie auf diesem Gebiet und nehme das, was mir der WDR hier erzählt, erst einmal so hin, ob das alles so stimmt, kann ich letztlich nicht beurteilen.
Zuletzt geändert von Bachstail am 13.04.2018 00:07, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von Kobba » 12.04.2018 23:58

monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:10
sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 23:05
Interesse spielt eine sehr große Rolle..
Es gibt die unterschiedlichsten Studien, und ich bezweifel sehr stark, dass ein Lohngefälle von 20% zwischen den Geschlechtern bei selber Leistung liegt.
Leider doch:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/equ ... -1.1918514
https://derstandard.at/2000053750509/Ge ... salloesung
Zitat aus deinem Link

Anmerkung der Redaktion: Das Statistische Bundesamt unterscheidet zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap. Beim unbereinigten Gender Pay Gap (wie oben genannt) werden die Durchschnittsverdienste aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer berechnet und miteinander verglichen. Der bereinigte Gender Pay Gap bezieht sich hingegen auf die Durchschnittsverdienste von Frauen und Männern, mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien. Der bereinigte Lohnunterschied wird nicht jedes Jahr ermittelt, er betrug zuletzt sieben Prozent (2010).
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Re: Super Seducer - Test

Beitrag von monkeybrain » 13.04.2018 00:20

Doc Angelo hat geschrieben:
12.04.2018 23:47
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:02
[...]
Lieber Monkeybrain, was Du hier machst, ist keine Diskussionsform an der ich teilnehmen möchte. Entweder Du überfliegst die Beiträge deiner Gesprächspartner nur, oder Du versuchst sie bewusst falsch auszulegen. So hat das echt keinen Sinn.

Für alle anderen, die das hier lesen: Morgen such ich mal die Links zu den unterschiedlichen Studien raus. Hier mal ein Interview zur Thematik: https://www.youtube.com/watch?v=aMcjxSThD54
Ich finde es sehr traurig und bin ehrlich gesagt überrascht, dass du nach einer recht ordentlich Diskussion nun zu persönlichen Angriffen übergehst.

Weder habe ich deine Einträge überflogen(sondern sorgfältig Stück für Stück abgearbeitet) noch habe ich mutwillig versucht irgendetwas falsch auszulegen. Wenn es irgendwo ein Missverständnis meinerseits gegeben haben sollte, dann entschuldige bitte. Mir wäre aber keines bewusst und bisher hast du das auch nicht erwähnt.

Du hingegen hast mir mehrfach Dinge in den Mund gelegt(Aufzeigen von Problemen löst diese nicht, es wird geschlechterunabhängig gefördert) und sogar Beiträge von anderen Leuten mit meinen verwechselt(siehe Ausgangspunkt der Diskussion). Im Gegensatz zu dir gehe ich allerdings davon aus, dass die unbewusst und nicht mit böser Absicht geschehen ist, daher bin ich bisher auch nicht darauf eingegangen.

Nimm dich bitte also lieber zuerst selber an der Nase, bevor du mir irgendetwas unterstellst. Ich habe viel Zeit in die Beiträge gesteckt, nach Quellen gesucht und versucht eine ordentliche Diskussion zu führen, daher brauche ich mir deine Anschuldigungen wirklich nicht gefallen zu lassen.

Bachstail hat geschrieben:
12.04.2018 23:53
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:02
Wie oben erläutert sind der Großteil seiner Rechtfertigungen nur in seinem rückständigen Weltbild begründet. Sicher gibt es Ausnahmen und zusätzliche Faktoren, ein Differenz von 20-30%, selbst innerhalb derselben Berufsgruppe sprechen aber eine eindeutige Sprache und sind mit angeblichem Selbstverschulden nicht wegzudiskutieren.
Und für diese 20 Prozent gibt es eben mehr Gründe als bloßen Sexismus.

Ich habe letztens einen Bericht vom WDR auf Twitter gesehen, in welchem erklärt wurde, wie diese 20 Prozent zustande kommen und laut dieses Berichts liegt dies daran, dass das statistische Bundesamt vollkommen abgekoppelt von Position, Branche oder Qualifikation alle durchschnittlichen Frauen- und alle durchschnittlichen Männerlöhne miteinander vergleicht, der WDR nennt dies in diesem Beitrag einen Vergleich zwischen Äpfel und Birnen und führt als Argument das Institut für deutsche Wirtschaft in Köln an, welches Männer und Frauen diesbezüglich nicht insgesamt vergleicht, sondern innerhalb ähnlicher Branchen und Tätigkeiten.

...
Das mag zum Teil alles stimmen, allerdings liegen doch die meisten, von dir geschilderten Gründe aus dem Bericht ja nur wieder in dem veralteten Weltbild. Teilzeitarbeit, kürzere Erwerbstätigkeit und dergleichen liegen alle im klassischen Rollenbild begründet. Diese Faktoren daher "wegzurechnen" halte ich für falsch, da das ursächliche Problem ja dasselbe bleibt. Mit Statistiken ist es natürlich immer eine Zahlenspielerei, aber als handfestes Beispiel verdient im Durchschnitt ein weibliches Vorstandsmitglied €4000 monatlich, während die männlichen Kollegen bei €5200 liegen. Es gibt also sehr wohl auch innerhalb derselben Berufsgruppe derart große Lücken.

PS: Frauen sind, nachdem sie Mutter werden, keine Frauen mehr? ;)

Kobba hat geschrieben:
12.04.2018 23:58
monkeybrain hat geschrieben:
12.04.2018 23:10
sabienchen hat geschrieben:
12.04.2018 23:05
Interesse spielt eine sehr große Rolle..
Es gibt die unterschiedlichsten Studien, und ich bezweifel sehr stark, dass ein Lohngefälle von 20% zwischen den Geschlechtern bei selber Leistung liegt.
Leider doch:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/equ ... -1.1918514
https://derstandard.at/2000053750509/Ge ... salloesung
Zitat aus deinem Link

Anmerkung der Redaktion: Das Statistische Bundesamt unterscheidet zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap. Beim unbereinigten Gender Pay Gap (wie oben genannt) werden die Durchschnittsverdienste aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer berechnet und miteinander verglichen. Der bereinigte Gender Pay Gap bezieht sich hingegen auf die Durchschnittsverdienste von Frauen und Männern, mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien. Der bereinigte Lohnunterschied wird nicht jedes Jahr ermittelt, er betrug zuletzt sieben Prozent (2010).
Das ist richtig. Allerdings habe ich nicht behauptet, dass es in jedem Berufsfeld eine derart große Schere gibt, diese findet sich vor allem bei Spitzenverdienern, wie eben Vorstandsmitgliedern. Steht glaube ich auch in einem der beiden Links, könnte aber auch in einem weiter oben zu finden sein. Abgesehen davon halte ich auch einen Verdienstnachteil von 7% aus diskriminierenden Gründen für zu hoch.

Danke, dass du dir die Zeit genommen und die Artikel durchgelesen hast! :)

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