Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

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Levi 
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Levi  » 18.12.2017 09:53

Ich bin ja immernoch der Meinung, dass die deutsche synchronarbeit unterschätzt wird.
Wir haben hier wirklich gute synchronstudios. Und wenn das Budget entsprechend ist, brauchen unsere synchros dem internationalen Vergleich nicht schäuen.
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ChaoticSonic
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von ChaoticSonic » 18.12.2017 09:54

Catherine ist bei mir so ein Fall, dass ich es echt super finden möchte, ich aber mit der grundlegenden Spielmechanik der Puzzles nicht viel anfangen kann. Vor allem werden die dann ja im späteren Verlauf nicht einfacher.

Die Story um Vincent schient echt gut zu sein und mir hat die Präsentation auch getaugt, aber ich hab das aufgrund der Puzzles dann nicht weiter gespielt. Schade, aber ich konnt/wollt mich damals nicht reinfuchsen.

Aber ich kann die Leute verstehen, denen das Spiel richtig gefallen hat und die auch gerne einen Nachfolger hätten. :)

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Wulgaru
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Wulgaru » 18.12.2017 09:58

Kant ist tot! hat geschrieben:
18.12.2017 09:49

Ach und Ghibli Filme habe ich bisher auch immer auf deutsch geschaut und nie ein Problem damit gehabt. Aber bei manchen steckt da vermutlich auch eine leicht snobistische Einstellung dahinter: "Ich schaue generell nur im O-Ton und alle anderen sind Noobs und haben nicht die real experience." :lol:
Ne, bei Animes ist es halt früher häufig schon so gewesen das da nicht viel reininvestiert wurde. Das waren Nischenfilme von Nischenlabels und da kam manchmal nichts gutes bei rum.

Denn während wir in der Tat sehr gute Synchronarbeit im Land haben, isses dann doch immer ne Kostenfrage. Ich persönlich guck dann zum Beispiel japanische oder koreanische Filme, schon eher im Original bzw. habe das allermindestens gerne als Option. Es gibt auch da sehr ordentlich synchronisierte wie zum Beispiel die Park Chan Wook-Filme, aber auch Sachen wo man sich gedacht hat das man für 1000 Leute die das im Land kaufen eben nicht superviel Kohle investiert.

Ich finde es halt schwierig da zu pauschalisieren. Heutzutage ist es zum Glück Standard das mindestens die Originalspur mit drauf ist und dann kann man ja beides ausprobieren.

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Kant ist tot!
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Kant ist tot! » 18.12.2017 10:00

ChaoticSonic hat geschrieben:
18.12.2017 09:54
Catherine ist bei mir so ein Fall, dass ich es echt super finden möchte, ich aber mit der grundlegenden Spielmechanik der Puzzles nicht viel anfangen kann. Vor allem werden die dann ja im späteren Verlauf nicht einfacher.

Die Story um Vincent schient echt gut zu sein und mir hat die Präsentation auch getaugt, aber ich hab das aufgrund der Puzzles dann nicht weiter gespielt. Schade, aber ich konnt/wollt mich damals nicht reinfuchsen.

Aber ich kann die Leute verstehen, denen das Spiel richtig gefallen hat und die auch gerne einen Nachfolger hätten. :)
Nachvollziehbar. Ich bin auch kein Puzzle Crack aber wenn es einmal "Klick" gemacht hat, geht es eigentlich und ich muss auch sagen, dass ich das Spielprinzip als sehr gelungen wahrgenommen habe. Wenn ich mich richtig entsinne, gab es auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade... Aber wenn man so gar nichts damit anfangen kann, dann hilft das wahrscheinlich auch nicht.

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Onekles
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Onekles » 18.12.2017 10:00

Levi  hat geschrieben:
18.12.2017 09:53
Ich bin ja immernoch der Meinung, dass die deutsche synchronarbeit unterschätzt wird.
Wir haben hier wirklich gute synchronstudios. Und wenn das Budget entsprechend ist, brauchen unsere synchros dem internationalen Vergleich nicht schäuen.
Ich finde sogar, wir gehören mit zum Besten, was es in Sachen Synchro gibt. Die Leute haben sich aber schon an einen sehr hohen Standard gewöhnt. Bei deutschen Synchros ist zum Beispiel immer alles brutal lippensynchron. Ich hatte mal jemanden aus den USA zu Besuch, der erst gar nicht glauben konnte, dass der Kram im Fernsehen übersetzt ist. Gerade bei spanischen Produktionen ist mir aufgefallen, dass die es damit nicht so genau nehmen und auch bei französischen Sachen ist mir sowas schon aufgefallen. Mehr Sprachen kann ich leider nicht, deshalb hab ich keine weiteren Vergleichswerte. =P

Davon ab haben wir für eine unfassbare Anzahl an ausländischen Schauspielern feste Sprecher, wodurch die Leute immer gut erkennbar sind. In anderen Länder gibt es, wenn überhaupt, nur für die größten Superstars feste Sprecher. Das macht mehr aus, als man im ersten Moment vielleicht denken würde.

Also ja, deutsche Synchro-Arbeiten werden definitiv unterschätzt. Mit den richtigen Synchros sind die großartig, in Filmen und Spielen gleichermaßen. Und wir haben auch keine sinnlosen Pieps-Töne, nur weil jemand mal flucht. Ich mag deutsche Synchros.

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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Spiritflare82 » 18.12.2017 10:35

hmm wer noch ne Xbox 360 hat kann das Game für 5€ besorgen, hatte das letztes Jahr gekauft für einen 5er und nochmal gespielt...seh ich keinen Grund/Sinn für Remaster von, die sollten mal lieber Persona 2 oder 3 remastern oder sonst irgendwas aus PS2 Zeiten als Catherine. Außerdem ist das Gepuzzle da nicht für jedermann, das schon fast hardcore wenn man das auf normal spielt

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DonDonat
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von DonDonat » 18.12.2017 10:58

Levi  hat geschrieben:
18.12.2017 09:48
Wobei Untertitel lesen auch eine Gewöhnungssache ist. Irgendwann läuft das völlig parallel.

Grundsätzlich bin ich bei dir, aber dass Untertitel generell jetzt irgendwie ablenken, kann ich nicht unterschreiben.
Völlig parallel ist einfach nicht möglich, dafür ist die menschliche Wahrnehmung nicht ausgelegt. Dir werden bei Untertiteln immer Details verloren gehen, die du ohne Untertitel wahrnehmen kannst. Wie viele Details dir allerdings verloren gehen, hängt tatsächlich von der Gewöhnung ab ;)

Bei Animes und Spielen mag es durchaus ok sein, wenn du die mit Untertiteln in japanisch schaust, gerade weil beides ja meisten optisch nicht komplex ist.
Stellen wir uns aber einfach mal vor, Bioshock oder Bladerunner 2049 oder Sherlock in japanisch mit Untertiteln, um hier einfach Extrembeispiele zu nehmen, da muss man in gewissem Umfang scheitern weil die einfach so viele relevante Details haben ;)
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Malvero » 18.12.2017 11:29

Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, würde mein innerer Catherine-Fan ohnehin in Bruchteilen einer Sekunde mit hochfrequentem Fan-Kreischen anfangen.

Ob es ein weiterer Teil wird oder ein Remaster, mir ist da so ziemlich alles recht - Ich vertraue Atlus dahingehend einfach. Das Einzige, was ich bei einem Remaster ausdrücklich und in aller Deutlichkeit von ihnen erwarten würde, wäre eine gefixte Version von Axis Mundi. Sollten sie die auslassen, wäre meine Enttäuschung groß.

Aber gut, erst mal gucken, was hinter diesen Gerüchten steckt. Vielleicht ist es ja auch nur heiße Luft - Was ich natürlich nicht hoffe.

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Wulgaru
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Wulgaru » 18.12.2017 12:33

DonDonat hat geschrieben:
18.12.2017 10:58


Bei Animes und Spielen mag es durchaus ok sein, wenn du die mit Untertiteln in japanisch schaust, gerade weil beides ja meisten optisch nicht komplex ist.
Stellen wir uns aber einfach mal vor, Bioshock oder Bladerunner 2049 oder Sherlock in japanisch mit Untertiteln, um hier einfach Extrembeispiele zu nehmen, da muss man in gewissem Umfang scheitern weil die einfach so viele relevante Details haben ;)
Warum sind Sachen wie Bladerunner optisch komplexer als Medien denen rein visuell keine Grenzen gesetzt sind? Was passiert bei Bioshock das so kompliziert ist in Vergleich zu anderen Dingen?

Ich finde da schließt du jetzt einfach von deinen Sehgewohnheiten und unterschätzt den Übungs-/Gewöhnungseffekt. Gerade bei Animes wurde ja früher sehr vieles in OV versendet auf Sendern wie Vox. Leute die da also lange dabei sind, haben teilweise 10-20 Jahre Übung darin und in der Zeit entwickelt man schon die Fähigkeit Bild und Text verarbeiten zu können. Das halte ich übrigens wirklich nur für einen Übungseffekt um das nicht falsch verstanden zu wissen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun.

Ich zum Beispiel habe sobald Spiele die Optionen angeboten haben, auch immer eh die Untertitel mitangestellt, selbst wenn es auf deutsch war, weil ich gerade bei Games die Soundabmischung oft misslungen finde. Um alles mitzukriegen konsumiere ich Spiele immer so. Auch das übt unabhängig von Gewohnheiten was Synchros angeht.

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DonDonat
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von DonDonat » 18.12.2017 13:21

Wulgaru hat geschrieben:
18.12.2017 12:33
DonDonat hat geschrieben:
18.12.2017 10:58
Bei Animes und Spielen mag es durchaus ok sein, wenn du die mit Untertiteln in japanisch schaust, gerade weil beides ja meisten optisch nicht komplex ist.
Stellen wir uns aber einfach mal vor, Bioshock oder Bladerunner 2049 oder Sherlock in japanisch mit Untertiteln, um hier einfach Extrembeispiele zu nehmen, da muss man in gewissem Umfang scheitern weil die einfach so viele relevante Details haben ;)
Warum sind Sachen wie Bladerunner optisch komplexer als Medien denen rein visuell keine Grenzen gesetzt sind? Was passiert bei Bioshock das so kompliziert ist in Vergleich zu anderen Dingen?
Das Zauberwort lautet "Environmental Storytelling" ;)
Da sind die von mir genannten Beispiele durchaus "extrem": fast jedes Detail in jedem Bild hat Relevanz in der Geschichte/ Umwelt und ist nicht "nur Schauplatz" der Handlung.

Wulgaru hat geschrieben:
18.12.2017 12:33
Ich finde da schließt du jetzt einfach von deinen Sehgewohnheiten und unterschätzt den Übungs-/Gewöhnungseffekt.
Wie ich schon gesagt habe: jain. Auf der einen Seite stimmt es abolut, dass man mit steigender Gewöhnung mehr Details wahrnimmt, auf der anderen Seite bieten aber einige Exemplare eben deutlich komplexere Bilder, bei denen du selbst bei jahrzehnten Gewöhnung nicht ausreichend Details wirst wahrnehmen können, weil es einfach zu viele sind.

Auch ist die Gewöhnung immer von dem abhängig, was man schaut: die meisten Anime sind halt einfach nicht optisch komplex und wenn du dich an solche Bilder gewöhnst, ist es was anders als wenn du ausschließlich optisch komplexe Werke mit Untertiteln schaust ;)
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Kant ist tot!
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Kant ist tot! » 18.12.2017 13:40

DonDonat hat geschrieben:
18.12.2017 13:21
Wulgaru hat geschrieben:
18.12.2017 12:33
DonDonat hat geschrieben:
18.12.2017 10:58
Bei Animes und Spielen mag es durchaus ok sein, wenn du die mit Untertiteln in japanisch schaust, gerade weil beides ja meisten optisch nicht komplex ist.
Stellen wir uns aber einfach mal vor, Bioshock oder Bladerunner 2049 oder Sherlock in japanisch mit Untertiteln, um hier einfach Extrembeispiele zu nehmen, da muss man in gewissem Umfang scheitern weil die einfach so viele relevante Details haben ;)
Warum sind Sachen wie Bladerunner optisch komplexer als Medien denen rein visuell keine Grenzen gesetzt sind? Was passiert bei Bioshock das so kompliziert ist in Vergleich zu anderen Dingen?
Das Zauberwort lautet "Environmental Storytelling" ;)
Da sind die von mir genannten Beispiele durchaus "extrem": fast jedes Detail in jedem Bild hat Relevanz in der Geschichte/ Umwelt und ist nicht "nur Schauplatz" der Handlung.

Wulgaru hat geschrieben:
18.12.2017 12:33
Ich finde da schließt du jetzt einfach von deinen Sehgewohnheiten und unterschätzt den Übungs-/Gewöhnungseffekt.
Wie ich schon gesagt habe: jain. Auf der einen Seite stimmt es abolut, dass man mit steigender Gewöhnung mehr Details wahrnimmt, auf der anderen Seite bieten aber einige Exemplare eben deutlich komplexere Bilder, bei denen du selbst bei jahrzehnten Gewöhnung nicht ausreichend Details wirst wahrnehmen können, weil es einfach zu viele sind.

Auch ist die Gewöhnung immer von dem abhängig, was man schaut: die meisten Anime sind halt einfach nicht optisch komplex und wenn du dich an solche Bilder gewöhnst, ist es was anders als wenn du ausschließlich optisch komplexe Werke mit Untertiteln schaust ;)
Auch auf die Gefahr hin, hier irgendwie auf dem falschen Dampfer zu sein: Was hat denn jetzt die Komplexität von Environmental Storytelling mit irgendeiner Synchro zu tun? Oder stellst du dir jetzt diese Art Storytelling im Film vor, so dass du die Details dann nicht mitbekommst, weil du mitlesen musst?

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Levi 
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Levi  » 18.12.2017 14:15

Ich Wunder mich auch gerade. Ich nehme inzwischen Bild und Untertitel quasi komplett parallel wahr (die fansubzeit Ende der 2000er Anfang 2010er hat mich gut geprägt :ugly:). Mir fällt einfach kein Beispiel ein, wo ich dem folgen könnte.

Hast du vielleicht mal eine konkrete Szene von etwas bekannten, wo du der Meinung bist, dass man da etwas verpassen würde/könnte?
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von yopparai » 18.12.2017 14:18

Sind Untertitel nicht sogar in vielen europäischen Ländern mehr oder weniger Standard bei ausländischen Filmen?

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Wulgaru
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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von Wulgaru » 18.12.2017 15:07

DonDonat hat geschrieben:
18.12.2017 13:21


Das Zauberwort lautet "Environmental Storytelling" ;)
Da sind die von mir genannten Beispiele durchaus "extrem": fast jedes Detail in jedem Bild hat Relevanz in der Geschichte/ Umwelt und ist nicht "nur Schauplatz" der Handlung.

Auch ist die Gewöhnung immer von dem abhängig, was man schaut: die meisten Anime sind halt einfach nicht optisch komplex und wenn du dich an solche Bilder gewöhnst, ist es was anders als wenn du ausschließlich optisch komplexe Werke mit Untertiteln schaust ;)
Ich habe in meinem Post aber nicht mehr wirklich von Anime geredet, die ich nicht hauptsächlich gucke. Auch wenn ich da nebenbei anmerken muss, das du glaube ich Anime da glaube ich ebenfalls einschätzt. Nicht vom Komplexitätsgrad einer Handlung (jedenfalls nicht zwangsläufigerweise) sondern das hier ja durchaus gerade etwas optisches und ablenkendes geboten werden kann und oft auch wird.

Daher finde ich dein Bioshock und Bladerunner-Beispiel auch irgendwie seltsam. Beide sind eher langsam in dem was man da geboten bekommt und man sehr viel mehr Zeit alles in sich aufzunehmen. Gerade Bioshock hat ja in dieser Beziehung einen Walking-Simulator-Charakter und setzt zusätzlich auf jede Menge Text den man schön lesen und vor allem sammeln darf. Ich finde deine Abgrenzung stumpf vs. anspruchsvoll funktioniert nicht wirklich.

Ich finde außerdem das du wirklich von dir aus schließt bzw. von deiner Vorstellung garantiert etwas zu verpassen. Es scheint nicht zu genügen das Gegenteil zu behaupten und da von persönlicher Erfahrung zu erzählen, daher weiß ich nicht wie man hier weiterkommen könnte. Yopparai hat aber auch einen Punkt...eventuell kriegen die Dänen und Holländer die ganzen Filme dann ja alle gar nicht richtig mit, wenn sie die mit Untertiteln sehen. :wink:

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Re: Atlus-Gerücht: Remaster von Catherine in Entwicklung?

Beitrag von DonDonat » 18.12.2017 16:28

Wulgaru hat geschrieben:
18.12.2017 15:07
DonDonat hat geschrieben:
18.12.2017 13:21


Das Zauberwort lautet "Environmental Storytelling" ;)
Da sind die von mir genannten Beispiele durchaus "extrem": fast jedes Detail in jedem Bild hat Relevanz in der Geschichte/ Umwelt und ist nicht "nur Schauplatz" der Handlung.

Auch ist die Gewöhnung immer von dem abhängig, was man schaut: die meisten Anime sind halt einfach nicht optisch komplex und wenn du dich an solche Bilder gewöhnst, ist es was anders als wenn du ausschließlich optisch komplexe Werke mit Untertiteln schaust ;)
Ich habe in meinem Post aber nicht mehr wirklich von Anime geredet, die ich nicht hauptsächlich gucke. Auch wenn ich da nebenbei anmerken muss, das du glaube ich Anime da glaube ich ebenfalls einschätzt. Nicht vom Komplexitätsgrad einer Handlung (jedenfalls nicht zwangsläufigerweise) sondern das hier ja durchaus gerade etwas optisches und ablenkendes geboten werden kann und oft auch wird.

Daher finde ich dein Bioshock und Bladerunner-Beispiel auch irgendwie seltsam. Beide sind eher langsam in dem was man da geboten bekommt und man sehr viel mehr Zeit alles in sich aufzunehmen. Gerade Bioshock hat ja in dieser Beziehung einen Walking-Simulator-Charakter und setzt zusätzlich auf jede Menge Text den man schön lesen und vor allem sammeln darf. Ich finde deine Abgrenzung stumpf vs. anspruchsvoll funktioniert nicht wirklich.

Ich finde außerdem das du wirklich von dir aus schließt bzw. von deiner Vorstellung garantiert etwas zu verpassen. Es scheint nicht zu genügen das Gegenteil zu behaupten und da von persönlicher Erfahrung zu erzählen, daher weiß ich nicht wie man hier weiterkommen könnte. Yopparai hat aber auch einen Punkt...eventuell kriegen die Dänen und Holländer die ganzen Filme dann ja alle gar nicht richtig mit, wenn sie die mit Untertiteln sehen. :wink:
Mir scheint als ob du mein Argument nicht richtig verstanden hast:

Es geht nicht darum, dass du durch Untertitel den Plot verpasst, es geht darum, dass dir das "Environmental Storytelling" teilweise entgeht wenn sehr viele Details im Bild zu sehen sind. Deswegen dann auch Bioshock und Bladerunner, weil diese Titel eben so unglaublich viele relevante Details haben, die du selbst bei der eher ruhigen Erzählweise nicht alle beim einmaligen "anschauen" erfassen kannst.

Kant ist tot! hat geschrieben:
18.12.2017 13:40
Auch auf die Gefahr hin, hier irgendwie auf dem falschen Dampfer zu sein: Was hat denn jetzt die Komplexität von Environmental Storytelling mit irgendeiner Synchro zu tun? Oder stellst du dir jetzt diese Art Storytelling im Film vor, so dass du die Details dann nicht mitbekommst, weil du mitlesen musst?
Es geht nicht um die Synchro, es geht darum dass du beim Lesen der Untertitel die Konzentration zwischen Gesamtbild und Text aufteilen musst und dir so bei komplexen Bildern einfach Informationen verloren gehen, die du bei Sprache, die du auch verstehst noch mitbekommen würdest. Wie viele dass jedoch sind, ist halt sehr subjektiv bzw. einfach eine Sache des Trainings.

Und nein, ich stelle mir das nicht vor, so was gibt es in eben den von mir genannten Beispielen ;)


PS:
Weil ihr hier alle glaubt, das Beispiel sei rein hypothetisch ein Bild bzw. eine Szene dazu:
Bild
(sorry, ich bekomme das Bild hier leider nicht korrekt angezeigt)

(weil ich nicht garantieren kann, dass ich keine Spoiler nutze, kurze Beschreibung dazu im Spoiler)
SpoilerShow
Im Laufe dieser Szene kommt eine Frau (anfangs sogar mehrere) auf den Protagonisten zu, die während er (und der Zuschauer) überlegt ihn in ein Gespräch verwickelt. Während des Dialoges gibt es dann den klassischen Schnitt/ Gegenschnitt und es passiert im Hintergrund, auf der Beziehungsebene sowie auf der Plot-Ebene die gesamte Zeit etwas. Versteht man jetzt absolut gar nicht, was die beiden sagen und muss in die Untertitel schauen um irgendwas zu verstehen, während all diese Dinge parallel ablaufen, muss einem zwangsläufig mehr entgehen als ohnehin schon. Gerade die Intonation ist bei diesem Dialog sehr wichtig und die kommt auch weit besser rüber, wenn man versteht, was die beiden sagen.

Und ja, selbst wenn man versteht, was gesagt wird, wird man Dinge verpassen, die relevanz besitzen. Deswegen lohnt sich aber auch in zweites oder drittes mal schauen ;)
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