Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

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Matt.s_hit_you
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Matt.s_hit_you »

Eurogamer machen es doch vor: Mikrotransaktionen, die das Spielerlebnis trüben, werden durch die Wertung! abgestraft. Medien und Käufer können dem bösen Spiel ganz schnell ein Ende bereiten.
johndoe1678660
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von johndoe1678660 »

Tja, das Problem mit so einem Siegel ist natürlich, dass es sinnlos wird, wenn es keine Spiele mehr ohne Mikro- und Makrotransaktionen gibt. Das ist wie mit einem Gott, der existiert, an den aber keiner glaubt und der uns die Freiheit gegeben hat, nicht an ihn zu glauben. Jetzt könnte eingeworfen werden, dass er uns nach unserem Tode dafür bestraft. Nun vertreten einige Theologen jedoch die Ansicht, dass Gottes Strafe nicht in Hölle und Teufel, die es nach dieser Lehrmeinung nicht gibt, sondern in der Abwesenheit Gottes auch nach dem Tod besteht. Sprich: Man hat Gottes Existenz im Leben nicht erkannt, gewollt oder schlicht ignoriert und ist nach dem Tod dazu "verdammt" ihn nicht zu erkennen. Die Auswirkungen für das Individuum liegen bei Null...

Insofern, tut euch selbst einen Gefallen und verzichtet darauf, aus unserem Gott einen Götzen zu machen, der die Ungläubigen sowieso nicht bekehren wird. Lasst unsere orhodoxe Gemeinschaft im Wohlgefühl des Auserwähltseins und im Wissen um unsere moralische Suprematie dem wahren Gott huldigen. Amen!
TsuMOrtem
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Beitrag von TsuMOrtem »

ganz ehrlich,die letzten 3 Spiele die ich mir im Orginal gekauft hab,waren CSS Oblivion und FallOut3, an Oblivion konnte ich 4Jahre spielen,der ganzen kostenlosen Mods von Spielern wegen, CSS macht heut noch Spass und die AddOns für FallOut3 hab ich mir von nem Kumpel geben lassen als er sie durch hatte.... seit dem spiele ich jede Woche ein neues F2P Spiel,kein einziges weiter als bis dahin wo ich ohne Bezahlen nicht mehr den vollen Spass am Spiel hab, DLC-Politik, lachhaft,hab jetzt nen Emulator gefunden, ich glaub es gibt noch 2000 DLC-freie MegaDrive,Dreamcast,N24........-spiele die ich noch nicht gezockt hab,bis ich die durchhab brauch ich für diese Geldmache keinen cent zu investieren....und ich spar mir Geld für neue PC-Hardware ;)
heiner mueller
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von heiner mueller »

transaktionen sind  nicht das problem, sondern die mangelnde information darüber, inwieweit dadurch einfluss aufs spielgeschehen oder wiederverkauswert genommen wird.  das muss angesichts der marktlage ein weiterer kernpunkt innerhalb von spieletests werden! amen
johndoe1525641
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von johndoe1525641 »

Twan hat geschrieben: Meine Meinung: Wer auch nur jemals ein einziges DLC gekauft hat ist mitverantwortlich für diese Entwicklung und hat keinen Grund sich zu beschweren, auch der Kolumnenschreiber nicht.
Zwischen DLCs, die neuen Content bringen, und überflüssigen Mikrokrampfaktionen würde ich aber mal einen dicken Strich ziehen.

Aber was soll ich mich aufplustern, ich hab "GT6" ja auch gekauft. Es installiert gerade. Kann sich nur noch um Stunden handeln.

Ansonsten ein guter Kommentar von Jan. Spricht mir, genau wie der letzte von Jörg, aus der Seele. Vielleicht bin ich auch altmodisch, ich will einfach nur daddeln und darüberhinaus nicht großartig belästigt werden. Eine Spielekonsole ist eine Konsole zum Spielen. Punkt. Dieser Satz gehört gestickt und eingerahmt an die Wand in den Chefetagen von Nintendo, Sony, Microsoft und Valve. Man wird ja mal träumen dürfen ...

Mikrotransaktionen in F2P-Spielen mögen ja in Ordnung sein, sowas daddel ich eh nicht, aber in Vollpreis-AAA-Games wie "Forza" und "GT" haben sie nichts zu suchen, solange sie nicht wenigstens neue Strecken bringen.

Ich glaube auch nicht, daß Rockstar, Turn 10 und Polyphony Digital am Hungertuch nagen würden, würden sie sich diesen Mist verkneifen. Das Argument, die Studios bräuchten halt heutzutage Micropayments zum Überleben, zieht da absolut nicht.
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Wurmjunge
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Wurmjunge »

gracjanski hat geschrieben:wie tief muss man sinken um so viel geld für so was unwichtiges im leben auszugeben? Solche Leute kriegen höchstens meine Verachtung.

Ansonsten sehe ich es ähnlich: Diese DLCs und Mikrotransaktionen sind nervtötetend, aber um ehrlich zu sein gehen sie mich nix an: 1. kaufe ich sie nicht und 2. spiele ich solche Spiele nicht. Und wenn beides nicht zutrifft, lade ich es irgendwo runter.

Es fällt mir ehrlich gesagt schwer dich ernstzunehmen, denn vor ein paar Tagen hast du ja noch das hier in nem Path of Exile-Thread von dir gegeben:
gracjanski hat geschrieben:
Erynhir hat geschrieben:So ein Geiz ist ja schon richtig widerlich... das mit fairste F2P-Spiel als Abzocke zu bezeichnen.
Ich sehe darin 2 Ursachen: 1. gibt es immer vollidioten: In einer Population wird es immer eine Gruppe geben, die a oder b oder c sagen. Oder anders ausgedrückt, du kannst nie alle zufrieden stellen.
2. Wer sich mit Propaganda und Politik auskennt, dem kommt Image sabotieren auf indirektem Wege bekannt vor. Dafür braucht man gar nicht viel zu machen, nur wenige Steine loslösen, den Rest erledigen Herdentiere. So kann man ein Ruf zerstören und ein Produkt, das eigenltich gut ist, wird bei der Masse nicht angenommen. Meistens arbeiten die Unternehmen natürlich anders rum, siehe Apple :lol:

Sumasumarum: Am besten solche Beiträge nicht ernst nehmen oder dahinter auf den IQ Rückschlüsse ziehen ;)
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

greenelve hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben:Es ist Eure Aufgabe als Videospiel-Magazin, wenn Ihr hier ein Problem seht, Mikrotransaktionen zu geißeln wo immer sie Euch begegnen. Ansonsten wäre diese Kolumne nix als Augenwischerei. Die einzigen, die hier ein Gütesiegel einführen müssen (wenn es denn schon dieses deutscheste aller deutschen Verfahren sein soll) seid IHR. Ist ganz einfach: Mikrotransaktionen im Spiel vorhanden, wie im vorliegenden Fall bei GT 6 = prinzipiell kein Award. Und da könnt Ihr dann ja auch ein hübsches Siegel draus machen.
Das sind auch meine Gedanken zum Thema. Die deutsche Eurogamerseite hat sich bereits entschlossen, Spiele auf Mikrotransaktionen zu prüfen und abzuwerten, wenn diese das Spielgefühl, die Immersion, stören, wenn der Spieler nicht mehr das Gefühl hat ein Vollpreisspiel erworben zu haben.
Ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt. 4P ist ein Spielemagazin, kein Spielepolitikmagazin. Speziell in Tests geht es um Spiele, nicht um Spielepolitik. Den Rest kann (und sollte man dringend!) in anderen redaktionellen Sparten abhandeln. Eine Trennung, die ich total begrüße. An dem Tag, an dem man hier anfängt Tests spielepolitisch zu ideologisieren, und beispielsweise beim reinen Vorhandensein JEDWEDER Mikrotransaktionen (übrigens: warum dann nicht auch DRM, DLC, Patchpolitik, Kundefreundlichkeit...wo ist die Grenze??) pauschal eine 75%-Grenze o.ä. einzubauen, bin ich hier stantepede weg. Geht gar nicht.

Entwas anderes ist es, wenn die Spielepolitik tatsächlich INHALTLICHE Auswirkungen hat, die ich während des Tests auch im Spiel festmachen kann. NPCs, die plötzlich aus dem Nichts erscheinen und mir DLC andrehen wollen? Mikrotransaktionen, die für spielerisches Ungleichgewicht sorgen, aufploppende Nerv-Shops, die einen aus dem Spiel reißen, wenn Voll-Preis nur Halb-Inhalt ist etc.? Da würde eine Abwertung imho Sinn machen. Aber für spielepolitischen Pauschal-Aktivismus habe ich nichts übrig.
Chris Dee
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Chris Dee »

greenelve hat geschrieben: Die deutsche Eurogamerseite hat sich bereits entschlossen, Spiele auf Mikrotransaktionen zu prüfen und abzuwerten, wenn diese das Spielgefühl, die Immersion, stören, wenn der Spieler nicht mehr das Gefühl hat ein Vollpreisspiel erworben zu haben.
... was allerdings wenig bringt, wenn man sich auf eurogamer.net mit dem simplen Hinweis "Fortschritt, Preisgelder im Spiel und Auto-Preise entsprächen denen von Gran Turismo 5" - übrigens ein Eindruck, dem viele Spieler vehement widersprechen - einer solchen Abwertung entzieht. Und auf eurogamer.de findet der Versuch eines irgendwie tiefer gehenden oder aussagekräftigen Vergleichs mit den Vorgängern gar nicht erst statt, sondern da liest man pauschal "In diesem Punkt ist es [GT6] so knauserig oder großzügig wie jedes andere GT vor ihm - ich persönlich empfinde sie alle als knauserig - und damit hat das Mikrotransaktionssystem keinen Einfluss auf das Spiel." Bei so viel Oberflächlichkeit kann man sich auch seinen Wir-werten-knallhart-ab-Vorsatz schenken ...
Zuletzt geändert von Chris Dee am 07.12.2013 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Ilumi
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Ilumi »

Drüber reden ist zwar schön; aber gerade ein Spielemagazin wie 4players böte eine gute Plattform, um ein Siegel dieser Art einzuführen.
Ich fände aber statt einem Gütesiegel ein Warnsiegel sinnvoller; z.B. "Vorsicht: In-App-Käufe" oder "Achtung: Micro-DLCs". Wenn dann ein Spiel im Fazit neben der Wertung noch so ein Siegel draufgeklatscht bekommen hat, weiß man schon, woran man ist.
Chris Dee
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Chris Dee »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt. 4P ist ein Spielemagazin, kein Spielepolitikmagazin. Speziell in Tests geht es um Spiele, nicht um Spielepolitik. Den Rest kann (und sollte man dringend!) in anderen redaktionellen Sparten abhandeln. Eine Trennung, die ich total begrüße. An dem Tag, an dem man hier anfängt Tests spielepolitisch zu ideologisieren, und beispielsweise beim reinen Vorhandensein JEDWEDER Mikrotransaktionen (übrigens: warum dann nicht auch DRM, DLC, Patchpolitik, Kundefreundlichkeit...wo ist die Grenze??) pauschal eine 75%-Grenze o.ä. einzubauen, bin ich hier stantepede weg. Geht gar nicht.
"Spielepolitik" ist allerdings auch kein rein abstraktes Konstrukt, das in irgendeinem Vakuum existiert, sondern das eben mittlerweile viele Spiele in ihrem Kern berührt. Wenn man schon unbedingt meint, Spiele am Ende eines seitenlangen Tests mit genau einer Zahl bewerten zu müssen, dann hat sich in dieser Zahl schlicht alles wiederzufinden, was in irgendeiner Weise die Qualität des Produkts betrifft. Wenn dazu mittlerweile auch DRM, DLC und Mikrotransaktionen gehören, dann ist das eben so, denn mit genau diesen Dingen habe ich mich eben nicht nur dann herumzuschlagen, wenn ich mit einem Pappschild in der Hand vor der Firmenzentrale demonstriere, sondern wenn ich das Ding täglich auf meinem Rechner oder meiner Konsole spiele. Mit 300-Seiten-Handbüchern nur als PDF (oder noch besser: nur als PDF-Download) oder Singleplayer-Spieldauern von kaum mehr als fünf Stunden fing die Reihe der Dinge an, die in Tests mittlerweile einfach hingenommen, aber kaum noch negativ bewertet werden. Setzt sich das auf DRM, DLC, Mikrotransaktionen und viele weitere großartige Innovationen fort, die uns in Zukunft noch beschert werden, stellt sich irgendwann schon die Frage, welche Aussagekraft ein Test für jemanden, der über all diese "Hintergrundprozesse" nicht bestens informiert ist, denn eigentlich noch hat. Dass all diese Dinge nur dann negativ bewertet werden, wenn sie sich wirklich in relevanter Weise negativ auswirken (und nicht für ihr bloßes Vorhandensein), versteht sich natürlich von selbst ...
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

Chris Dee hat geschrieben:...Singleplayer-Spieldauern von kaum mehr als fünf Stunden fing die Reihe der Dinge an, die in Tests mittlerweile einfach hingenommen, aber kaum noch negativ bewertet werden.
Aber schon an dieser frühen Stelle wird es brenzlich. Die Spieldauer muss man ja immer in Relation zu der in dieser Zeit erlebten Spielintensität sehen. Kurz aber heftig kann ja auch was Tolles sein. Von daher ist das einfach kein pauschales Abwertungskriterium, was aber einige gerne als genau solches sehen würden. Mein Alptraum wäre dann eine Abwertungstabelle am Ende des Tests: kurze Spieldauer: -10%, DRM: -10%, DLC: -10% usw. Ähnlich schlimm ist die Einführung einer stumpfen "Obergrenze", wenn spielepolitisches Merkmal xy erfüllt ist. Da kann doch ernsthaft niemand im seriösen Spielejournalismus hin wollen.
Chris Dee hat geschrieben:Setzt sich das auf DRM, DLC, Mikrotransaktionen und viele weitere großartige Innovationen fort, die uns in Zukunft noch beschert werden, stellt sich irgendwann schon die Frage, welche Aussagekraft ein Test für jemanden, der über all diese "Hintergrundprozesse" nicht bestens informiert ist, denn eigentlich noch hat.
Für mich eine andere Baustelle: Information sollte selbstverständlich sein. Ein Test hat ja immer einen Wertungs- und einen Informationspart, und wenn solche für Käufer essenzielle Infos (dazu gehört dann natürlich auch extrem kuze Spieldauer, DRM-Systeme, die Art der Micropayments usw.) unter den Tisch Fallen, halte ich das für schlampige journatistische Arbeit. Kann man gerne auch über ein Siegel o.ä. lösen. Ich stimme auch zu, dass es inkonsequent ist, sowas nur von Herstellern zu fordern, aber als Magazin sowas nur unauffällig, fast versteckt, irgendwo in einem Mini-Info-Kasten zu präsentieren.
Chris Dee hat geschrieben:Dass all diese Dinge nur dann negativ bewertet werden, wenn sie sich wirklich in relevanter Weise negativ auswirken (und nicht für ihr bloßes Vorhandensein), versteht sich natürlich von selbst ...
Bin ich mir nicht so sicher. Klingt hier des öfteren durch, dass man auch gerne Pauschal-Abstrafungen sehen würde. Und eine Obergrenze ist ja an Undifferenziertheit kaum zu überbieten. Ich bin froh, dass man bei 4P Inhalt und Spielepolitik noch (so gut es eben geht) auseinanderhält und nur abwertet, wenn der Spielspaß oder das Spielgefühl in irgendeiner Form leidet. Letztlich sind das aber auch unterschiedliche Philosophien über die Aufgabe/den Auftrag von Spieletests bzw. Kritiken, die sich ziemlich diametral und unversöhnlich gegenüberstehen.
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FlyingDutch
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von FlyingDutch »

greenelve hat geschrieben:
mr archer hat geschrieben:Es ist Eure Aufgabe als Videospiel-Magazin, wenn Ihr hier ein Problem seht, Mikrotransaktionen zu geißeln wo immer sie Euch begegnen. Ansonsten wäre diese Kolumne nix als Augenwischerei. Die einzigen, die hier ein Gütesiegel einführen müssen (wenn es denn schon dieses deutscheste aller deutschen Verfahren sein soll) seid IHR. Ist ganz einfach: Mikrotransaktionen im Spiel vorhanden, wie im vorliegenden Fall bei GT 6 = prinzipiell kein Award. Und da könnt Ihr dann ja auch ein hübsches Siegel draus machen.
Das sind auch meine Gedanken zum Thema. Die deutsche Eurogamerseite hat sich bereits entschlossen, Spiele auf Mikrotransaktionen zu prüfen und abzuwerten, wenn diese das Spielgefühl, die Immersion, stören, wenn der Spieler nicht mehr das Gefühl hat ein Vollpreisspiel erworben zu haben.

Ein Siegel seitens der Hersteller halte ich für falsch, führt es zu Augenwischerei. Ob man für den Multiplayer Waffenskins oder für den Singleplayer Waffen kaufen kann, ist für ein Siegel ob Mikrotransaktionen "ja/nein" kein Unterschied. Wie wir aus der Vergangenheit gelernt haben, zum Beispiel Bonusprämien Fallout New Vegas, ist die Punktzahl von Reviews eine Sprache, auf die Entwickler und Publisher (unter anderem) hören.
Ich würde sogar so weit gehen und fragen: Ist es möglich, sich bei Presseevents, wenn man sich mit Journalisten aus aller Welt trifft, möglich ein einheitliches System zur Abwertung zu besprechen, um Mikrotransaktionen direkt eine Absage zu erteilen?
Da gibt es nicht viel mehr zu sagen. Gerade Medien wie 4players wäre doch in der Lage einem solchen Gebaren eine klares Zeichen entgegen zu setzen. Auch wenn ich finde, dass die Kolummne nicht völlig daneben liegt, habt ihr doch eure Verantwortung (ja, so würde ich es nennen) mit dem Abschieben auf die Publisher abgegeben. Wofür braucht man euch noch, wenn die Hersteller sich selbst kennzeichnen ?
Starslayer78
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Starslayer78 »

Ich frag mich gerade warum sollte man sowas nutzen? Für mich sind es die Spieler die über den Erfolg oder Misserfolg dieses Trendes entscheiden. Wenn der Spieler sie einfach nicht nutzt und immer wieder Kritik laut wird verschwindet dieser Trend auch ganz schnell wieder.

Ausserdem sollten die Spielemagazine absolut schonungslos auf Mikrotransaktionen und deren Einfluss aufs Spiel hinweisen. Wenn man nur einen Weg abkürzen kann mag das noch ok sein. Sollte ein Spiel allerdings extra lange Grindphasen haben um den Spieler zu ermutigen sich doch einfach das bissl Ingamewährung zu kaufen, nach dem Motto: " Hey, Du musst das nicht so langatmig haben. Überweise uns einfach X € und alles hat ein ende." so sollte das massive Abwertungen zur Folge haben. Zumal ich eh glaube diese Phasen werden ja nicht schwer gemacht um Herausforderungen zu bieten, sondern einfach nur zeitintensiv sein und möglichst einfach damit es einem auch schnell auf die nerven geht.

An Zusatzinhalten zum Verkauf ist ja prinzipiell nichts falsches, Firaxis zb hat da einen Klasse weg gefunden. Bei Civ5 mit G+K und BNW, oder wie kürzlich bei X-Com Enemy Within kann man sehen das man ein gutes Spiel besser machen kann um die Langzeitmotivation zu fördern.

Wenn mir allerdings nur 12€ abgenommen werden sollen um eine handvoll Stunden mehr vom ewig Gleichen zubekommen, verzichte ich doch genre, so ging es mir zumindest bei ME3. Wenn ich nun noch BF4 dazu nehme da war das erste DLC ja schon raus obwohl das Hauptspiel noch nicht mal richtig funktioniert hatte. Da kann ich mir nur an den Kopf greifen.
forenopa
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von forenopa »

nexttothemoon hat geschrieben:
Twan hat geschrieben: Meine Meinung: Wer auch nur jemals ein einziges DLC gekauft hat ist mitverantwortlich für diese Entwicklung und hat keinen Grund sich zu beschweren, auch der Kolumnenschreiber nicht.


Aber was soll ich mich aufplustern, ich hab "GT6" ja auch gekauft. Es installiert gerade. Kann sich nur noch um Stunden handeln.
Geht mir genauso. Ich hab mich dieses mal einfach zu wenig informiert, habe erst im Laufe meiner gestrigen Sitzung gesehen, das es keinen B_Spec Modus mehr gibt, der Editor fehlt usw.
Die Sache mit den zusätzlich kaufbaren Autos ist auch irgendwie an mir vorbeigegangen, bis gestern. Wie gesagt, ich hab mich dieses Mal echt schlecht informiert voher. Selber Schuld-kein Mitleid.

Ich hätte doch abwarten sollen auf die Reaktionen in den Foren - bei Steam warte ich ja auch immer auf Sales und Komplettpakete für lau. Einmal blind und schnell gekauft und schon "eingefahren". Ich ärgere mich jetzt nicht über das Spiel, sondern über die Tatsache das ich mit meinem Kauf diesen Geschäftspraktiken quasi zustimme.....
Bierfreund
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Re: Ein Gütesiegel gegen In-App-Käufe

Beitrag von Bierfreund »

Starslayer78 hat geschrieben:Ich frag mich gerade warum sollte man sowas nutzen? Für mich sind es die Spieler die über den Erfolg oder Misserfolg dieses Trendes entscheiden. Wenn der Spieler sie einfach nicht nutzt und immer wieder Kritik laut wird verschwindet dieser Trend auch ganz schnell wieder.
Nur ist bei diesem Trend nicht die Masse an Spielern entscheidend. Bei Absätzen im 5-6 Stelligen Bereich sind ein paar hundert Spieler die das mitmachen sicher nicht illusorisch und bei den Preisen kann man sich ausrechnen, dass man damit guten Reibach machen kann. In P2Win Titeln ist es auch erstaunlich wie locker bei manchen das Portemonnaie sitzt.
This is for "these" players...