Cloonix hat geschrieben: ↑28.09.2020 20:21
Ich habe mit Tekken vor 20+ Jahren angefangen. Bin dann aber nur noch im 2D-Segment unterwegs gewesen. Tekken 7 habe ich dann wieder ein wenig gespielt.
So war das bei mir tatsächlich auch. Nur habe ich Tekken 7 richtig intensiv gespielt und so erst echtes Tekken kennengelernt. Das damals war einfach nur casual. Man konnte zwar die ein oder andere Combo oder auch mal einen 10-String. Aber das war es dann auch. Backdashcancel, Frames, etc. war da alles nicht relevant. Was die 2D-Spiele angeht habe ich mich dann aber ordentlich reingekniet. Am meisten in 3rd Strike und KoF XIII. Generell habe ich aber viel aus dem 2D-Bereich mitgenommen und auch gar kein Interesse mehr an 3D oder Tekken gehabt.
Cloonix hat geschrieben: ↑28.09.2020 20:21
Ich kann diese Aussage nicht glauben, dass 2D Air Daisher (GG, BB) und sogar Street Fighter einfacher sein sollen.
Ich denke Dir fehlt hier einfach der faire Vergleich, da Du die 2D-Games intensiv gespielt hast und Tekken halt nicht. GG ist in der Tat ein sehr technisches Spiel (BB habe ich nicht ausreichend viel gespielt für einen Vergleich). Aber für mich ist Tekken nochmal mehr "Arbeit". Man hat wirklich viele Optionen, muss viel Wissen und die Ausführung hat es ab einem bestimmten Level auch wirklich in sich (Je nach Kämpfer können auch normale Moves schon schwer sein. z.B "Electric Wind God Fist" von Kazuya, verlangt eine framegenaue Eingabe).
Gutes Movement ist wirklich eine Kunst für sich bei Tekken (Wavedash/Backdashcancel z.B.). Dann die zig Moves (da kann echt kein 2D-Prügler mithalten) und vor allem ihre Eigenschaften (launches on counter hit, wallsplat, homing, crushing usw.). Du kannst z.B. nicht jeden Move einfach seitwärts ausweichen. Bei einigen geht es nur in eine Richtung (z.B. rechter Seitwärtsschritt), bei anderen darfst du keinen Seitwertschritt machen, sondern musst seitwärts laufen. Und dann spielt da noch die Distanz und das Timing eine Rolle.
Dann die ganzen Optionen beim Aufstehen. Auch hier ist bei Tekken so viel los, wie in keinem anderem Fighter.
Der ganze Framezirkus, den man in 2D-Spielen hat, hat man in Tekken dann natürlich auch noch (active frames, frames on block usw.)
Was Tekken nicht hat, ist ein richtiges Air-Game, wie z.B. in GG. Aber dafür halt die 3-dimensionale Bewegung.
Cloonix hat geschrieben: ↑28.09.2020 20:21
Mal ganz subjektiv, ohne, dass ich dafür hingerichtet werden möchte: Tekken ist für mich so langsam, vorhersehbar und "auswendiglernbar", dass ich es primitiv finde. Das Jugglen gibt mir dann den Rest. Einmal gut gekontert und gejuggled -> Spiel ist aus.
Das Zitat könnte von mir vor einigen Jahren gekommen sein

.
Vom generellen Flow ist ein GG natürlich schneller und das mag ich auch sehr.
Vorhersehbar können aber nur deine Gegner sein. Genauso wie bei den 2D-Fightern. Es gibt Moves, auf die man reagieren kann und Moves auf die man nicht reagieren kann.
Das Jugglen selbst ist auch nicht so easy. Je nachdem, wie du den Gegner getroffen hast, wo du dich in der Stage befindest und was dein Ziel mit der Combo ist (Wallcarry, Damage, Okizeme, Wallsplat), musst du hier ganz schön variieren. Einen guten Juggle zu landen muss man sich auch echt verdienen sobald man ein bestimmtes Level erreicht hat.
Nachdem ich Tekken eine echte Chance gegeben habe, hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht. 2D-Games spiele ich aber auch noch gerne. Man kann auch nicht bei jedem Game so in die Tiefe gehen. Die neueren GG´s habe ich (noch) nicht gespielt. Als ich aber wieder mal 3rd Strike und SF4 an hatte, fand ich es wirklich einfacher im Vergleich. Laune machen sie mir aber alle.