Mein intensivstes Spielerlebnis

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Obelus
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Obelus »

Souls

Am Anfang hat es mich einfach erschlagen. Ich wollte es hassen. Ich fand es unfair und es hat meine Nervenstränge wie auf einer Streckbank bis weit über den Horizont meiner persönlichen Belastbarkeit gezerrt. Nach dem ersten Boss (Phalanx) stellte sich bei mir nicht das Gefühl der Euphorie ein, vielmehr lagen meine Nerven bereits Blank, weil ich so lange gebraucht hatte, um mich überhaupt bis dahin durchzubeißen. Der Motor der Motivation wurde dann auch bereits beim zweiten Endgegner (in der selben Welt) komplett abgewürgt. Dieser war gigantisch groß und erschlug mich direkt am Eingang mit einem einzigen Schlag seines überdimensionierten Schildes. So wie man eine Fliege erschlägt. Ich fühlte mich klein und nichtig. So als hätte ich mich in der Tür geirrt und statt des Anfängerkurses versehentlich das Profi-Seminar besucht. Ich fragte mich, wie es je möglich sein sollte, hier zu bestehen. Das war für lange Zeit der letzte Endgegner, den ich überhaupt je zu Gesicht bekommen sollte.

Ich konnte noch eine Weile Aufleveln, bis auch das zur Mühsal wurde. Erkundungsdrang und positive Erwartungshaltung wichen dann mit voranschreitender Spielzeit einem unangenehmen, mulmigen Gefühl. Einer Mischung auf Frust und Verlustangst, die mit jedem Mal wuchs, wenn ich die wertvollen gesammelten Seelen endgültig verlor, weil ich es eben nicht zu der Stelle zurück schaffte, an der ich zuvor den virtuellen Tod gestorben war. Frustmomente stapelten sich wie dreckiges Geschirr auf meinen gespannten Nervensträngen und klapperten im Takt mit meinen knirschenden Zähnen zum Klang des Unmutes, der sich mittels Gebrüll seinen Weg durch meinen Rachen in die Welt brach.

Ich war es gewohnt, stets jeden Winkel in Spielen zu erkunden und dabei immer noch etwas tiefer in die jeweilige Welt vorzudringen, doch genau das führt bei der „Souls“-Reihe meistens zum Verlust vieler Seelen und damit zu Ärger und Verdruss. Das durchschreiten neuer Areale machte somit kaum noch Spaß, weil ich permanent um die bereits erkämpften Seelen fürchten musste und eine Rückkehr in den Nexus bedeutete nichts weniger als das erneute Durchspielen des gesamten Abschnitts mit allen bereits besiegten Gegnern. Und die erneute Möglichkeit, alles zu verlieren, was man sich in mitunter Stundenlanger, bockschwerer Mühsal erarbeitet hatte.

Ich sah irgendwann kein Land mehr; konnte nicht einmal bestimmen, in welche Richtung ich zu schauen hatte, um Land zu sehen. Dabei hatte ich mich trotz zahlreicher virtueller Tode bereits viele Stunden durchgebissen. Aber dann kam ein Punkt, an dem ich keinerlei Fortschritt mehr wahrnehmen konnte. Der permanente, allgegenwärtige Verlust und die stetig steigende Zahl der benötigten Seelen schienen schon früh in keinem Verhältnis zu stehen. Die wachsende Menge der benötigten Seelen machten aber längere Erkundungen notwendig und erhöhten dadurch auch noch das Verlustrisiko. Ein Teufelskreis.

Gleichzeitig machte das Leveln m.E. weniger her, als in anderen RPGs. Die eigenen Skills sind im Souls-Universum wichtiger als die verteilten Skillpunkte, wie ich heute weiß. Ich spürte die Verbesserungen kaum, wurde immer noch an jeder Ecke erschlagen und fühlte mich stets unterlegen. Der Frustfaktor überragte dementsprechend den Spaßpegel irgendwann um Längen. Ich konnte an diesem Spiel nicht „wachsen“. Jedes winzige Erfolgserlebnis wurde von einer Armada von Rückschlägen zu Grabe getragen. Trotz der jahrelangen Erfahrung und hunderten gespielter Spiele. Obwohl Rollenspiele aller Art schon seit jeher mein Steckenpferd waren und ich fester Überzeugung war, ein versierter Zocker zu sein. Meine Skills reichten scheinbar nicht aus, um hier zu bestehen.


Ich gab auf. Legte das Spiel beiseite und betrachtete im Kopf das Experiment „Demon’s Souls“ für beendet.


Dann kam Dark Souls auf den Markt.
Mit ein paar Veränderungen versprach es weniger Frust bei gleichzeitig größeren Arealen und einer in sich geschlossenen Welt.

Haltet mich für verrückt, aber ich konnte trotz der eher negativen Erfahrungen mit dem Vorgänger nicht widerstehen. Vielleicht bin ich ein Masochist, vielleicht ein verpeilter Idealist, vielleicht bin ich einfach nur ein naiver Anhänger des Prinzips „Hoffnung“. Ich weiß es nicht. Ich habe mir das Teil ebenfalls zugelegt. Zunächst ging es damit ganz gut voran, ich besiegte zwei Endbosse ohne größere Probleme und konnte ordentlich viel Terrain erkunden, ohne mich all zu oft vor dem Lagerfeuer hockend wiederzufinden. Auch die zwei Gargoyles waren nach fünf bis acht Anläufen Geschichte, so daß ich recht fix die erste Glocke läuten konnte. Es lief alles in Allem soweit ganz gut, bis ich die erste wirklich unfaire (eine von insgesamt 3) Stelle dieses Spiels kennenlernen sollte.

Dieser Boss barg ungefähr so viel Frustrationspotenzial wie alle bisherigen zusammen (und noch ein Schippchen dazu). In einem Raum, kaum größer als ein Wandschrank wird der geneigte Spieler von einem Ziegenbock mit zwei Schwertern, die an seinen ausgestreckten Armen beinahe den gesamten Querschnitt dieses mickrigen Areals ausfüllten, unmittelbar nach betreten des selben reproduzierbar an Ort und Stelle erschlagen. Wenn nicht, erledigen das die beiden Höllenhunds-Kreaturen, die sich ebenfalls dort aufhalten. Auch nach dem zwanzigsten und dreißigsten Anlauf gab es nicht den Hauch einer Chance. Auch ein Umkehren, aufleveln (massiv) und bessere Waffen brachten kaum Fortschritte.

Dann war irgendwann das Frustkonto vollends überzogen und ich gab auch dieses Spiel entnervt auf.

Das Teil wurde dann irgendwann der Konsole verbannt und ich bemühte mich, es zu vergessen. Das unrühmliche Ende eines zu unrecht gelobten Spiels (davon war ich bis dato überzeugt), schien gekommen zu sein und ich war bereit das alles zu verdrängen und mich nie wieder umzudrehen. Ich legte das Teil zu all den anderen auf den Stapel der staubigen Schande, wo alles landet, was ich nie zu Ende gespielt habe. Und dort sollte das Spiel auch bleiben.

Dachte ich.

Wäre da nicht das annähernd perfekte Kampfsystem, das die Schwächen beinahe aller anderen Games so deutlich aufzeigt, dass diese anschließend nur noch lächerlich oder gleich unspielbar (weil unsäglich einfach und primitiv) wirken (besonders Skyrim). Ein Kampfsystem, welches zeigt, wie verkrüppelt moderne Spiele sind.

Dann, vor wenigen Wochen, wollte ich Dark Souls noch einmal eine Chance geben. Und mir bei den schweren Gegnern Online Hilfe holen (was mir als überzeugtem Single-Player äußerst schwer viel). Und nach dem ich (mit Unterstützung) dem Ziegenbock endlich seine beiden Schwerter in den Allerwertesten gerammt hatte und sich mir die Welt von DS langsam erschloss, rastete es irgendwann endlich ein.

Plötzlich lief es rund und die Frustmomente gingen auf ein Minimum zurück. Ich lernte jetzt die Stärken des Spiels kennen und zu schätzen. Da wo mir vorher der Frust die Augen verschlossen hatte, erkannte ich nun Sinn. Was sich mir dereinst als der größte Makel zeigte (Seelen als Universalwährung), ist der genialste Kniff des Spiels. Dadurch ist es überhaupt erst möglich, das Spiel so zu gestalten, wie es nunmal ist. Eine nach oben beinahe offfene Levelgrenze (weit über 700), die mich als Spieler dennoch nur in bescheidenem Rahmen übermächtig werden lässt. Auch mit Soul-Level 175 hatte ich am Ende noch Respekt vor den Bossgegnern – und vor den Programmierern dieses tollen Spiels.

Ich habe dann einen neuen Charakter (der mysteriöse Nackte) erstellt und diesen innerhalb kurzer Zeit (vielleicht ein gutes Dutzend Spielstunden) ohne nennenswerte Verluste bis in die Untiefen gebracht. Und nur ein paar Stunden darauf hatte ich auch die zweite Glocke geläutet und war auf dem Weg nach Sens Castle. Jetzt funktionierte das Spiel! Es fühlte sich immer noch knackig, aber nur noch selten unfair an. Ich habe dann irgendwann sogar an schweren Stellen Seelen gefarmt, weil es einfach ging (und eine Menge Seelen brachte). Einige Stellen (Anor Londo) waren zwar immer noch unfassbar gemein und schwer, aber es ging stets vorwärts. Ich trat nicht mehr auf der Stelle und ehe ich mich versah, spielte ich auch schon den tollen Zusatzinhalt (Prepare to die edition). Wahnsinn! Noch schwerer als das Hauptspiel. Und dennoch habe ich hier jeden Gegner ohne Hilfe geschafft. Das hätte ich nie erwartet. Ich hätte nicht einmal gedacht, je so weit zu kommen. Nicht bei diesen Startbedingungen und in diesem Spiel. Trotzdem stand ich irgendwann vor dem Endboss. Jetzt, nachdem ich alles geschafft habe und im NG+ bin, habe ich zwar graues Haar, bin aber glücklich und um eine Erfahrung reicher, die ich um keinen Preis der Welt mehr missen wollte.

Ich habe daraufhin auch Demon’s Souls nochmal ausgepackt und innerhalb weniger Wochen durchgespielt. Es schien sogar deutlich einfacher zu sein, als Dark Souls. Vor Allem die Bosse waren schon beinahe zu leicht.

Es war, als hätte ich den Schlüssel zu einer geheimen Sprache gefunden. Alles ergab plötzlich Sinn. Wie ein Uhrwerk liefen alle Komponenten plötzlich harmonisch miteinander. Ich war nicht mehr das schwächste Glied in der Kette und die Bosse habe ich im zweiten Durchlauf (in beiden Versionen) allesamt alleine besiegt. Und das fühlte sich so unglaublich gut an. An diesem Punkt stieg das Spiel in meiner Wertschätzung wie keines zuvor. So gut wie nie habe ich ein Spiel freiwillig (außer Zelda OoT und einige wenige andere) ein zweites Mal durchgespielt. Hier hat es sogar beim zweiten Anlauf erst so richtig funktioniert. Ab diesem Punkt gibt es kein zurück mehr.

Die Souls Reihe ist nichts mehr und nichts weniger als DAS Spiel unserer Zeit.
Das Spiel dieser Generation schlechthin.

Der Gegenentwurf zu all den gleichgeschalteten, lieblosen, gleichförmigen und uninspirierten Konsens-Spielen, die unsere Gaming-Landschaften so austauschbar und belanglos machen. Die Rückbesinnung auf die Stärken (nahezu perfektes Gameplay) dieser Unterhaltungsform, das seine Geschichte mittels Interaktivität vermittelt und auf aufgesetzte Cutscenes, nervige QTEs, dämliche Animations-Sequenzen in Zeitlupe und sonstige Zugeständnisse an hirntote Sesselfurzer und Eigentlich-Nicht-Spieler jeglicher Couleur verzichtet. Ein Spiel, das durch eine nahezu perfekte Steuerung und eine Besinnung auf das Wesentliche ein nahezu perfektes Erlebnis liefert, wenn man die Geduld und genug innere Ruhe aufbringt. Wenn man nicht verzagt und den ersten Frust überwinden kann. Ab diesem punkt ist es viel mehr, als nur ein Geschicklichkeitstest oder eine Fingerübung, wie es die alten Arcade-Spiele waren/sind. Ich bin schon seit den späten 70ern (Spielautomaten) Spieler und kenne jede relevante Epoche. Die Souls-Spiele sind Kleinode und bis auf ein paar wenige unfaire (Scharfschützen in Anor Londo, Ornstein & Smaugh, Carpa Demon, False King -> Level Drain) Stellen grandios.

Wer dem Werk die Chance gibt, bekommt das vielleicht Beste Spiel dieser Dekade!

Und das gleich zwei Mal!
Zuletzt geändert von Obelus am 04.01.2014 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
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mr archer
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von mr archer »

:)
Danke, schöner Text! Vielleicht wird hier draus über die Zeit ja noch ein freier Essay-Thread.

Zum Geschilderten: Ich frage mich ja, ob zwischen den "Souls"-Spielen und dem Erfolg von "50 Shades of Grey" ein Zusammenhang besteht. Alle werden maso! Muss wirklich mal wieder im Darkroom vorbei schauen, da müsste es wenn die These stimmt ja von appetitlichem Frischfleisch nur so wimmeln.

Liebe Videospiel-Subs, hier ein Lied für Euch:

http://www.youtube.com/watch?v=QYpLROTzYGg
Kószdy kozow swoju brodu chwali.
[sorbisch] Jeder Ziegenbock lobt seinen Bart.

Meine Texte und Fotos http://brotlos.weebly.com

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Alex Roivas
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Alex Roivas »

@Obelus :

Netter Text, ich habs leider nur 3-5 Stunden in Demons Souls ausgehalten und wurde immer von dem Typen auf nem Mauerweg weggerammt ohne zu wissen was ich machen soll. Ich hatte gehört es soll diesen Ring geben der einem auch als Untoter 25% oder 50% mehr Energie geben soll. Nie gefunden und nie den Typen erlegt der mich wegrammt.

Jetzt frag ich dich; wenn du deinen Text mal vergisst, was ist denn deine Erklärung an mich wie ich das Spiel spielen soll damit es mir Spaß macht und es gelingt ?
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HerrRosa
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von HerrRosa »

Es muss ja nicht zwangsläufig jedes Spiel jedem gefallen. Gibt eh mehr als die Zeit hergibt.
Mir war Dark Souls (Demons Souls kenne ich nicht) z.B. zu leicht, wodurch 90% der Zeit eher ein "Grind" Gefühl aufkam, denn "Nervenkitzel".

Für meine masochistische Ader dient mir daher unter anderem Super Meat Boy, da treibt die Mucke auch so schön.
*kein Anspruch auf Vollständigkeit

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Deuterium
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Deuterium »

MrPink hat geschrieben: Mir war Dark Souls (Demons Souls kenne ich nicht) z.B. zu leicht...
Wenn ich Dir meine Adresse gebe, könntest Du mir dann ein Bild von Dir schicken? Ich würde es einrahmen und auf meinen Götteraltar platzieren. :D
frostbeast
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von frostbeast »

Ich würde gerne mal Dark Souls & Co spielen aber die Steuerung war für mich als Mausfanatiker unspielbar. Ja unspielbar. Obwohl ich ab und zu mich selbst quäle in dem ich Gears of War, Vanquish, Infamous, usw. durchgespielt habe. Ich rede hier nicht von der Spielqualität, sondern nur von der Steuerung.
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Obelus
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Obelus »

Alex Roivas hat geschrieben:@Obelus :

Netter Text, ich habs leider nur 3-5 Stunden in Demons Souls ausgehalten und wurde immer von dem Typen auf nem Mauerweg weggerammt ohne zu wissen was ich machen soll. Ich hatte gehört es soll diesen Ring geben der einem auch als Untoter 25% oder 50% mehr Energie geben soll. Nie gefunden und nie den Typen erlegt der mich wegrammt.

Jetzt frag ich dich; wenn du deinen Text mal vergisst, was ist denn deine Erklärung an mich wie ich das Spiel spielen soll damit es mir Spaß macht und es gelingt ?
Es gibt keine Formel für DS, weil das Spiel ja so konzipiert ist, dass es jeder nach seinen eigenen Vorlieben spielen kann. Ich kann dir nur raten, nicht zu viel auf einmal zu versuchen und häufiger mal in den Nexus zurück zu gehen.

Ein paar grobe Hinweise zur Stressvermeidung habe ich in den Spoiler-Tag gesetzt:

Spoiler
Show
- Der Ring, den du suchst heißt Cling Ring. Er gibt dir in der Soul-Form 25% mehr HP (75% statt 50%).
- Er befindet sich an einer der Abkürzungen in Welt 1-1 (also der ersten Welt nach dem Tutorial).
- Du kommst also recht frühzeitig daran vorbei und er ist leicht zu finden.

- DS hat eine tolle Levelarchitektur. Du wirst es merken, wenn du zum ersten mal an einen Punkt kommst, an dem du vorher (von der anderen Seite) nicht weiter kamst.
- Häufig findet sich dort eine Möglichkeit, eine Abkürzung zu schaffen (Hebel etc.).
- Im nächsten Durchlauf brauchst du dann nicht noch einmal den langen Weg laufen, sondern kannst diese Abkürzungen nutzen. So erschließt sich die Welt Stück für Stück.

- Demon's Souls macht es einem im ersten Abschnitt (also dem nach dem Tutorial) nicht ganz leicht.
- Man kann nämlich erst Aufleveln, wenn man den ersten Boss erledigt und danach im Nexus mit dem Monumental geredet hat.
- Von jetzt an sollte man immer in den Nexus zurückgehen, wenn man genug Seelen zum Aufleveln gesammelt hat.

- Vor jedem Boss ist es ratsam, alle Seelen zu verbrauchen (Leveln, oder Waffen reparieren, bzw. upgraden, Pfeile oder Zauber kaufen etc.).
- Waffen immer reparieren, denn manche halten nicht sehr lange und wenn diese mitten im Kampf kaputt gehen ist man schnell mal gestorben.
- Lieber nochmal in den Nexus zurück und dann schnell zum Boss, ohne sich um jeden Gegner zu kümmern (nur die, die direkt im Weg sind).
- Das schont die Nerven, wenn man dann doch stirbt, denn man hat keine wertvollen Seelen im Boss-Areal liegen.

- Nach dem Sieg über einen Boss immer die Boss-Seele aufnehmen (den Pfahl berühren, mit dem man auch in den Nexus gelangt). Diese nicht verbrauchen, weil man damit später spezielle Waffen schmieden lassen kann.
- Danach in den Nexus zurück und gewonnene Seelen (nicht die Boss-Seele) verbrauchen.

- Im Nexus immer alles, was nicht benutzt wird, einlagern. Auch die Materialien zum schmieden. Ansonsten ist der Item-Burden schnell erreicht, und die Items, die man nicht mehr aufsammeln konnte, sind beim nächsten Mal weg.
- Möglichst früh eine leichte Rüstung besorgen, oder die Ausdauer soweit erhöhen, bis der Equip-Burden unter 50% liegt. Dann läuft man schneller und hat die schnelle Rolle. Diese ist enorm wichtig und entscheidet oft über Leben oder Tod.
Ich hoffe, diese Tipps helfen dir etwas. Ich bin extra nicht zu sehr ins Detail gegangen, um dir nicht den Spaß am selbst entdecken zu verderben.
Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
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Alex Roivas
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Alex Roivas »

Super vielen Dank. Ich weiß jetzt nur nicht ob ich die Prepair to Die Edition auf dem PC zuerst in Angriff nehmen soll und somit einen einfacheren Einstieg habe und dann vielleicht auf Demons besser klar komme oder erst die PS3 Demons Fassung spielen soll.

Wenn die Spiele nicht zu stark aufeinander aufbauen würde ich erst die Prepaire to Die Edition spielen aber irgendwie hat mich Demons echt angemacht. Dieses riesige Schloß am Anfang und die kurze aber geniale Einleitung haben mir absolutes Ritter, Alptraumwelt, Schloßdungeon Resident Evil Feeling gegeben. Allein diese zig Meter Hohe Burgmauer. Ob ich nicht trotzdem lieber mit Teil 2 anfange ?
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Alex Roivas
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Alex Roivas »

Hier mal ein Erlebnis welches zwar nicht eins der einschneidensten aber doch sehr intensiven Erlebnisse war. Dead Space 1

An einem Wochenende auf "normal" durchgepielt von Freitag Abend bis Sonntag morgen. Und ich habe wirklich erst um 10 Uhr morgens aufgehört. Ich habe zwei Nächte komplett durchgespielt und sozusagen das Game in einem Wochenede gelebt :-)

Als meine Freundin morgends um 8 aufs Klo gegangen ist und ich noch 2 Stunden vorm Ende war meinte sie nur ich sei doch bekloppt :-)

Teil 2 hat leider nicht mehr ganz das Flair eingefangen, besonders das Waffenbauen und skillen war nicht so schön und das hat ne Menge am ersten Teil ausgemacht. Teil 3 ist mal wieder dieser dumme Zwangs Coop wie Resi 5 und 6 und sowas ist einfach nur nervig besonders wenn man dann zum Ende endlose Gegnerwellen bekommt.

Mein intensivstes Spielerlebnis waren wohl folgende Spiele zu denen ich ein Buch schreiben könnte :

- A Linkt to the Past
- Resident Evil 1 in allen Versionen
- Banjo 1&2
- Mario 64
- Goldeneye64
- Eternal Darkness ganz oben :-)
- Fallout3
- Battlefield2
- World at War Multi und Zombimodus
- GT5
- Road Rash 64
- Code Veronica
- Ocarina of Time
- Castlevania Lords of Shadow
- Cannon Fodder Snes

und eins der ganz ganz großen Games welches ich auch gelebt habe, Diddie Kong Racing und im Multiplayer Double Dash.
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Paul Spaten
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Paul Spaten »

Die Retrokollegen unter Euch werden sicherlich noch "Alter Ego", u.a. für den C64, kennen. Mit dem Spiel hatte und habe ich ein sehr intensives Erlebnis, dass nicht mehr aus meinem Kopf geht.

Kam 1986 raus in einer Zeit, als fast jeden Monat ein neues Spielekonzept auf den Markt kam. Damit will ich um Himmels willen nicht in die "Früher war alles besser"-Tröte pusten. Aber es war zumindest aufregender.

Alter Ego war eine Lebenssimulation, jedoch nicht zu vergleichen mit den Sims und Konsorten. Viel Text zu lesen, dazu multiple choice - dennoch bot das Programm eine für damalige Zeiten ungewohnt offene Welt mit spürbaren Auswirkungen der jeweiligen Entscheidung des Spielers.

Was mich bis heute beeindruckt, ist eine Episode, die man in der Kindheit des Charakters spielt. Neben dem spielenden Kind hält ein Auto, ein Mann steigt aus und wenn man sich im Lauf der folgenden Begegnung falsch entscheidet, landet man in den Händen eines Pädophilen, was unweigerlich zum Tod führt.

Es war eine sehr drastische Erfahrung. Zum Zeitpunkt des Spielens war ich selber erst 14 Jahre, und diese realistische Szene raubte mir den Atem. Damals traute sich (natürlich) noch kein Spiel, dieses heikle Thema anzupacken und so heftig rüberzubringen. Da wurde nichts bagatellisiert oder dramatisiert, es war eine nüchterne Darstellung. Und wahrscheinlich deswegen ist es bis heute mein intensivstes Erlebnis. Mir wurde zum ersten Mal bewusst, was das Medium Computerspiel alles leisten kann.
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FlyingDutch
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von FlyingDutch »

Ich kann das ganz kurz : ;)

Mein intensivstes Spielerlebnis war in System Shock II. Die Stelle an der der Satz fällt : "I am Shodan."
Das werde ich nie vergessen. Natürlich hat das Ganze nur so gut funktioniert, weil das Spiel einfach großartig war. Gameplay, Atmosphäre, Story - Da hat einfach alles gepasst.

Bis heute empfinde ich die Bioshock-Teile trotz ihre befriedigenden Qualität mit jedem Teil mehr als Rückschritt gegenüber den Vorgängern.
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Mumu Reiter
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Mumu Reiter »

FlyingDutch hat geschrieben:Ich kann das ganz kurz : ;)

Mein intensivstes Spielerlebnis war in System Shock II. Die Stelle an der der Satz fällt : "I am Shodan."
Das werde ich nie vergessen. Natürlich hat das Ganze nur so gut funktioniert, weil das Spiel einfach großartig war. Gameplay, Atmosphäre, Story - Da hat einfach alles gepasst.

Bis heute empfinde ich die Bioshock-Teile trotz ihre befriedigenden Qualität mit jedem Teil mehr als Rückschritt gegenüber den Vorgängern.

Ich wette, dass ich es noch bereue deinen Beitrag gelesen zu haben :roll:
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Nuracus
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Nuracus »

Die intensivsten der jüngsten Zeit ...
ich packs in Spoiler, sind einfach zu böse.

Valkyria Chronicles:
Spoiler
Show
Tja, was soll ich sagen. Der vollkommen unerwartete und brutal einschlagende Tod von ... na ihr wisst schon. Gott hat mich das gepackt.
Das erste Mal überhaupt, dass ein dummes Videospiel mir die Tränen in die Augen getrieben hat.

Das zweite Mal war dann - natürlich:

The Last of Us
Spoiler
Show
Der Prolog, selbstverständlich. Ich mit meiner Papasrüse war da ja besonders anfällig für. Hatte mich kaum über das Spiel informiert, wusste aber, dass es um einen Mann, ein Mädchen und Zombies ging. Ich dachte, Sarah ... heftig.
johndoe1197293
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von johndoe1197293 »

Da kann ich mich nur anschließen...

Ich habe bisher einige Spiele gezockt, die intensive Abschnitte enthielten: z.B. Metal Gear Solid (PSX), Heavy Rain, MGS 4, aber keines dieser games kommt an The Last of Us ran. Die meisten Spiele schaffen es nicht, dass ich in sie eintauche; ich bleibe meistens am Rand stehen, aber in TLOU bin ich versunken.
Ich könnte hier zig intensive und bewegende Momente, Sequenzen usw. nennen, dei denen alleine der Gedanke daran, mir wieder Herzklopfen, Schweiß auf der Stirn und/oder Tränen in den Augen beschert, doch ich mache es kurz:
TLOU ist als ganzes Spiel (mit seinen ca. 20 Stunden Spielzeit), ein einziges intensives Spieleerlebnis.
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Nuracus
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Re: Mein intensivstes Spielerlebnis

Beitrag von Nuracus »

Ach, was mir noch so eingefallen ist:

Ich damals als Dreikäsehoch, was war das geilste? Fußball natürlich. Und Videospiele. Und die Limit. HAMMER war die Limit geil. Aber im Taschenbuchformat.
Äh ja, ich schweife ab.

Fußball, Videospiele.

Real Sports Soccer aufm Atari 2600 ... ja für zwischendurch wars witzig, mit meinem Bruder zusammen. Alleine vielleicht mal ne Partie, dann wars langweilig.
Dann hatten wir nen Gameboy und natürlich Nintendo World Cup. Schon ein verdammt lustiges und spaßiges Spiel. Mein Bruder hats beim ersten Anlauf durchgespielt, ich kam immerhin ins Finale.
Joah ... Mega Drive zugelegt, neben Sonic lag noch eine 3er-Compilation bei, mit Columns, Hang-On und World Cup Italia '90, einem recht simplen Fußballspiel mit Draufsicht (ähnlich wie bei Sensible Soccer, nur näher dran, also ... uah).


Und ganz plötzlich war es da:

Bild

SCHAUT EUCH DAS AN!!!
European Club Soccer für den MD! Ich mein!!! KUCKT! Das sieht aus wie LIVE-Übertragung aus dem Fernsehen????
Es hat nen SCHIEDSRICHTER auf dem Platz! Die Spieler hatten Namen! HIN UND RÜCKSPIEL beim Europa-Pokal!!! Gelbe und rote Karten!
MAN HAT DIE BANK AN DER SEITE GESEHEN! ZUSCHAUER!!!

Alter, ich war so Feuer und Flamme.
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