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"Gewalt ist kein Motivationsfaktor"

Verfasst: 20.01.2009 04:19
von 4P|BOT2
Eine Gruppe von Sozialpsychologen der University of Rochester "Gewalt ist kein Motivationsfaktor"

...

Verfasst: 20.01.2009 04:19
von Opa
Na wenn das mal nicht überraschend ist. Finde übrigens interessant, dass es vielen Spielern wichtig ist ein Autonomiegefühl und ein Nützlichkeitsempfinden zu erfüllen...Spiele als psychologisch sinniges Ventil für Menschen, die im Berufs- und Lebensalltag solche Dinge nicht erfahren können?!

Naja jetzt heisst es abwarten, bis irgedneine Bayrische Partei auf die Idee kommt die besagten 5% der Spieler, die eine Affinität zu Gewaltspielen haben abzugleichen mit der Liste der Menschen die eine Affinität zu Rockmusik haben und die Schnittmenge dann präventiv auf eine Gefängnissinsel auszufliegen.

Re: ...

Verfasst: 20.01.2009 04:45
von johndoe797130
Seit Age of Conan sollte das doch jedem bekannt sein. Übertriebene Splattereffekte sind allerhöchstens Eyecatcher zum Spielstart und absolut keine Langzeitmotivation.

Gar kein Blut ist wiederum auch Schwachsinn, je nach Genre. In einem Shooter will ich "sehen" wann und wo ich meinen Gegner getroffen habe. Beispiel Ghost Recon: Ich will sehen, dass der Gegner am Arm blutet oder humpelt, je nachdem wohin ich ihn getroffen habe - was mir wiederum das Feedback gibt, dass der Gegner nun kaum noch zielen kann bzw. kaum noch vorwärts kommt. Das bedeutet noch lange nicht, dass der Arm oder das Bein gleich in hohem Bogen davonfliegen muss!
Opa hat geschrieben:Finde übrigens interessant, dass es vielen Spielern wichtig ist ein Autonomiegefühl und ein Nützlichkeitsempfinden zu erfüllen...Spiele als psychologisch sinniges Ventil für Menschen, die im Berufs- und Lebensalltag solche Dinge nicht erfahren können?!
Wohl eher Menschen die einen absolut tristen Alltag ohne Abwechslung und Herausforderung haben. Aus denselben Gründen gehen Menschen ins Kino, gucken TV etc.. Ablenkung vom eigenen Leben.

Verfasst: 20.01.2009 07:37
von otothegoglu
LOL?!

Bei einem MP-Spiel kann man es gerade noch soooo verstehen...aber SP sollte immer Uncut sein...

...und wenn wir schon bei MP: Ich denke man hat ONLINE einen Nachteil, wenn man nicht aus, ob der Gegner von mir getroffen wurde oder nicht!!!

Re: ...

Verfasst: 20.01.2009 07:54
von johndoe464488
Opa hat geschrieben:Na wenn das mal nicht überraschend ist. Finde übrigens interessant, dass es vielen Spielern wichtig ist ein Autonomiegefühl und ein Nützlichkeitsempfinden zu erfüllen...Spiele als psychologisch sinniges Ventil für Menschen, die im Berufs- und Lebensalltag solche Dinge nicht erfahren können?!
Naja in Deutschland ist die Sache einfach... Die ganzen Rückgänge der Arbeitslosen zahlen gehen doch mehr oder minder auf die 1€ Jobber...

Ich meine, bei soviel niedrig bezahlten Jobs, wäre dies durchaus möglich..

Als Parkreiniger oder sonstwas, wirste wohl kaum solche Werte empfinden, bzw sie werden dir vermittelt..

Verfasst: 20.01.2009 07:55
von Mr. B
"Fünf Prozent der Probanden hätten eine Präferenz hinsichtlich gewaltlastiger Spiele gehabt. Sie hätten derartige Titel zwar nicht als unterhaltsamer eingestuft, diese jedoch bevorzugt gespielt, als sie die Wahl hatten."

Das muss aber auch nichts mit dem Gewaltgrad zutun haben. Wenn ich die Wahl habe, Fallout 3 oder Oblivion, dann wähle ich klar Fallout 3. Jedoch nicht weil Fallout 3 viel mehr Gewalt hat ;-)

Re: ...

Verfasst: 20.01.2009 08:33
von Vejieta
Dragoneyes hat geschrieben:
Opa hat geschrieben:Na wenn das mal nicht überraschend ist. Finde übrigens interessant, dass es vielen Spielern wichtig ist ein Autonomiegefühl und ein Nützlichkeitsempfinden zu erfüllen...Spiele als psychologisch sinniges Ventil für Menschen, die im Berufs- und Lebensalltag solche Dinge nicht erfahren können?!
Naja in Deutschland ist die Sache einfach... Die ganzen Rückgänge der Arbeitslosen zahlen gehen doch mehr oder minder auf die 1€ Jobber...
umschulungen gehören auch noch dazu =) hast aber recht. wurde vor paar wochen erst in irgendwelchen nachrichten gesagt das es etwa 1,5millionen leute sind die sich mit 1€ jobs und umschulungen usw rumärgern.
von wegen 3,2 millionen arbeitslose. alles schöngequatsche.
wer daran glaubt der glaubt auch an den weihnachtsmann.

sry für offtopic ^^

Verfasst: 20.01.2009 08:43
von Renaku
"Gewalt ist kein Motivationsfaktor"

Das sehe ich genau so, aber in machen Spielen trägt sie einen gewissen Teil zur Atmosphäre bei.

Ohne Gewalt würde man Kratos, aus God of War, seine Rolle als Antiheld bestimmt nicht so abnehmen.

Re: ...

Verfasst: 20.01.2009 09:27
von monotony
Opa hat geschrieben:Na wenn das mal nicht überraschend ist. Finde übrigens interessant, dass es vielen Spielern wichtig ist ein Autonomiegefühl und ein Nützlichkeitsempfinden zu erfüllen...Spiele als psychologisch sinniges Ventil für Menschen, die im Berufs- und Lebensalltag solche Dinge nicht erfahren können?!
ein spiel, bei dem man nur unparteiisch rumgurkt, macht ja auch keinen sinn. natürlich muss man sich mit seiner spielfigur und seinen handlungen nützlich fühlen. will ich etwa ein spiel zocken, wo ich den assistenten des retters der welt spiele? das ist langweilig. genau wie in filmen oder büchern suchen wir uns die (anti-)helden und nehmen sie uns als vorbild oder identifikationsfigur, wollen so sein wie sie. auch wenn wir es nicht können. videospiele geben uns die möglichkeit dazu einmal das zu tun, was sonst nicht möglich oder nur allzu schwer zu erreichen wäre.

Verfasst: 20.01.2009 09:39
von baxter79
Der Artikel ist sehr gut.Also ich persönlich finde ein ausgewogendes Maß an Gewalt nicht unbedingt schlecht.Nur Extrem übertrieben muss es nun auch wieder nicht sein. :evil: :evil: Das ist nichts für meine schwachen Nerven. :lol: :lol: :lol:

Spiel wie Manhunt finde ich persönlich nicht so Klasse oder man wie hieß das wo man für Punkte Leute umfahren und töten musste????

Wenn ich wiederum Bösewichter und Gangster umballern darf,finde ich es ok.Oder auch auf Nazis baller ich gerne.MOH oder COD....

Verfasst: 20.01.2009 09:40
von Skippofiler22
Richtig. Ich möchte auch kein Spiel spielen, wo man praktisch der "Gepäckträger" des Helden ist und versuchen muss, nicht von den Gegnern getroffen zu werden, weil das Einfluss auf das Leben des Helden hat und daher es im Spiel heißt "Game Over".
Wir wollen weiterhin mit den Helden spielen, die auch mal "Antihelden" sein können, wenn sie vor lauter Frust sogar auf ihre eigenen Freunde schießen.

Verfasst: 20.01.2009 10:21
von johndoe797130
otothegoglu hat geschrieben:LOL?!

Bei einem MP-Spiel kann man es gerade noch soooo verstehen...aber SP sollte immer Uncut sein..
Scheint als hätten wir einen aus der 5%-Riege gefunden! :roll:

Verfasst: 20.01.2009 11:01
von Natanji
Mh. Also Gears of War ohne diese Splattereffekte wäre wirklich irgendwo halb so spaßig. Genauso wie 300 ohne die explizite Gewaltdarstellung nur halb so gut wäre. Und in Dead Space ist das abschießen von Gliedmaßen sogar ein wichtiges, durchaus spaßiges Spielelement, das das Spiel von anderen abhebt.

Ich denke zwar auch, dass es bei den meisten Spielen - besonders im Multiplayer! - keinen Unterschied macht. Was ich aber überhaupt blöd finde ist, dass die Untersuchung als Schluss zieht, dass es doch gar kein Problem ist in Spielen diese Gewalt wegzulassen. Wie gesagt: bei den meisten Spielen stimmt das wahrscheinlich sogar, aber manche andere wären ohne die extreme Gewalt wirklich weniger intensiv, atmosphärisch und natürlich damit auch weniger spaßig.

Verfasst: 20.01.2009 11:07
von Mr. B
Vaedian hat geschrieben:
otothegoglu hat geschrieben:Bei einem MP-Spiel kann man es gerade noch soooo verstehen...aber SP sollte immer Uncut sein..
Scheint als hätten wir einen aus der 5%-Riege gefunden! :roll:
Nein, du hast bloss jemanden gefunden der gerne das Original spielt, statt sich mit einer verstümmelten Version zufrieden zugeben ;-)
Ich kaufe ebenfalls nichts, was cut ist, da dies sonst nicht mehr das Spiel ist, wie der Entwickler es sich vorstellte.Im übrigen kann Gewalt durchaus ein Stilmittel sein, welches einem cut-Game dann fehlt.

Verfasst: 20.01.2009 11:07
von Hunk
Anscheinend lag das Augenmerk bei dieser Untersuchung auf Titeln die einen starken Multiplayer-Modus bieten.
Würde mich dennoch interessieren, wie es sich hierbei reinen Singleplayer-Titeln verhält.
Dort wären dann sicherlich Verschiebungen im Ergebnis vorzufinden.