BioShock: "Eine Reihe von Irrtümern"
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BioShock: "Eine Reihe von Irrtümern"
In einer BioShock: "Eine Reihe von Irrtümern"
- johndoe869725
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Ballerspiel
Also konnte Bioshock nur erfolgreich werden, weil es ein Shooter wurde, der auf komplexeres Gameplay verzichtet hat. Bitter, richtig bitter, vor allem, weil man den Entwicklern keinen Vorwurf machen kann, denn wer programmiert schon freiwillig einen Flop?
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_Brainspiller_
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- gracjanski
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Ich habe es lieber, wenn ein Entwicklerteam einfach ihr Ding durchzieht. Wenn die Devs zu sehr auf die Spieler hören, wird es eben zu Mainstream, sprich zu einfach. Manchmal will ich auch bestimmte Dinge einfacher und schneller zum Erfolg, aber wenn das Spiel fair ist und es deutlich wird, dass man aufgrund seiner eigenen Fehler verliert (und nicht weil die UI scheisse ist, die Steuerung mist), dann ist es ok und ich kann mich zum neuen Versuch motivieren. Und wenn es klappt bin ich um so mehr stolz auf das Erreichte. Genau so lief es bei C&C Tiberiumkonflikt und Railroad Tycoon 3.
Bei manchen Spielen, wenn ich in offizielle Foren gehe und wegen was manche Spieler meinen, das Spiel sei imba oder zu schwer... omg.
Bei manchen Spielen, wenn ich in offizielle Foren gehe und wegen was manche Spieler meinen, das Spiel sei imba oder zu schwer... omg.
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ShaneRR
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Ganz meine Meinung._Brainspiller_ hat geschrieben:So ist das leider nun mal. Irgendwo kann man es auch verstehen, denn die Kosten für die Entwicklung sind extrem gestiegen. Trotzdem hätte ich gern mehr tiefgreifende Aspekte gesehen. System Shock ist imho immer noch unerreicht! Und storytechnisch lebt Shodan ja noch
Bioshock war zwar grafisch sehr eindrucksvoll, aber spielerisch hatte ich mir auch mehr in Richtung System Shock 2 gewünscht.
Wirtschaftlich wars wohl die richtige Entscheidung, denn SS2 verkaufte sich eher schlecht, Bioshock dagegen ziemlich gut.
Als alter SS2-Liebhaber bin ich mit Bioshock dennoch nicht wirklich zufrieden.
Denn während die Plasmide noch halbwegs glaubwürdig sind, so erscheinen viele der anderen SS2-Elemente die man auch in Bioshock wieder findet eher künstlich und aufgesetzt da der Stand der Technik viel viel älter ist.
- träxx-
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- Linden
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johndoe731183
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Was für ein Blödsinn. Es mag ja sehr viel komplizierter sein, als man möchte, so ein simuliertes selbstständiges System in einem Spiel zu erschaffen, aber zu sagen, dass das sowieso keiner braucht, ist blöd. Da kann man halt auch sagen, dass man keinen Bock / keine Zeit / kein Geld dazu hatte.wurden die Gedankenspiele hinsichtlich jenes KI-Konstrukts letztendlich verworfen - das Spiel müsse sich nämlich letztendlich um den Spieler drehen, anstatt unabhängig von ihm zu existieren.
Bei vielen Spielen merkt man eben leider zu deutlich, dass man sich in einer nur für den Spieler erschaffenen Spielwelt bewegt, Dinge passieren nur unter Beobachtung oder halt gescriptet, Personen stehen Stunden später immer noch an der selben Stelle, völlig leere Räumlichkeiten sind plötzlich voller Gegner, sobald man einen Gegenstand aufhebt usw.
Das kann mir keiner erzählen, dass das positiv ist und gerade in Bioshock hätte eine selbstständige "Gesellschaft" gut gepasst.
Deshalb waren also die Gegner allesamt so langweilig, weil die eh nur nebensächlich sind. Gut zu wissen. Aber Frösche mit Flaschen und Hunde in Rollstühlen wäre nun auch ziemlich lächerlich gewesen.Auch habe man sich anfangs viel zu lange mit dem Design der Monster beschäftigt. Jetzt wisse man, dass eigentlich die Gestaltung der Welt von Rapture im Zentrum steht.
Und nichts anderes ist es dann ja auch geworden. Schade, es ist sicherlich ein gutes Spiel, aber weniger Geballer, mehr Adventure hätte diesem Titel sehr, sehr gut gestanden. Das Plasmidzeug war aber als RPG-Element völlig ausreichend und auch interessant.Da habe man die Strategie geändert und angefangen, das Spiel offensiv als Shooter zu vermarkten
- Kajetan
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Ist es nicht schrecklich, dass andere Leute andere Geschmäcker haben? Was erlauben die sich, hmm? Unverschämtheit, aber auch ...Arkune hat geschrieben:Jetzt kommen sie wieder alle an. Alle die, die sich nicht über ein gutes Spiel freuen können.
Übrigens, ich halte Bioshock für einen viel zu komplizierten Shooter und ein viel zu flaches und spielerisch zu primitives Action-Adventure. Selbst die hochgelobte Graphik gefällt mir nicht, weil man einfach Pixelshader haufenweise über die Szenerie ausgegoßen hat, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass weniger hier oft mehr gewesen wäre ...
Einzig das Art Design war toll. Ich mag Art Deco und das Design der 30er und 40er !
- Slamraptor
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- Zierfish
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ich find es auch komisch zu sagen, dass ein "echtes Leben" in Bioshock dem Titel geschadet hätte...
Sicher hätte man konzeptionell einige Dinge ändern müssen, aber ist es nicht viel besser ein Spiel zu erschaffen, in dem der Spieler sich durch seine Handlungen von der Masse abhebt und etwas besonderes wird, und nicht, weil er "der Spieler" ist...
wie SPF schon erwähnte, wenn 20 Gegner spawnen, sobald man einen Trigger auslöst, dann macht es das ganze sehr unglaubwürdig. Wieso können die Gegner nicht schon einfach da sein, und dann ggf. auch wirklich "überrascht" sein von einem Hinterhalt. o.ä.
diese Feinheiten sind es, die ein gutes Spiel zu einem grandiosen machen, und diese Feinheiten sind es, die man oft genug gar nicht so recht wahr nimmt oder auf +/- Listen findet....
Sicher hätte man konzeptionell einige Dinge ändern müssen, aber ist es nicht viel besser ein Spiel zu erschaffen, in dem der Spieler sich durch seine Handlungen von der Masse abhebt und etwas besonderes wird, und nicht, weil er "der Spieler" ist...
wie SPF schon erwähnte, wenn 20 Gegner spawnen, sobald man einen Trigger auslöst, dann macht es das ganze sehr unglaubwürdig. Wieso können die Gegner nicht schon einfach da sein, und dann ggf. auch wirklich "überrascht" sein von einem Hinterhalt. o.ä.
diese Feinheiten sind es, die ein gutes Spiel zu einem grandiosen machen, und diese Feinheiten sind es, die man oft genug gar nicht so recht wahr nimmt oder auf +/- Listen findet....
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Theopollo
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1: Keiner deiner genannten Kritikpunkte vonwegen Gegner standen dumm rum oder erschienen aus dem nichts passt zu Bioshock. Und kämpfe von Splicern zu Splicern habe ich auch schon erlebt. Jetzt stell dir mal vor sie hätten das Feature wie genannt eingebaut... Dann würde zwar ein gigantischer Krieg zwischen Splicern vs Splicer vs Big Daddy bestehen aber letzendlich bleibt man selber aussen vor und sieht zu wie sich alle bekämpfen.SPF hat geschrieben:Was für ein Blödsinn. Es mag ja sehr viel komplizierter sein, als man möchte, so ein simuliertes selbstständiges System in einem Spiel zu erschaffen, aber zu sagen, dass das sowieso keiner braucht, ist blöd. Da kann man halt auch sagen, dass man keinen Bock / keine Zeit / kein Geld dazu hatte.wurden die Gedankenspiele hinsichtlich jenes KI-Konstrukts letztendlich verworfen - das Spiel müsse sich nämlich letztendlich um den Spieler drehen, anstatt unabhängig von ihm zu existieren.
Bei vielen Spielen merkt man eben leider zu deutlich, dass man sich in einer nur für den Spieler erschaffenen Spielwelt bewegt, Dinge passieren nur unter Beobachtung oder halt gescriptet, Personen stehen Stunden später immer noch an der selben Stelle, völlig leere Räumlichkeiten sind plötzlich voller Gegner, sobald man einen Gegenstand aufhebt usw.
Das kann mir keiner erzählen, dass das positiv ist und gerade in Bioshock hätte eine selbstständige "Gesellschaft" gut gepasst.
Deshalb waren also die Gegner allesamt so langweilig, weil die eh nur nebensächlich sind. Gut zu wissen. Aber Frösche mit Flaschen und Hunde in Rollstühlen wäre nun auch ziemlich lächerlich gewesen.Auch habe man sich anfangs viel zu lange mit dem Design der Monster beschäftigt. Jetzt wisse man, dass eigentlich die Gestaltung der Welt von Rapture im Zentrum steht.
Und nichts anderes ist es dann ja auch geworden. Schade, es ist sicherlich ein gutes Spiel, aber weniger Geballer, mehr Adventure hätte diesem Titel sehr, sehr gut gestanden. Das Plasmidzeug war aber als RPG-Element völlig ausreichend und auch interessant.Da habe man die Strategie geändert und angefangen, das Spiel offensiv als Shooter zu vermarkten
2.Was hätte man den deiner Meinung nach an Gegnern ins Spiel reinbringen sollen? ALiens? Zombies? Ich denke das Menschen die einzige Richtige Lösung waren wobei ich mir sehr gewünscht hätte auch auf Menschen zu treffen die nicht Adamsuchtis waren.
3. Ich denke mal das sie bei so einem gewagten Projekt nicht zuviel riskieren konnten. Allein das Setting hätte gut der Untergang von dem Spiel sein können. Wenn es dann auch noch eine Mischung aus Shooter und RPG gewesen wäre hätte das ganz schnell in die Hose gehen können. Wie halt bei System Shock.
- The Scooby
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Re: Ballerspiel
Sorry wenn das jetzt hart klingt aber wenn man das jetzt erst merkt hat man keine Ahnung von Spielen.TGfkaTRichter hat geschrieben:Also konnte Bioshock nur erfolgreich werden, weil es ein Shooter wurde, der auf komplexeres Gameplay verzichtet hat. Bitter, richtig bitter, vor allem, weil man den Entwicklern keinen Vorwurf machen kann, denn wer programmiert schon freiwillig einen Flop?
Mehr mainstream als einen Ego-Shooter zu machen geht fast garnicht und das es dort ein großer Erfolg wird war klar wenn man bedenkt, das die Grafik passt, die Storyline sehr interessant ist und das leveldesign alles abrundet.
Das sind drei Komponenten, von denen bei vielen Ego-Shooter maximal 2 wirklich gelungen sind und sich trotzdem verkaufen wie warme Semmeln. Shooter Spieler sind, es mag jetzt etwas abwertend kingen obwohl es nicht so gemeint ist, relativ anspruchslos und auch bei Bewertungen merkt man das. Grafik ist pflicht und wenn der Rest halbwegs passt gibts >85% Spielspaß.
Ego-Shooter sind schon fast casual Games...
Ich, für meinen Teil, konnte mit Bioshock nie wirklich warm werden weil ich es verhunzt und zu mainstream fand. Konnte ich mich doch noch daran erinnern, dass man von einem inoffiziellen Nachfolger von System Shock2 sprach.
Natürlich wäre es dann kein Millionen Erfolg geworden weil sie viele Spieler einfach überfordert sehen und sich ja mal mit dem Spielgeschehen richtig beschäftigen müssten. Wenn das durchballern nicht die einfachste Variante ist, dann macht es doch keinen Spass....
Wie den auch sei. Ich hoffe, dass es irgendwann nochmal ein System Shock 3 gibt.
Ein Deus Ex 3, welcher sich am erten Teil orientiert wäre schon ein Anfang.
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johndoe731183
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1: Abgesehen davon, dass ich mich damit nicht speziell auf Bioshock bezog ... doch! Natürlich warteten die meisten Gegner an ihrer Stelle, bis man kam, sie zu besiegen. Ob sie dabei nun rumstanden oder zwei Meter hin und her stolperten, ist ja wohl kein Unterschied. Die Kämpfe zwischen den Gegnern waren nun auch nicht das Gelbe vom Ei, da sie auch irgendwie gescriptet wirkten, keine Ahnung ob es so ist. Besonders, wenn Splicer 'nen Big Daddy oder 'ne Little Sister angegriffen haben.
Ein interessantes, funktionierendes "Ökosystem" sollte auch nicht lediglich aus "alle bekämpfen sich gegenseitig" bestehen, oder?
2: Auf jeden Fall Menschen, anders hätte es nicht gepasst, aber vielleicht mit interessanten Änderungen durch die Droge. (Gab's ja, klar, aber mir persönlich nicht interessant genug.) Noch normale Menschen wären sicherlich ebenfalls interessant gewesen.
3: Man weiß leider von vorneherein nicht, womit man zuviel riskiert, "nur Shooter" kann einem Spiel mit ungewöhnlichem Setting genauso zum Verhängnis werden.
Ein interessantes, funktionierendes "Ökosystem" sollte auch nicht lediglich aus "alle bekämpfen sich gegenseitig" bestehen, oder?
2: Auf jeden Fall Menschen, anders hätte es nicht gepasst, aber vielleicht mit interessanten Änderungen durch die Droge. (Gab's ja, klar, aber mir persönlich nicht interessant genug.) Noch normale Menschen wären sicherlich ebenfalls interessant gewesen.
3: Man weiß leider von vorneherein nicht, womit man zuviel riskiert, "nur Shooter" kann einem Spiel mit ungewöhnlichem Setting genauso zum Verhängnis werden.
