Ob Final Fantasy 7 Rebirth und Marvel's Spider-Man 2 in der jüngeren Vergangenheit oder Rise of the Ronin und Stellar Blade in näherer Zukunft – für die PlayStation 5 kommen immer wieder aufsehenerregende Titel auf den Markt, die exklusiv auf dieser Konsole verfügbar sind.
Dass dies nicht unbedingt die Zukunft ist und ab einem gewissen Punkt große Risiken birgt, sagte Shawn Layden, früherer...
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PlayStation: Ehemaliger Chef sieht die Zukunft nicht in Plattform-Exklusivität
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Re: PlayStation: Ehemaliger Chef sieht die Zukunft nicht in Plattform-Exklusivität
Ich denke hier muss man vor allem berücksichtigen, dass der Mann in dem Fall als Berater spricht... und scheinbar auch nicht als Berater von Sony. In dem Sinne nimmt er hier in Teilen sicherlich die Perspektive der Konkurrenz an, die für sich genommen valide sein mag, aber halt die Interessen von Sony nicht verfolgt.
Er hat natürlich bei dem Finanzierungsthema einen Punkt. Das ist die große Krücke an der AAA-Gaming in den letzten Jahren gegangen ist. Man investiert 200 Mio in eine Produktion ala The Last of Us 2 und muss dann hoffen, dass an Tag 1 jeder und seine Großmutter loslaufen um das Ding zu kaufen, sonst steht man am Ende mit seinen Produktions- und Marketingkosten ziemlich doof im Regen. Es ist jedes Mal eine Wette mit einem gewissen Risiko. Mit Days Gone ist man bei Sony dann ja auch schon nicht mehr so komplett glücklich geworden. Das ist natürlich ein Thema.
Free to Play und GaaS ist dabei nochmal sein eigenes Thema.
Kurzfristig geht es aber immer noch darum Kaufargumente für die Hardware zu schaffen (deren Absatzerwartungen ja schon nach unten korrigiert wurden) und mittel- bis langfristig schärft man über Exklusivtitel nunmal auch sein Profil. Als Sony willst du doch nicht, dass die Leute bei der Entscheidung zwischen Xbox und Playstation im Laden eine Münze werfen. Du willst die Leute über Software für die Marke und die Hardware emotionalisieren. Die Kaufentscheidung für die Playstation soll ja keine Kaufentscheidung sein. Sony will, dass die Leute einfach die neue Hardware kaufen, wenn sie erscheint und das möglichst ohne zu sehr nachzudenken und abzuwägen. Deswegen liegt natürlich vor allem auch die Zukunft (!) in Exklusivtiteln.
Was am Ende stehen bleibt ist die Finanzierungsfrage und ob man wirklich immer (Zitat) "denselben Scheiß" produzieren will. Denn ich sag mal so... wenn jetzt Prinzessin Peach Showtime erscheint und auf einmal anfängt in Japan Kreise um Final Fantasy Rebirth zu laufen, dann kann man sich natürlich schon fragen, wer seine Investments nachhaltiger tätigt. Nicht, dass ich das Prinzessinnen Spiel für besonders inspiriert halten würde, aber vielleicht zeigt es einem trotzdem, dass es noch was anderes als AAA gibt und dass man sich von diesem Mantra mal lösen kann, um einfach Softwarequalität und -Originalität mal wieder über die Produktionswerte zu stellen.
Er hat natürlich bei dem Finanzierungsthema einen Punkt. Das ist die große Krücke an der AAA-Gaming in den letzten Jahren gegangen ist. Man investiert 200 Mio in eine Produktion ala The Last of Us 2 und muss dann hoffen, dass an Tag 1 jeder und seine Großmutter loslaufen um das Ding zu kaufen, sonst steht man am Ende mit seinen Produktions- und Marketingkosten ziemlich doof im Regen. Es ist jedes Mal eine Wette mit einem gewissen Risiko. Mit Days Gone ist man bei Sony dann ja auch schon nicht mehr so komplett glücklich geworden. Das ist natürlich ein Thema.
Free to Play und GaaS ist dabei nochmal sein eigenes Thema.
Kurzfristig geht es aber immer noch darum Kaufargumente für die Hardware zu schaffen (deren Absatzerwartungen ja schon nach unten korrigiert wurden) und mittel- bis langfristig schärft man über Exklusivtitel nunmal auch sein Profil. Als Sony willst du doch nicht, dass die Leute bei der Entscheidung zwischen Xbox und Playstation im Laden eine Münze werfen. Du willst die Leute über Software für die Marke und die Hardware emotionalisieren. Die Kaufentscheidung für die Playstation soll ja keine Kaufentscheidung sein. Sony will, dass die Leute einfach die neue Hardware kaufen, wenn sie erscheint und das möglichst ohne zu sehr nachzudenken und abzuwägen. Deswegen liegt natürlich vor allem auch die Zukunft (!) in Exklusivtiteln.
Was am Ende stehen bleibt ist die Finanzierungsfrage und ob man wirklich immer (Zitat) "denselben Scheiß" produzieren will. Denn ich sag mal so... wenn jetzt Prinzessin Peach Showtime erscheint und auf einmal anfängt in Japan Kreise um Final Fantasy Rebirth zu laufen, dann kann man sich natürlich schon fragen, wer seine Investments nachhaltiger tätigt. Nicht, dass ich das Prinzessinnen Spiel für besonders inspiriert halten würde, aber vielleicht zeigt es einem trotzdem, dass es noch was anderes als AAA gibt und dass man sich von diesem Mantra mal lösen kann, um einfach Softwarequalität und -Originalität mal wieder über die Produktionswerte zu stellen.
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Wingclip
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Re: PlayStation: Ehemaliger Chef sieht die Zukunft nicht in Plattform-Exklusivität
Auf der einen Seite möchte man die Leute in das Sony Ökosystem locken und auf der anderen Seite seine AAAs finanzieren.
Ich könnte mir vorstellen, dass das Model des Release auf PS und PC für Sony ein guter Mittelweg ist. Einfach weil die Konkurrenz zwischen Konsolen und PC nicht so direkt ist. Ob der Release nun zeitgleich oder versetzt stattfindet, müsste man von Spiel zu Spiel unterschiedlich bewerten.
Anders im MS vs Sony Konsolen-Duell.
Hier tritt man, in erster Linie, mit seinen großen Exklusivtiteln gegen das attraktive Gamepass -Spar-Abo an. Man würde durch das Aufweichen der Exklusivität sein eigenes Fundament untergraben und Kaufanreize für die Playstation reduzieren.
Helldivers2 für die Xbox scheint auf den ersten Blick eine super Idee zu sein. Ich kann aber verstehen warum man hier bei Sony zögert. Auch wenn hier Einnahmen durch Software und Mikrotransaktionen winken.
Ich bin der Überzeugung, dass Sonys Erfolg auf dem Konsolenmarkt in erster Linie den großen Firstparty-Systemsellern zu verdanken ist. Diese zu vernachlässigen, würde zumindest mich als Kunden enttäuschen. Die Tatsache das ein Konsolenhersteller Kunden mittels hochwertiger Spiele in sein Ökosystem locken will ist in meinen Augen doch auch der Sollzustand. Ich wünschte die Xbox wäre auch diesen Weg gegangen. Das gesamt Paket Xbox/Gamepass ist dennoch ein echter Preishammer.
Geschmäcker sind zum Glück verschieden.
Ich könnte mir vorstellen, dass das Model des Release auf PS und PC für Sony ein guter Mittelweg ist. Einfach weil die Konkurrenz zwischen Konsolen und PC nicht so direkt ist. Ob der Release nun zeitgleich oder versetzt stattfindet, müsste man von Spiel zu Spiel unterschiedlich bewerten.
Anders im MS vs Sony Konsolen-Duell.
Hier tritt man, in erster Linie, mit seinen großen Exklusivtiteln gegen das attraktive Gamepass -Spar-Abo an. Man würde durch das Aufweichen der Exklusivität sein eigenes Fundament untergraben und Kaufanreize für die Playstation reduzieren.
Helldivers2 für die Xbox scheint auf den ersten Blick eine super Idee zu sein. Ich kann aber verstehen warum man hier bei Sony zögert. Auch wenn hier Einnahmen durch Software und Mikrotransaktionen winken.
Ich bin der Überzeugung, dass Sonys Erfolg auf dem Konsolenmarkt in erster Linie den großen Firstparty-Systemsellern zu verdanken ist. Diese zu vernachlässigen, würde zumindest mich als Kunden enttäuschen. Die Tatsache das ein Konsolenhersteller Kunden mittels hochwertiger Spiele in sein Ökosystem locken will ist in meinen Augen doch auch der Sollzustand. Ich wünschte die Xbox wäre auch diesen Weg gegangen. Das gesamt Paket Xbox/Gamepass ist dennoch ein echter Preishammer.
Geschmäcker sind zum Glück verschieden.
Zuletzt geändert von Wingclip am 15.03.2024 12:16, insgesamt 2-mal geändert.
