Tales of Arise - Test

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4P|BOT2
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Tales of Arise - Test

Beitrag von 4P|BOT2 »

Zum 25-jährigen Jubiläum wollte Bandai Namco seiner traditionsreichen Action-Rollenspiel-Reihe einen Neuanfang bereiten. Inzwischen ist der Startschuss für Tales of Arise gefallen und wir klären, was tatsächlich neu ist - und ob es auch besser ist.

Hier geht es zum gesamten Bericht: Tales of Arise - Test
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Todesglubsch
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von Todesglubsch »

Die DLC-Menge ist diesmal, selbst für Bamco-Verhältnisse, recht widerlich. Zwar wird nichts davon benötigt, aber dafür wird jetzt doppelt so penetrant auf die vorhandenen DLCs hingewiesen.

Und obacht, wenn ihr irgendeine Bonus-Edition gekauft habt und deren DLCs einlöst: Wenn ihr einfach ungesehen alle freigeschalteten Items aufnehmt, bekommt ihr u.U. auch (dauerhafte) Shop-Rabatte, XP-Multiplikatoren und sonstigen Kram, mit dem das Spiel mitunter zu leicht werden könte.

@game
Ich vermisse etwas die Talea-typische leichtherzigkeit, da es keine Kampf-Siegesszenen mehr gibt und auch die Skits haben einfach nicht die gleiche Atmo.
Zuletzt geändert von Todesglubsch am 16.09.2021 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
atum84
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von atum84 »

Hallo,

das spiel ist nicht koop, oder doch? oder nur nicht in den kämpfen?
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Todesglubsch
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von Todesglubsch »

atum84 hat geschrieben: 16.09.2021 16:06 Hallo,

das spiel ist nicht koop, oder doch? oder nur nicht in den kämpfen?
Weder in den Kämpfen, noch außerhalb.
Cas27
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von Cas27 »

Story, Charaktere und Inszenierung sind wie angekündigt reifer und realistischer, was angesichts des düsteren Szenarios auch gut ist.
Ich habs am Dienstag durchgespielt und bin echt verwundert sowas in einigen Tests zu lesen. Arise hat für mich ne typische Tales of Story, was an sich nichts schlechtes ist, nur sehe ich nicht wo Arise irgendwo reifer und realistischer ist.
Tales hat schon immer "harte" Themen mit, hmm, wie soll man es nennen, Anime Funfaktor vermischt und Arise macht hier imho nichts anderes.
Kairyu
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von Kairyu »

"Story, Charaktere und Inszenierung sind wie angekündigt reifer und realistischer, was angesichts des düsteren Szenarios auch gut ist."

Also geht Arise insgesamt in eine ähnliche Richtung wie Berseria? Dann wäre ich nämlich raus, weil mir persönlich das in jeder Hinsicht zu emo war und ich die Charaktere absolut nicht leiden konnte. Ich mag eher die Teile im Symphonia/Vespiria Stil.
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NewRaven
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von NewRaven »

Ich habs bisher noch nicht gespielt, aber was halt schon sehr auffällig ist, ist das primär Spieler Arise in den allerhöchsten Tönen loben, die vorher mit den Tales-Spielen nicht so wirklich was anfangen konnten. Die freuen sich jetzt über "wuchtigere Kämpfe" mit stärkerem Fokus auf Ausweichen und Co im Stile eines Western-Action-RPG oder über die tolle Grafik und meckern bestenfalls über die ja eigentlich in der Reihe schon bekannte Monetarisierung (die hier natürlich Bamco-mäßig nochmal ein "Upgrade" erfahren hat, wie bei jedem neuen Tales-Teil), während das Feedback von alten Fans der Reihe immer ein paar "aber..." enthält, vorwiegend in Bezug auf die Story, aber mitunter auch den Umfang oder der neuen Umsetzung der Skits. Ich mein, Arise wird ganz sicher keineswegs schlecht sein... aber wenn es seinen aktuell durchschlagenden Erfolg vorwiegend den Dingen zu verdanken hat, die es weniger "typisch Tales" machen, ist das meiner Meinung nach ein ganz schlechtes Zeichen für Fans der Reihe, was die Zukunft angeht. Nichtsdestotrotz freu ich mich natürlich drauf, Arise dann auch zu spielen, sobald wieder etwas Zeit dafür ist. Danke für den Test.
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Cas27
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von Cas27 »

NewRaven hat geschrieben: 16.09.2021 17:21 Ich habs bisher noch nicht gespielt, aber was halt schon sehr auffällig ist, ist das primär Spieler Arise in den allerhöchsten Tönen loben, die vorher mit den Tales-Spielen nicht so wirklich was anfangen konnten. Die freuen sich jetzt über "wuchtigere Kämpfe" mit stärkerem Fokus auf Ausweichen und Co im Stile eines Western-Action-RPG oder über die tolle Grafik und meckern bestenfalls über die ja eigentlich in der Reihe schon bekannte Monetarisierung (die hier natürlich Bamco-mäßig nochmal ein "Upgrade" erfahren hat, wie bei jedem neuen Tales-Teil), während das Feedback von alten Fans der Reihe immer ein paar "aber..." enthält, vorwiegend in Bezug auf die Story, aber mitunter auch den Umfang oder der neuen Umsetzung der Skits. Ich mein, Arise wird ganz sicher keineswegs schlecht sein... aber wenn es seinen aktuell durchschlagenden Erfolg vorwiegend den Dingen zu verdanken hat, die es weniger "typisch Tales" machen, ist das meiner Meinung nach ein ganz schlechtes Zeichen für Fans der Reihe, was die Zukunft angeht. Nichtsdestotrotz freu ich mich natürlich drauf, Arise dann auch zu spielen, sobald wieder etwas Zeit dafür ist. Danke für den Test.
Lustigerweise kommen meine persönlichen "aber" eher in Form von "das war vorher auch nicht anders". Ich hab seit Symphonia alle gespielt und nur Zestiria abgebrochen. Arise ist für mich immer noch sehr Tales typisch, das Kampfsystem ist halt das moderne, dass es nun auch schon seit Graces F gibt. Der sonstige Kram ist doch fast wie immer, Skits gibts genug, sehen halt bissl anders aus wegen "in Engine", aber der Inhalt ist typisch Tales und die Story ist wie gesagt auch als Tales of Story leicht erkennbar.

Der Fokus im Kampfsytem liegt zudem weiterhin bei Kombos, eigentlich sogar mehr als sonst, weil man hier normale Gegner dann per Boost Attack sofort töten kann. Dafür muss man aber den Gegner auch ordentlich in einer Kombo halten. Ausweichen ist hier imho weiterhin kein zu großer Faktor, sondern Crowd Control, Air juggling und die richtigen Artes aneinanderreihen um am Gegner zu bleiben.

Weiß nicht genau was du mit Umfang genau ansprichst, aber es gibt über 300 Skits, die Story geht locker 50 Stunden und Postgame gibts auch genug. Für 100% brauchst bestimmt gut 70 Stunden.
Also geht Arise insgesamt in eine ähnliche Richtung wie Berseria? Dann wäre ich nämlich raus, weil mir persönlich das in jeder Hinsicht zu emo war und ich die Charaktere absolut nicht leiden konnte. Ich mag eher die Teile im Symphonia/Vespiria Stil.
Nein, Arise ist nicht wie Berseria. Die Thematik mit der Sklaverei ist düster, aber die Truppe an sich sind alles Good Guys die für die gute Sache kämpfen.
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von flo-rida86 »

Gerade als anime fan ist das teil schon ein träumchen.
Das einzige was ich zu bemängeln habe sind diese unnötigen barriren in der spielwelt wo man nicht mal über eine steinmauer springen kann aber gut bei ows haben jrpgs immer ihrer eigenart aber sonst ist das teil klasse und lässt mein vorherigen serien liebling(berseria)meilenweit hinten.
flo-rida86
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von flo-rida86 »

NewRaven hat geschrieben: 16.09.2021 17:21 Ich habs bisher noch nicht gespielt, aber was halt schon sehr auffällig ist, ist das primär Spieler Arise in den allerhöchsten Tönen loben, die vorher mit den Tales-Spielen nicht so wirklich was anfangen konnten. Die freuen sich jetzt über "wuchtigere Kämpfe" mit stärkerem Fokus auf Ausweichen und Co im Stile eines Western-Action-RPG oder über die tolle Grafik und meckern bestenfalls über die ja eigentlich in der Reihe schon bekannte Monetarisierung (die hier natürlich Bamco-mäßig nochmal ein "Upgrade" erfahren hat, wie bei jedem neuen Tales-Teil), während das Feedback von alten Fans der Reihe immer ein paar "aber..." enthält, vorwiegend in Bezug auf die Story, aber mitunter auch den Umfang oder der neuen Umsetzung der Skits. Ich mein, Arise wird ganz sicher keineswegs schlecht sein... aber wenn es seinen aktuell durchschlagenden Erfolg vorwiegend den Dingen zu verdanken hat, die es weniger "typisch Tales" machen, ist das meiner Meinung nach ein ganz schlechtes Zeichen für Fans der Reihe, was die Zukunft angeht. Nichtsdestotrotz freu ich mich natürlich drauf, Arise dann auch zu spielen, sobald wieder etwas Zeit dafür ist. Danke für den Test.
Also von den fans habe ich jetzt auch nicht viel negatives gehört ausser das mit dem shop was man ja leider kennt.

Kenne zwar nicht wircklich alle teile hab mit symphonia angefangen und vesperia ausgelassen,wollte ich schon ewig nach holen,aufjedenfall ist das nichts schlechtes für mich wenn arise auch punktet mit sachen die eben nicht tales of typisch ist nicht alkes neue ist schlecht.
Bei gow klappte es ja auch oder zelda.klar da gabs auch kritiker aber die klare mehrheit war begeistert.
Zuletzt geändert von flo-rida86 am 16.09.2021 18:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Psycake
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von Psycake »

Oh, seht mal, mein Spiel des Jahres ist da! ^^

Neee, ehrlich, ich warte zwar noch bis zu meinem Urlaub bis zum Zocken, bin nach der positiven Berichterstattung aber überzeugt, dass ich es lieben werde.
Für mich war die größte Hürde der Tales-Reihe eher die Technik als der ganze Rest, daher denke ich auch, dass es einige neue Fans an Land ziehen wird.
Dass die Tales-Reihe düstere und erwachsene Storys erzählen kann, wurde bereits mit Abyss, Xillia 2 und Berseria gezeigt, da muss mir das Team gar nix mehr beweisen.
Die Kämpfe flutschten in der Demo recht ordentlich, ich finde aber, es unterscheidet sich doch ganz ordentlich von den alten Teilen (nicht jedes JRPG muss wie Final Fantasy immer wieder alles über den Haufen werfen, um sich "neu" und "frisch" anzufühlen).
Ich habe hohe Hoffnungen in das Spiel, denn seit Berseria konnten mich nur zwei JRPGs begeistern - Xenoblade Chronicles 2 und CrossCode (jaja, stammt nicht aus Japan, erfüllt spielerisch aber alle Grundvoraussetzungen).
Wird mal wieder Zeit, dass mich ein Spiel gefangen nimmt.
Die Hürde, die das Spiel überwinden muss, aka. mein Favorit wäre die Xillia-Duologie und Berseria und die liegt sehr hoch. Und zumindest beim Opening liegt das Spiel schonmal zurück. Wird ne spannende Aufholjagd. ;)
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NewRaven
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von NewRaven »

Cas27 hat geschrieben: 16.09.2021 18:13
Lustigerweise kommen meine persönlichen "aber" eher in Form von "das war vorher auch nicht anders". Ich hab seit Symphonia alle gespielt und nur Zestiria abgebrochen. Arise ist für mich immer noch sehr Tales typisch, das Kampfsystem ist halt das moderne, dass es nun auch schon seit Graces F gibt. Der sonstige Kram ist doch fast wie immer, Skits gibts genug, sehen halt bissl anders aus wegen "in Engine", aber der Inhalt ist typisch Tales und die Story ist wie gesagt auch als Tales of Story leicht erkennbar.

Der Fokus im Kampfsytem liegt zudem weiterhin bei Kombos, eigentlich sogar mehr als sonst, weil man hier normale Gegner dann per Boost Attack sofort töten kann. Dafür muss man aber den Gegner auch ordentlich in einer Kombo halten. Ausweichen ist hier imho weiterhin kein zu großer Faktor, sondern Crowd Control, Air juggling und die richtigen Artes aneinanderreihen um am Gegner zu bleiben.

Weiß nicht genau was du mit Umfang genau ansprichst, aber es gibt über 300 Skits, die Story geht locker 50 Stunden und Postgame gibts auch genug. Für 100% brauchst bestimmt gut 70 Stunden.
Ich weiß, dein Beitrag sollte eigentlich dieses "zuviel wie immer" kritisieren, aber mich beruhigt er ungemein. Ich erwarte von der Reihe nicht, dass sie irgendwelche Sprünge nach vorn macht, abgesehen von kleinen Hopsern in der Technik. Gebt mir einfach eine typische, aber gut erzählte Gut/Böse-Welt-Oder-Sich-Selbst-Retter-Story, ein paar Charaktere quer durch die JRPG-Klischees und ich bin happy, solang das Bekannte eben auch "bekannt gut" ist. Was ja beispielsweise bei Zestiria eher so nicht der Fall war (und trotzdem hab ich es nicht nur durchgespielt, sondern sogar noch den Alisha's Story-DLC gekauft, durchgespielt und quasi jede Minute davon gehasst... nein, ich bin nicht stolz drauf :Blauesauge: ). Ich nehm natürlich "hübscher" und "moderner" gern mit... allerdings eben nur dann, wenn es dafür nicht die typische Art der Serie geopfert wird. Wenn das hier so ist... umso besser.

Umfang? Naja, ich kann jetzt "sachlich" abseits von irgendwelchen Steam-Forenbeiträgen nur auf HLTB verweisen... das sagt zu Arise:
Main Story: 38 Hours
Main + Extras: 49½ Hours
Completionist: 62 Hours
All Styles: 48½ Hours

was schon, abseits der reinen Hauptstory, eine merkliche Menge kürzer wäre als beispielsweise

Berseria:
Main Story: 44½ Hours
Main + Extras: 67½ Hours
Completionist: 165 Hours
All Styles: 60½ Hours

Symphonia (mein erstes Tales of):
Main Story: 47 Hours
Main + Extras: 63½ Hours
Completionist: 189 Hours
All Styles: 60½ Hours

oder so ziemlich jedes andere Tales of-Mainline-Game. Allerdings ist es halt auch noch recht neu, die Datenlage also noch eine gute Ecke dünner, klar.

Und was das Kampfsystem angeht: nun, ich hab die Demo gespielt... da spielten die "angedeuteten" Angriffe inkl. darauf reagieren (also idealerweise ausweichen oder blocken) schon durchaus eine Rolle, die ne Ecke mehr ist, als sonst so üblich - natürlich insbesondere, was die Schadensmenge angeht, die man frisst, wenn man Selbiges vermasselt. Allerdings hat die Demo einen eben auch mitten ins Geschehen geworfen mit offenbar eher suboptimaler Ausrüstung (denn ehrlich, wenn ich für jeden Trash-Mob im richtigen Spiel ähnlich lange brauche, wie in der Demo, werde ich ausflippen :D ) - ist jetzt also auch nicht sonderlich repräsentativ. Insofern kann ich da neben meinen beschränkten eigenen Erfahrungen mit der Demo halt auch nur "habs gelesen, hoffentlich stimmt es nicht und du hast recht" zu antworten :mrgreen:
Zuletzt geändert von NewRaven am 16.09.2021 18:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von Todesglubsch »

Im Kontext des "geringeren Umfangs" möchte ich an dieser Stelle übrigens erwähnen, dass man diesmal das Spiel wohl in einem Durchgang platinieren kann und nicht mehr zwei Runs mit Grade-Points-Farming dazwischen einrechnen muss :D
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Psycake
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von Psycake »

NewRaven hat geschrieben: 16.09.2021 18:54 Ich weiß, dein Beitrag sollte eigentlich dieses "zuviel wie immer" kritisieren, aber mich beruhigt er ungemein. Ich erwarte von der Reihe nicht, dass sie irgendwelche Sprünge nach vorn macht, abgesehen von kleinen Hopsern in der Technik. Gebt mir einfach eine typische, aber gut erzählte Gut/Böse-Welt-Oder-Sich-Selbst-Retter-Story, ein paar Charaktere quer durch die JRPG-Klischees und ich bin happy, solang das Bekannte eben auch "bekannt gut" ist. Was ja beispielsweise bei Zestiria eher so nicht der Fall war (und trotzdem hab ich es nicht nur durchgespielt, sondern sogar noch den Alisha's Story-DLC gekauft, durchgespielt und quasi jede Minute davon gehasst... nein, ich bin nicht stolz drauf :Blauesauge: ). Ich nehm natürlich "hübscher" und "moderner" gern mit... allerdings eben nur dann, wenn es dafür nicht die typische Art der Serie geopfert wird. Wenn das hier so ist... umso besser.
Vielleicht bin ich ja hier ein Aussenseiter, aber irgendwie fand ich die Tales-Storys nie wirklich klischeehaft. Ich frage mich dann immer "Wann IST etwas ein Klischee?" Wird es zum Klischee, wenn es wenig Tiefe hat und nicht mehr als die Standards bietet? Das ist es manchmal, ja. Aber z.B. Abyss, die Xillia-Games und Berseria gingen für mich darüber hinaus. Die Charaktere fühlen sich dank ihrer vielen Eigenschaften sowieso oft sehr dreidimensional an.
Oder ist es ein Klischee, wenn es sich auf Dinge stützt, die es schon sehr oft gegeben hat? Dann ist so gut wie alles ein Klischee. Wir haben schon so viele Dinge erzählt, dass sich die Dinge schon zwangsweise oft wiederholt haben. Selbst ein The Last of Us wäre dann ein Klischee, weil es diese Patient Zero-Geschichte schon oft gab und auch ein Joel das "verbitterte, alter Mann"-Klischee erfüllt.
Daher kann ich mich der "Tales-Spiele erzählen klischeehafte Geschichte"-Meinung nicht wirklich anschließen.
NewRaven hat geschrieben: 16.09.2021 18:54 was schon, abseits der reinen Hauptstory, eine merkliche Menge kürzer wäre als [...] so ziemlich jedes andere Tales of-Mainline-Game.
Na ja, fast. Xillia (sogar bislang mein Lieblingsgame der Reihe) hat folgende Statistiken:

Main Story 36h 36m
Main + Extras 53h
Completionists 86h 54m
All PlayStyles 48h 53m

Was, abgesehen von Completionists, sogar noch kürzer ist als Arise. Ich habe kein Problem mit geringerem Umfang, solange das Gebotene großartig ist! Und das war es für mich bei Xillia, alsoooo... ich drück mal beide Däumchen. ;)
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NewRaven
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Re: Tales of Arise - Test

Beitrag von NewRaven »

Psycake hat geschrieben: 16.09.2021 19:13 Oder ist es ein Klischee, wenn es sich auf Dinge stützt, die es schon sehr oft gegeben hat? Dann ist so gut wie alles ein Klischee. Wir haben schon so viele Dinge erzählt, dass sich die Dinge schon zwangsweise oft wiederholt haben. Selbst ein The Last of Us wäre dann ein Klischee, weil es diese Patient Zero-Geschichte schon oft gab und auch ein Joel das "verbitterte, alter Mann"-Klischee erfüllt.
Daher kann ich mich der "Tales-Spiele erzählen klischeehafte Geschichte"-Meinung nicht wirklich anschließen.
Ich glaube, dass trifft es halt gut. Es passt halt, sehr oft, bei den Tales of-Games extrem viel in die gleiche Schablone, die man auch auf quasi jedes andere JRPG aufsetzen kann. Der "schweigsame Held", der Gedankenverlust, die grundsätzlich weibliche junge Heilerin/Magierin, dass dem Untergang geweihte Königreich, dass deine Hilfe aber zuerst gar nicht wirklich will, der plötzlich auftauchende Gegenspieler, der zeigt, dass der bisherige Gegenspieler nur eine Schachfigur in seinem bösen Plan war, der erste Versuch die Welt zu retten, der alles nur viel schlimmer macht, worauf es dann erst richtig los geht, der mysteriöse Charakter, der entweder immer mal wieder verschwindet oder gar stirbt, nur um später wieder aufzutauchen und je nach Gusto der Gruppe entweder in den Hintern zu treten oder ihr selbigen im letzten Moment zu retten. Es gibt da schon eine Menge dieser sehr oft verwendeten JRPG-typischen Dinge, bei denen sich Tales auch sehr gern - natürlich nicht immer und überall gleich viel, bedient. Mich stört das nicht, überhaupt nicht... ich erwarte diese Dinge in dem Genre einfach und so lang sie "gut verpackt" sind, bin ich happy. Und während ich die Verpackung, sprich die jeweils individuelle erzählerische Umsetzung, nie ganz an der Spitze des Genres ansetzen würde, war sie doch bisher immer gut und ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass irgendein Tales-Game ist wie irgendein anderes Tales-Game, diesen "das hab ich doch schon gespielt"-Eindruck hatte ich in Bezug auf die Erzählung/das Setting dieser Spiele nie wirklich - auch wenn die Versatzstücke natürlich oft bekannt waren. Und das wird hier wohl nicht anders sein.
Zuletzt geändert von NewRaven am 16.09.2021 19:46, insgesamt 6-mal geändert.
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