Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

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4P|BOT2
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Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von 4P|BOT2 » 28.06.2020 13:59

Die Kosten für die Triple-A-Entwicklung (Spiele-Großproduktionen) ufern von Konsolen-Generation zu Konsolen-Generation immer weiter aus und auch die notwendige Länge von 50 Stunden als "ungeschriebene Konvention" für "große Adventures", bezeichnet Shawn Layden als problematisch. Layden war bis Ende September 2019 der Chef der Worldwide Studios von Sony Interactive Entertainment (kurz SIE), bevor e...

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Hawke16
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von Hawke16 » 28.06.2020 14:31

Ich frage mich ja ob AAA flops wie Breakpoint, F76 oder Anthem irgendein Umdenken bewirkt haben oder ob die immernoch glauben es braucht jedes Jahr ein neues Spiel das man dann unendlich lange spielen soll.

Ares101
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von Ares101 » 28.06.2020 14:33

Recht hat er grundsätzlich, aber die Sache ist doch auch die, dass man bei einem Game auf DOS-Basis und den damit einhergehenden Einschränkungen, früher super mit einer Handvoll Entwicklern zurecht kam und 1-2 Spiele pro Jahr rausknallen konnte. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten geht das einfach nicht mehr, weil ein Dev einfach gar nicht mehr mit allen Systemen zurechtkommt und man haufenweise Spezialisten benötigt. Deswegen finde ich diese riesigen Projekte auch grundsätzlich nicht schlecht und tatsächlich ist es doch so, dass die meisten AAA Games Profit machen, auch weils davon am Ende dann doch nicht soviele gibt. Dies alte DOS-Mentalität gibt es aktuell ja am ehesten im Mobile-Gaming bereich, wo es teilweise noch möglich ist, dass ein Dev das komplette System überblickt, da schockiert es mich am ehesten, dass da einige Studios hunderte von Mitarbeitern haben.
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Ares101
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von Ares101 » 28.06.2020 14:35

Hawke16 hat geschrieben:
28.06.2020 14:31
Ich frage mich ja ob AAA flops wie Breakpoint, F76 oder Anthem irgendein Umdenken bewirkt haben oder ob die immernoch glauben es braucht jedes Jahr ein neues Spiel das man dann unendlich lange spielen soll.
Das interessante ist ja, dass das in den letzten 2 Jahren echt die Ausnahmen waren und davor sind eher kleinere Titel gefloppt. Dawn of War 3 fällt mir da eigentlich nur ein. Selbst wenn sich ein AAA Game mittelmäßig verkauft, kann es ja trotzdem noch Gewinn machen und speziell in der Zeit der digitalen Downloads hat man da für die Zukunft eine Lizenz zum Gelddrucken, weil man keine laufenden Kosten durch das Pressen von DvDs hat, und praktisch ohne Mehrkosten einnahmen generiert.
Zuletzt geändert von Ares101 am 28.06.2020 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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D_Sunshine
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von D_Sunshine » 28.06.2020 14:52

Ich würde mir wünschen, dass solche 50h-Spiele eher die Ausnahme bilden würden. Klar ist es toll in einem Spiel richtig lange versinken zu können, vor allem wenn man mit dem Gameplay Spaß hat, aber bei mir stellen sich oft Abnutzungserscheinungen ein. :?

DaysGone und Horizon:ZeroDawn waren beides imo tolle Spiele, aber die hatten bei mir ihren Höhepunkt vor der 10h-Marke und zum Ende stellte sich bei mir eher so ein Gefühl von "Jetzt will ich aber langsam mal fertig werden." ein. Vor allem weil ich als nächsten Titel schon das nächste OpenWorld-Content-Monster vor Augen hatte.
Ich kann mich im Gegensatz dazu erinnern wie überraschend positiv mich Rage2 zurückgelassen hat. Eigentlich kein herausragendens Spiel und vielleicht lag es auch gerade daran, dass einige der Nebenmissionen so repetitiv und unspaßig waren, dass es mir hier leichter fiel, diese links liegen zu lassen und einfach die Hauptquest zu beenden. Das hatte aber auch zufolge, dass ich nach etwas mehr als 10h durch war und das CoreGunGunplay sich noch nicht abgenutzt hatte.

Ich will also längeren Spielen sicher nicht ihre Daseinsberichtigung absprechen (Ich freue auch mich auf Cyberpunk), aber bitte bitte liebe Gamesindustrie - für ein gutes 10-20h langes Game bin ich mindestens genauso bereit Geld auszugeben. "Noch Größere Map!!" und "SechsBillHundert Nebenaufgaben!!!" sind für mich keine Verkaufsargumente mehr und wenn der Verzicht darauf Produktionskosten spart, haben doch alle gewonnen.
Zuletzt geändert von D_Sunshine am 28.06.2020 14:57, insgesamt 4-mal geändert.

Fargard
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von Fargard » 28.06.2020 15:01

Beim Marketing kann man sparen.
Braucht ja - wie wir sehen - nicht jedes Spiel TV-Werbung wie Last of Us 2, das einen ja täglich um die Ohren fliegt im TV.
:)


Ketzerei: Es muss auch nicht immer Open World sein. Wenn man da nix erzählen will und nur ? auf die Map klatscht, lasst es. Oder dimensioniert sie nicht über. Ging früher auch, war völlig ok. Gothic war z.B. groß genug :)
Man muss auch in Shootern nicht unbedingt craften, so als Tipp!

Ryan2k6
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von Ryan2k6 » 28.06.2020 15:03

Kann ich mich nur anschließen. Kein Spiel schafft es 100h Abwechslung zu bieten. Auch bei einem Witcher hatte man irgendwann alles gesehen und manch einer, war dann irgendwann satt an Fragezeichen und Nebenquests. Ich muss auch sagen, für mich ist Heart of Stone der bessere DLC, weil ich die Länge viel angenehmer fand. Blood and Wine, war mir da einfach zu groß.

Ich nehme lieber alle 2 Jahre ein 20-30h Cyberpunk, als nach 5-7 Jahren eine 100h Cyberpunk.

Zumal ich solche Klopper einfach nicht mehr als ein mal spielen kann. Ein FF7 schon, die 20-30h gehen durchaus ein mal im Jahr. Aber ein 120h+ W3 eben nicht. Und ich bin leider jemand, der Nebenquests nicht einfach liegen lassen kann. Außer HZD, da ging das irgendwann.
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key0512
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von key0512 » 28.06.2020 15:23

Ich verstehe nicht so Recht inwiefern man mit 25 statt 50h signifikant viel Geld spart. Die Hauptinvestionen sind doch Assets, Charaktere, Welt, Spiellogik, KI, Gameplay, Grundanimationen, Engine usw. All diese Dinge müssen bei einem 25h Spiel genauso gut funktionieren wie bei einem 50h Spiel. Klar spart man Zeit und Geld, aber man hat ja schon alle Bausteine beisammen, es geht lediglich darum ein paar mehr Elemente daraus zu zaubern. Die kosten halbieren sich dadurch sicherlich nicht.

dunbart
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von dunbart » 28.06.2020 15:41

Ich sehe es ähnlich. Die meisten Spiele werden jenseits der 15h Marke Arbeit. Entweder hat man bis dahin alles gesehen oder die interessanten Sachen werden duch unnützen Content gegatet.
Gibt sicherlich Spiele, die man nicht durchspielen muss, um das ganze Erlebnis zu haben. Ich denke z.B. an Fallout 3, aber bei Story-Spielen nervt es mich irgendwann doch an. Ich schaue ja auch nicht monatlich LotR Extended back-to-back jeden Monat.
Bei mir geht es schon so weit, dass ich jährlich eine Liste führe mit Spielen, die ich durchgespielt hab oder genug Stunden reingebuttert, so dass ich sagen kann - gut ist. No Man Sky wäre da so ein Beispiel 40h+ Erlebnis gehabt. Passt. Aber auch hier nach 15h Durchhänger.
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Bachstail
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von Bachstail » 28.06.2020 15:50

Kürzere Spielzeit nehme ich gerne an und es muss von mir aus auch nicht immer Open World sein, ein eher lineares Spiel mit einer Spielzeit von 15 Stunden kann auch ein sehr gutes Spiel sein.

Ich würde mir aber auch gerne mehr Spiele wie Breath of the Wild wünschen, wo man innerhalb der ersten Stunde alle Tolls bekommt, die man braucht und das Spiel einem dann komplett offen steht, sodass man entweder gleich zum Endboss rennen kann oder man sich in der Welt so lange aufhält, wie man der Meinung ist, sich darin aufhalten zu wollen.

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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von USERNAME_2948041 » 28.06.2020 15:58

Und ich dachte ich bin das Problem. Sehe gerne wie viele Mitspieler auch nach spätestens 20h müde sind und nur noch darauf warten das Spiel zu beenden.
Als Beispiel: FF7 hab ich erstmal aufgehört zu spielen, weil ich mich auf die Oberfläche der Mauer (also vor Shinra HQ) wieder durchboxen muss (immer das Gleiche).

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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von yopparai » 28.06.2020 16:11

Wenn das Spiel nach 15h keinen Spaß mehr macht, dann liegt das Problem beim Spiel. Und die Kosten kann man auch anders senken, z.B. indem man sich nicht auf „AAA“-Produktionswerte versteift. Es gibt einen Haufen Spiele, die über lange Zeit Spaß machen und nur kleine bis mittlere Budgets verschlungen haben, selbst im Indiebereich. Wenn man natürlich lieber teure Produktionen auf den Markt wirft, weil man bessere Chancen sieht, die massenhaft zu verkaufen, naja, dann muss man halt auch mit den Konsequenzen, also den hohen Kosten leben.

Davon ab hab ich aber auch kein Problem damit, für ein kürzeres Spiel Vollpreis zu zahlen, egal ob high- oder low-Budget. Bis zu einer gewissen Grenze zumindest.

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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von Sunblaster » 28.06.2020 16:23

Ich glaube nicht das diese 50-Stunden-Konvention von den Spielern kommt. Das kommt doch eher aus den Führungsetagen der Industrie, die mit ihren Live-Service Geschäftsmodellen den Markt übersättigt hat und jetzt so lange Spiele braucht um Kunden möglichst lange ans Unternehmen zu binden.

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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von Finanzberater » 28.06.2020 16:27

Oh bitte weniger Geld in Grafik und mehr ins Gameplay stecken.

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SethSteiner
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Re: Shawn Layden über zu hohe Kosten für die Triple-A-Entwicklung und die problematische Länge von 50 Stunden

Beitrag von SethSteiner » 28.06.2020 16:29

Werden dann die Spielepreise auch günstiger, wenn man die Spiele kleiner und kürzer machen würde oder geht es hier nur um die Situationen der Studios?

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